
paaren bcbecft, nämlicp mit tangeren, fteifen Sficpetpaaren (Stämmpäaren),
ttnb mit einem fürgeren »eiferen flaum ober SBotle, bie unter jenen un«
mittelbar auf ber tpaut liegt. Sicfe mollige Unterlage, bei ben mitbeu
Spieren nur fparfam »orpanben, fann bei gaumen in folcper fülle ent«
miefett merben, 'bap bie Sticpetpäare faft gang »erfd)minben, ober ,böd)
nur »ereingelt fid) geigen. SepleteS ift ber f all bei unfern SSoltfcpafen, fo
mie bei ber angorifepen Siege, beten langet toefigeo ähaat ein reieptiep ent-
midetter flaum ift; bei beiben geigen fiep oereingetfe, fteife £aare, als 3ln=
beutungen ber Sticpetpaare.
Sie SBeibipen paben in ben SBeicpen gmei (Suter, »on benen ein jebeS
mit einer SBarge »erfepen ift; in manchen fällen finbet man-aber ■ auep
gmei SBargen auf einem guter. S3ei ben SRänncpen ftellt fid) ebenfalls eine
ober aud) gmei auf jeber Seite ein.
Ser Scproang ift bei allen milben ÜCrten furg, bei ben gapmen Scpafen
bagegen meift lang, unb oft burd) fettmaffe betrac^tUd) aufgetrieben.
2Cn ber Äeple ftnben fid) nicht feiten, -»ontämlicp bei.Siegenj aber aud)
bei Schafen, ein $)aar perabpängenbe.£ianttappen, melcpe man ®löcEcpen nennt.
Sie mahre ©efepaffenpeit beS. SapnmecpfetS biefer 'Sfjterc p,at ©o*
januS 5 *), auf »ielfache ©eobaepütngen geflößt, am .giauSfcpafr am guoer<
läpigften naepgemiefen.
(SS brechen nämlich im erften SebenSmonate alle SRitdjgapne burep,
b. p. 8 SRilcpfcpneibegärpue im Unterfiefer, unb 3 SR.rlcpbäiJengäpne in jebem
Äieferajie.
Sm 6ten Stonafe folgt ber 4 te ©aefengap.n, melcpet unter ben blei*
benben ber erfie ift.
Stach ©erlauf beS elften gapreS brid)f ber 5 te ©aefettgapn burd).
5Stit 3tblauf beS 2 ten gapreS fallen bie beiben »otberfien SRilcpfcpneibe«
gähne auS, benen ihre (Srfapgäpne folgen.:
©egen @nbe beS.2 ten gapreS erfepeint ber 6te:©adengapn. 3 u biefer
3 eit fallen auch alle 2Ritepba<fengäpnei im Keinen, aber nicht bejiänbigen
5) Nova acta Academ. nat. carios. Bonn. XII. 2. P-102. tab. 58. fig. 2 ,'3 ; tab. 59
jig, 4_7. — , jgn jtnfgen ©tücfen afcroeidjenb’fmtr. bicAngaben tum ©rbrlijt in feiner »Dar*
Rettung b*$ 3af»nalter« beê ^ferbeé/ Slinbeê, ©$afe$ unb ©^weines» •fßien 1820.
3 mifcpentaumen a u s , unb ihre (Srfapgäpne etfepeinen ber Steipe nach; biS=
meilen ereignet cS ftd), bap ber britte SRtlcpbacfengapn, burd) bie Abreibung
am meijien abgenüpt, einige Sage ober SBocpen »or bem erften ober gmeiten
SRilcpbadengapn »ertöten: gept. Unb menn aud) bie »orbern SSRilcpgapne
etmaS länger .fiepen bleiben, fo ift boep mit tlnfang beS britten gapreS ber
JluSbrucp ber ©aefebgäpne »ottflänbig erfolgt,
gjtit ütblaufbeS 3 ten gapreS merben bie beiben innern mitttern SRilcp*
fcpncibegäpne gegen ipre ©tfapgäpne auSgewecpfelt.: ,
gm Sauf beS 4 teir gapreS fallen bie beiben äupern mitttern SRilcp*
fcpnetbegäpne aus, unb ipre (Srfalgäpne folgen naep.
;(Snblicp im Saufe beS 5ten gapreS maepen bie beiben feitttepen SRilä>=
gäpne ipren Grrfapgäpnen fptap, momit ber gange Sapnmecpfel beenbigt ift.
Siegen unb Scpafe fomrnen fomopl im milben als gähnten Suftanbe
»or, unb bei ber gropen Ulepnlicpfeit ber formen unterliegt pier bie ©e»
Kimmung ber ttrten feinen geringen Scpmierigfeiten; um fo mepr, ba
bie Sootogen,. gumat bie neuern, fepr fepmanfenber SReinmtg pinficptlicp
beS tlrfSbegriffeS ftnb. (SS ift baper nötpig, beuor mir an bie ttuSeinanber»
fepung ber 3frten biefer ©attung gepen, in wenig SSorten bie tlnficpten
angubeuten, melcpe uns bei if)ter feftftellung geleitet paben.
So richtig eS auep ift, bap gnbioibuen, melcpe unter ben MrtSbegrif
gufammengefept merben fallen, in allen mefentlicpen SRerfmalen ipreS ppt>o
fiföpen unb pfpöpifepen SBefenS mit einanber übereinftimmen muffen, fo pabett
mir bod) noep fein allgemeines ©efep aufgefunben, um mefentlicpe unb un*
mefentlidje SRerfmale barnaep »on einanber fonbern gu fonnen. Ueberbiep
gefiaftet: bie eine ©attnng ipren litten gtopere SJariationen, als eine an»
bete, bei melcper geringe SRobiftfafionen, bie bei jener nur SSarietäten be=
gränben, fepon eine fpegififepe Srennung angeigen. So lange alfo bie
Jlrten bloS nad) äupertiepen SRetfmalen ftrirt merben — unb in ben mei«
ften f älten; ift »or ber fbatib fein anbereS ©erfahren möglich — fo merben
»iele. berfelpen einer ftepern SSegrünbung ermangeln, ba eS nur »on ber
fubjeftioen 2tnfi<pt beS IRaturforfcperS abpängt, melcpe SRerfmale er als
mefentlicp für ben üfrtSbegriff anfepen mitl ober niept. 9tur ein Äenngeicpen
giebt eS, baS, alte mitlluprticpe ©eftimmung auSfcpliepenb, untrüglich ben
JCrtSbegrijf feftfepen läpt, unb biefeS ift bie fäpigfeit ber gnbioibuen, ben