
©ein prühper' Gönner, . ©ir- 8?eberid SBur.#ifon-, wibmete bem fo früh be#itt*
gef#iebenen, unermübli#en §orf#et bie>-Wärtttften .Sorte ber ^ e 5feftnung|,«r
itcufy, bafj wol nie ein einzelner Geolog in fo Ktrjet »jeit |oßtef geleiftet- habe als fein junger
gramb. Seiber ift ber getingfte ©heil oon ©jjowtonS ©eoba#tratgen bet Siffenf#aft ju Gute
geiommen; feine geo£bgif#e Sa tte beS ©ant6efigebi.eteS ging mit eihem @#tffe bet?
forenf‘ unb in feinen © agebü#e rn -elf. bide ftolioheftec, wel#e fein ©ruber nnb .feine
©#wefter bet Sonboner ®efel|Lf#aft in Hbf#rift übergaben jzß liegt ein no# beträ#Ki#eier
©#afc, oergraben, wapf#cmlt# für- immer, b a $ n fein gtembet wo£ wirb heben fönnen!
Hebet fiebentaufenb* Steifungen bet Sage unb Dbp ton geogra|5hif#en Stedten ftnben ft#
in jenen fo mühfarn gefertigten ■Sinfjet^nungert,' abgefepn bon ben japofen ©emerhmgen
übet Gefteine unb ©obenbau, bbn ben erftaunli# -genauen ©ef#reibungen • beS SanfeeS unb
feinet ©ewohner. S ä |e ?.s ©hornton oergönnt gewefen, biefeS Steterigl p betarbeiten, et
würbe fi# einen ber eiften Epenbtähe unter ben teifenbett Staturfotf#em errungen hoben!
m . ;
Hebet ben 3tef#iniften fpi^ntann unb ben Stef#inenmeiftef 'Kanter, wet#e wäpenb
bet ®jü6a»©pebttion tpen ©ob fanben ' (f. 293 u. 337), Braten tbit eine genauere
hitsraplf#e S®if#eSîing. ni#t • geben; beffbt finb tbit über ben ©ilbratgSgang beS. neben
Santer ermorbeten 8anbf#aftSntalerS Ebuarb ©renn unterri#tet.
©renn ftammt aus einer unbemittelten Familie p Görlifc-in bet breujjif#en spobinz
@#£efierç. .©#cn frühzeitig f#wärmte er für bie eble StetHmft- ©ie ©erpltntffe
geftatteten ihm jebo# ni#t, feiner Steigung nachzuleben ; er muffte an zeitigen ©roterwerb
beulen nnb toarb -bepapb nach feiner Konfirmation zu einem ©tf#ler in Me Sehre 'gebracht
SDer. Gebanfe, -bereinft noch Steler zn werben, lieft ihm aber feine «Ruhe unb ’ begeifterte
ip> nachbem .feine Sehrzeit zn Snbe, zn bem fulpen Entf#tuffe, mit einer Stfptniß bon
fieben ©halern nach © erlitt zu toanbern, um bort bie Sßabemie zu befugen! 'j
©et’ neunzehnjährige junge Stenn • fannte Me Seit gar toenig, als er in bet frentben,
großen ©tabt...anfam, ; ®a$ ungewohntej Geräuf#. beS borttgen SebenS betäubte Unb oer»
toirrte .ip*,;:nirgenbs fah er 9ta# unb ftilfe, umföweniger ba er mepei^ ©âge lä^i ttiiü
ben-SRut fanb, bie-nötigen ©#ritte zur ©icheruttg feiner \3uhmft zu thun. Enbli# zwute
ihn. bie Ste# bazu, benn feine Keine ©aarf#aft war bereit« berzehrt HtS frommer ©olp
©#lefienS fn#te er 3wfP#t bei ber Kirche, .©ent guter1 ©tem führte ihn p bem »acferen
frebiger StoSl,: welcher fi# beS atmen KratftjüngerS in ber »ohtooüenbften ®eife atraähm
unb ihm «neu fßlah in bem Htelier beS ausgezeichneten 8anbf#aftSmalerS Gf#ïe oermiitette.
©jo war benn Ebuarbs fehnlichfter Sunf# -erfüllt, er ifonrtte f p ber SBalerei toibmen.
Iber jeefet begannen für ihn-Seiben anberer Slrt; ein ^efhenft bebrope t p , toelcheS er
nifht fannte, fo;^ lange - er noch auf pm gelbenen ©oben beS |>anb»erfs .ftanb — .ber
Dünger ! ©ie Kunft .bot ihm »ol phwt‘ ®enu|, aber feinen SSerbtenft,- nnb bie Unter»
ftüpngen ebelmütiger ©ßttner reichten nichj aus, ihn bor Pterem SRangel zu ichühen.. ©er
talentbolle, burch feinen angeftrengten gleiß opebieS fdhom gef(h»ä(hte Sünftter bradh zu
»ieberhotten 2Balen aus SBangel an Slahrung ohnmächtig jufammen. (Sntmutigt aber
»urbe er Prch f«* fchlitttme Erfahrungen nicht; fah er boepbafj er tüchtig bortoärtS faut.
Er berbopelte bielmep'.ferne Stnftrengungen nnb fuc|te- ben fchulmäftgen (Sang feiner
©tubien fooiel als möglich zu befihlenmgen, fleKtch nicht temer zur äufriebenhett: feiner
afabemifchen Sehrer.
. • ©rei Sape - lang-ptte ©renn in EfchfeS »elier gearbeitet; bann berfuchte er,, auf
eigenen gpen zu ftehen-unb ®e»inn oon'ber erlangten gertigfeit zu z«h«n- ©ein allmählich
iu teSner Enttoicfelung- gefommeneS ©alent hatte fich botSPfte P Saubfchafts»
malerei beffiäpt; eS mpte ihm bäpr'büt 2löem baran liegen, Gelegenheit Zu Slatutiftubien
m erhalten, ohne welche ja bie begabtefte f hantafie g p s , p f^affen bermag. ©aS Glucf
Jam feinen SBünfchen entgegen. Ein oemtögenber SBäcenaS nahm ben jungen 3Bater als
Begleiter auf einer SReife nach Kreuznach mit. Bad? einigen angenehm oerlebten Soeben
ieboch fanb ber-eble äftatm, ba^ unter fopen. Hteftänben. ber ihn fonft begteitenbe ©ebiente
erf-bart ■ »erben fßnnte: er entlief alfo biefen unb mutete beffen ©iotfte bem Künftler zu.
>tem Glücf war jufätlig ber berühmte ©i&hauer Kauer auf ©rennS Seiftungen aufmetffam
geworben; er erlöfte ben armen SBaler aus ber towürbtgen Stellung unb berfah thn m
ebelfter Seife- mit äliitteln zu einer Ifegeren Säuberung te 9 l h t ^ a l e . Eine grucht biefer
erftett ©tubienreife Ebuarb ©rennS war unter Ptberem baS Delgemälbe ,^8uchenwalb tm
DuttbSrüd", welches ber ©erliner Kunftoerein anfaufte. - .
Sin zweiter Ausflug, unb p a r na# bem fchotttf#en Do#lanbe, gab ©toff z« brei
grofen ©i&erft .in Del, beren eitteS, „@#ottif#e ©tranblanbfchaft bei ©türm", ber bur#
[•ferne* treffli#e ißribatgaSene befannte Kaufmann S r te l in ©reStau erwarb, bas anbere,
I ,$ftortbf#eittlanbf#aft na# f#öttif#eh Do#lanbSmotiben", ber ©aron bon © h ieie»S tn fle r,
[bäS britte, ,;So#'Seben", ber*©aron oon 3Ri|f#fe»Konanbe. - , ^ .
Hm biefe gett erfuhr ©renn, baf ©aron.bon ber ©eden einen Steter für pne
nPe iRfeife na# Oftaföfä p gewinnen Wünf#e. Er metbete fi# unb warb unter mehrerat
©eWerberrt als ber geeignetfte erwählt. - ©eine greube war überaus gtof: er foKte bte
wunberooSe Batnr ber ©ropn fennen lernen, unb z^ar in einer fep angenehmen ©teöung,
wet#e #m Erfhatntffe emißgti#te, mit benen er bie ft# mühfam bur# baS Seben f#tagenben
©einigen unterftüpn fomrte. ©azn fanb er einen lieben greunb unb Kameraben in bem
L glei#zeitig für baS ©ederff#e Unternehmen gewonnenen Dr. p td . ©eibe junge SRänner,
wet#e wegen ipeS liebenSWürbigen unb bef#eibenett'SefenS überaü gern gefehen waren,
berweilten .bis p #rer 3tbreife no# einige So#ert in trauli#em ©eifammenfein auf
SRelfpf bei ©rahlftorf in aBedlenburg»©#werin, einer- ber f#ßnen ©efipngen bbn ©edenS
ältereät ©rnber SutinS..
Huf i>er 3nfel ©anftbär boten fi# bem ^infet ©rennS bie f#önften ©toffe. Er malte
bort ha«htfä#tt#* itt Safferfarben'unb wufte fowot ©über aus ber ©tabt unb Hmgegenb
wie ©pen ber ©ebötferung fep wirfungSboü barzufteKen, wie - bie zahlte#en oon ip t
gefertigten ^fizzen bteeifen. ©ein. ©alent erwarb # « bie befonbete Gunft ber in ©anftbat
weitenben Eurohäer, beren einige felbft feht h®t^ aquarelßrten. ©ie ©age oerffoffen #m
auf baS Hngenehmfte; nnr ftörte ein Hnwohlfem, z« toet#em jebenfaüS baS forgenboUe
Seien feiner ©tübienjc#re ben erften Grute gäegt, bisweilen fein Sohtbefinben, wennf#on
I nt#t in ernftli#er Seife.
Ganz anberS war ©ieS päter unterwegs, wo bie Hitregungen ©anfibarS #m fehlten,
©ie 8anbf#aften am ©jnbapfje, bie einförmigen Hferwälber nnb GraSebenen bort, täuf#ten
#n offenbar in feinen Erwartungen; er mufte fi# # te - mit ber unbefttamten Doprntg
tröften/ baf bie Do#fanbe beS oberen ©juba :ihn hierfür entf#äbigen würben. Hber au#
Jörprti# befaf ©renn bie alte ^rif#e ni#t mep; er genbf fep wenig, unb nur fe p tei#te
©Reifen, unb fühlte fi# fortwäpenb abgefpnnt. ©enno# wu|te Biemanb re#t, was #m
eigentli# fepte, ba Weber lieber no# ©penterie, bie gewöhnÜ#ften Kranfheitert jener Ge»
genben', fi# bei; #m fnnbthoten «i- er fie#te tgngfam bc#in, biellei#t an einem Seberteiben,
ferner gelben na# zu f#Iie|en.