
ganj »erbrängt hat. Sutd) biefe SSoïïe 1lat baë ^>au§fd)af für ben ntenfdj»
liehen ((bauëhalt eine »iel größere Sebeutung gewonnen alë bie (pauëjiegè,
woju noch bie 'fceffere fUtalitdtfetneê '-§ietfc()e§ fomrnt.
©ie S5Sotte;:ifl w>eber -ttady ifyrén phbfifäKK ‘«od> anatomifchen SRerf*
malen wefenflid) »on ben eigentlichen (Stamm» ober ©tichels) 4?aaren »ets
fd)ieben. ©ie unferfcheibet ficf) »on biefen burch größere 2oderheit beê @e=
fügeê, weëhatb fie »on bet geud)tigfeit leichter burchbrungen wirb unb
bie garbeftoffe beffer haften. Saê SSollhaat »eréinigt ferner bie ©efchmei*
bigfeit unb bie 2£nhangiid)feit an feineê ©teidjen in einem höheren ©rabe
alë anbere Shierhaare, weëhalb eë leichter fpinnfatjig ijl. ©nblid) jeigt
feine anbere (jjaarart eine foïdje Olafiijitdt, wie bie Schafwolle, waë bie
SBollhdnbler bie Ärimpefraft nennen1).
Setradjtet man baë Sßollhaar unter bem ffllifroffop2) , fo fteljt man,
bafj eê nicht eine gang gerabe 2inie bitbet, fonbern abweehfetnb reä)tS unb
linfê gebogen ift, ©ein ©djaft halt nid)t immer ben gleichen Surd)me(fer,
fonbern fd)eint an manchen ©teilen »erbidt ju fe>)ri; bod) mufs man ffd>
hiebei »or Säufchüngen hüten, ba jeber SBoHe ©d)mu| ant)ängt, rcotmrd)
Seuwenhoef »erleifet würbe, bem SSollhaar 3Cefte ober SBiberhafen beiju»
legen, welche an betnfelben nicht eriftiren. d?eu fin g er fonnte jwifdjen 9Jinben=
unb5Rarf»©ubftanj (erflere bie äupern3et(en,le|ferebie innernbilbenb) feinen Un»
terfdjiebftnben; ©bie nahm ihn bagegen fehrbeutlich wahr, unb bemerff jugleid),
bajj in bem »erfdjiebenen SBerfidltnip beiber jueinanber baê^iauptmerfmal liege,
woburih fi<h b«® feinere SSoïïhaar »on bem gröberen unferfd)iebe. Sie SR in»
benfubftanj effd)eint, ihm ju golge, jwar in beiben faft gleich bid unb
wenigftenê am Stanbe unbutchfid)tig; bagegen ift ber fogenannfe Sanat (bie
SRatffubftanj) in fofern »etfehieben, alë er bei ber gemeinen (Bolle in »iel
mehr unregelmäßige jellenartige (Räume geteilt ju fe»n fdjeint, währenb
beim SRerinohaar bie Setten an ©röße regelmäßiger aneinanbet gereiht finb.
®ieß rührt ohne Sw'eifel ba»on her, baß baë blätterige SBefen, weldjeê
bie SRebuttarfubfianä beê $aatê auêmaeht, bei unfern gemeinen Schafen
l) S B a flite r, über SRetitto仩cSafjueft. © .18. 2) ©cfä^eiWfoettbe Untetfuc^imgen
bietü&er (inten ficf> in J p e u f iu g e t ’6 ©oliero tec.^ifieliigie 188, uni) in E t i e ’e £e&re
von ten paaren @. 169.