
Satbe »erfdjieben, bie »oHe fein unb jiemlid) Jang, baS SJJitteJ jwifcben
Ädmtn » «nb fitempelmolle Jjattcnb, unb ju frönen arbeitengeeignet. SRatt
untcrfdjeibet groei abdnberungen. Sei bet einen n>äd)fl ben ©d)afen bie
S55o«e jährlich brehnat auf, »o»on jwei »üd>fe inbef webt langen paaren
nt§ einet »oHe gleichen. »enn nämlich im gebruar bie äd>fe »olle an*
fingt an ber »urjet lofe ju »erben, fo treiben Stichelhaare henwr, unb
wenn bie »olle auSgetupff [jtr, fo wacf>fen fte rafd) fort, bis fte ftd) unter
ber neuen »olle allmalig »edieren. g fi baS neue Slief jwei SÄonate alt,
fo warfen bie anbern langen ^)aare auf, unb bleiben bis jur ©timt fi|en,
wo fte bann jugteid) mit ber »olle , abgerupft, unb butd) eine befonbere
Operation [pater »on ber le|tern getrennt »erben. Sie ©fidjelbaare blei*
ben auf bem gelle- ftpen, unb geben einen biilen §>elj 511m ©d)u§ gegen bie
rau^e gabreSjeit ab. ■ Sie anbere abänbetung biefer ©ebafe ift fetjr weich*
lid) unb bat eine »eidje baumwollenartige, öfter »on freien ©tiefen abfafe
lenbe »olle, ebne unfermifdjte lange ^)aarc. SaS abrupfen, »aS fiatt
beS @d)eerenS eingefäbrt ift, ijt nicht bloS marfetuoll für bie SXbiere, fon« 1
betn and) ber Sänge ber »olle naebfbeilig. Siefe ijt auperorbentlid) fein,-
jumal bie ftlbergraue, boeb ift bie rein weife im allgemeinen bie febifcbarfte.
Sie fbetlanbifcben ©d)afe ftnb {rdftiger unb wilber als alle übrigen,
gm SSinter, unb jumal bei tiefet» @d)nee, haben fie.faft feine anbere
Stabrung als fReerpflanjen; fte laufen beSbalb jur Seit ber 6 bbe bem
©eejlranbe ju, obgteZ fte. einige englifebe ©teilen ba»on auf ben bügeln
»eiben, unb bleiben fo lange bort, bis fie »on ber rüdfef)tenben glutb
»ertrieben werben. ,©ie ftnben ftd> in grof er Stenge auf ben fbetlanbifcben
gnfefn.
f f ) gehörnte.
X) ©rntoor=©d)afe. filein, ©efZt unb Seine weif, finod)en fein,
»olle lang, fiommen in ber Stabe unb auf bem SJtoore gleiches StamenS
in Seoonfbire »or, ftnb »»n feiner Sebeufmtg, unb bie Säntnter fallen
mitunter ungebörnt.
fr) ^»aibefdjafe. ferner lang, fpiratförmig gewunben, ©eftd)t unb
Seine fd)»arj, tfuge lebhaft unb wilb, Seife furj, mit langer, grober, jot»
tiger »olle. ©S ftnb lebhafte, abgehärtete, wilb auSfebenbe SZtere, welche
mit bewunberungSwürbiger ®efd)»inbigfeit laufen, unb fish am beften für
raube, mit fpaibe überwaebfene, bergige ©egenben fdjicfen. ©ie »erben feiten
eher als im buitten bis fünften gabre angemäffet, unb haben ein »ortreffs
UcbeS gletfd). Stau finbet fte »om norbweftlicben £b«t »on SJotffbire an,
unb fte ftnb im Seftb beS ganjen SiftriftS IdngS ber irifeben ©ee »ott
Sancafbire bis jum gort »»itliam; ihre ©infübrung in bie wefflid)en Sfroä)-.
Idnber ©djottlanbs ift nod) nicht lange erfolgt, ©djabe, baf ihre »oUe
fo fcblecbt ift; inbef fönnte fte bei gehöriger Sorgfalt gewif »erebelt
werben.
v ) Storfolf=©d>afe. #örner febr lang unb fpiratförmig gewunben,
©eftebt unb bie febr langen Seine fdjwar}, Seib lang unb bünn, »öde
furj unb fein. Sutd> ihre hochbeinige, magere ©eftalt unb bie fiarfen
Kötner ftnb biefe ©ebafe febr »on ben langwolligen unterziehen, ©ie
ftnb febr geftdfig, wilb unb unruhig, haben ein feinfaferigeS, febr Zmacf*
bafteS gleifd), unb ftnb bur<h Slorfolt unb ©ujfolf auSgebreitet. Sa biefer
©d;lag inbef als un»ortbeitbaft in ber Haltung erfannt worben ift, fo
»erfd)winbet er immer mehr unb macht ben beffern ©djafen fptaj).
I) S o tfe tfb ire = ©cbafe. ©röftentbeits gehörnt, ©efZt unb bie
febr bünnen, hoben Seine weif, Seib lang unb fd)mäd)tig, »olle fein unb
fu rj, auf bem Sau<b aber gewöbtllid) febtenb. Siefe ©ebafe haben nicht
blos bie (SigentbümlZïeit, baf fte jährlich jweimal lammen, fonbern baf
man »on ihnen ju jebet gabteSjeit Sämmer erhalten tann. Siefe werben
Zon »on »eibnad)ten, an unb ben ganjen »inter binburd) nach Sonbon
gebracht unb bort tbeuer »erfauft. SRan hält biefe Sdmmer in fleinen
bunflen ©emd^ern, unb fte befommen baS *£ageêlict)f nicht eher ju feben,
als bis fte ber ©«hafer ihren Stüftern jum ©äugen bringt. ©0 weif bie
gnbufirie ber englifcben Sanbwirtbe ben SupuS ju erregen, um ihn bann
ju befriebtgen.
b) Seuffcbe © cf) afe. SaS beutfd>e SaitbZaf ijt burd)‘ öietfad)e
SeemiZungen, fo »ie burd) örtliche Serfd)iebenbeiten mannigfach abgedn=
beut, unb eS wäre ju wünfeben, baf biefe tfbdnberungen forgfdttiger be=
Zrieben wären, als eS bisher ber galt gewefen ift. gm allgemeinen bat
eS mehr bohr als niebrige.güfe, ber fiopf ijt meifi ungebörnt, bie »olle
mehr ober minber grob, 'bähet je%t fajt allenthalben bejfere auSldnbiZe
©orten, jumal SKerinoS, jur Serebtung eingefubrt worben ftnb, woburch