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liiigs mit ilcrii iStk'lstumpi'c au f b n 'itc re r Basis v crm ittrlt, als sic anfangs cnt-
stantU'u war. Es b re ite ten sicli neue 1 lyplieiisprossungoii am Fusse des neuen
Stieles aus und Yerlianden ilin fester an f der iircitcn Fläelio des S tic lstu in p fc s')
(Taf. 111, Fig. (i). Nach 7—9 Tagen gelangte der n eu e F ru c litk ö rp e r, das
Sclerotium c rscb ö p fciid , zur vollen Keife. A b e r me rkwürdig gen u g w u rd en erst
vorh er an seiner Basalstelle Kliizoideii erzeugt"), welche ü b e r den S tump f h in ab -
wuehsen, n n d wenn sic frü h e r an dem Stumpf, also an der Basis des Sclerotiums,
bei der n in ric litu iig noch n ich t geb ild et w a ren , so wnrden sic aucli h ie r mit
<ler Keife des Sprösslings licrvorgernfcii (Fig. 6 6 u n d c,-.. s,).
Das E n d re su lta t des Versuches la u te t demnach dahin, dass, wenn man einer
ju n g e n Frnclitaiilage den H u t absclincidet, aus der Scliiiittfläclie des Stieles und
zwar aus beliehigen Oherhäclienzenen d u rch vegetative Sprossung eine iieuo
F ru eh ta iilag e en tste llt, welche späte r mit dem a lten Stummel an der Insertionsstelle,
an der Stielhasis contiiinirlieh v erschmilzt, n n d an f ihm znr vollen E n twicklnng
kommt. D er Stiel in seine r Gesammtheit b e s te h t aus zwei consecu-
tivcii Gcnerationeii von F ru c h tk ö rjie rii, das u n te re En d e en tsp rich t d e r ersten,
der obere T h e il der zweiten, deren H u t zu r Reife gelangte.
Diesen ersten einfachen V e rsuch en re ilit sich eine 2 tc Serie an mit gleichem
Eiidrc.siiltatc. Sie wurden d ah in modificirt, dass ich die Schnittfläche v erk leb te,
so da.ss sie n ic h t answachscii k o n n te , oder dass icli die h ie r en tsteh en d e neue
Fruehta iilage im ersten Keime störte. N u n wuchsen belichige Zellen der Sticl-
oherilächc aus. Die vegetativen IIyplicnspros.se n orma len Ansehens v erbanden
sich zu ju n g e n F niclitanlagen, difforonzirtcn H u t, Stiel n n d Volva aus sich, u n d
nach 7—9 Tagen stand d e r seitlich cntsprosste F ru c h tk ö rp e r in voller Reife
(Taf. IU , Fig. S a—d). W ir k ö n n en also sag en , dass Obcrfiächenzellcn der
S ch n itt- uml Seitenfläche eines Stieles n eu e F ru c h tk ö rp e r ohne Mycclhildiing
vegetativ hcTvorzubringen im Stande s in d ; u n d dass es je d e belieb ig e Zelle k ann,
le h rt erstens dio T lia tsa ch c , dass die F ru eh ta n lag en an verschiedenen Stellen
en tstellen , zweitens dio weitere Tlia tsa ch c , dass viele F ru ch ta n lag cn zugleich,
oft mclirero an f d e r Schnittflä che n n d viele a u f d en Seitenflächen auftreten.
endlich d e r V e rsu ch , dass man au ch h ie r d u rch Abwisclieii d e r F ru c h ta n la g c n
schliesslich je d e Zelle zum Austreiben hriiigeii kan n , ln den Fig. 9 u— d h abe
ich zah lreich e Fä lle dieser A rt dargcstellt, in einem (<■) bctinden sich 5 Krncht-
anlagcn a u f e i n e r Sch n ittflä ch e, von denen b ereits eine in der Grösse den
gegen die übrig en gcwoimeneii Vorsprnng anzoigt.
Es schien mir n ach diesen Kcsu lta ten n ic h t u nw ah rs ch e in lich , dass es
golmgcn k ö n n te , diese S p r o s s g c n e r a t i o n e n weiter zn tre ib e n , dass nach
abe rmaligen n n d wiede rholten Verstümmelungen Sprossgenerationen h ö h e ren
Grades zn erre ich en sein würden. Wa s sie in d e r En twick ln n g h in d e rn konnte,
war voraussichtlich m ir eine zu frü h e E rsch ö p fu n g der Sclerotien. l 'm nun
■ diese fü r die weiteren Versuche zu v e rm e id en , w äh lte ich vorzugsweise dicke
Sclerotien aus n n d sch n itt den H u t der F rn ch ta u lag en in jü n g e ren Stadien ah
als f r ü h e r .') Sobald die erste Sprossgencratioir ans dom ab g e sch n itten en Stumpf
-»cnügend vo rg esch ritten w a r, nahm ich ih r den H u t weg. F,s erfolgte naeli
meh re ren Tag en an den S ch n itt- n n d Seitenflächen dos Stieles die Bildung neue r
F ru c h ta n la g c n , die sp äte r znr Sporenreifc g elan g ten (1‘ ig. 13 a u n d b). An
besonders dicken Sclerotien geh ö rte es n ic h t zn den Seltenheiten, dass die Sticl-
stümpfc der ursp rü n g lic lien u n d d e r ersten Sprossgeneration zugleich trieb en , und
dass meh rere FTuclitkörpcr zn r Reife g e lan g ten , die dann n atü rlich weniger
gross ausflelen. D e r Stiel setzte sich n u nm e h r aus drei Geiicrationon zusammen,
aus der ursp rü iig lich cn u n d ans zwei Sprossgenerationen, deren letzte den H u t trug.
H ie r entstanden Rhizoiden an allen Vcrbhidungsstelleii u n d auch an d e r Basis.
Ic h verstümmelte h ie ra u f die 2te Sprossgcnoration u n d n ach wenigen
Tagen ersclücii die 3tc d u rch n eu e Sprossung ans der 2toii (Fig. 12 a n n d h).
Ein en T h e il von diesen I'c rsiich so h jc c tcn liess icli re ife n , den än d e rn vcr-
stiiinmeltc ich wiedemm. Abermals crscliien dio 4te Sprossgcnoration, von
welcher ich einen F a ll in vcrhältiiissmässiger U e p p ig k e it, d e r Sporeiireife nahe,
in der Fig. 13 ab g cb ild et habe.
Ic h h ä tte diese V crsn ch c u nhegronzt weiter fü h ren k ö n n en , wenn nicht
die E n tle e ru n g d e r Sclerotien sic n a tü rlic h b eg ren z t h ä tte , die Auswahl mächtiger
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') Difcse sp ä te r e V e rb in d u n g a u f b r e ite r e r B a s is i s t d e rje n ig e n g le ic h , we lch e w ir be i de r
A u sk e im u n g d e r F ru c h tk ö r iie r an s d e n S c le ro tie n k e n n e n le rn te n ( ï a f . I I , F ig . tO).
2) I n d en reg e lm ä s s ig a n d en B a s a lth e ile n n e u e n ts te h e n d e n ilh iz o id e n d e r S p ro s s fn ic h t
k om m t, wie ich g la u b e , d e re n C h a ra k te r a ls n e u e g e s ch lo s s en e In d iv id u a litä t zum A u sd ru c k .
9 A u ch h ie r is t e s zw e ckm ä ssig , v o n e in em b e s tim m te n P u n k te a n d a s Irich t n u r m an g e lh
a ft a u f die C u ltu r e n e inw irk e n zn la s s e n , um d u rc h s tä rk e re S tre c k u n g d e s S tie le s u n d gle ich z
e itig e H em m u n g d e r H n la u s b ild u n g e inm a l e in e frü h e A b tr e n n u n g d e s H u te s z u e rm öglic lien,
d a n n au ch dev zu s c h n e lle n K ra chfipfung d e r S c le ro tien d u rc h die I liita u s b ild u n g v o rz u b e u g e n .