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fechffen.Sahre benutzt, fo baß bann baS ©djaf breimal gelammt fjat. ©inir
bie Spiere inbeß Bon befonberer (Qualität, fo formen beibe ©efrf)led)fer mit!
Stufen bis gum loten 2af)re gebraucht werben, gumal wenn man bte S8or=
fid)t befolgt, alten SBibbern junge 2Rutterfd;afe unb umgefebrt «tju»
feilen ’ ). .
iSonft regnete man auf 25 ©chafe einen SBibber,'unb tn biefem SSer*
pättniffe würben bte beerben jufammengefe^t, wo man bann bie ©efcljle^
ter fo lange miteinanber gelten ließ, bis man fid> übergeugt hielt, baß
alle SXutterfdjafe empfangen Ratten. 2CIS man jebod) fein fpauptaugenmerE
auf SSereblung ber beerben richtete, unb man batb einfaf), baß oodEommen
^ieju geeignete SBibber pbd)ß feiten wären, fo mußte ihnen eine Biel gro=
ßere 2tngal)t Bon Sffiutterfdjafen, unb gwar bloS auSgewä.hlfe, jugetßeilt
werben. SbeSfjatb führte man baS fogenannte S3efpringen aus ber $anb
ein, inbem man ben SBibber Bon ber beerbe entfernte, unb bte brunftigen
®utterfd)afe burd) fogenannte probier=SBibber ober Hammel begetchne»:
ließ; StbenbS führte man bann biefelben bem SBibber gu. 2tuf biefe Sßeife
fonnfe man es baftiti bringen, baß ein fräftiger unb gut genährter SBibber
in einer ©prunggeit über Ijunbert ©chafe befeuchtete. SBei! jebod) aud) hier
bie Erfahrung nadjwicg, baß Biele ©djafe unbefruchtet (gelte, güfte) blie?
ben, .inbem ftd) ihre &i|e bis gum Mbenb' abgeEüh« hatte, fo hat man,
wo man es machen fann, bie Einrichtung getroffen, jebem SBibber fein«
SRutterfchafe (40 bis 50 ©fuef) jugutheiien, unb; fte miteinanber geheir
SU laßen.
SBeldje 3 eit bie fd)i(flid)fie jur Paarung fet), barttber ftttb bie SRei»
nungen abweichenb. SSarro7 8) beftimmt Ejiegu bie Seit Bom SÄai bis SSJtitte
beS Suli. ß o lum e ila 9 * I.) rücft fte nodj weiter Bor, inbem er will, baß
bie Schafe in ben erften Frühlingstagen befprungen werben follen, bamit
bie Sammet burd). baS_ Eräfttge £.erbfifutter geflätEf, bie Äälte unb ben
SÄangel im SBinter leichter auShalten. Sei unfern (DeEonotnen war cS
fonft eingefuhrt, bie SBibber Bern Enbe Septembers bis 51t Enbe iDEto»
7) eien ec« Jpattb6.^@. 133. 8) De re rast. ed. Schneid. II. c»p.2, 13: Tempo»
Optimum ad admiUeDdum ab arcturi. occasu ad aqailae occasam.. 9). De re rast VII
cap* 3* 11- ■ ... .(S, .
berS gugulaffeh,, fo baß alfo bie Sämmer im Februar unb SBtärg gut SBelt
Eamen10). SSÄan rechnete bei biefen SKärjlämmetn barauf, baß bie ©cfjafe
gu fölcber Seit bertitS auf bie SBeibe gehen unb fid) erholen Eännfen. SBenn
nun aber burd) rauhes SBettec bdefeS nidjf moglicE) würbe, unb bie Futters
Borräthe oergehrt waren, fp giettg eine große Slnjahl Bon SXüttern unb
Summeen gu ©vunbe. Se mei)r man aber bei ber tpeuern 3Jtetinogucf)t auf
bie Erhaltung jebeS ©ftücES bebaept fepn mußte, befto mehr mußte matt
aud) auf (Sicherung ber ©epafmütter unb ihrer Sammet benfen, unb man
rücEte beSpalb, nach Anleitung ber erwähnten romifd)en ©epriftfieder, bie
©pringjeit .Biel: weiter Bor, fo baß bie Sämmer je|t im Sffobet, mitunter
fogar noch früher, faden. . ©otdje Sämmer Eommen bann fepon als halbe
gäprlinge in ben ©ommer, unb laßen fiep um ein; gapr früher jur 3ucpt
als bie SRätglämmer gebrauchen, finb aud) gefünber unb Eräftiger als biefe.
$ieburcp, fo wie aud) gutn Speil burd) ihre SBode, wirb ber Jfufwanb für
ihre SBinterfütterung BoflEomraen wteber erfeht. Sämmer, welche etfi in
ben eigentlidjen SBintermonaten geboren werben, etforbern eine befonbere
©orgfatt Unb pflege.
. ®aS ©d>af ißi 21 SBod)en träd)tig. Sie meifien: gebären 1 5 0 bis 1 5 4 :
Sage nad) bet .^Befruchtung;- einzelne ftnb auch nur 1 4 6 , anbere bis 1 6 0
Sage.-trächtig W)c: ES bringt in ber 9teget ein.,, feiten .gwei Sunge gut
SBett.; SaS 'Samm läßt man ohngefätje, ,8 bis IQ SBochen fäugen,- unb
fest es bann ab.' .SBaS pon SBibberlä:mn>ern nid)t gut 9ta,d>gud)t Berwen«
bet wirb, wirb Eaffrirt fgeh.ammelt,? geleidjtet).^ SBarrctf^ wifl, .baß1
biefe Sperdtion nicht Bor bem fünften SRonate norgenommen werben fod;-,
bei ünS hat man eS:aSet'füt gwedmäßigep gcfunben,sfie Bor Enbe beSjbtib
ten SebenSmonatS. anüguführenf3), Ser lReinlid)Eeit wegen werben auch
bie .’©dränge abgeßu|t.
3£de bie Bielen, ^Bemühungen unb -Koßen, welche man in neuern Beiten
auf SBart unb Bucht ber ©chäfe :per»enbet>hat, haben bte häd)fi mögliche
SSereblung berfelbtn gum Bwed.? ^iebei Eann eS; entweber auf ©teige»
lb) ®edjif. iRttturgefdr Sentfcbt i 6 . 38dr; ‘ ifte r a fw i SliieWefelirunsWuitlie
e . 266.— 33«cro fast: «i» praegnans est diebus 1BÖ? 12) Da re rustic. edi Seho eW;-
II. c. 2,18.': 13) tp 'v trfid i.,2 4 2 . ? g le n ct’d J)anöB. ©. 141.- ...