
e rh ä lt der H u t eine besondere Randzone von nndifferenzirtcn H y p h en , welche sich
u nm itte lb a r dem u n te ren Ende der Lamellen anschliessen. Man k ö n n te sie als
den u n te rn Tlieil der H u tv o lv a auffassen; docli da diese ein Diffeienzirnngs-
p ro d u c t ist aus den H u te lem en to n , liier ab e r g a r k e in e Differenzirung e in tritt,
ist eine solche D eu tu n g iiiclit völlig g erech tfertig t, u n d wir dürfen n u r die Grenze
als solclie bez eichnen, dio u nmitte lb a r an die Lamellen stösst. Das besondere
N'erlialten dieses n ic h t differenzirteu H u tran d e s im Vergleich zu r H u tv o lv a u n te rstütz
t diese Auffassung. Die Spitzen näm lich h ild en k eine E rw e ite ru n g en in
den Zellen u n d k ein e Ro senkraiizketten wie die Volva, sie h le ib en H y p h en wie
im Anfänge. Als solche verwachsen sie m it den H y p h en e lem en ten d e r Stielvolva
zu einem gesclilosscncn Ganzen, welches g en e ra liter als Volva bez eichne t
wird u n d H u t u n d Stiel in seinem In n e rn b irg t, wie wenn d e r F ru ch tk ö rp e r
sich von Iiiiicn herau s inodc llirt h ätte.
Diese I ’erhin d u n g muss nothwendig z e rre issen, sobald die S treck u n g des
Stieles, die n u r in der Spitze erfolgt, beginnt. Dies geschiclit zioinlicli friedlicli.
Die Ily p lieu o len icn tc tre n n en sicli, so wie sie frü lie r vorwachsen sind, n n d der
niclit differenzirte, den Stiel eng u n d ru n d umgeiiende H u tra n d wan d ert d u rch
die S treck u n g dos Stieles mit dem H u te n ach oben (Taf. V III, Fig. 16 a u. 6).
D er seitliclie Vorhand der H y p h en des H u tran d e s ist ein ziemlich enge r u n d
fester, u u d dieser Umstand allein en tsch eid et h e i d e r A u fspannung des H u tes
ü b e r seine Endscliicksale, fü r die n u r zwei Mögliclikeitcn offen bleiben. Es k an n
en twed er d u rch die Aufspannung d e r gesclilossene H u tra n d zerreissen n n d in
einzelnen T rüm in crn den aufgespannten H u t am Rande verzieren, oder er iiinss
am Ilan d e des H u tes sich ablösen, u n d wenn dies g esch ieh t b le ib t er, ein inorplio-
logischcs Gebilde fü r sicli, als llin g am Stiele sitzen, a ls l o s e r v e r s c h i e b b
a r e r R in g (Fig. 16c, d u. «), da ja die u n te re Ablösung vom Stiele schon frü lier
erfolgte, u n d die T ren n u n g vom H u te die V e rh in d n n g m it dein Fm c h tk ö rp e r ü b e rh
a u p t lö.ste. W ie erwäh n t ist n u n die u n te re seitliche V e rb in d u n g des H u trandes
eine ziemlich feste u n d innige (T a f IX , Fig. 3 a n n d 6[), sie ü b erw ieg t die
zweite Verb in d u n g am H u tr a n d e ; h ie r erfolgt darum die Ablösung (Fig. ,3 a n.
u n d d u rch sie die E rh a ltu n g des H u tran d e s als Ring.
Gesetzt d en Fall, die Ablösung wäre eine weniger glückliche u n d d e r H u tran
d «vürde zerrissen, so wäre dem E n d re su lta te n ach k e in llin g v o rlian d en ;
ab e r entwickliingsgoscliichtlich b estände er h ie r so g u t wie dort. Icli liehe diesen
F u n k t besonders h e rv o r, weil «vir, das I ’orliandcnsein eines Gebildes «vie d e r
R in g n u r n ach dem Ausgange, nach dem fertigen Zustande allein b eu rth eilen d ,
zu n ahe liegenden F eh le rn kommen würden, zu Auffassungen von Untcrscliieden.
«velche systematisch allerdings veiuvcrtlibar sind, deren M e rth abe r, durcli die
Ent«vicklungsgesciiiclite g eprüft, n u r ein b e se lirän k te r sein k ann, «venigstens für
d i e Systema tik, «velche sich n ic h t mit der Untersch eid u n g d e r F o rm en allein
b eg n ü g t, sondern zugleich au ch aus d e r Erk en n tn iss grad u eller X'eberemstiin-
m u n g en d en n a tü rlic h en Zusammenhang derselben zu erscliliesscn b estreb t ist.
Die Ablösung des H u tran d e s vom H u te «vird d u rch den Umstand gleichsam
v o rb e re ite t, dass mit fo rtd au e rn d e r S treck u n g aucli die basalen, der H u t-
grenzo an liegenden Volvaelemente sich zn k u g elig en Zellen eriv eitcrn , die im
losesten Verbände s teh e n , sich also le ich t von ein an d er ablösen. In Fig. 3a
h ab e ic h d en ausgohreitetcii A n n u l i i s in f e r u s gezeichnet, in Fig. 3 6 n u r eine
k le in e P a rth ie .von ihm stä rk e r vergrössert wiedergegeben, der obere T h e il mit
d en grösseren Zellen (Fig. 36..; begrenz te den ah g e tren n ten H u tran d , der u n te re
aus H y p h en b esteh en d bildete d en Ran d des H u tes (Fig. 3 6,, u n d liegt lose um
d en Stiel.
N u r d u rch das Zerfallen der Volvaelemente in Folge der Streck u n g der
Zelten, «velche bis zur compacteren Masse des Hutes n a c h in n en allmähiich forts
ch re ite t, wird die Grenze z«visclien H u t u n d Volva scliärfer als frü h e r b e z
e ich n et (Fig. 2 a u. 6(. Alles «vas ze rfa llt ist Volva u n d das Ueb rig e H u t, Eine
H u th a u t, aus stä rk e r v erdickten Zellen einer besonderen Zone gebildet, wird, so-
«veit die B eoba chtung au f I.ängs- u n d Q u ersch n itten reich t, n ich t angelegt. Die
Au fsp an n u n g des H u tes erfolgt darum mit m in d erer Ene rgie, als in frü h e ren
FäUen, n u r d urch s tärk e re S treck u n g der h ymenialen Elemciite im Vergleicli
zu r H u tw an d , «velche h ie ih e i soweit W id erstan d leistet, als es zur Aufspannung
nothwendig ist; ein E in ro llen des H u te s zum K n äu e lch en findet n ic h t statt.
U eb e r das hinaus, «vas ich h ie r m itg e th e ilt h ab e , lie rrsch t eine so völhge
Uehereinstimmiing des Coprinus ephemeroides mit den frü h e ren , dass ich n u r
iviedcrliolcn k önnte , was icli do rt gesagt habe. — Das l i c h t verzögert die E n t-
«vicklung des F n ic litk ö rp e rs, olme sie jed o ch ganz zu licmmon.
Das Gleiclic gilt von einer Anzahl an d e re r Copriiiiis-Artcn, die ich u n te rsu
c h t habe. Die Unterschiede, welche icli aiiflaiid. d reh ten sich darum, ob eine
I'o lv a vorlianden ist oder nicht, u n d welche Form deren Elemente aiiiieh in en ,
B r e f e ld , Botin. Untersuchnngen III