
unb man geniept bic SSortbeile »on beiben, wübrenb man »onipten 5Xad)=
feiten befreit ift: gälit anbaltedbeS StegenWetter ein, fB tarnt man in ei«
nem folgen gatte baS gutfer beimfebaffen, nnb brauet bie ©d)afe niept
junger leiben ju laffen, wie cS bei gewiffenlofen B’aftbwirtb'en woijl »or«
fommt, benen freilich bie Wobtberbi'enfe ©träfe auf bem gtipe naepfotgt,
inbem ein folcheS auSgebung'erteS SSieff nachher mit paftiger ®ter auf bie
SBeibe fällt, fiep überfript ünb fß ben ©runb ju allerlei Krantpeiten legt.
2tm geeigneten ju tünfilicpen ©epafweiben ift bet weife Klee, rotpe
Älee, StpmotpigraS, ©cpaffcbwingel, SBiefenfcpWingel, ©epafgarbe u. f. w.
3 u bemerten ift inbep bei biefer, wie bei jeher anbetn SBeibe, baß man
bem ©cpäfer niept tagtäglich bie ganje glätte" burcptreiben laßt, wodurch
jebe auffeimenbe ©proffe fogleicp abgefreffen wirb, fonbern man muß fte
nur tpeilweife benupen taffen, fß bafi bie gutterlrauter Seit paben heran«
juwsepfen; bei einer fotepen forgfültigen ©eponung tonn man ben (Srftag
ber SBeibe aufs »ierfaepe bringen.
Sine befannte uttb bewahrte Siegel ift e8 aud;, baß man bie' @d)afe
nidjt eper auf bie SBeibe läßt, als bis ber SEftatt abgetrodnet ift, unb baß
man fte, be»or er ftd) wieber einfiettt, beimtreibt. Sei peißent SBetter
muß bie beerbe .»aprenb ber größten § i|e »on: 12 bis 2 Upr im
<Sd)aften untergebraept »erben. 3Cud) baS näd)tlid)e korben ift nicht ju
empfehlen, ba bureb üble SBitferung bie SBotte unb bie ©efunbpeit ber
SSbiere leibet.
SSon bet biSf;e» befepriebenen grünen ßber Sommer-gütterung ift bie
troefene ßber SBinter«gütterung24) »erfct>ieben, »ßn beren richtiger
2tnorbnung jutn grefen Speil baS ©ebeiben ber- ©cpafeY Junta! ber »er*
cbelfen, abbangt. 3 »ar glaubt ber gemeine SDtamt, baß bie ©epafe im SBin«
ter nur etwas ©frßb unb ßaub bebürften, ünb bap eben barin ber Stußen
ber ©epafjuebt »ßt ber anbern SSiehjucpt befiünbe; allein ber ©igentpümer
fthabet ftd) unb feinet beerbe bureb eine fßldje SSepanblung, inbem baS
©tpaf, wenn eS in feinem ©ebenen niept jurüefgepen fott, im SBinter eben
fß gut als im ©ommet gefüttert werben mup■s$),
. . 2£m
24) ty ttti i. @-283. ™ 'jßanM. ®. 58. — Tessier insttuct. p. 114.
25) 35e#tfein*$ Sßaturßefc&. Jöeutfc&lanM. L @.372.
2tm jutraglicbften als SBinterfutfer ift gefunbeS ffifeS SBiefenpe«,
»ßn bem man füglich 2 fPfunb in Umrechnung bringt. ®a bie ©epafe je«
bßd) ben SBecbfet ber StaprungSmitfel fowobl auf ber SBeibe als tm ©falle
liebem, fß nimmt.man noch anbere gutterfioffe pinä«. K («ep eu ift nach
bem SBiefenb'eu baS gewöbnliepfte gutfer, unb wenn es. gut ethgebraept, i(t
«S ben Schafen außerft angeneptn unb jutrügliih. ©in ïrüftigeS SlabrungS«
mittel liefert aud) baS abgeftßdnefe SBtclengemenge {3. S. SBiden, ^>0=
ber, ©erfte, Äorn unb ©rbfen), wenn man bajfelbe bis jur halben Steife
f>at fßmmen taffen.
© tra b »ßn ©etreibe ift tn ben meijten ©djafereien eines ber »Brjügs
lid)ften gütferungSmittelj inbep ift es, wenn nid)t Sörner unb ©raS beige«
mengt ftnb, ïeine auSbalfenbe Stabrung, unb mup in gröperer Stenge als
$eu gereid)t werben. SSiel ergiebiger unb baper in manchen ©d)üfereten
febr .gefihüpt, ift baS ©treb »on ben ^ülfenfrüd;ten. ®aS 3 erfd)neiben
beS ©trobs unb $eueS ju ^actfel ift jwar in ben meifien ©egenben einge*
führt, aber mehrere Baiibwirtbe, jumal t ln g ^ a lf f» 1), haben ftd) bagegen
érïlart.
Unter ben SBurjelfrückten ftebn bie Kartoffeln oben an, unb man
rechnet, bap 2 SPfunb berfelben fo»iel als 1 ipfunb ^)eu leifien. Stad) if^
nen tommen Sorfcben unb Stunteirüben; weiffe Stüben ftnb ju wüfferig
unb baber ju wenig nahrhaft. Siefe SBur;elgewad)fe müjfen alle mög«
lichft jertleinert fe»n, unb bütfen nid)t allein, fonbern nur mit .fpüdfel »er«
ntifd>t gegeben »erben.
©in altes gütterungSmittel ift baS Baub, baS jeboeb nid)t abgefallen
ünb »etwelft, fonbern in ber SStifte beS ©ommerS frifd) eingefammelt »er«
ben mup. ®aS meifte 8aub eignet ftd) bieju; am gef<hü|teften ift jebo^
baS ber 8inbe unb ber fanabtfdjen Rappel.
Sn neuern Seiten, wo bie Körnerfrucht in geringem, bie SBotte aber
in hoben« greife fianb, bat man auch bie gütterung mit ©etreibe »er«
fud)t. $a fte inbep ju ftarf auf Staftung wirft, was beim Sucbfuieb
»ermieben werben mup, unb ba in folgen ©ebafereien, welche »orjüglid)
mit ©etreibe fütterten, Krantbeifen überpanb nahmen ober ftch »erfeblim«
1) ©. 208.
» tt. v. iL $atf(t. 8 3)