
»elcfe feen OTetinoS ntif t befommen, wirb baS Steifen bet lang,-* unb grob*
molligen ©cf afe oft mit großem Stortf eil betrieben 22).
@in mittleres ©,cfaf liefert täglid)- o!>ngefdf)r ein £>atbeS ©eibel SRilcf.
®ie ©cfafbutter ift bei’ ben meiften fPetfonen nieft beliebt; befio meft ifl
bieß aber mit bem ©cf affäfe- bet f all, welcfer in mehreren ©egenben, ). 25.
auf ©arbinien, ber Stifcl SEejrel,. in Ungarn u. f. m. einen nieft unanfefn*
lidjen KuSfuftar-tiftl auSmacft.
®ie ©cf a ff ä-ute werben gegerbt unb »om- ©cfufter,. ^anbfc^ufimg«
djer, SSucfbinbet, ipergamentmaefer, Stiemet u. f. ». »erarbeitet. Sie mit
SBolle jubereiteten ©cfafpelje liefern eine- »arme SebecEung unb, bie auf
biefe JCtt-f ergerieftetea Sämmetfelie »erben flarf »onben .Sürfcfner» begehrt.
Sie Särme gebraueft man ju Sarmfaifen, itnb bie-Knocfen ju
95apierteim, fo»ie jurS3enüfung »on Änocf enfefwatj ober&nocfenfofle, »elcfe
jum Entfärben, beS rofen 3 ucferS fäuftg angeroenbet »irb.. fe rn e r-u n b
.flauen bienen geraffelt auf magerem S3oben als ein gutes SüngungSmittel.
gine-n Hauptnufen gemärt ber- SR i ft, welcfer ju ben auSgejeicfnet*
fjen Sungmitteln gehört. Sr »irb tfeitS auS bem ©tatt finauS auf bie
gelber geführt,, tfeilS burcf ben SBeibegang. gewonnen, »eSfatb baS 9>fer*
efen eingefufrt iff.
SS barf fier enblicf nieft unerwähnt getaffen »erben, baß man in
2 ibet> untr Stepaul felbfi »on ben .Kräften beS @d)afeS"®ebraucf maeff,
inbem eS bafelbji allgemein als Safitfier benüft »irb, ba es Saften »on
uievjig fPfunb mit Seicffigleit Aber bie föcffien ©ebirge finiberfrägt23). .
SaS. ©cfaf ift »ielen S ra n f feiten unterworfen,; »on. benen bie ifm
eigcntfümlicfen ober boef gefäfrliefften folgenbe ftnb:
- SaS S re tje n 54) ift eine bet fäuftgften Äranffeifen, »elcfe ben
©ifa-fen. ebenfo. eigentf imlid) ift als ben ipunben bie SBaffetfcf eu, inbem
fie, wenn fie. auef mitunter bei-anberm fjotn»ief »orEommt, boef »on an*
berer tlrt ift; ©ie befällt niemals alte Sfiete, fonbern nur Sämmer unb
jjoeijäfrige,, föefjl feiten, breijäftige ©cfaf? unb äußert ftef burcf 35etäu*
22) srtieoaiffp ® 2ar>:'— Ärüniss cxxxix. «•»*•
ti» t »on bem Äönisr biennal. ®eiitt. 1818. @. 85. 24) 33eitf)’e ^anb6. bet SßetetimSr»
ftint>e.-2«e t k l t u — @. 8 7 ...
6ung itnb ein beftänbigeS Umbrcfen in einem Steife-, »oju juteft ein con*
»ulfi»ifd)?S ©cflagen mit allen ©liebem, ©tolpern unb ^infaBen fommt.
Unterfucft man bie Hitnföfle eines brefepben ©efafeS, -fo - geigt fie an
»ergebenen ©teilen beS ©efirnS einen- ober mefrere SBlafenwurmer (Coe-
nurus eerebralis), rochfe auf einer faft f fif nereigroßen SBaffet-blafe fißen.
Ser näcffte ©ru-nb gu biefem »erberblicfen Uebel liegt nod) gang im Sun*
lein; nur fo»iel ift gewiß, baß nidjt ber -ffilafenwurm- erfie SSeranlaffung
jur Äranffeit, fonbern umgelefrt le-ftere in ifjrem Uranfange Urfadje gut
Sntjtefjung beS- SBurmeS ift;. Sei bet- Unbelanntfdjaft mit ben Sebingun*
gen,, »elcfe bie SBurmerjeugung bewirten, (affen fid) aud) feine beftimm*
ten Heilmittel bagegen angegeben. Sft bie Äranffeit einmal auSgebrodjen,
fo ift freilid) bie Sntfernung beS SSlafenwurmeS angejeigt,. »aS »ermittelfi .
beS SrepanS-, ©augtrofarS ober beS 21-uSbtennenS gefdjieft; allein eine
gränblidie Heilun8. unb »ollfommne SBieberferßellung läßt ftd) nieft er*
warten,- unb- eS ift bafer am- beften baS.Sfiet g(eid) nad). 2tuSbrud) ber
Äranffeit ;u fcfladjten.- .
SRtt ber Sreffranffeit in iijren äußern Srfcfeinungen jiemlid) »er* . ||
»anbt ift bie S r aber! ra.-n f f e it25), auf bie man erfi feit Sinfufrung
ber SÄerinofcfafe aufme-rffam würbe. SaS Sfier ift betäubt, fann fitf
ftfwer auf ben Seinen falten, fällt öfters nieber,- fueft fid) bann wieber
aufjurieften-, ftürjt aber- babei fäuftg- mit- bem Hintertfeile- jufammen*
SBeil eS bei SJerfucfen fi<f- aufjurieften mit ben SSorberfüpen trabt,, fo
f at ba»on-bie Äranffeit ifren Stame-n erfalten. ©iev fcf eint auS einer
©cfwäcfung b«S StädgratfeS ferooräugefen,. unb ift gleid) bem Srefen
unfeilbar.-
Sie gäule ober S g e lf ra n f fe it1) ift eine cadjeftifcfe mit Saffer*
unb ©elbfudjt-»erbunbene Äranffeit, »obei-bie Se-ber »orjüglid) leibet unb
in ifren ©adengängen fid) eine Stenge- Sgelreärmer (Distoma hepaticum)
eräeugen. SBeiben auf naffen, fumpftgen ©teilen wirb: als bie- gewöfn*
lieffie SSeranlaffung- biefeS UebelS’ erfannt,- »obu-wf baS SScrbauungSfpftem
gefd)»äd)t unb bie SBluttfätigfeit, jumal beS ^fortaberfpftemS, eine franf*
fafte gtieftung. annimmt,, in beten geige bie ©afle jur SBurmerjeugung 26
26) S ie n e t ’e Jjatibi. @.93.’- 1) 53s itp-®: 7D3. Clänet @.98.