
XXIV. sind Krystalle von Itohlensaurem Kalk aus der
SchädelhÖhle des Frosches; * 800mal vergröfsert.
XXV. dergleichen aus der Schädelhöhle der Fledermaus.
X X V I. sind Krystalle der Chorioidea aus dem Auge
des Hechtes; # 800mal vergröfsert.
Fig. XXYII. — XLI. Muskel und Sehnenfasern.
Diese Figuren geben Gelegenheit, die Abbildungen, welche
viele mikroskopische Beobachter von den 2 kleinsten
Ordnungen der Muskelfasern, in die sich das Fleisch, ohne
zu künstliche Hülfsmittel anzuwenden, spalten läfst, gegeben
haben, namentlich die von Leeuwenhoek, de Heyde,
Muys, Prochasca, Fontana, Bauer und Home, Pre-
vost und Dumas, und Milne Edwards, unter einander zu
vergleichen.
F ig . XXVII. Eine Muskelfaser von einem , Frosche,
fibra, die Leeuwenhoek auch Stria und filum nennt', denn
Leeuwenhoek braucht diese Worte abwechselnd. Wenn
sie einzeln betrachtet wurde, erschien sie nicht eckig wie die
zusammengesetzten Fasern, sondern rund. Sie war eben so
wie die Fleischfasern der Lämmer und anderer Thiere durch
kreisförmige Zusammenbeugungen oder Runzeln ausgezeichnet.
(Leeuwenhoek, Arcana naturae ed. 1722. Anat. et Con-
templ. p. 58.)
Fig. XXVIII. Eine Stria carnosa vom Rinde, nach
Leeuwenhoek, die nach ihm einen Durchmesser von
Zoll hatte. Sie schien dem Leeuwenhoek bei b. wieder
aus innersten Fibern zusammengesetzt zu seyn, die er für die
kleinsten hielt, die sich überhaupt noch unterscheide^ liefsen.
Auch auf dem Durchschnitte bemerkte er in sehr seltenen
Fällen helle Andeutungen von Fasern, konnte aber darüber
nicht gewifs werden. Er gibt die Regel, man mufs bei feuchter,
kühler Witterung beobachten, damit die beobachteten
sehr kleinen Fasern nicht sogleich trocknen. (Die ganze
Stria des Leeuwenhoeks scheint mit der dicksten Fibrilla
des Muys, und die feineren Fäden, die Leeuwenhoek
noch darin sah, mit dem dünnsten Filum, des Muys übereinzukommen.)
Bei a.C.d. zeigten sich queere Runzeln, die entweder
wie bei a. gleich, oder wie bei c. und d. geschlängelt
waren. Die Runzeln waren, nach seinem Geständnisse, die
Ursache gewesen, dafs sich Leeuwenhoek ehemals getäuscht
und die zwischen den Runzeln befindlichen Theile
der kleinsten Fasern für Kügelchen gehalten hatte. (Arcana
naturae ed. 1722. Anat. et Contempl. Pars II. p. 43 et 45.)
F i g. XXIX. Eine Muskelfaser (nach Antonii de Heyde Ex-
permenta circa sanguinis missionem fibras motrices etc. Amstelo-
dami 1686.12. p. 31») die einen Durchmesser hat, der beim Rinde
doppelt so grofs beim Kalbe aber gerade so grofs als der eines
Kopfhaars ist. Beim Lamme von 6 bis 7 Wochen waren diese Fasern
dünner als beim Schafe. Unter dem Mikroskope erschien
sie rund und durchsichtig» Sie bestand aus der Länge nach
laufenden Striis, welche kleinere Fibrillae oder Tubuli zu sein
schienen. Die Fibra hat queere Runzeln, deren Breite dem
Queerdurchmesser einer Fibrilla gleichkommt. Diese queeren,
kreisförmig um die Fibra laufenden Runzeln sind entweder
wie bei a. glatt, oder ein andermal wie bei b. im Zickzack
gebogen. Bei einem Fische, asellus, lagen 50 Fibrillen im
Durchmesser einer dickeren Fibra neben einander, welche
den 4fachen Durchmesser eines Kopfhaars hatte. Die Fibrillae'
erscheinen manchmal wie parallele Fäden, manchmal
sind diese wie bei C. selbst W'ieder in bestimmten Zwischenräumen
eingeschnürt, als bestünden sie aus aneinander gereihten,
länglichen Säcken, manchmal sind sie gekrümmt und
verflochten wie bei d. Die gröfsere oder geringere Annähe