
tropisches Klima vom Äquator bis zur Polarregion hinauf 85—86). — Die Hypothese der „permischen
Eiszeit“ , die diesen Annahmen widersprechen würde, ist sehr angreifbar: 86 (Korallen und Fusulinen
am Polarkreis, die meist angenommene Verlagerung des Südpols unmöglich, da der Gegenpol in ein
Korallenmeer fiele 86). — Ergebnis: 86. -—
V. über das Auftreten und Erlöschen der Fusulinen 86—88.
Das Problem: 86.E - Überraschende Analogie mit den Nummuliten: 86. — Zusammenfassung der
Vergleichspunkte: 87—88. — Ein Erklärungsversuch: 87. — Neumayrs Pessimismus: 88. — Zusammenfassung
: 88.
Verzeichnis der im Text genannten und der abgebildeten Foraminiferen 89 9A.
Literaturnachweis 91—93.
Erklärung der Tafeln.
Übersicht des Inhaltes V—VIII.
E i n l e i t u n g .
Bei dem Versuche, die von dem zu früh verstorbenen Prof. E. S c h e l l w i e n geplante
und begonnene M o n o g r a p h i e d e r F u s u l i n e n fortzusetzen und herauszugeben,1) ergab
sich ganz naturgemäß eine solche Fülle von Ergebnissen allgemeinerer Natur, daß deren Zusammenfassung
zu einer gesonderten Arbeit erforderlich wurde.
Etwa tausend Dünnschliffe, die teils von Prof. S c h e l l w i e n selbst, teils von seinem Assistenten
Dr. Jonas angefertigt worden waren, sowie an 150 gleichfalls vorzügliche Präparate, die
Herr Dr. H. Y a b e in liebenswürdiger und selbstloser Weise den Zwecken der Monographie zur
Verfügung stellte, ferner zahlreiche, teilweise hochinteressante Schliffe, die aus C. S c h w a g e r s
Nachlaß, von V. v. Mo e i l e r, von Kr o t ow, von dem U. S. Geological Su r v ey , von Prof. W.
V o 1 z, Dr. G. D y h r e n f u r t h und cand. geol. 0 . A l t p e t e r mir gütigst zur Verfügung gestellt
wurden, bildeten im Verein mit Gesteinsproben der Fusulinenkalke aus allen Teilen der Erde ein
Material, wie es in gleicher Vollständigkeit bisher wohl noch keinem Foraminiferenbeobachter zu
Gebote stand. Wenn ich auch selbst noch so manchen Dünnschliff hergestellt habe, um für einzelne
Probleme die nötigen Unterlagen zu gewinnen, muß ich doch dankbar und bescheiden anerkennen,
daß ohne die zahlreichen soeben genannten technischen Vorarbeiten es sicherlich über meine Kraft
gegangen wäre, eine so relativ vollständige Darlegung der anatomischen und physiologischen Verhältnisse
der Fusulinen zu geben, wie sie die folgenden Seiten enthalten.
Auch an dieser Stelle spreche ich den Herren, die mich durch Überlassung von Material
gefördert haben, namentlich Herrn Prof. Frech und Herrn Prof. Tornquist, meinen verbindlichsten
Dank aus.
So sehr ich, wie bemerkt, hinsichtlich der technischen Vorarbeiten auf den Schultern der
früheren Fusulinenforscher stehe, so wenig fand ich in der bisher bestehenden L iteratur dieser Formen
eine unmittelbare Stütze. Die meisten Anregungen verdanke ich den klassischen Werken W. B.
C a r p e n t e r s (1849—1870) sowie M. N e u m a y r s „Stämmen des Tierreichs“ (1889). Für
den entwicklungsmechanischen Teil meiner Arbeit gab mir L. R h u m b l e r s „Die Doppelschalen
von Orbitolites“ (1902) eine Reihe fruchtbarer Gesichtspunkte.
Die eigentliche Fusulinenliteratur bot mir dagegen nur wenig allgemeinere Förderung.
C. S c h w a g e r s (1886—87) Schriften sind zu rein morphologisch, oft sogar recht unzuverlässig,
gehalten und geben außer trockenen Beschreibungen nur philosophische Ideen über Speziestrennung.
V. v. M o e l l e r verliert sich in mathematischen Spekulationen über die Spiralkurve der Fusulinen,
die leider sich als unhaltbar erwiesen. H. Y a b e bereicherte zwar unsere Kenntnis der Stratigraphie
‘) Vgl. Palaeontographica LV, 1908.
Zoologica. Heft 58. 1