
Z w e i und dreissigste Tafel.
Fig . I.
Ein männlicher Körper, an Welchem man’, nachdem die
ganzen vordem Wände des Rumpfes mit den Hals-, Brust-,
Unterleibs- und Beckenorganen, sowie die vordem und untern
Theile des Kopfes weggenommfen, das Gehirn etwas in
die Hohe zuruckgelegt, und durch Wegnahme der Wirbelkörper
der Rückenmarkskanal von vorn geöffnet worden ist,
das Rückenmark und die von diesem ausstrahlenden Nerven
in ihrem Verlauf sieht. Die Rippenköpfe sind auf der linken
Seite, und auf der rechten die-hintern Enden der Rippen
weggenommen worden, um die hintern Aeste der Brustwirbelnerven
, welche sich in die Rückenmuskeln verbreiten,
zu sehen. Ebenso sind mehrere Muskeln durchschnitten und
zurückgelegt.
1 12. sind die zwölf Gehirnnervenpaare. _ Die 8.
Hals-, 12 Rücken-, 5 Lenden- und 5 Kreuzbeinnerven kann
man selbst bestimmen.
I. I. Plexus cervicalis Superior. I I II. Plexus cervi-
calis inferior seit brachialis. IV. N. phrenicus. Man wird
bemerken, dass dieser Nerve noch zwei Aeste, vom 5; und
6. Halsnerven nämlich erhält. E Drei Verbindungsäste des
5. 6. und 7. Halsnerven zum X. sympathicus. VI. Verbindungsast
des ersten Dorsalnerven mit dem 8. Halsnerven.
VII. X. suprascapularis. VIII. X. pectorales anteriores.
IX . N. subscapularis. X. N. subscapularis longus seu infra-
scapularis. X I. N. cutaneus externus. XII. N. cutaneus
mternus s. magor. X III. X. medianus. XIV. N. ulnaris.
XV. N, radialis. XVI. N. axillaris, a.a a. sind die hintern
Aeste und b.b.b.b. die vordem Aeste oder die Zwischenrippennerven,
N. intercostales, der Brustnerven, c. Verbindungsäste
der Dorsalnerven zum N. sympathicus maximus.
A. Plexus lumbalis. B. Plexus sacralis. d. N. ileo - lumba-
lis. e. Rami posteriores nervorum lumbalium. f. N. lurnbo-
inguinalis. g. IV. cutaneus externus femoris. h. N. ileo-in-
guinalis. i. N. dbturatorius. k. JV. cruralis. I. X . ischia-
dicus. m. JV. pudendus communis, n. R. cutanei. o. Verbindungsäste
der Lenden- und Kreuznerven mit dem N .
sympathicus maximus. C. JV. sympathicus maximus. C1»
Ganglion cervicale supremum JV. sympathici. C 2. Ganghon
cervicale inferius. C 2. Ganglia thoracici JV, sympathici.
C*. Ganglia lumbalia et sacralia JV. sympathici.
Fig. II.
Hier ist der unterste Theil des Rückenmarks mit seinen
Hauptnerven von hinten her sichtbar. Die Theile sind ohne
Bezeichnung schon deutlich erkennbar.*)
F ig III.
Ve r b i n d u n g e n des N. s ymp a t h i c u s mi t den
Nerven des Rüc kenma r k s **)
A. Rückenmark, medulla spinalis. B. Stamm des grof-
sen sympathischen Nerven oder des Gangliennervens, truncus
nervi sympathici seu gangliosi. a. a. a. a. a. a. Vordere
Wurzeln des Rückenmarks vom 7 3 Halswirbelnerven bis
zum 4 3 Brustwirbelnerven. Sie sind so getbeilt, und nach
oben und unten auseinandergezogen , dafs man die dahinter
liegenden Ganglia spinalia (ö1) sieht, b. b. b. b. b. b. Die
*) Fig. I. und II. sind nach Bock: Die Riickemnarksnerveu. Auf
7 Tafeln. Leipzig 1837 und Fig. IY.
**) Nach C. S. Wutzer: De corporis humani gangliorum fabrica atque
usu monographia. Cum tabula aenea. Berolini 1817.