
Unb fpielt in’S ©räulidye; innerhalb be§ SSitejjeS if l bic Solle felyt weif
unb fei«. Sie 2RerinoS.-@ftanteS, weldye im SCBtnter unb bet übtet Sittenmg
unter Sbbad) fomrnen, erhalten baburdy gletdyfam eine fdywarje ©dyroeif*
färbe. Sie fotiatter SRerinoS = SffanteS ^aben auch eine bunfelfdywarji
gettfarbe, weldye bei ben SErbnSfyintmnteS nicht in6 ‘ Seifslidy graue füllt. •’
Sie Sanber = SRerinoS gehören ben reidyffe'n Privatleuten von ©pa*
nien, unb feber Jfjeerbe ifl ein SRajoral ober Sberauffefjcr, bem bieübrigen
©djdfet untergeben ftnb, »orgefe|t. Sie beerben beftef)en gevtityrtlidy auS20,000
©tu«*, bie fleinften aus 5 bi§ 6000, bie griffen auS 70bis 80,000. Sie
S5eft%er bilben eine priviiegi'rte ©orporation, SRefttf genannt, bie fid) auä
alter Seif baS JRedyü äügeeignet hat in aüSgebehnten SBejirfeh, bie feines*
tt>eg§ ilyr ©igentlyum ftnb, ihre ©djafefju weiten, unb befonbere ©trafen
ju holten, auf weldye jährlich ihre beerben - marfdyirem Siefe ©trafen
ft'nb 15 bis 25 unb mehr Äiafter breit, führen mitten burd) angebaute ®e*
genben fytnburdy, ftnb burd) geibjeidyen abgeffecfty unb muffen eine foldye
'enorme Steife b«ben, weil-fte jugleidy ben wanbernben ©dyafen bie nitiyige
SRafyntng liefern feilen19).
SSon welchem Umfange biefe Sanberungen ftnb, ergeben folgenbe 2tn»
gaben. Sie levhtfcjyen SRerinoS bringen ben Sinter in SRandya, ©firema*
bura Unb vorjüglid) auf bem lihfen ©uabiana = Ufer ju. ©egen ben 15ttn
■Jtprtt fefen fte ftefy in SJtarfdy, gefn bet Tltmerej über ben 5£ajo, unb ma=
dyen bei ben ©dyurlyäufern in ber Stäbe von ©egooict ^>alt, um bafefbfi
gefdyoren ju werben, hierauf gebt ber 3 ug nach ben beiben Äaftiiien bis
an bie ©ebirge von SurgoS unb ©egovia, unb'nach Seon) vorjüglidy
in bie • unermeflidy grofen Seiten von ©erVera bei 2CqUilar bei ©ampo.
SaS nitblidye Sfavarrä, ©afalonien, Salencta u. f. m. bürfen Sanber*
fdyafe nicht betreten, weit biefe Provinjen nicht unter bie ®eri<btsbarfeit ber
SRefta geboren. 2CnS bicfem ©rutibe bürfen foldye auch feinen guf in bie
Pprenäen fefen.
Sie forianer ©tfafe bewohnen im Sinter bie ©renjen von ©flrerna*
__ i--------------- :------ I ■' PB - t - bura,
19) ein <Sr>nlic5et ©elraucTy EefatiE ftboti Sei Een Semem. Utfinut fast in feinen'
€ontmentaricn JU SSarfO: Erant autem viae publicae pecoribus destinatae, ex bibernl» in
aestiva redeuntibus, ubi morari et paacere possent.
feurot, 3Cnbaluften unb SteusÄafiilien. ©egen ©nbe ÄptilS fefsen fte fid)
in SRarfdy, paffiten ben Sajo bei Salavera-be la Steyyna unb Puenta bei
JCrcobifco, unb begeben fidy über SRabrib.nady ©oria, von wo aus fte fid)
in bie benachbarten ©ebirge bis jurn ©bro in Stavarra, ber ihrem 3uge
gräffentheiis jur ©renje bient, vertheiten20).
Senn man bebenft, baf -jährlich 4 bis 6 SRillioncn ©dyafe ©panien
ben gräften She*l feiner Sänge nady burd)ättbctl unb abweiben, unb fo bem
3C<ferbau ungeheuren Abbruch thun, fo fann es nicht verwunbern, baf baS
Sanb-, jum einjigen SSortheil einer privilegirfen ©efeüfdyaff, in immer gro=
fere3£rmuth gerathen ifl. ©otl ber Sohlfianb Spaniens ftd) wieber heben,
fo muf nidyt bloS baS fyeitlofe Snftitut ber 50feffdi'-aufgeloSf werben,
worauf bie ©orteS bereits im gahre 1813 angetragen haben, fonbern es muffen
audy jugleidy bie tanbverheerenbenSanberungen ber SXertnoS eingeftelit werben,
bamit ber gelbbau in ein angemejfeneS unb gefidyerteS SJerhättnif jum SJieh=
ftanbe treten fann. Saju tragen biefe Sanberjüge ber ©dyafe feineSwegS
jitr ©üte unb ©dyönheit ber Solle bei, wie bief Safieprie21) unb
P e t r i22) nadygewiefeh hoben, inbem bie ©tanbfdyafe in biefer Sejiehung
ben.tSanberfdyafen nicfyt nadyffehen. .
Sie S ru n ftä c if 6er’ SRerinoS fällt in ben Suii, unb bie Seibdyen
werfen im Stovembcr unb Sejember ein,'feiten-jwei gunge. Sie Sätnmer
faugen ohngefähr 4 SKonate, unb werben gewdhnKch von ihren SRütfern
getrennt) bevor fte bieSanberung in bie närblidyen ©ebirge antreten. ©in
grofer Sheil berfelben, vorjüglidy männlidyen ©efdyiedytS, wirb jährlidy
gefdyla^tet ober geht auf ben Steifen ju ©runbe; ihr feiner Peij madyt
einen gefuiften ^yanbeiSartifel aus. Sa man nur eine geringe Stadyjmfyt
jur gortpflanjüng behätf,' fo macht man wenig ©dyäpfe; bloS bie auSge*
bienten Sibber unb bie Seithammel werben verfdynitfen. Sie ^örner pflegt
man ihnen gewöhnlich abjuhauen, bamit fte ftefy weniger befdyäbigen fännen,
unb bie ©dynoänje werben beiben ©efdytedyfern jmei ginger breit von ber
Sürjet abgefdynitten, weil ftdy auferbem bafelbfl ber Unrath anfammetn
unb bie Solle ber benachbarten Steile verberben würbe.
20) S8bE ta s te y r i« traite p. 25. — P (tti @.144. ; 21) Traiti p. 137.
22) % a. £>■ @.139.
■ mtf. v. i i . cpätfte. 8 9 t