
»eil baS Sfjutfui-fienffjum Sad)fenbie.' 3ud)t biefet fchlanfen, fanfitwolligen
<Scf)afe juerfl aufS höd)fie auSgebilbet hatte **).■"■
SB» haben bemnad) jroei, tri ihrer duferrt SBefctjaffenljett ,}umat aud)
in ihrer Solle, jiemlid) unfetfdjiebene SRerinofdjafe, bie fo»of)I in Seutfd)«
lanb, al§ in granfreid) gejäd)tet »erben. Sie GrlectoralS ftnb befonberS
in Sadjfen unb Preußen eingefuhrt, bie Snfantabo in Seflteid), bal)er
GISnec * 13) aud) Borfdjlägt, fte SntpetialS ju nennen. Sn granfreid) ge*
fyort bie berühmte beerbe Bon StambouiUet ju ber leßtgenannteti ttnferraffe;
bagegen bie Bon Stag, $>erpignan unb Groiffp ju ben fogenannten Glecto«
ralS13). Senn auch biefe beiben Stämme feine urfprünglid)en Ün Sptt«
nien fepn feilten, fo haben fte ftd) je|t »enigflenS in Seutfd)lanb unb granf«
t«i<h als folcfje auSgefd)ieben, obgleich eS nicht att Bielen Uebergängen unb
SRittelgliebern fehlt.
.Keineswegs ftnb jebod) in Spanien alle Schafe als SRerino anjufetjen,-
tnbern man auffer biefen nod) Ghurro’S unb SÄ et iS (SOlefHgen) unter«
fdjeibet. .
Sie Gl)urro S ftnb, nad) ber SBefchreibung beS beräumten Schafjäd)«
terS ^ e t r i14 * 16) , welcher Spanien in Sejug auf Schafe felbfi bereifl hat, l)od)«
beiniget unb etwas größer Bon ©eftalt als bie SRerinoS. Shte Solle ifi
}»at beffer als bei unfern 8anbfd)afen, f>at aber nid)t bie geinheit, bie
.Kräufetung unb bie übrigen Gtgenfd)aftea bet SRetinowolle, fenbern ift fel>r
»eit bason entfernt. Sie GljurroS ftrib bem SRuflon in ber ©töße beS
ÄörperS, inSbefonberS in ber ©efialt beS ÄopfeS, ber guffc unb beS Sud)«
feS, fo »ie aud; in ber garbe beS natffen 35aud)eS, ber rotten guffe unb
beS fletn geformten .Kopfes fet>r ähnlich- Sie ftnb nad) (Petri’S @rfah=
rungen nicht fo bauerhaft als bie SRerinoS, inbem Bon erfleren nid)t ber
»ierteSfjeil bie Steife nacf> Sefterreid) auSgefwlfen Ijatte, baf)er fte nicht fo-
feenhaft fdjeinen-alS ß a fie p rie 16) angiebt. Sie GfyutroS ftnb jumal in
benjenigen fpanifd)en fPtorinjen «erbreitet, welche bie • SRerinoS auf ifren
lt) € 1 4 tt e t’ 4 tteferf. I 8 . 229. 12) £nnbb. bet «(rebelten ®<b#f!ucbt. ®. ® öf
13) 2 b « « t «• « £>■ 8 - 14- 14) ®a« ©an» ber 8eb«ftu(bt 2te %«f, i. 8 - 138. iS) Tr»iM
•ur les bêtes k laine d’Espagne, p. 7. • •
Sanberungen nicht- betreten burfen, bod) fommen fte aud; in Kaflilien unb
Gjlremabura Bor.
Sie SRetiS, »ie fd)on dljr Sßame fagt, ftnb feine befonbete St affe,
fonbern SRifchlinge-Bon SRerino« unb Ghurto.Sfd)afen, beren Solle baher baib
mehr ben erfleren-, halb mehr- ben .leiteten ftd) annähert. GS giebt unter
litten »eipe?unb-fcf)»ar}el6). ; ■ , |
Sie SRerinoS felbfi tljetlt man in Spanten ein in Sanber«3Reti»
no S (Merinos transhumantes) unb in S tanb « SRerino S (Merinos
estantes). Unter ben erfleren Berfleft man fold>e, welche jährlich große
Sanberungen unternehmen, inbem fte im Sinter in ben ebenen ©egenben ber
fublichen fProBfnjen, im Sommer aber in ben fehleren bergigen Sifiritten
ber norblid)en 5Xf>etle .Spaniens »eiben, wäljrenb bie leiteten imriter an
il)rem einmaligen Stanborte Berbleiben. Sei ben Sanber«SRerinoS unter«
fd)eibet man »iebet 8»ifthen leonifc()en unb fegoBifdjen einerfeits, unb j»i«
fchen-forianer-SRerinoS anbrerfeitS u ). 2CIS bie ebelflen leonifchen Stämme
gelten bie ^beerben Bon Snfantabo, ©uabaloupe, Siegtetti, Stanba, ^5eta=
leS, ^aular, ?)ortago unb GScuriat. Sie forianer SRerinoS liefern bie
längfle Solle, »eldje aber am »enigflen geartet ifi, unb um ben Bierfen
J£hetl niebriger im greife fleht als bie leonifdje.
3»ifd)en Sanber« unb Stanb«SRerinoS ifi hinftd)ttid) bet ©ufe ber
Solle lein Unterfd)ieb. Se^fere flammen urfpränglid) Bon erfleren ab, in«
bem fleine £eerbenbefiher alljährlich auf ben Sd)utpläfcen Bon ben SKajo«
ralS Sanber «SRerinoS erlaufen, bie bann nid;t mehr bie gewöhnlichen Steifen
mitmachen lönnen unb fo ben ©runb ju ben GflanteS legen, ©iejenigen Bon
fch»atjer garbe ftnb nicht fo beliebt unb gemein als bie »eißwofligen.
SaS ®e»id)t beiber Sotten beläuft ftd) bei wohlgenährten SRutterfchafen
mit Snbegriff bet Solle auf 68 bis 80 fPfunb.
Sie Stöße ber leonifchen Sanberfdjafe beträgt bei einem Sibber auS
ber Stammheerbe Bon Snfantabo an ^)ö h e 2 'l", an £änge 4' 7“ -, bet
einem SRutterfd)afe Bon ebenbaher an.tpöhe 1' 9— 10", an Sänge 4 '3 j" ,s).
Sie gewöhnliche garbe ber leonifchen Sanberfci)afe ifi gelbbtäunlid)
I
16) V e t t i . I. 8 . 139. 17) T e s iie r ÎBstrnct. p. 23. 18) <ßct«i bat e. «. O.
166. in einer 2e(eUe bie ©imenßenioerMltniffe »eitläuftscr anaesebea.