
I 1418 (tê jaïjnrc @djaf.-
c h o n n e , Rousillonaise, Ardennoise, Normande u. f. ». SnberfPro»
»encb t)«t man, wie in Spanien, SBanberfdjafe, »eldje im SBinter in ben Gbe»
nen non Grau genutet, im Sommer aber 20 bis 30 Sagereifen »eit in bie
®ebirge getrieben »erben, unb babei eigne Straffen pafftren11). Seitbem
man baS SBanbern ber Strafe abgejieitt I;at, folt ft'd> itjre SBolle oetfdjlim»
mert haben, »aS »oljl nur golge non gahrläffigfeit fepn mochte.
e) Stalienifdje Sdjafe. Sowohl feiner günfiigen örtlichen SSer»
Ijättniffe, als auch feiner alten SSerbinbungen mit Spanien unb ‘iCfriba we»
gen, befifjt Stalien giemtiä) feine Sdjafe, »on benen folgenbe bie »itfjtig-
flen finb:
a) Steapolitanifdje Sdjafe. Unterfdjeiben ftd) nad) ® alanti«)»
1) in bianclie gentili, non feinfier »eiper SEBotte, 2) Manche di pelo
lnngo, mit langer grober SBolle, 3) nere gentili, mit fdjön fdjwarjet
SEBotte, 4) nere di pelo lungo, mit langer fdjmarjer SBolle, 5) car-
fagne, mit wenig feiner unb melirter SBolle, 6 ) carapellesi, mit fdjwar»
jer, inS ®raulidje fallenber SEBolle. Sie etfle unb britte Sorte finb bie
befien, unb biefe finb eS, »eldje befonberS bie jàfjrlidjen SBanbetungen un»
ternefjmen, bie in Steapel uralt finb, ba fctjon S la rro I3) »on benfelben
fpridjt. SKan tjâlt fie nâmlidj SBinterS in ben gefegneten (Ebenen IfpulientS,
unb treibt fie im gtüfjltng auf bie @ebirgS»eiben »on Stbrujjo. Sie SBolle
ber Stanbfdjafe »irb ju groben einljeimifdjen Sudjern »ermenbet;, bie bet
SBanberfdjafe ift biffer, fommt jebodj nidjt ber fpanifdjen ober englifdjen
gleich, unb burdj Sorglofigfeit Ijat bie neapolitanifdje SBolle itjren hohen.
Stuf, ben fie nadj bem Seugnip »on jpiintuS 14), Golume lla 15) unb
SDtartial16) fjatte, fetjr »erloreti, unb namentlich gehört bie e{jemals be».
rûljmte tarentinifcfje gegenwärtig ju ben fdjtedjteften Sorten. Sie Sdjafe
aus Stpulien unb ben Slbrujjen liefern ein »ortrefflidjeS gleifclj, unb »er»
ben bafjer gröffenftjeilS nadj Stom unb SoSfana jum Sdjladjten getrieben.
ß) jpabuaner S d ja fe 17). Seinen fiel) burdj flatfen Körperbau,
11) L a ste y rie traité p. 188. 12) L a ste y rie traité p* 205. 13) De re rustic.
14) Hist. nat. lib.8. c.48. [c. 73. Hard.] Lana aatem laadatissima Apula. 15) De re rust.'
lib. VII. c. 2: Generis eximi Milesias, Calabras, Apulasque [lanas] nostri existimabant, earumque
optimasTarentinas. lô)Lib.XIV. epigr. 155: Velleribus primisApulia. 17)5)JttnI. @.113.
H H B R M
Aegoceros Ovis. 1419
fjolje güpe unb fehlerhaften groben Knochenbau aus. Sie liefern im Ser»
jjatfnip ju ihrer ®röpe unb jura gutteroerbraudj nur »enige, «nb faum
mehr als miftelmäpig gute Sefunba» SBolle.
r ) S3ergamaSfer Schafe18). Kopf grop, Sh«» lang» he« * 5
fjängenb, Stufe fef>r gewölbt, »on ber SBrufl bis jum Untermaut eine ftarfe
SBamme, »ie bei ben-Kühen fjetabpängenb, Seine fj°ä)/ ®olle lang, aber
rauh, Sleifdj fett, jebodj grob unb nidjt fehr wohlfdjmedenb. SieSBibber
finb meiftenS folbig, inbep giebt eS auch gehörnte, »ie»ohl feiten, barunter.
®S finb fehr grope Schafe, »eldje eine Sange »on 4'6", unb eine $öhe »on
2' 11" rhein. erreichen; ein breijdtjriger Rammet rciegt ohne SBolle 90 bis
100 fpfunb, »aS gleichwohl für bie ®röpe beS 5£b>ierS ein unbebeutenbeS
®e»icht i f i , «nb einen {Beleg ja bem SrfahtungSfa|e abgiebt, bap grobes,
trodeneS unb fchwammigeS gleifdj »iel weniger innern ®ehalt als ein fein»
faferigeS' unb fefteS hat- Sn Stieberungen ober in ©ebirgSlünbern, »o eS
»egen ber tjetrfdjenben Siebet fette SBeiben hat» bann jebodj biefet Sdjlag
bei feiner Einlage jum gettwerben mit Stupen gebraucht »erben, baher er
auch feit einiger Seit in Stepermarf eingeführt ifi. Siefer grope Schlag,
ber burdj tjeroorfiedjenbe SRerfmate faft als befonbere Staffe fich auSjeidj»
net, unb burch feine hüngenben {Dljren auf eine SSerntifdjung mit auSlanbi»
fchen Schafen hinbeutet, ifi junädjfi in ben fprooinjen Söergamo, Gomo
u. a. ju #aufe, »o eS bebeutenbe Schafeigenthümer giebt, welche beerben bis
ju taüfenb StücE befipen. Sie italienifdjen Schäfer machen mit biefen
ren »eite Steifen auf bie Sdj»eijet Sllpen, »ährenb fie ben SSinter in
Piemont jubringen.
8) S a rb in ifd je S d ja fe 19). SBie fafi alle ^auSthiere SarbinienS
geringere ®röpe als bie beS Kontinents haben, fo ftnb aud) bie farbini»
.fdjen Schafe nur flein, inbem ein feljt guter SBibber faum 50 {Pfünbe wiegt,
TOooon ein groper Sheil auf bie SBolle gerechnet werben mup. SJtan ftnbet
nicht feiten SBibber mit 4 bis 5 Römern. Sie SBolle ifi 6 " lang, aber
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18) @ t e it tm ü U e t ’< CScfctt. ber febtteij. aipenwirlbfcboft I. @-90.— © a l t b e r X i .
6 .2 8 5 .— ® c c t ljc r lin im Sorreebonbecublatt be$ lactbtoirtbfcb' iöereiue. ,3abrs- 1830.
©b. I. # e ft l. — abbilb. bet .CpiwGt&cetrnffen 6te tief. @.22. tab.33. 19) £ e t t i 5latut<
jefeb. San ©cctbimeit. I. @.85. — L a M a rm o r a TOJT. en Sardaigne p.44.
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