
tet, die z 0u (== _j_ Zoll = ungefähr ' | Linie) Brenn,
weite hatte, und also etwa 400nial im Durchmesser vergrö-
fserte, wenn man nämlich annimmt, dafs das deutlichste Sehen
dann statt finde, wenn sich das unbewaffnete Auge in
einer Entfernung von 8 Zolle von dem Gegenstände befinde,
o. Man sieht hier an der Faser queere, helle Runzeln oder
Einschnürungen, die Prochasca daher abzuleiten geneigt
ist, dafs Zellgewebsfasern, Gefäfse, und vielleicht auch Nerven,
wenn sie sich beim Kochen verkürzten, die Faser stellenweise
zusammenschnürten. Bei der Faser an der die
Scheide durch Maceration und durch gelinden Druck zerstört
worden ist, sieht man durch dieselbe Linse geschlängelte
Fäden, fila, von denen ein einzelnes bei c. und d. von seiner
schmalen, bei e. von seiner breiten Seite angesehen wird. In
dieser letzten Ansicht hat es oft den Anschein , als bestünde
das Filum aus Gliedern oder Kügelchen. f Ist der Durchschnitt
einiger Muskelfasern bei derselben Vergrofserung.
Man sieht die queer durchschnittenen Fila. g. Eine fast 200
mal im Durchmesser vergröfserte gröfsere Muskelfaser von
gekochtem Menschenfleische, von der Seite angesehen, so,
dafs man die Runzeln oder Beugungen im Zickzack deutlich
sieht. Diese Runzeln 'sind nicht mit den der kleinen und
kleinsten Muskelfasern in den vorigen Figuren zu verwechseln.
Man sieht hieraus, dafs Prochas c a* s Mukelfa-
sern a. und b. mit de He y d e ’s Fibra und mit Muys
Fibrilla der lsten Ordnung im Wesentlichen übereinstimmen,
und dafs die Queerrunzeln nicht dieselben sind, welche hei g.
im Profile abgebildet worden. Es leuchtet ferner ein, dafs
Prochasca*s Fila mit Muys Filis der kleinsten Ordnung
und mit de Heyde s Fibrillis übereinstimmen. (Prochasca
de carne musculari. Viennae, 1778. Tab. IV. Fig. 12. 13. 15.
16- 17. 18. Tab. V. Fig. 9.)
Fig. XXXIV. Mu s k e l f a s e r n nach Fon tan a.
a. 2 primitive Fleischbündel (faisceaux charnus primitifs').
Man sieht an ihnen dichte, kreisförmige Runzeln, die sowohl
an frischem, als an gefaulten Fleische sichtbar sind, und sich
unter andern dadurch ganz von den hellen Queerstreifen der
Sehnenfasern und Nerven unterscheiden, dafs sie ununterbrochen
rings herumgehen. 6. Ein primitives Fleischbündel,
von dem Fon t a n a unten die aus Zellgewebe gebildete
Scheide weggenommen hat, so, dafs man die p r imi t i v e n
F l e i s c h f ä d e n (fils charnus primitif0 sieht.
Die primitiven Fäden sind die kleinsten Fäden, in die
sich Fleischfasern spalten lassen. Sie sind solide Cylinder,
alle von gleicher Gröfse, ausgezeichnet durch kleine Runzeln
oder kleine helle Flecke, die wie kleine, in ihrem innern befindliche,
queere Scheidewände aussehen. Die kreisförmigen
Runzeln der primitiven Fleischbündel scheinen von den hellen
Flecken oder Scheidewänden der primitiven Fleischfäden
herzurühren. Die primitiven Fleischfäden bilden nicht solche
wellenförmige Krümmungen wie die Sehnen und Ner-
venfäden. Die kleinen Flecken oder Linien, die in gleich
grofsen Zwischenrämen aufeinander folgen, und welche in
deren Geweben Unterbrechungen hervorzubringen scheinen,
geben den primitiven Fleischfäden in manchen Lagen das
Ansehn, als beständen sie aus Kügelchen. Manchmal könnte
man glauben, als ob das scheinbare Vorhandensein dieser
Kügelchen durch Runzeln entstände, die durch eine Zusammenziehung
der Fäden hervorgebracht würden. F o n t a n a
bat die Muskelfasern selbst mit Linsen von | 5 Zoll (fast f
Linie Brennweite), und also bei einer Vergrößerung des
Durchmessers, die, wenn man die Entfernung der Gegenstände
, in der das deutlichste Sehen mit unbewaffneten Augen
stattfindet, auf 8 Zoll annimmt, eine 72lfache war, ba