
sagen. Es is t rein u nmöglich, die am Umfange reiclilicli vorhandenen Eädcn
'l'af. III. l-'ig. 14— 17c) auf die llandföden des Sclerotiums ursprünglich zurückzuführen.
Avelche gerade besonders diclit vcrfiochteii sind. Unverletzt nach der
F ärbung mit .Vnilin besehen stellen die Sclerotien ein abgerundetes Ganzes dar,
und es is t wenigstens möglich, dass n u r die Fäd en des b en a ch b arten Myceliums
um sie berumwachsen.
I n d e n n ä c h s t e n / u s t ä n d e n . die sich den le tz t b e trach te ten als F o rtsch
ritt in der Entivicklung anschliessen, is t die äussere A'ergrösserung an der
Erweiterung der inne ren Elemente schon unverk en n b a r zu sehen (Taf. I I I ,
Fig. 15. r . Die sterilen H y p h en (1)1 h aben die noch zwischen ihnen vorhandenen
In te rstitien fast völlig ausgefüllt n n d sich, soweit es m it dem Fortwachsen
der ascogonen H y p h en a, in der llauin v e ren g u n g möglich wurde, zwischen diese
eingedrängt. Man g eräth bei der A n sich t des Schnittes schon in Scliwierigkeit,
ob man das sterile Geflecht, indem auch die Sclieidewände m it der Erw e ite ru n g
zuzunehnien scheinen, noch fü r ein solches seinem Ursprünge gemäss nehmen
oder n ic h t schon als ein GeAvebe von Zellen auffassen soll. E in Aveiteres Aus-
Avaclisen der ascogonen Fäd en is t n ic h t anders als u n te r grossen ScliAvierigkciten
und zAvar dadurch denkbar, dass ein sehr starkes Zusammendrückeii der betroffenen
sterilen H y p h en eifolgt. Geh en Avir n u r einen S ch ritt Aveiter in der E n t-
Avicklmig, so ist die B i ld u n g d e s GeAvebes d u rch vollkommenen Zusammenschluss
der Hyphen erfolgt Taf. I I I . F'ig. 16 u n d 17), das Gewebe b e s te h t aus
den Gliedertheileii der Fäden. In seiner Mitte verlaufen die Fäd en des Ascogons
a . die n u n n ich t mehr durch ih re Grösse, vielmehr allein durch den fadigen
A’e rlau f in einem pseudoparenchymatischen Gewebe (b) gekennzeichnet sind; ich
Avill sie au.s ZAveckmässigkeitsgründen als ascogone H y p h en fortan bezeichnen.
Sie vermögen in dem Gewebe n ic h t weiter vorzudringen, es würde sonst eine
Zerstörung desselben ein treten und sichtbar sein müssen, Avelche n ic h t je tz t, sondern
erst in einem viel sp ä tem Stadium vor sich geht. Die Grösse der Zellen
ist schon bald mit der En tsteh u n g des Gewebes an den verschiedenen Stellen des
Sclerotiums ungle ich (Taf. I I I . Fig. 17, 1 . Ks sind diejenigen Zellen kleiner,
die in der Umgebung der ascogonen Fäden a; liegen, weil die früheren Hyplieii (b)
liier stark gedrückt wurden durch das Einwa chsen derselben. Z u diesen schon
früh hervortretenden Grössenunterschieden tre ten beim Aveiteren Wachstliume
neue Ge.staltveränderungen an ändern Stellen hinzu. A l l e T h e i l e d e s s t e r i l e n
GcAvebes n e lim e n a n A u s d e h n u n g z u , a b e r in b e s t im m t e n P a r t i e n , in
v e r s c h i e d e n e n Z o n e n in g a n z v e r s c h i e d e n em G ra d e . Die im cen tralen Uieile
ZAvisclien den ascogonen Fäd en vorhandenen sterilen Zellen dehnen sich in geringerem
Grade aus als die aussen gelegenen. Sie fü h ren die ascogonen Fäden Aveitcr
aus einander, wobei diese n ach Bedürfniss in die iJ in g e Avachsen; die um die Fäden
zunä chst liegenden Z e llen , von vorn h erein heim Ein d rin g en der Fäden beengt,
bleiben an Grösse am meisten zurück. Dagegen ist das AVachstbuiii der Zellen am
stärk sten in der Zone, die zwischen den peripherischen Lagen u n d dem centralen,
von den ascogonen Fäd en durchsetzten Theile, also an den Stellen sich befliidet,
AA^o diese nach aussen a u fh ö re n ; es scheint übrigens h ie r, Avie auch in der Mitte,
ausschliesslich in der A'ergrössemng der Zellen ohne eine Aveitere T h e ilu n g derselben
zu bestehen. Du rch dieses starke AA'achsthum im In n e rn Averdeii die p e rip
herischen T h e ile u n te r einen Druck g eb ra c h t, der in rad ialer R ich tu n g AVirkt.
Sie folgen dem Drucke durch A'ergTÖssemng, weiche aber h ie r meh r in tan g en tia
le r R ich tu n g vor sich geht, u n d m it Avelcher, Avie ich der Zahl und Ordnung
n ach g lauben möchte, eine nachträgliche T h e ilu n g der Zellen verbunden sein kann.
Im G e g e n s ä tz e z u d em s t e r i l e n GeAvebe n e hm e n d i e a s c o g o n e n F ä d e n
n i c h t a n G r ö s s e z n , s ie Avachsen n u r m it dem angrenzenden GeAvebe in
d i e L ä n g e . So h ab en Avir also (Taf. I I I , Fig. 17 n n d 18', Avenn wir von Aussen
n ach In n en an f einem Q u ersch n itt g eh e n , zunächst 5—8 Zelllagen tangential
gestreckter Z e lle n , diesen folgen weitere, die bei 3—4faclier Grösse eine isodiametrische
Form besitzen, dabei aber etwas rad ial g erich tet sind, sie Averden durchsetzt
von den ascogonen H y p h en , deren jed e von einer bis mehreren Lag en k le in er
Zellen umgehen ist. Die H y p h en sind auch je tz t noch, soAveit ich nach einer
grossen ÄusAvahl von P räp a ra ten n rth e ile n k ann, ungegliedert. Doch Aveiss ich
n ic h t, ob man das ganze System von F äd en , Avie es vom (.'entrinn aus schräg oder
radial n ach der P e rip h e rie verläuft, um dort in seinen Spitzen b lin d zu enden, als
eine Zelle b etrach ten k ann, da ich j a n u r T h e ile des Ganzen in den Schnitten
clurchmustern konnte.
Die beschriebene Ausdehnung der Elemente schreitet fort, nm an einem
P u n k te einem anderen AVachstlnmisvorgange P la tz zu machen. Beide gehen un-
mitte lb a r in ein an d er über. I n d em M om e n t e , wo e in e w e i t e r e V e r g
r ö s s e r u n g d e r Z e l l e n a u f h ö r t , b e g i n n t d i e V e r d i c k u n g i h r e r M em b
r a n e n iTaf. I I I , Fig. 18'-, d a s R e i f e n d e r S c l e r o t i e n . Es fa llt dieser Z e itp u n k t