
fein«: 8«we<W&nd mit ber mambrifeben Stege 3u. Steuerbus j at fie mie--
ber gr. ©u»ier abgebilbef nach ben Snbioibuen be§ parifec 9>flan3engar.=
fenS, unb jwei ©remplare, bie ehemals in ber fefönen OTenagetie *u
pbenburg lebten, ftnb in ber «niglicben (Sammlung basier aufgeftellt; »on
tjmen beft|en mit auch bie ©felete.
Sie © e jfa lt biefet Siege tff mittelmäßig unb jiemlid, fjodjbeinio.
Sie ©ttrne t(i »on ber Stafe' b«rcf> eine beutlidje ftugböblung gefdiieben
unb bie Sfafe felb|t in eine große budelförmige SBÖlbüng aufgetrieben, bie
gegen bie Stafentocber |feit abfätlt. Körner fehlen unfern beiben ©rempte
reu, fo wie ben erwaebfenen SEfjieren, »on benen gr. SÜPier fpriebt; am
jungen geigten ftd) jeboeb bereits furje Anfänge berfelben, bie auf eine
bogenförmige Krümmung fließen ließen, wag burd) © e fn e r’ä XbbiU
bung betätigt wirb. Sie Sf;ren ftnb »on einer enormen Sänge unb berab-
bangenb. Ser Unterfiefer iff, jumal am Sode, über ben obern ber»or-
ragenb, t»obur<b bie SRißgejfalt beö Äopfeä »ermebrt wirb, ©in ©dsbarf
fehlt gänjlicb, bagegen jeigen ftd> am Anfänge be§ £alfeg ein faar
fe^dnge .Slunfern (©lochen). Ser übrige Seib bietet ntdjfg befonberg
Äuffaltenbeg bar; bte güße ftnb 3iemlid) lang, unb ber ©Aman* i|f für*
unb aufgeriebfet. Ser^obenfaef i|f febrgroß, bängenb, in 3wei geriebne
@«cfe, einen für jeben £oben, getbeilt. Sie $aare ftnb am Sode lang,
unb btlben auf bem £alfe eine 2Ctf »on SDSdfme; fie ftnb fahlbraun unb
fatten auf ben <3 ct)en£eln mef)r tn5 ©elblicfje.
2Cm SSeibdjen iff bieSBblbung betSfafe, fo wie ber Sorfprung beg Um
terfieferS minber merflief)fonft i|f eg i»ie baS SRämtcben. Sie guter ftnb
am fäugenben SBeibdjen »on einer folgen ©töße, baß fie big 3ur ©rbe
berabretcbenunbbaffelbe tm®eben binbern; fie gleichen ein $aarÄugeln, bie an
langen fleifdjigen ©fielen bi« unb t;er baumeln. Sie gätbung beg SBeib*
(beng ijf nad)gr.6ü»ier blaffet alg am 3Ränn<ben, an unferem ©remplare
iff fte »on einem einförmigen Stofbbraun, wie eg gewöhnlich bei ben ^äb
bern gefunben wirb, unb bie Stüdenlinie tff bunfler gefärbt. Sie -$öb«
am SStberriff beträgt an bemfelben obngefäßr 2 gup.
SSergleidjt man ben ©d>äbel biefet Staffe mit bem ber gemeinen
■&«uS3tege ober unferS öpaugfdjafeS, fo 3eigen fttb bie SJtißoerbältniffe feU
ner Silbung am auffaUenb|fen. Mit bem ©cf)aföfd)äbel f>at er bie Söölbung
ber
ber Sfafenbeine gemein, nur baß biefe hier im erceffisen ©rabe auffritf. Siefe
Snocben bilben einen förmlichen ®°8ent ber nad) »orne ffarf abfatlt; auch
ftnb fie nicb>t flach, fonbern ißretSteife nad) ebenfalls gewölbt, fo baß fte
eine nacbenförmige £öblung einfcblteßen. Sie Dberfieferbeine ftnb in ihrem
©eftd)tstb)etle »on einer ■ ungemeinen $öbe, unb legen ftd) in einer fajf
fenfreebten Sinie an bie Swifcbenfieferbeine an, weldje gan3 (feil »on bet 9ta=
fenbeefe berabfaUen. SSäbtenb bie con»ere Krümmung ber Sfafenbeine bem
©d)äbel eine metflidie ©d)afgäl)nlid)feit giebt, fo beutet bagegen bie größere
SSreite ber Sbränenbeine, fo wie bet leere Staunt, i»eld)er an ber3 ufammen=
gren3ung beS ©tim*, Stafen», trän e n = unb SbetfieferbeineS übrig bleibt,
auf bie Serroanbtfcbaft mit ben Siegen f>tn. Sie £er»otragung beg Um
terfieferg über ben obern iff am<Sd)äbel befonberg aujfallenb. Sfad)ffebenbe
Simenftong»erbältni|fe, bie 'pon unferm großen ©remplare abgenommen ftnb,
werben baS ©efagte beutlid>er augbrücfen.
©ntfernung ber ©nben/ ber beiben ©titteljäbne beg Unterfieferg
»om äußern Stanbe beg ^interbauptglocbg . . . . 7 » 11»'
— beg SSotbcrranbeg beg 3 wifd)enfieferg »on ba . . 6 10
©rößte ^)5t)e beg Sberlieferbeineg 3wifd)en feinem Sabnfadjranbe
unb feiner ftngren3ung an bie Stafenbeine . . . . . . 2
©ntfernung 3»ifd)en bem 3 abnfad)tanbe beg Sberfieferbeing unb
bem Sudel ber Stafenbeine........................ . . . 3 2
©rößte Steife beg ,©<bäbelg über ben obern Srbitalränbern . 4 2
2tlg § e im a tb biefet Staffe giebt "gr. ©ü»ier Sberegppten an; © e f
ner tjattc ein ©remplar berfelben in gerrata, unbefannt woher, gefeben.
^inficbtlicb tfjuev Sebengweife unb © itte n 3eigten ftd) bie in ber
patifer SRenagerie gehaltenen feb)c jabm unb fotgfam. Sag SBeibd;en tie=
fette eine reici)Ud)e unb woblfdjmedenbe SRild). 1 Sag SKänndjen gab einen
abfcbeulidjen Sodögetud) »on ftcb unb beurfunbete babürd) feine Siegennatur.
Sie ©timme febeint weniger ©tarfe unb 2Cu8bauer alg bei anbern Staffen
3u haben. SBenn ber Sod fcf>rie, fo glaubte man eine alte, fdjmacb me=
dernbe 5SRenfcbenjftmme 3u hören.
»btti.V. II. Jpilfte. 83