
SaS SRerinofcfaf fann ein 11 ev »on 20 Sautert unb barüber evreicfjetr,
unb biê in baS 15fe Safr Sämmer bringen23 21). ©S fommt niemals in
©fälle, fonbern bringt feine gange SebenSgeit, im ©ornmer »ie im 2Bin=
ter, unbebeclt im gteien ju.
Ser fauptfäcflicfjle 9ïu|en her SRerinoê in ©panien ijl bie ®e»in=
nung ber SBofle, unb nebenbei beS gleifcfeS. ©emotfen »erben fie nie, ba
man mit Keef t ber SKeinung ijl, baf barunter bie SBoße unb SJÏacfgucft leibet.
Sie fpanifcfen © d)a fer bilben einen eigenen ©tanb, ben man auf
50,000 5»bi»ibuen anfcflagt. SÄit ïjód>fl SBenigem gufrieben gejleBt, auf
ben SBanberungen unter freiem Fimmel fcf lafenb, blos in ifre ©cfafpelge
gefüllt, unb auf bief« SBeife jcbem Ungemacf ber SBitferung §>rciè gegeben,
an ifren SlufentfaltSorfen unter SBaumfütten »ofnenb, unb feiten einmal
gleifcf fojl geniefenb, lieben fie gleipwoft biefe fort« SebenSart, unb mogen
fie mit feiner anbern »ertaufefen. ©ie »erben als freijtnnige, »oftwoflenbe
Seute befcf rieben, bie ifre ïïbgefcfiebcnfeit »on ber grof en SESclt »or mans
efen Saflern betfelben bewafrt fa t, bie aber auef aßet Vilbung ermangeln,
gn ben fpanifcfen SRooeBen »irb ifrer oft gebaut.
II. ©emeineS Sanbfcfaf, Ovis le p tu ra . Tab. ccxc. A , B.
Sie SBibber jtnb gefömt ober ungefórnt, bie Öfren aufretft, ber
©cf»ang »on mittlerer Sänge, bie SSolle fïlgig, ober fcflicff, ober gelräu«
feit, im lef tem gaß mit ungleichförmigen Sögen, »oburcf fie fief inSbe»
fonbere »on ber 5Retino»olle unterfefeibet. ^iefer gefören bie beutfefen,
frangöftfefen, italienifd)en, f oßänbifcf en, öjierteicfifcfen, potnifefen, gunt
S£feil auef bie ungarifdjen Sanbfcfafe. Siefe ftnb nieft fornofl naef ben
Sanbern »on einanber unterfefieben, als »ielmefr naef ber ©röfe, ©ejlalt
unb namentlicf naef ber Sefcfaffenfeit ber SBolfe. 2n lefterer Vegiefung,
bie auef in feefnifefet Ijbinftcft »on befonbeter SBicptigleit ijl, fönnte man
fie in f<flitff»olfige, frauSmodige unb filgwoßige eintfeilen; eine ©intfeis
lung, welcf e als »on pfpftfefen SRerfmalen entnommen, in einem nafurfijios
riffen SBetï »o fl bie paffenbfie »are, Sa eS jeboef in SBegug auf ©cfafs
»ereblung, »on bet fpüter bie 3ïebe fepn muf, notfwenbig ijl, bie jebem
23) ©aäner, über SDîertnoSs©cÇafjucft @.50. — Tessier iuitrooi, p.6.
Sanbe eigentfümlicfen ©plage in ifrer ©efammtfeit fennen gu lernen,
fo fabe tp für biefen Sefuf bie geograpfifefe ©intfeilung »orgejogen.
Siefe SanbeSfcftäge finb inbef gröffentfeilS buref Ärcujung mit ins unb
auSlänbifcfen ©cfafett bebeutenb mobificirt »orben, unb »erben e§ in
neuern Seifen immer mefr. gotgenbe finb bie f auptfäcf lief jlenSanbeSfcf läge.
a) ©nglifefe ©cfafe, Snglanb ijl an ©ifafen eines ber reicfjlen
Sanber, unb fa t »iele gurn Sfeil mit grofer ©orgfalt gegogene ©cfläge,
bie jebod) alle gunäcfjl auf ben gleifcferfrag berechnet ftnb, »üfrenb
bie SBoße mefr als Slebenprobuft betrautet »irb. Sie SBoße ijl meijl
fcflieft unb lang-, unb bie ferner finb nur bei ben »enigjlen »orfanben.
© u lle f24) unb SRorfemart25), »elifer jeboef nur »enig SleueS feinem
Vorgänger gugefügt fat, unterfefeiben folgenbe ©cflage:
f ) ungeförnte. 1
a) S i f f lep.Staffe. Sie llugen finb befonberS fübfcf, ber .Kopf ijl
flein, ber StücEen breit unb eben, bet Seib runb unb fonnenförmig, unb
bie Änocfen fefr bünne, bie SBolle ijl 6 bis 10" lang unb glängenb. Sie
gange-Sange beS Sfier-S beträgt 3 f', unb btt ©cfulterföfe 2'. Siefe
9taffe geipnet ftp nieft bloS buref etn »ortrejflicfeS gleifcf, fonbetn auef
burd) ifre llnlage gum fdjncßen getf»erben auS, in »elcf tefterer SBejte=
fung fie alle anbem englifefen ©cfafe überfrtfft. Sfre .Dualität »irb buref
bie grofse Sänne ifreS ÄnocfengerüfteS erföft, fo baji alfo baS ^»auptges
»id)t auf bie nupbaten SEfeile fäßt. Sie SBolle giebt g»ar n if t fo »iet
auS, als bei anbern langwolligen Varietäten, bafür aber wirb eine große
Quantität gleifcf »on ber befien Qualität bei wenigem guffer ergreif, unb
fö »ie beim SKerino ber föcffle ©rtrag an- bejler SBolle gewonnen »irb,
fo ijl biefi bei biefem ©cfaf finfieftlicf ber gleifcfprobuttion ber gaß. SaS
Siffleps©d)af ijl einer »on jenen ©cflägen, ber erjl in neuerer 3eit ents
flanben ijl, unb g»ar nieft gufäßtg, fonbern buref bie Äunfl eines ber
»erflänbigflen Sanbmirtfe, beS berüfmten SSafemeß gu Stfflcp in Seicejlers
fftre. Sa fiep biefer neue ©cflag halb als baS1 «jbaupfntiffet gur Verbefs
fevung aßet anbern langwolligen ©epafe ©nglanbs bewäfrfe, fo »utbe
21) ttebet bie Sluetrabl unb SBetebluuj ber «oriûsl. Jjauetfc. ton ®aum. ®<tl- 1804.
@«82. 25) Des races ovines de 1’ Angleterre. Par. 1827.