
IV . 3 acfelfd)af. O vis strepsiceros. Tab.®aê ccxci. A . unb B. ^o^e SBeine3, alca?nelgfcef,) abf i*ê°r)o eft)laetn ebini§e na ugrf obft een Sarbnefe fhntlridajbehnä nKgeönrpbee rbgaroub, e j.Kieämmlmid») $»äomllee,r ,e bllteen fliaeln) gien, baeuibfewnä ®rtesf d)flieecffj)etnerbne , ftngbereanb, eu,n bf ^larnaguebne nbfuófrdmjtgtge n g©eèwhuwnabnenj.e
®aê auffaUcnbfbe SRertmal machen bie ^órner au§. Siefe |tnb ftd)
an ihrer SSaftS genähert, entfernen ftcf) .aber immer weiter »on einanber,
je tyófier fte auffleigen, fo baf ihre ©pipen, wie eine auêgefperrte ©djeere,
—------- ------------------ weit
©c&»f was ttitiet, wenisflens nach ter mangelhaften ©efehreibuns, tie wir ton ihm tote»,
in mehreren ©tutten mit tem norbifeben giiifcbafe »erwanbt fepn.
3 n ter tiefisen föntgiteben ©ammlung fleht ein anSgeflopfteS ©remplat, teffen ^eimatö
»Mt angegeben ifi, bas ster site SKerftnate ter isiänbifeben SBalfe K ist, nur mit tem Unter»
M ie te , tag ter ©chwanf noctmat fo Isns ifi, als tei tiefer, nnt tag auch tie Ohren etwas
länget (tnb. a n tiefem Sntioitnum ifi ter gante Äörper, mit ausnabtne bei ïlafenrflcfens
unt ter Säufe, weiche nur tune fchwarje .fjaare ta te n , mit bichter, lanser, grober, fllsiger,
rothtrauner ffioBe teteeft- S ie Ohren (int fürs, aufrecht nnt tehaart. S e r Äopf trägt »ier
Ihm e r t tie teiten äuflern fint fiein, bogenförmig at» unt oorwärts gefrflmmti tie teiten
mittler» flatf, treifantig, gerunteit, aufwärts gerichtet, nur wenig getogen unt etwas fchrau»
hentorraig gewunhen, mit ten fluntpfen guten auSeinanter weich ent, unt faft 9" fang.
S ie hänge tiefes €rcm»iars beträgt ........................................................ ... 3 ' 6 " o '" — tes Äopfs tis für sBarfel ter Corner................•......................o 6 8
— ter Ohren ........................................ ... o 3 2
— ter ©chweifrüte............................. . . . 0 9 6
gntfernung sont ©Henbogen his tum ©tberrifl . . . . . . . . . . . . i o o
. —: - — — bis tum © o b e n ..................... ................... .... l i o
SteBeicÇt flammt tiefes ©rempiap »on ten eben erwähnten »ieihörnigen ©chafen her, weiche
in her Serbe«! unt auf einigen 3'nfein tes SRittelmeereS fu .ftaufe fint. Siefer ©chlag ifl
tsS SBitteigiiet swifchen ten gewöhnlichen Jantfchafen unt ten butifchwäniigen gilsfcbafen.
3n bemfeiben ©chiage als ta s eben angeführte Sntioituum gehört auch ter ton g r . g fl»
» ie r (Mammif. 33° livr.) befchtiebene Mouton â quatre cornes, nur tafl tiefer t'OU Weiter
garte ifl. 3ufolge ter lurjen ©efchreibung ifl et mit fangen Oaaren (soies) befieitet, unt
hat fafl gar Jeinen giaum; feine Körner gehören ju ten fchranbenartig getrehten, unt bie
Oöhe am SBiterrifl beträgt 2 ' 6 ". heiter gfebt g r . S ä » ie r bie Oeimath feines »ierhörni»
gen ©ehafes nicht an. 10) a n g p a l f f p ’S ©runtf. ter ©chaffuitnr ©. i n . — © oe fe’ S
guro». gauna n i . ©,25S. — S B e c fh e r lin s Sibbiib. ter ^austbier» Mafien 6te. Sief-
©. 23. tab, 34.
weit »on einanber abftefen. ®a§ einjelne $orn hat eine gerabe 5Äid)fung,
unb ifl babei fdjraubenförmig um fleh felbfi gewunben. Sei ben SSibbern
ftnb bie dpotner am gröffen, unb man gdfjlt bafelbfl gewäljnlid) 7 Um»
gänge 5 bei ben SZBeibdjen ftnb fte Heiner unb haben weniger Sinbungen *).
Sie Sänge beS 3 acJel»2Bibbet§ beträgt 3 ' 6"; feine ^)6fe 2 ' 4 ".
SSScnig »erfdfleben l)ie»on ftnb bie wallad)ifd)en @d)afe, bei benen
bie SBibber fjorijontal »om Sopfe abfieljenbe, 2 grofe fffiinbungen bilbenbe
ferner haben, unb bie SJBeibcfen ungelernt ober nur mit Keinen falbmonb»
förmig gebogenen Römern »erfefen ftnb. Ser fltörperbau ifl minber an»
fehnlid), ber ®ang weniger majefiäfifd), unb bie Söolle fürjer als bei ben
Sd)ten Satteln, weswegen fte auch bidjter )u fepit fdjeinf.
©a§ Sadelfdjaf ifi in Ungarn, ©ieberibfirgen, ber SRolbau unb SBaHa»
djei einfeimifd), wo allenthalben ungeheure beerben }u ftnben ftnbu ) j eS
geht aber nod) weiter ffiblich h‘na6t unb fomnrt fogar auf Ärcta »or, wo
e§ SSelon12) juerfi aufgefunben, betrieben unb abgebilbet hat.. Sei ben
©d)riftfteHern be§ Mlterthum« iji e§ nicht mit ©iherheit nachpweifen, benn
wenn aud) gleich ber Sftarne'Strepsiceros bei jp 11niu§ »orlommt, fo ifl
both au§ Wangel an einer SSefdjreibung nicht ju entfd)eibcn, ob ein ©dsaf
ober eine Äntilope baruntcr ju »erflehen fep.
Sie 3 adel gebeihen auf feuchten SBeiben »tel bejfcr al§ bie feinen
frauSwodigen ©djafe, unb »ertragen aud) leichter napfalte Sßitferung unb
»erbotbenefl gutter. ©ie werben balb fett, unb geben »iel im gleifdje aus, *1
*) 3ufoi8e S e s m a t e f l ’s fltnsahe (Mammalog. p. 4 9 1.), womit outh ® u ffo n ’ s giflttr
tab. 7. unh ©ch reh cr'S Sïopic (tab. 291. B.) flheteinfommt, hie ittbcg nicht nath Otistnai»
thicren, fonhern hios nach rinsefanöten3eichnnnsen oetferttst wuthtn, (leisen bteOötntr heim
SBihher »erpenhifulär nnb fall paraBei unter einanhet in hie Oöhe, währenh fie nup heim
ffieibchen fcheetenartis auSeinanher sefpetrt (tnb. S iefe ansahe flimmt hinflchtlich hei ©il»
hetS wehet mit henen nett a n s p a l f f o unh © ö |e , noch mit © e cE h c rlin ’ S abhtihungen
flhetein, unh ifl Wohl hios nach © u ff on'S, »teBeicht nicht hinlänsiich senauer, gisnr entworfen.
11) P e t t i (I. @. 105.) rechnet an ehlenunh unehiett ©chafen in Unsarn 9 ÇKUIioneu,
ttohen her gflcfl g fle r h a ü ) aBein Aber 200,000 heflht) auf ©iehenhficscn jäh« er 1 ffiiiflion,
nuf bie ffiaBachet 4 , unb auf hie SKoihan 3SRiBtonen. ©ieichwohi fömite in hiefen fäithern
hei einer helfet jereaetten îanhwirthfchaft eine weit stöflete 3ahi oon ©chafen schalten wer»
fc*tt. 12) Observationes p. 21. mit), v. n. $iiftt.' n j