
Ueberbie festen l©ruggen bet
tagSfliegen u. bgt, ift nur gu- bemerfeu, bafj fie in uttferem ©cbictc wol in einzelnen
Sitten »orlommen, aber nicht fo u^äufig i amb; auff allenb: finb tote, in ben gemäßigten Strichen
©irogaS. l©affjetjUKgfttii 'ObetrStbeHen gewahrt man öfters an fäjilfbeiöwchfeitett Ufern
bet SJäche uttb kläffe.
3irtt toenigften haben wir »on bet ohnehin f erwachen Drbnuftg ’ber fRehflügler (Neu-
röptera)" gefe^en. ©ttjÜhnenSwerflh ift eigentlich nur bet SfateifentöWe, bte. Sntöe, einet
Mbrmeteonart, welche nicht feiten an bet Stifte in fänbigem ©oben, ihre ffangtttc^tet wählt,
tri beten ©rtritbe fie auf S5eute lauernb ftgt
©efto reichhaltiger tritt bie in mannigfacher Sejte^ung ausgezeichnete örbnung ibet Äaf et
(©oleoptera) auf. 2Bii finben rit Oftafrila nicht getabe befottberS gtachtiwde ober ungeheuer*
Jjd^e Sitten wie.,in anbeten ©togenlänbem, bod) »iele inteteffante unb neue,: w.aS untforae^r
«betraf <ht, alSunfet f ©ebiet bttt#. SSobenbefc^affen^eit unb ^flangenwuchS ben benachbarten
»on Stbbffinien unb-Mofmabil fo.1nahe-fi#. 3tach ©etftädet.S- Untetfut^nngen gehötfcäoeit
übet, bie Hälfte bet »onunS gefamnielten Ääfer neuen Sitten an; ant. nuffätligften gefaltet
fi^.-biefeS SJet^äIöti§ bei bet §atnilie bet .Saufläfer (Carabiden)y: bei »eichet »ott etnunb*
bteifig Sitten. fünfunbgWangig neu finb;bie bereits belannten Sitten finb rneif' tnt Saip=
lattb unb in fRatal juetft gefrinben worben. Unfete :@amniltittg..'befte^t ^anbtid^lic^ laus
Sftufetri, ©latthömigen, ©chwatjtäfern, ©panifd^SttegensSlefynlicljen unb SRüffeßäfem (Carar
biden-, LameÜicornien, Melasomen, Yesißantien unb Curcmlionen), wie. tttan ©öS faft
überall in Slfrifa beobachtet hat.
; ■ 3B«htenb, bie ©erabflüglet auch ziemlich bürteS -fanb beleben, hängt-baS ©orfommen
bet Safer »wefentlich mit »on. bem SBaffertei^unt uttb: bet baburch bebingten •ißflänzerifülle
ab. ©ie, .auf 5Raub angewiefenen großen Saufläfer (Anthia, Polybirma m.SL) machen slj>ier*
non eine. SluSnahme, ba -ntan fie häufig. in-bürter ©nöb.e übet bert -ÄBeg. laufen fie^t j bie
lebhaften, flugfertigen ,<Sanbf äf er .(’Cjcindelen) hingegen finben fich nur ba, WO>cS nicht
an SSaffet.fe^lt. , ’ x I | : '
i ©ie Gyriniden unb Histeriden geböten gunteift belannten unb w.eit»erbreiteten Sitten att.
SSon ben grachtöotlen. Bupresten, welche in ben SCrofsen foniele gto|e;ünb fe^ßne Sitten bat«
bitten,■ fy&m toitfinut ttwtigevfainmeln tönneh. •®efto ^äafiget fanben tett .9iof-e.n fäj% tfltb
©ungfäfet (Betomen uiti) öoprophagen). äßerftnütbig ift e8, ba| alle Spiere bet leiteten
gantdie fi^ faft gang auf bie ©attnngen Ateuchus, Gymnopleurus unb öntophagus be?
fd|tön!en. ©et .berühmte Ateuehus sacer L., bet ^eilige Eöfer bet fightet; toeldjer. burt^
bte üo%üen, in; bie.er feine-©er legt, <f<^n-bä;ben»18!ßeit'JSto^«c**i5wW&^«9n^^
auc^ ^ier nebft Dielen SSettoanbten nid^t; bie MaUäferälnli^eri .(Melolonthen) finb eben»
Mtö butdj nte^tete Sitten nertreten.
$ @n ganj ,befthnrate8, aftifanifc^e8; ©ef3täge tragen bie Mylabriden j»bie; ^ettoonbten
unfetet fpanifd^en fliege;, fie nähern fi^ fe^t beri egbbtif^en Strien, toeldje butt^. breite,
orangetot^e ober getb.e ^ei^nung auf ben «jeii^en, bunfelfatbigeri ffliigetbeden fic^'. auäjei^nen.
: ©ie fe^ii p^ttei^en,' oft fonberbar geftatteten © ^ to a tjlä fe t (Meksomen) }^lie|en
fu| in i^tent -Sleufeten. eng ;an bie,-be# Sa^etnlanbeS 'än, geböten: jeboc^ faft burcfytoeg oet=
fd^iebenen Sitten an. SSSenig Sluffälligeö biefen bie fRäffelfäf.et »bet Cmcnlionen, ipennfe^on
©enjjenigenY welcher nur bie beutfe^en gotöien iennt, bie tanggeftredten, faft fabenfßtnrigen
Brenthus, welche man öfter^ ant auöfliefenben @afte bet Zäunte finbet, fonbetbat genug
oetJoimnen. S a n g p tn et ober ©o df äf et fLongicornien) finb ni^t fe^t-, - artenreich,
beägleid>en bie 391attfafet (Chrysomelinen) unb bia*:©tei&e$igen (Trimbra), p benen
unfete fDiatienläfet ober (Soccinellen gehören.
/ SSort ben Hautflüglern' ober dmmen (Hymenoptera) ^aben tt)it fd>bn öfters jil
fpred^en ©etegenbeit gehabt.. ©ie ;. Honigbiene bet 3nfel ©anfibat, bet drifte unb beS
inneren' ift biefeibe; (Apis meldfica L.), loeltbe au<b für unt arbeitet, ©en bottigen
SSölletn tDicb fie"'überaus nüBlidf> burtb .ibt£n ;|)ortt0 unb i^t SBatbö; erfterer toirb im
Öaube felbft »erbrauebt, festeres- jum SSetfauf an bie eutogäifeben Saufleute nach bet Säfte
gebracht. Saft überall in bet SBitbnijj, felbft »o man meint, baf nie ein äßenfd? bingefommen,
ftnbet man bie auSgeböblten Slö^e aufgebängt, in benen bie nü^lic^eit ©biete tj^te tooblgeotb*
neten ©taaten entrichten. 1
;.©aS<.©efdhIedht bet SBeSf>en unb HUIllltte,ln M*t banftfächlith an bet Süfte bureb »tele
Sitten »ettreten unb toirb' butch bie ältenge feiner Slngebörigen nicht' feiten laftig. 9tament=
li<b bie ©rabtoeSben (Pelöpoeus unb Scolia) tichten jutoeilen btttdh bte Slrt unb SBeife
ibreS iliefterbaueS einigen @£hflben an, toennfehon biefet niemals betradhtlidh ift ©n eigen»
tbiintli^eS SluSfeben'b^ben bie bicfig^n (Xylocopa) butch bie - rotbe unb gelbe
gatöiiibreS SörftetS unb ibtet ©ebaarung. <Sie fdheinen nicht ftcbluftiger ju fein als
unfete bßimifbtn älrten;- toenigftenS brachten unfete fletnen @anunelgebilfen in iÖtombaS bie
©htet: m einer ■ SBeife,- toelche uns btoauf. fchlie^en lief: fie batten ben loübfummenben
dntttten einen langen gaben um bie ©nfebnütung ibteS SeibeS: igefchlungen: unb; fie bann
ju jebn-ober .jtoßlf:.‘an ben ©tiff eines ©todeS gebunben. ©enfotcenig' bat man fieb »or
üe<henbm:-SBeSbeu .p . fürchten, lool aber »ot ben Slienen, ioie aus bem :®b. I @. .305
u. a. •_©. .äBitgetbeilten erhellt.'
«ftftiger-als alle DtbnungSoerioanbte toetben bie in jeber ©rßfe, ©eftalt unb §atbe uot»
lontmeribien,-: fürchterlich betoebtten. StmaifeUj »on beneu toirfchon manches fgtücjcben erjablt
babe&c (Sine rotbe, febt- fchmet^baft beifenbe, in ©ebüfeben häufige Slmeifenatt nennen bie
Suaheli bejeichnenb „beifeS SBaffet". (madji moto). Unter ben ungefährlichen, gewöhnlich nur
einjolf»■(^jlebenben Sönetfen »erbient eine ©otbluSart gat%; befonbere ©toäbuung, ibeil
ntan »on ihr bisher nur geflügelte Männchen, niemals aber SBeibdben unb Sltbeiter gefimben
bat ©utch Beobachtung ber Slngebörigen biefw ©attung, welcher @budarb ihrer Merl*
roürbigfeit::halber, eine befonbete Slbbanblung gewibmet bat, fßnnten fpätere Sieifenbe fich ein
gtofesi^etbienft erwerben. . © 4 lub fWeSp en (Ichneumoniden) fleht man »erbättnifmäfig
fetten, »ermutlich w.eil ..bie ihrer iörut jut tHabtung. utü) ,atS SlufentbattSort bienenben
fRaugen .»hier-nicht in folget Menge auftreten wie in (Suroga.
©ie bei uns mit. fobiet SSorliebe gefammetten ©chmetterlinge finben fi<h in Dftafrila
fgärliih* : '3ln bet Süfte fiebt man bisweilen gröfete iRachtfchmetterlinge unb ©den
(S^hingidae . unb Noetuina); im Btmeren aber hflbe ich nut einige Male tri unmittel»
bätet dtäbe beS\SBaffet^ (an ben Mgurunga hinter Sifuani, in ben ^Inßtbälern bei Uru
unb in dibara) ©agfdhmetterlinge beobachtet unb gefangen, welche; jumeift bem beimifchen
Schwatbenfchtoanje nabe fteben, unb täubchenäbnliche Schntetterlinge in bem bütten ©ebüfeh
bei-.-bem Saget am @übo.ftenbe beS SigefeeS. Sluptlig finb leiste, fdbnecfenfötmige ©ebaufe,
welche man .an- bet Süfte bisweilen am ©ejtoeige angellebt fieht, »etmutlüb bie bauten einet
flfb ch’e> ober iSadträgerart.
ffliegen (Diptera) . fommen bagegeri in Menge »ot- unb werben Menfchen unb SSieh
oft laftig uttb ;»erberblich* SBem wäre bet fdbrecftich ftingenbe 9tame MoSüto nicht befannt ?
Söer ;b.ütte. uich-t »on ;bet berüchtigten ' ©fetfe-flteg^ gehört, welche ganje «Stämme jum SluS»
coanbetri^pingt unb -weite Sänberftreclen. »eröben macht ? SlllerbingS finbet fich bie in @üb«
nnb fftötbaftila fo häufige ©f e.tfe.(€rlftssina morsitans Westw.) nicht gerabe in ben auf
benifReifen nach 5DfcB«S8cx »on uns. buteb^egenen ©ebieten, fonbent mehr in ben Sänbern ber