
Itd) feinen ©tunt) abgeben, weSpalb man aus ben befonbetS tanggefepmän}»
ten eine eigne SRaffe (Ovis Aries macrocerca) bitben muffe.
SBenn ip a lia s Meinung ©cunb I)at, bap biefe Kaffe burep SSermU
fepung fettfleifiger ©ipafe mit tfeperfafftfepen enfflanben ifl, fo mup wenig*
flenS biefe Äteujung fepon in uralten Seiten »or ftep gegangen ferjn, ba
bec fettfd)»dnjigen ©epafe'bereits in ben iöüdjern SKoftS 10 * *) gebaut wirb.
@S fjeipt nämiiep bafelbft, bap ju ben ffiranbopferri attep ber ©eproanj beS
SBibberS genommen mürbe, was ofenbar nur »on biefer SRaflfe gelten fann,
bie nod) jept in dgppten unb fpaläftina »orfommt.
Unter ben »erfepiebenen ©eptägen, weld)e biefe weituerbreifete Kaffe
barbietet, unb bie aus SKangel an genaueren Kacpvtcpten jur Seit niept ge«
pärig betrieben merben fonnen, ift ber fogenannten bueparifepen “ )
ober afiraepanifepen ,s) ©d)afe nod) befonberS ju gebenfen, unter mel«
d)em Kamen im ^»anbel überhaupt bie ©epafe ber Ärimm, beS ÄaufafuS,
<Perften’S unb ber fogenannten S-artarei begriffen finb. Sie Sämmer berfef«
ben finb eS, welcpe bie fepänen blaugrauen, feinloefigen gelle liefern, auf
meldjen, jumal auf benen ber neugebornen Sungen, bie fleinen freiSfärmi*
Soden fo biept an ber #aut anliegen, als ob fte angeprepf mären. Sie fcpj«
ne graue ffarbe ber Sämmer entfett babutep, bap baS SSliep aus fd)»ar«
jen unb grauen paaren gemifept ift; bie ermadfenen Spiere bagegen fra«
gen nur eine fepr grobe unb fepmupig meipe SBoHe. SXifunter fallen aud)
ganj fcpwarje ober gefledte Sämmer. Siefe Sämmetfelle fiepen fomopl bei
ben europäifepen, als bei ben ajtatifdjen SSölfern in popem SBertpe, unb
butparifepe Staufleute treiben bamit einen anfepnlicpen 4?anbel13).
10) 3. &ap. 8, 25 Utlb 9, 19. 11) P a l l a s spiciieg. zoolog. XI. p. 78. — Zoograph.
Ï. p. 235. — Siefer ©eSafe erwähnt fehon Ö t e a r iu « (®o«FoWit unb perf. SReif. ©. 568.):
» S i e ©diafe aber, fo bei ben Sattem an bet ©ed* unb îlorbfcite bet fafpifeben ©ee fair
len, fepnb ben gemeinen perftfcÇen Schafen sletcÿ. S ie ©ebafe bet Usbefen unb bet ©uctai
rifeben Martern teugen langere unb gtaue ©eite, welche an ben ©üben in Weife Singlein at<
Vetten infamutenlaufen, id fehön anjnfehen, unb fo weich aie ©eibe antugteifen." 12) F r.
C u » , et G eoffr . Maimnif. 25” livr. 13) Hebet bie fehwarien ©ehafe biefer Saffe, mit Web
<hen © u rn e « (Travels into Botbara II. p. 174.) Wöbreiib feinte Aufenthalte« in ber Such«*
tel befaint wutbe, sieht her genannte Seifenbe folgenbe ülotir. Sie ©orte »ob Schafen»
'S v m - 'M u t t be« SibbrucFS biefer « h g « erbalte ich ben Belieben ©«nb bet Memorie délia
Beàlé Académia délie scienie di Toriino Vom:XXXVIl'(2ah|g. 1S34),1 worin »on S é n é eine
hdbfthe Uuterräffe* be« 'fettfctjwäBitjen % P j § j t beftbrteberi wirb. (®. 275 tab. 1 unb 2). S e e
ft'tbtnifehe’ Äinful iB'älletanbrtetr f a f Ü nitnfich w n einem Strabet, bet gug einer nicht be»
nannten ©egenb oon Arabien Farn, eine Fletne beerbe .folcber .©diafe, bie feibd ben ©gpptern
BnbcFannt waten, èingeFauft,1 unb!i)iefttbin' nach ©htbiftieh BefebicFt, Wo fte in bet Fonigiichen
SOienàgetie tu ;©tupintgi aufgedellt wuBbcrh' ïtué bet febr genauen, burtb iwei gute »bbtibun«
gen erläuterten »efchteibtttt'g »oti ©enê entnebme’ich nachträglich Sofgenbe«.
w. ®et ©chwani> obfehon an« i5 2Bttbe(n »on tegeimffigen Simcndonen iufammenge»
fest unb ohngeräht 12" latts, hat; bei biefen Schafen hoch nur an feinem duferden ©nbe,
nämlich an bet ©ttecFe, bie »on ben 3 SBfrbeln ;an bet ©pipe gebilbet witb, ein normale«
îtnfehen ; bet !gante dbrige tEheii lff t« eine ifetttttafie ton 15 Bi«''20"Umfang eingehnüt, Weiche
anfangs herab gegen ben äiftet deigt, httmreb «d> umfchiägt ttnb fich Wteber gegen ba« Äreuj
hinauf wenbet. "Xu« bet ©rttemiät biefet sOîdflTe ragt ba« ©chwantenbe beroot, weiche«
«dein hie normale torm biefe« brgan« bardtóen fbnnte, «ber «ndatt Wie bet S h e il, »»»
Weichem e« getragen Witb, »erttfaß fich aufiurichten, f#iägt e« (ich um nnb deigt abwdtt«,
fltb a f bet'innere,' »on (einem pett entbiode Stamm1 be« @d)W«nte« fad bie Sotrn eine« S
feigen würbe. S iefe ®affe «tjeheint bnreh eine, auf bet nntetn ©eite »etiaufenbe £äng«futche
in iwei tappen getheiltr biéfe ©eite' id übetbief nacFt, unb »on einet gieifchfatbe, bie bi«>
weiten in« ®!äuliche fällt. ©« id ieboch nicht bet ©chwanj aöetn, weichet biefe fonbetbate
g t t t a n h ä u fu n g geigt : bet «Kaum jwifchetr M i unb bem JjobenfacF ober ben 3ihe»,
bie gnitteüinie be« ©auebe«, bie‘*Studgeginb, nhb «blich birSBamgen flnb mehr ober min;
bet baoon angefädt nnb erweitert, ©ine ©igenthümlichFeit id auch noch eiue m »on ©amme,
wie. bei bem SKinbe, welche bei ben ©ibbetn »om. SBtuFel ber .UntetFinnlgbe bi« gegen bie
fjtitte be« Aaife« herab läuft-
S te S t a t u t fommt obngefähr ber bet sfdetinb« gleich; bet Äopf id »ethäitnifmäfig
tlein, bie ûh’ren ftnb fut; nnb hänj.enb, bet Sdafenrücfen etwa« gewölbt, bie Shränengtuben
offen, bet Umfang bet. Slgfen'iö^et gUefn. ohne, ^a,are, bet ©aumen mit fchwatgen glecfen
bedréut, nnb bie 3dhne féhwaii- ©tatt bet Kötner dnben M bei ben Sffiänncben nnt iwei
^ ö d e t, welche ben, ©eibchen ganj fehlen.
®ie,;g ä r iiu n g gtebt' tiefen ©rägfen ein febr gefällige« anfehen. Sopf nnb -öat« flnb
glänfenb fcbwatt, «u'rapf nnb febm a jfeit gani w e if, mit Xuönahme eine« leichten blafgeiben
Sinduge« an bet ©eugnng.be« ©chfoanie«. „ ,
welche ba« pcchfchwarte, gefräufelte ©lief liefert, ba« in Vetflen tu ©lügen »etatbeitet nnb ab
lenthalbeit hoch gefehlt wirb:, Fommt in SEacaFut, einem Fteinen ©etttEe »wtfehen ©oEbara unb
bem 'Otitg »ot, unb foitt in allen anbetn ©egenben autarten. S ie geile bet ©täbtiammet
ftebn im böthden ©reife; biefe werben 9 bi« 6, fpäteden« 14 Stage nach bet ©eburt gefchiachtefc
S ie ©age, ai« ob fte !au« 9)iattetletb‘ «efchnittcn' würben, id 'irriig'; nur febr wenige werben
bureb gtübgeburteti erlangt, beten gelle jwar fein unb fammetartig, aber ungetraufeit finb.
Solche Werben Ä ir p u E -genannt, up.b nach Äondatuinopel geliefert, Wo fle in febr hohem
ffiertbe liehen, ba ibreSDlehge gering id- S ie anberegorte b e if t S a n u b a t ober geftaufelte,
ttnb Wirb nach ©erfien, Ebina unb in bieStdcFet ausgefübtt. ©ie flnb »on »etfditebenet gern«
beit nach bem ä lte t, in weicbem bie £ämmer gefcblaebtet werben; einige flnb au«ge;eichnet
aeFranfelt, anbece mebt grob. . S ie welche bie Fieind.cn 2öcEcben haben, flnb am gefebägteflen,
unb in ©erflen braucht man bisweilen 10 bi« 15 geile ;u etiict einjigen SOtuße, bahet^biefe fo
tbeuer finb. S ie jährliche Siuäfubt biefer gelle beläuft fich ««f »hngefäht 200,000 ©tucE.
Itbth. V. 1. Hälfte. . . 8 U