
Fig. VI. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks,
zwischen den Wurzeln des 8ten Paares der Rückenmarksnerven
durchgeführt.
Aus dieser Figur sieht man, dafs die beiden Theile
der grauen Substanz nicht so gewölbt, und ihre Vorder,
und Hinterhörner mehr gerade sind, wie man in der Mitte
der Rückenregion bemerkt.
Fig. VII. Queerdurchschnitt des Rückenmarks eines
fünfzigjährigen Mannes. Der Schnitt wurde unter
den Cervicalnerven des ersten Paares durchgeführt. Die
inneren Ränder der Vorderstränge sind wenig nach innen
gebogen. Die graue Substanz erscheint unter der Gestalt
eines Hufeisens.
Fig. VIII. Schnitt, ähnlich dem vorigen, fast unter
dem 7ten Paar der Halsnerven geführt. Durch diese
Figur wird offenbar, dafs die graue Substanz sich in geringerer
Quantität in diesem Marke befand. Aufserdem
sieht man die genannte Substanz sich in Fäden ausbreiten,
die mitten zwischen die Medullarfasern der Vorderstränge
eindringen.
Fig. IX. Queerdurchschnitt des Rückenmarks eines
Mannes von 55 Jahren, durch die Wurzeln des ersten
Paars der Rückennerven geführt. f. a. Vorderstränge,
deren innere Ränder sehr nach innen gebogen sind und
sich rund um die Vorderhörner der grauen Substanz ziehen,
die in dieser Region in gröfserer Quantität gefunden
wird. f. p. Prismatische hintere Stränge, s. a. Vordere
Mittelfurche, in die eine Falte der pia mater eingeht. s.
p. Hintere Mittelfurche, tiefer, weil die hintern Stränge
mit ihrem vordem Winkel weiter vorgehn. Ist immer weniger
sichtbar, weil die pia mater hier nicht wie in die
vordere Furche eindringt, s. 1. Hintere Seitenfurchen; durch
Maceration lassen sich die hintern Stränge von den vordem
an diesem Ort ganz trennen. Dagegen ist mir’s niemals
gelungen, die vordem Stränge getrennt und abgesondert
zu sehen nach der Direction der kleinen Vorderwurzeln
der Rückenmarksnerven , so dafs man sicher schliefsen kann,
dafs keine vordem Seitenfurchen vorhanden sind.
Fig. X. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks
durch die Wurzeln des 2ten Paars der Rückennerven.
Fig. XI. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks
durch die Wurzeln des 8ten Paars der Rückennerven
geführt. Die graue Substanz ist weniger reichlich,
und man konnte sehen, dafs ihre Ränder nicht gleich waren,
da zahlreiche Verlängerungen abgingen, die zwischen
die dünnen Medullarfasern der Vorderstränge eindrangen.
Die Hinterstränge sind schmaler.
Fig. XII. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks
zwischen dem 9ten Paar der Rückennervenwurzeln.
Fig. XIII. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks,
bewerkstelligt an den Wurzelndes 12ten Paars der Rückennerven.
Die graue Substanz wird wieder etwas reichlicher,
auf der innern Seite ihrer Hinterhörner habe ich zwei
kleine Oeffnungen gesehen, die ich für Blutgefäfse halte.
Ich wage nicht zu entscheiden, ob es dieselben sind, wovon
Herr Gai l spricht und die er bis zu den Sehnervenhügeln
verfolgt hat.
Fig. XIV. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks,
zwischen den Wurzeln des ersten Paars der Lendennerven.
Wie viele Verschiedenheiten die graue Substanz darbietet,
geht auch aus den Untersuchungen des Herrn Professor F.
Caldani hervor. Mem. della societä. Italiana, tomo XIX.
Fig. XV. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks,
an den Wurzeln des 3ten Paars der Lendennerven.
Man bemerkt, dafs daselbst die graue Substanz weit reich