
I i 4<5 34- ©ie ©iraffe.
© fr ©chwnnj iß bunne unb ettbigef geh in litte große J^aarquafft.
mit welcher er eine länge Bon 4 guß 3 30H ßat.
©ie haut iff faff i gell bicf unb burchaus mit furjen paaret» befleißet.
Sie ©tu n b färb e berfelben S gerbtidweiß, unb auf biefem ©runbe
Men eine ©Jenge unregelmäßiger, runblicßer, bre iige r unb rhomboiba-
«fcber, brauner glecfe nahe aneinanber. ©er ©eßalf nach ßnb biefe bei)
Betriebenen >btyibuen Berfcbieben. m ber Entfernung gefehen, er-
fcbeint bas ganje.^ter rotbraun, unb bie weißen ßbmalen Swifchenräume
fefjen^ »ie »eige gfecfen aus. ©ie haare an ben Kornern ßnb feeilbraun,
bie (angern, welche an ben ©pißen gehen, aber fcgmarj. Sßon ben Kornern
bis jur,©4mauje täuff ein breiter, hellbrauner glecf, ber geh gegen
bie Oßafenlbcher f)erabäie^f. ©ie Oberlippe ift mit furjen, ßeifen paaren
Bon grauer unb brauner garbe umgeben; bie unter bet ©cßnauje aber jie»
^en geh mefjr in bas SEBeige als ©raue. Sie Augenwimpern gnb fcbwarj,
bie obern aber jur £älfte hellbraun. Uebrigens iß ber Kopf mit »ieten
fleinen glecfen befaet, bie aber nicht braun, fonbern »eißgrau Bon garbe
gnb. Sie Oferen gnb innen unb äugen mit gtaulicgwetßen paaren be-
wachfen Sßom ©enicfe an lauft eine ©Jäfjne hinten über ben fpuls herab
unb enbiget geh auf ben ©Nultem, ©ie Jgware berfelben gnb 3 Sott lang
unb bitben Sufcßel, bie abroeebfelnb mehr ober weniger bunfel gnb. Auf
ber ©chulterhöhe »erben biefelben wieber furjer unb bie ©lähne ergrecff
g^- nur bep ben jungen etwas weiter gegen ben Otucfen bin, feineswegea
aber bis an ben ©chwanj, wie bie altern Abbilbungen angeben, ©ie
Seine gnb äugen wie ber leib geßecft; bie laufe ungegecft unb fchmußig
»eig, bie 4?ufe graulich fcgwarj. ©er Sattch iß weißlich, wie auch bas
innere ber ©cgenfel. ©er ©tgwanj ig mit furjen paaren bebecft; bie
£aare feiner Enbguage aber gnb 23 Soll lang, Bon ber ©tärfe ber
^ferbebaare, jurn "ifjoil bräunlichgelb, balbburcggcgtig unb platt, meigens
aber ßhwarj unb runb.
34. © it ©tröffe. Camelopard. Giraffa. 1147
©ie weißliche ©frage unferfcgeibef geh Bon ber männlichen nicht allem
bürg) bie merflich geringere @r6ße, fonbern auch, fcgon in einiger Entfernung,
burch bie garbe ber glecfen- Set) bem ©Jännchen gnb biefe
bunfelbraun- fag fcßwatj, bet) bem 3Bei6d)en bagegen mehr fahlbraun.
Aucg ig bet) legferem ber Knod)en|6cfer auf ber Cßafenwurjel nicht fo garf
Borßehenb. 3 n ber 3 ugcnb haben bie männlichen -Kälber ebenfalls bie
garbe ber ©Juffer unb betjbe ©efgüegtfer gnb aisbann gleicbgefärbt. Auf*
ferbem gnb bie jungen babutch ausgejeichnet, baß bie Borßehenben #aare
an ber ©piße ber J&orner länger ßnb tmb einen Sußhel hüben, ber geh
bet) ben weiblichen länger erhält als bet) ben männlichen, lefcfere Berlieren
ihn, wenn ge Bier 3 al)te alt gnb /) . ©Jit junebmenbem Alfer werben
bie ©Jänncßen immer bunfelfarbiger.
©ie 2B ei hegen h«&en t»iec ^nguinarjißen, fragen jw&lf ©Jonafe unb
bringen, nach ber Serßcherung ber lanbeseingebornen, nie mehr als ein
3 unges g). ©ie, beßätigen baber bas 3 laturgefe&, nach welchem große
unb Bollfommenere ^feiere längere Seit trächtig geben unb nur wenige
3tmge auf einmal gebären.
©ie ©trage bewohnt bie Ebenen bes Ämtern »on Afrifa. Sie DJ6-
mer erhielten bie ihrigen wahrfcheinlicß aus Ober- Aegtjpten ober Abißmien,
unb in unfern Seiten bat man ge norbwegltch Born Eaplanb, an ben norb-
weßlicgen Ufern bes Orangeßußes, im lanbe ber großen DJamagttas, gejagt.
SBie weif ge an biefer ©eite gegen Sßorben hinauf gefunben werben, tß
niiht befannt, wenigßens h«f man ge .in ©uinea unb Eongo noch nicht
gefehen. SJJorb&ßlich aber ßheinen ge an ber Küße' Sanguebar ju leben
unb geh bis Abiginten hinauf ju ergreefen h ) .
f ) leBaiffanf. SJagaj, t». 31. 12 55. descript. In d . Orient. P a ris 1556. ®* 464. U l . p . 116.); noch fein Dtelfenber aber
g) ®- 466. bat ge im micfdgltdjen älgett aefeßen, wo
h) ©Jarc g5aul Berpcbert, tag ge ge nach Sugon (X III. p. :ä.) aletcfi,
nttf ber Snfel ^anjibar leben (@. belfert fafiS wognen follen.
■Ohhhhhh»