
gleichfalls grobe Botte, »mb aufferbent auf ber ^»aut eine JCrt »on fefyr
feinem gtaum, fo fdjön als bie feinflen ©orten »on fpanifcher Botte •).
a) S S lin b ifd je © d )a fe 5). Sie tfnjahl unb S3efd>affenf>eit ber
firn e r ifi fcf>r »eränbetiid): »iele ftnb ganj ohne Körner, anbere mit mehre«
ren, einanber ungleichen Römern, unb wieber anbere mit nur 2 hornarff«
gen, 1" hohen unb bitten .Knoten. Ser ©djtoan} ifi bei allen lut} unb
bicE; bie Bolle ifi grob, nur in Stangaaroatte feiner unb »eijier als an
ben übrigen Srten.
SaS auf Tab. c c l x x x i x . abgebilbete Snbioibuutn h a t Sau ben«
to n 3) betrieben. ES ifi baffelbe nur mit 3 Römern »erfehen, roooon
S»ei bie ©eiten ber ©firn, unb baS brifte bie 2Ritfe einnimmf. Sie Bolle
i(i grob, glatt, fefi unb, mit Ausnahme beS ÄopfeS, ©ifimanjeS unb ber
Sdufe, an 8 " lang; unter betfelben giebt eS eine anbere Jütjere, feinere,
graue Bolle, bie mehr ber unferer ©d>afe gleicht; bie Saufe ftnb mit für«
gen paaren belleibet, unb am Kopf ifi bie Bolle gleichfalls futj. Sie garte
ift rothbraun, auf bet Unterfeite be§ £alfeS unb an ber §3rufi fdjtoarj; bie
Unterfüße braun unb fd)»atj melirf, mit ®rau an ben Änieen unb ben 4güffen.
Sie SDiaaße »on biefem Sremplare ftnb folgenbe:
®anje Sange in geraber Sinie , . .; . . . . . . , 3 < 7 « O'"
Singe beS .Kopfs bis jum Urfprung ber firn e r . . . . 0 6 4
— ber £>hton • • • . . . . . . . . . . . . 0 2 9
— ber ©cl)t»eifrübe ............................................................0 4 0
Entfernung »om Ellenbogen bis jutn Biberrifi . . . . 1 0 0
— — — bis gum 33oben . ; . . . . l 3 0
Sie iSlanbifchen ©djafe halten ftdj fogar im Binter, obfchon fte
©title haben, bie meifie Seit im gteten auf, unb tnüjfen ftd) bafelbfl
ihre Nahrung, bie furn Zi)eü in ©eegewidjfen befiehl, felbfi auffucfen, meS«
halb fte in ber falten SahreSjeit großen Stängel leiben, unb oft ju ipun«
betten »oegfierben. Sie 3Slinber fdjeere« ihre Schafe'nicht, fonbern taffen
bie Botte »on felbfi h«abfatten, was im grühjaf)r gedieht. Sie juerfi
heroorfommenbe Botte ifi fein unb Iura, beim Anfang beS BinferS aber
1) L a ste y rie bist, de Pintrodact des moatoes & leine One d’Espagne, p. 19,
n Olaffen’« Steife butcb 3«(mtt>l ©.102, — H. @.m 3) Bure. bist. naLXL p.387.
mm
treiben fleife £aate fym v , bi« in Soden fe|en unb meifienS awei«
britfel linger ftnb als bie-innere feine Bolle.
b) garöer Schafe 4). Stammen gegenwirtig 8um %i)üi »on
iStinbifhen, jurn Shell »on fhetlinbifchen ©d>afen ab, ftnb fehr grob«
mollig, gehörnt, unb merfen ihre Bolle fiftlich »on felbfi ab; maS ba»on
bis Suni uod) fefifi|t, wirb. mit ©eroalt auSgerupft. ©ie führen gewöhn«
lieh «i» gans milbeS Seben, unb erhalten felbfi nicht im firengfien Binter
ein Sbbad).
c) 9lormegifd>e Schafe5). ®ehören gleichfalls gu biefer Staffe,
unb ertragen, mie bie »origen, bie heftigfle Äilfe. Safieprie hat unterm
64° beerben gefel>en, bie man auf ben Snfeln ftd) überlaßt, fo bap fte in
einen milben Sufianb gerathen, unb man fte nicht anberS als bur<h SSerfol«
gung mit ^ferben einfangen lann. ©ie erhalten niemals ©d)u| unb 3lah=
rungSmittel »on ben 5Xenfd)en.
d) Si n i fdj e ©<hafe6). ©inb fehr grobmottig, bie Bibber ge«
möhnlich 2biS4 hornig, unb auch bie Schafe haben fehr oft fbötnet. SJon
ihnen fiammen bie ©cefifd) afe, weldje im ^olfieinifdjen ju £aufe ftnb, unb
eine grobe firaubige Botte haben; ber lurse ©chwanj unb bie Seine ftnb
btoS mit lursen feinen paaren bewachfen.
e) ©chwebifdje ©d)af e1 * 7). Äommen mit ben »orher betriebenen
überein.
f) Sttotbruffifche Schafe8). Älein, Körner gewöhnlich gan; feh-
lenb, ©ho«» aufrecht, Botte fehr- grob. Siefe flechte ©orte ifi in ginn«
lanb, bem nörbtichen Stuptanb unb ©ibirien »erbreitet.
3 u biefer SRaffe gehören auch bie fcf)on früher befchriebenen fhettinbi«
fchen ©djafe, unb burd) bie $aibefct)afe fdjXicpen ftd) unfere gewöhnlichen
Sanbfchafe unmittelbar an jene notbifchen ©chlige an9).
4) q)etri I. ©. 102. 5) L a ste y rie a- a £>. ®. 17. 6} (Petti I. @. 100.
7) & t i n it) Snerclop. CXIIVIII. @. 565. 8) P a lla s spicileg. zoolog. a . p .61 — Zoograph.
I. p. 233. 9) ®ie oiclljociiijtn ©eSafe, tuelcbe ttacb in bet febt tniflenujenben Stnaabe G riffith ’s anim. kingdom (IV. p. 328.) in bet ®et6etei utib fel6|i auf Hotftfa fitb (in«
ben foUett, unb jubenen ouebbae ton p e n n a n t befebciebeite SRdbnenfebaf (ttebetfe».l. @.37.
tab. 4. fig. 1.) iu teebnen fepn l»ttb, febeinen niebt in biefer Staffe in gebbten, bocb 14ft ficb
feint ©angel an genauen SRacbticbten bterfibet niebt« ®efiramtes fagen. ®a« fotbinifebe
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