
enden Aestchen des kleinen Hirns« n. Die obere Schichtè
der Vierhügel aufgehoben, o. Die unteren gegen den Sehhügel
verlaufenden Fasern des Olivarstrangs.
B. Bau und Entwickelung des Rückenmarks.*)
Fig. I. Queerdurchschnitt des Rückenmarks an einem
einjährigen Knaben, unterhalb der vorderen Pyramiden,
f. a. Vordermarhstränge. Die innern Ränder dieser Stränge
sieht man noch nicht nach hinten umgebogen, wie sich diefs
weiter unten zeigt. Daher kommt es, dafs die graue
Substanz (substantia cinerea) in diesem Durchschnitt die Gestalt
eines Hufeisens hat, und man daselbst keine Vorderhörner
bemerkt, f. p. Hintere prismatische Stränge, die von den
untern Pedunkeln des kleinen Hirns herabsteigen, p. Kleine
Stränge der hintern Pyramiden, die sich in der Gestalt kleiner
Platten zeigen, weil sie schmal und eingeengt zwischen
den oben genannten hintern Strängen herabgehen, s. a. Vordere
Mittelfurche, die am wenigsten tiefe, weil die innern
Ränder der vordem Stränge noch nicht umgebogen und nach
hinten gekehrt sind, wie in den untern Gegenden bemerkt
wird. s. p. Hintere Mittelfurche, in der Nackenregion durch
die Annäherung der hintern Pyramiden gebildet. Diese Furche
ist beständig tiefer als die vordere, wegen der prismatischen
Form der hintern Stränge, s. 1. Hintere Seitenfurchen,
welche den vordem Hörnern der grauen Substanz entsprechen,
und die vordem Stränge von den hintern sondern; s. p. p.
Furchen der hintern Pyramiden. Sie finden sich nur> in der
Nackenregion und sind kaum sichtbar: defswegen dringt auch
keine Membran zwischen diese und die hintern Stränge; r.a.
Vorderwurzeln der Rückgratsnerven; r. p. Hinterwurzeln.
*) Nach R o lan d o .
Fig. H. Queerdurchschnitt des Rückenmarks ( eines
achtjährigen Knaben), unterhalb der vordem Pyramiden vor.
genommen, f. a. Vordere Stränge, deren innere Ränder kaum
in gegenseitige Berührung kommen, und noch nicht einwärts
gekehrt sind. Demzufolge zeigt sich die graue Substanz
unter der Gestalt eines Hufeisens oder eines Zungenbeins,
und defshalb treten seine vordem Hörner nicht vorwärts.
a. w. Wurzel des Beinerven (n. accessorius Wi*
lisii). e. p. — s .a—s.p. —s.p.p. Diese Buchstaben deuten
auf dieselben Gegenstände, wie bei der Figur 1. r. a.
Vorderwurzeln der Rückgratsnerven, r. p. Hinterwurzeln,
Fig
. III. Queerdurchschnitt des Rückenmarks bei
demselben Individuum, in der Höhe des zweiten Halswirbels
vorgenommen, f, a. Vordere Stränge, deren innere
Ränder weit mehr einwärts umgebogen sind, so dafs die
Vorderfurche etwas weniges tiefer is t, und die Vorder-
hörner der grauen Substanz besser ausgedrlickt sind. Demzufolge
zeigt sich diese Substanz unter der Gestalt von
Halbmonden, die durch eine dünne Brücke von eben solcher
Substanz mit einander verbunden sind. f. p. -— n. a.
— s . a. — s. p. — 1. s. —- s. p. p, — r. a. — r. p. Diese Buchstaben
deuten auf dieselben Gegenstände wie bei der 39sten Figur.
Fig» IV. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks
am 4ten Halswirbel. Diese Figur hat nichts Abweichendes
, aufser dafs die graue Substanz ein klein wenig reichlicher
und die vordem Horner dicker sind.
Fig. V« Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks,
angestellt zwischen dem ßten Paar der Halswirbel. Die
graue Substanz ist auch hier reichlicher» Einige sehr
weifse Fäden gehen von ihren vordem Hörnern aus. Die
hintern Stränge sind weiter, der Beinerv wenig von der
hintern Seitenfurche entfernt, a. Kleine Furchen oder Spalten,
die man zwischen den Falten der lamina medullaris entdeckt.