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culär: man bemerkt dort ungleiche Ränder, s. p. Hintere
graue Substanz, die das Hinterhorn bildet und ein gallert-»
artiges Ansehn und dunklere Farbe hat. s. a. Vordere
Mittelfurche, durch welche eine Falte der pia mater läuft,
was sie viel kenntlicher als die hintere macht, s. p. Hin*
tere Mittelfurche, a. Arteria spinalis anterior, r. a. Vorderwurzeln
der Rückennerven, blofs angedeutet, r.p. Hintere
Wurzeln. 1. c. Fädchen der grauen Substanz, die
strahlenförmig vom Centrum nach der Peripherie laufen-
Diese Fortsetzungen der grauen Substanz, von einem Manne
bemerkt und gezeichnet, der keine anatomische Kenntnisse
dieser Art haben konnte* zeigen, dafs nicht so schwer zu
entdecken ist, wie das Rückenmark aus Markplatten geformt
ist, zwischen welchen diese grauen Verlängerungen
fortlaufen; was uns zur Erklärung der Art und Weise
führt, nach welcher sich diese Theile ursprünglich gebildet
habeft müssen. 1. a. Vordere weifse Fäden, die den Vorderwurzeln
der Rückennerven entsprechen. 1. b. Hintere
weifse Fäden, die den hintern Wurzeln der Rückennerven
nicht entsprechen, s. d. Hintere Seitenfurchen, die die
vordem Stränge von den hintern absondern.
Fig. LI. Queerdurchschnitt des Rückenmarks, der
zwischen den Wurzeln des 6ten Paars der Kreuznerven
läuft. Zum Behuf dieser Präparation mufs man ein
Stück vom Rückenmark lange Zeit in Salzauflösung halten:
dann 15 bis 20 Tage lang die Maceration dieses Stückes in
reinem Wasser vornehmen. Es ist wichtig, den Qüeer-
durchschnitt bei einem so^räparirten Stücke mit einem gut-
geschliffenen Rasirmesser vorzunehmen; untersucht man
alsdann die durchschnittene Fläche, so kann man die vielen
Markplättchen und ihre Fortsetzung nach den innern
und äufsern Rändern bemerken, p. m. Pia mater, die das
Mark umgiebt, aber von ihm mittelst Maceration getrennt
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ist: aus ihrer innern Fläche kommen Fäserchen hervor,
die bis in die Mitte der Markfalten dringen. Um keine
Verwirrung in die Figur zu bringen, findet man hier nur
einige der angedeuteten Verlängerungen der pia mater dargestellt.
Aber man wird leicht gewahr, dafs ihre Anzahl
sehr grofs ist, und dafs sie mitten in alle angedeutete Falten
des Markgewebes eindringen. Wenn man diese Figur,
die 8 mal vergröfsert ist, untersucht, so wird leicht ersichtlich,
dafs die vordem Stränge aus einer lamina gebildet
sind, die im Grunde der vordem Furche anhebt und
zahlreiche rings um die grauè Substanz vertheilte Falten
zeigt. Die Zahl der Falten beläuft sich ohngefahr auf 50
an jedem Vorderstrange. Man hat wohl Acht zu geben
auf ihre Stellung, die nämlich an der vordem Mittelfurche
ist, uud dabei zu bemerken, dafs einige von ihnen nur bis
zur Hälfte der andern reichen , wie man aus der Richtung
x ersieht. Bei aufmerksamer Prüfung wird man auch sehen
, dafs der Rücken der Markplatten an der Peripherie
dicker ist, und diese, wie leicht begreiflich, sich nach dem
Centrum hin verdünnen.
Aus dieser Figur wird ferner ersichtlich, wie sich
Fortsetzungen der grauen Substanz strahlenförmig nach der
Peripherie ziehen, und zwischen die Markfaserchen ei®-
schieben. Endlich habe ich noch die Figur in diesem
Maafsstabe gezeichnet, um leichter verfolgen zu können,
wie die Markplatte oder das Markgewebe aus dem Grunde
der vorder® Mittelfurche bis zu den hintern Seitenfurchen
fortgeht. Eine solche Fortsetzung verhindert jede Annahme
von vordem Seitenfurchen, r. a. Vordere ^Vurzel® der
Rückennerven, r. p. Hintere Wurzeln der Rückennerven,
die ausschliefslich aus den hintern Strängen entstehen, s.
Graue, durchaus schwammige, vasculäre Substanz, die dadurch
sich so viel als möglich von der grauen Substanz unter-*