
©eftrüpp gewanbert wirb. ©oit Schntttif fachen lommt ein enges Hal3banb»n#®IaS* ober
(Sifenperlen, ober »oit liebten toeißen am-ge»öhnIi(hfteri*feor. Slußetbem »erben
auch »eitere Haföbänbet aus • »eigen, retten ober gemifchten perlen uttb ein auf bie ©ruft
herabhähgenbeS Schilb- aus ©erlen ünb biinnen 2Jieifing*©laitett getragen, le$tfereS inbeffen
nur; bon bornehmen grauen. 3S5ic .Bei einigeurber ©öfferfchaften, »eiche -wir auf ben
kennen "lernten,'ipt-: ber :;Änfe 3Irnt ber ©aEafranen oft mit einem "langen,
bont ^anbgelenf- bis pm ©Efiogen teicheitben, fehneefenförmig pfammengeroEten, 'hohlen
©rahtiegel gepanjert; bet rechte Eltnt hingegen totrb mit' ja^Ireit^en, engen Gingen bon
©ifepbraht Behängt. ©ie gußgelenle erhalten gleithfaES ©tetaEfcbmucl
9luf bie pflege beS Haares ber»enbet baS fchöne ©ef^lec^t nicht biet (Sorgfalt.1 SDtet
läßtub^fo ‘Sterbe b& SS5etfeeS unge^ittbert »achfen, bi« unter- bem '©ufche'-bo»' toilb 'anS*
fehenben, ßhwarjen paaren baS ©eficht lauen mehr ^erborfte^t ©ie EKänner trage» baS
Haaxpmeift turj, rafiren eS auch nicht feiten gan§ ab; hoch feflen#ei ihnen, »ie uns
Saiefielb lehrt, abenteuerliche grifuren nicht gänzlich.' ©gS ©äüo»ite-n' beS Kötner« iff
unbelannt; bon getteinreibungen »irb nur. ein madiger ©ebtauch gemacht. '
5Die ©atla haben mit' ben eigentlichen Eiegem^EüchtS als bie bnnlte Hautfarbe ^gemein,
©nrch ihren gatten ^.brn erb au rntb namentlich burch ihre.®efi<htSbilbung nähern fie^jtfh
mehr ben Europäern als ber femitifebe» Etaffe. 3hr §aar ift-fch»ärj unb locfig »ie
bei bem bunllen eutopäifchen ©ppuS; ihre §aut befipt leine unangenehme SluSbünftung.
©b»ol bon riefigem Suchfe, befipen fie hoch let»e?imge»öhnli<hen Kßrp'erftäfte, »ie .ifre
einförmige, oft entbehrungsreiche 2ebenS»eife auch er»arten läßt. 3hTe ^änbe'finb Hein unb
gietflich/ bie Eirene eher fch»ach als ftart .
lieber ben Ursprung ber © a lla ’ »iffert wir fehr »ettig. Saleftelb horte artf-feinen
Reifen,- baß bie ©alla, Safuafi unb Salamba-ibon -bemfelben ©ternpaare abftammen
foEen. . ©iefeS ift inbeffen jebenfalls nicht richtig, ba'bie Salamba eütent'gänj ankeren
Sptachftamme, bem fübafrifanifchen, angelten, ©er möge» bte ©alla -mit ben Elbpffiniern
oertoanbt fein, toenrt auch nicht fo nahe, »ie Speie? amrimmt,' -welcher beifee ©öllerfchaften
unter bem tarnen „Sahmfta" ,faft unterfchiebSloS .pfämmenfaßt. i SebenfaES barf man er*
»arten, ba| bttreh genauere gorfchungen über feen 'Urfprung aEer biefer oftafrifanifchen
«Stämme noch bie merltoürbigften ©atfachen ans Sicht fommeft »erben.
®er Eiante © a lla foE nach Krapf fobiel als * ,,'©hgetolnberte" bebeuten. ;©terCnetS
Angabe, wonach bei ben Söftenbetoohnern aEe Barbaren unb Ungläubige" ben tarnen „®aEa-"
führen, hat inbeffen »eit mehr SöahrfchetnlichIeit für fich; ©aEa »erben -p©. auch bie
EJtafai genannt (Korrc * ©aEa), bie Salnafi-unb anbere - mehr, ©ie ©afla felbft nennen
„ftarle ober tapfere •SJW»mer'<. «uS biefem Sorte hat ®ropf ’be»
Eüjmen Ormanien -pr ;©eget<hnung beS gelammten ©aEa?8anbeS ■ im. Etorben unb Süben
beS ©IeicherS gebilbet.
't S ie f<hon oben getagt, »urbeu bte ©aEa- .epft burch feaS- unaufhaltfame ©erbringe»
ber Somali nach ihren feigen Sopnftätten oerbrängt.. c.^Sn baS 9Heberlanb »on Slfehfftnie»
lamen fie, nadh ®raff, im 16. >3ahrh»nbert, SBann fie fich bis jur gormo|'a*iöai auSbehnten,
»iffen wir nicht, pÜ faßen. 1
ji;.Man^^ -mut; gwffchen feen ftörbcücheti.^unb ben ■ füblich-em ©allft unterfcheiben:
erftere finb hier unb ba oon ülbfeifinieft .abhängig, haben auch* an einzelnen <SteEert*ba8
©hripeuthum ober feen .Sslahm ^angenommen; ledere leben in ooEer greihett unb. oerhärren
n© hßi bem ©lauben ihrer Sßäter, ©er mächtige Stamm ber ©oran*®alla in ber 9tähe
ber Sinie, welcher bereüs p'ben uörÄichett,*®äEa gehört, hat fich mit bem 3Slahtet unb feinen
Anhänger» »enigftenS befreunbet; ihre Stammgenoffeh in SEßitu aber■ leben mit ben. 3)la*
hammebanem ber Äufte in unoerföhnlicher geinbfehaft/ als ob fie ahnten, baf-ihnen oon
WwV«t mhts ©uteS lommen, lönnte,; ©ne eigenthümlihß ©rfcheinung fft -;efy bat bie maham*
mebanifchen Sollaj>®alIa.iti Slbfeffinien fich bnrdh ganaMSmuS, ïreulofigleit unb 9kub|üft
Oor, aEen anberen auSjeichnen,' »ährenb feie h^bntfhen ©aEa im Süben bie greunbfehäft
utifeerbrüchlich halten* .
* @S »äre.burchauS falfch^bi©.®(jQa al«, ©ö^enbiener bezeichne» ju tooEen. Schon ber
sßarne • .,;§etfee<f* fcheint* bei, ihnen nicht recht angewanbt p feü^. »eil fie leine Sfoole befi^en
ober oereh^'bWmiehr an ein »nft^tbareSfhbhft'£tiefen glauben, Welches überraenf<hli<he
tó fte beftfet unb'^te ©ebete-feerer,-melche fi<h oertrauenSooE $u ihm »enben, ethbrt. ; ©er
mehrfach erwähnte,Efttffionür SSBalefielb hiermit ben füblichem®aHaSetftunben ab (prayer
meetings,)k bei benen btefc oal«;fo roh* Oerfchrieenen „Silben" oielSSerftänbnit unb eine fehr
»ürbige Haltung jeigtén^c Sïach Srafef ‘foEen?bie ©aEa.-inbeffen ber Schlange als „SKutter
beS. SEtenfchengefchle^t^' eine - h®he 'SSerehrung goEem toaS ftarl an bie ©ebräuthe ber
frühoreü .-^ïbbffmier nnb Sghhter fowie an ben ©öhenbienft^ber 3uben; 'in ber Säfte
erinnert. 3IIS, kanten. feeS hö'hft^ Sefe»S gibt. Srahf S a f e , ober S a l a an; ^»ct
Untergottheiten, ©.glte, eine .-männliche-,, unb 3ttetie, emevtoeibliche, foEen unter -ihm ftehen.
Söïerïtoürbiger Seife halten manche ©aEc&Siämme ben Sonntag nnb ben Sonnabenb hei%i
feiefen.nerinen fie ben Sanbata ©ena, ben Keinen, jenen Sanbata ©ubba, ben,groten Sabbat.
SahrJcheMify-'tnfeet fich|bffer. iBrauch nur bei *ben' cmfäffigen Stämpten ber nörblichen
©aEa, '»e©ec.oieE ntt abfeffinifchen ©tiften..jnfammettgelommen finb:,pfeie {üblichen,©aEa,
jumeift 9tomaben, haben lein befonbereä iSébürfntB’ nach ^ einem anSfchlietlich ber 3luhe ge*
»ibht|ten*©cme^ ,»eE*,fie an, jeb®t©äge, faES fie-nicht -auf berc/fRetfe ftnb, getutgfam anSmhen
lönnem Sine regelmäßige SSerehrung beS großen .©eifteS ift nach ©renner ooEftänbig unbelannt.
$&mhiei ^anbcplagen, »ie -Saffermangel unb Srantheit, gehen bie Slelteften unter Einführung
fe^i. ^äuptlingS; oo^.baS Sägern um ju beten; fie entblöße» ben Dberlör^et, »enben baS
51ntli|,;gen, ; unb riefen'in leifernSEtoEtönen ben Sala an. JJuriS^it bes ïieumOUbeS
hat .ihrer SEteinung mach Sa la fih »eg gewenbet; fie unternehmen bann leinen fêriegSgng
unb bringen bie4.Iangm:ißä<hte ruhig p ; -mit' ©rfheinen- beS neuen §tmmelslichts aber
lommt -auch Sa la aus- bem Säger ber geinbe -prücl, unb greube, ©anj unb ©efang fie*
ginnt,, namenflich -fieir ©oEmonb, ■bie'Eiächte- p füEen,
,, ©ie:; {üblichen ©aEa .-finb fehr - »tEenSftarl unb liebp.- cjbie. - greihettüber SIEeS; eS
lommt „bei ihnen--fBc^ï feiten oor, baß gefangene Krieger ben .©ob feer Sllaoerei. oorpijen.
©ur<h ihre Sittenftrenge üfiertréffen fiê bie ©öïïer- beS fübafrilanifhen SprachftammeS J6et.
Seitemf.-fo bürfen, um nur ©neS. anpführeu, juuge'EJiäbchen nur in. ©eglettung einet alten
grau auSgehen, »eiche fie bewaken muß.- ©eifeer Sahl eines ©atten-»irb.bön 2Räb<hen
eine entf^eibeube Stimme pgeftanben.. ©er junge, ©iantt fiettirfit. fich, nah ©rennet, f« bet
Seife, baß er in bie §mtte ber SluSertoählten tritt, feine EJieffinglette oom fealfe nimmt
unb fie- -lächolttb, ohne ein Scwt p fagen, in ben - S<hooß. feer Jungfrau toirfti weift biefe
btè ©äfie nicht prücf,,fo ift,bie ©erlofinng gefchloffen, nnb eS fjanbelt fich rtnr noch batum,
bie ©ntfchäbiguttg an Eiinbern p fieftimmen, »eiche ber ©ater für baS ^ergeben feiner
©Ochtet erhält. . D6»oI bie»grauen tüchtig itt ber Sirthfthaft arbeiten müffen, nehmen fie
boh leine, untergeorbnete ober gebrüefte SteEung ein. Sie fönnen. fogar, wenn ber SRarot
feine - ißflidhten, etwa in ©efchaffnng ber nötigen ©orräthe, oerfäumt, biefen in recht
unangenehmer Seife fieftrafem, inbém fie ihn unter ^»ohnreben, an benen bie.ganp »eifili^e
Etadhbarfähaft: theünimmt, für einige.3 # oerbannen; feer fchimpflich HuSgeftoßene muß bann
unter ben QunggefeEen ober in bet ©nfamleit beS SalbeS leben. Häuptlingen ift eS geftattet,
mehrere grauen p haben; gewöhnliche $eutc halt« an einer genug.
Slfigefehen oon ben feßhaften Stämmen in Situ, finb bte füblichen ©aEa burchanS
Elomaben. Sie leben faft auSfchließlf^h.bon feleifch, ©lut, EJtilch, ©utter nt» Honig.