
wenig dichtstellenden Wärzchen, während solche auf den Mittelfeldern noch mehr vereinzelt und
wenig deutlich in Längsreihen angeordnet sind.
Die Oberseite des Randes ist mit dünnen, ziemlich breiten und niedrigen (etwa 45 : 30 p),
mit zahlreichen Rippen besetzten Schüppchen (Fig. 8) bekleidet, während in den Ecken zwischen
den Schalenstücken je ein ziemlich großer Zylinderstachel steh t; ähnliche finden sich am Rande
(schlecht erhalten). Auffällig is t die Bekleidung der Unterseite mit langen und ziemlich schmalen
(etwa 70: 22 11 ), gleichfalls deutlich längsgestreiften Schüppchen (Fig. 9).
Die Radula is t ziemlich schmal und lang, die 3 mittleren P la tten klein, schwach und daher
schwer zu erkennen, die Mittelplatte ziemlich schmal, im ganzen gleichbreit, mit vorgebogener
Schneide, Mittelplatte auch mit deutlicher Schneide und äußerem Flügel ähnlich wie bei Lepidopleurus
algesirensis; wie bei diesem is t auch die Schneide der Hakenplatte dreizähnig, allerdings ist
nur die mittelste Spitze gut entwickelt, die beiden ändern als kleine Zacken sichtbar (Fig. 10).
Die beiden Exemplare, die ich in Händen habe, und von denen ich das eine auseinandergenommen
habe, sind von Jersey.
Lepidopleurus hakodatensis n. sp. (Taf. I, Fig. Iff-20).
Es is t zwar von Hakodate schon eine Lepidopleurus-Art beschrieben: L. concinnus (Gould),
indessen p a ß t einerseits die Beschreibung nicht recht zu dem mir vorliegenden Exemplar, andererseits
ist der Name Chiton concinnus schon vorher (1840) von Sowerby vergeben, so daß auch in dem
Fall, daß meine Art mit der von Gould zusammenfällt, doch ein neuer N ame aufgestellt werden m üßte.
Das Exemplar dieser Art, das mir zur Beschreibung dient, h a t eine gleichmäßig gewölbte
(Fig. 14) Schale von weißer Farbe, doch mehr oder weniger mit einem schwarzbraunen Überzug versehen.
Die Mittelfelder sind mit etwas eiförmigen Wärzchen besetzt, die zu Längsreihen zusammenfließen,
während die Wärzchen auf den Seitenfeldern ohne besondere Ordnung zusammengedrängt
sind; die beiden Endstücke zeigen eine deutlich radiäre Anordnung der Wärzchen. Die Längsreihen
stehen in der Mitte näher an einander als weiter seitlich.
Die Mittelstücke haben wenig gebogene Vorder- und Hinterränder, die Apophysen sind klein,
rundlich dreieckig, durch einen breiten Zwischenraum getrennt (Taf. I, Fig. 12). Das hinterste Stück
ist ziemlich groß, mit dem Apex etwas hinter der Mitte, davor in Seitenansicht konvex, dahinter
konkav (Fig. 13). Das vorderste Stück (Fig. 11) is t schmäler als das hinterste.
Die Oberseite des Randes ist mit ziemlich kräftigen Schüppchen besetzt (Fig. 15), die fast
doppelt so lang wie breit (etwa 80: 45 |x) und mit 6 oder 7 Rippen versehen sind, oben abgerundet,
unten abgestutzt. Dazwischen stehen einzeln ohne besondere Anordnung allmählich verjüngte und
am Ende abgerundete Nadeln (Fig. 17), etwa 120 |x lang und am Grunde 20 |x dick. Die Schüppchen
der Unterseite sind glatt, deutlich länger als breit, zugespitzt (Fig. 16), nur die äußersten und längsten
sind abgerundet und mit ein paar (meist 3) Rippchen in der distalen Hälfte versehen. Die R an d stacheln
(Fig. 18) sind kräftig, mit deutlichen Längsrippen, stumpfspitzig.
Die Radula ist bei dieser Art sehr s tark ausgebildet, über 4 mm lang und 2/ 3 mm breit, dabei
von ganz eigenartiger Beschaffenheit. Die Mittelplatte (Fig. 19) ist vorn sehr breit, mit gut en twickelter
Schneide, in der Mitte verschmälert sie sich stark, um d ann sich zu einem rundlichen b reitem
Teil zu erweitern. Die Zwischenplatte h a t keine Schneide, der ziemlich gerade Vorderrand setz t s ich .
mit einer rechtwinkligen Ecke gegen den Seitenrand ab, von dem ein sehr kräftiger flügelartiger
Fortsatz entspringt, der sich um das hintere Ende der nächst vorderen Hakenplatte herumlegt; der
hintere Teil der Zwischenplatte ist durch eine flache Bucht abgegrenzt. Die große Hakenplatte h a t
eine breite zweizähnige Schneide, deren seitlicher Zahn deutlich größer is t als der mittlere, beide sind
rundlich zugespitzt (Fig. 20). Die äußerste Randplatte is t etwas länger als breit.
Die Länge dieses Tieres war wegen der Einrollung nicht festzustellen, seine Breite beträgt
4,5 mm. Es is t von Hilgendorf bei Hakodate erbeutet worden. Ein anderes Exemplar ist etwa 11 mm
lang und 6 mm breit. Dieselbe Art habe ich aus dem Petersburger Museum von Yokohama und
aus dem Golf von Amur (3—4 Faden) erhalten.
Lepidopleurus japonicus n. sp. (Taf. I, Fig. 21—29).
Äußerlich von der vorigen Art hauptsächlich durch die ganz verschiedene Anordnung der
Wärzchen unterschieden finde ich 2 weiter südlich gefangene Exemplare der japanischen Ostküste.
Die runden Wärzchen sind überall gleichmäßig verteilt, Seitenfelder sind nicht abgesetzt. Die weiße
Schale ist mehr oder weniger deutlich in der Mitte winklig (Fig. 22), die losgelösten Mittelstücke sind
gegen die Seiten hin verschmälert, vorn mit zahlreichen feinen Einschnitten versehen (Fig. 23), Apophysen
rundlich dreieckig, durch einen weiten Zwischenraum getrennt. Das hinterste Stück (Fig. 24,25)
h a t den Apex ziemlich in der Mitte, dahinter ist es deutlich konkav, Apophysen rundlich; dieses
Stück ist beträchtlich schmäler als die Mittelstücke, während das vorderste Stück (Fig. 21) fast so
breit ist wie diese.
Der schmale Gürtel ist oben mit ähnlichen Schüppchen b esetzt wie bei der vorigen Art, doch
sind sie mehr zugespitzt und mit etwas zahlreicheren Längsrippen versehen (Fig. 26), sie sind etwa
60 |x lang un d 30 |x b r e it, die einzelnen Nadeln zwischen den Schüppchen sind deutlich längs-
gerippt, am Ende rundlich zugespitzt, etwa 120 |x lang und 16 |x dick (Fig. 26). Ähnlich nur
größer sind die Randstacheln (Fig. 28), die 130—170 |x lang sind. Die Schüppchen der Unterseite
(Fig. 27) sind bedeutend länger als breit, am Ende scharf zugespitzt, glatt.
Die Radula ist kurz und breit, etwa 2,5: 0,5 mm. Die Form der P la tten ist auch hier ganz
eigenartig (Fig. 29), die Mittelplatte ist groß, etwas länger als breit, mit deutlicher Schneide versehen,
vorn schwach konvex, hinten ausgebuchtet, die kleinere vordere Hälfte is t durch eine kleine, aber
deutliche Bucht von der längeren und schmäleren Hinterhälfte getrennt. Die Zwischenplatte h a t
eine ganz kleine, spitze Schneide, der seitliche Teil bildet auch hier einen flügelartigen Anhang, der
aber nicht soweit seitlich vorspringt wie bei der vorigen Art. Die Hakenplatte ist groß, aber nur mit
einer einfach zugespitzten, ziemlich schmalen Schneide versehen, die Seitenplatte groß, kräftig und
mit einfacher, wenig übergebogener Schneide, die äußerste Randplatte- Schmal, mehr als doppelt so
lang wie breit.
Von den beiden Exemplaren is t das eine bei Enoshima (ca. 300 m Tiefe), das andere bei Kaji-
yama von Döderlein gefunden worden. Da das letztere den Mittelkiel lange nicht so deutlich zeigt
wie das erstere, habe ich beide genau untersucht, aber nach der Beschaffenheit des Randes und der
Radula ihre Zugehörigkeit zu ein und derselben Art feststellen können, demnach scheint die äußere
Form hier veränderlicher zu sein als die Beschaffenheit der Radula und der Randschüppchen, die
man allerdings nur unter dem Mikroskop erkennt. Beide Exemplare sind 3,5 mm breit und fast
doppelt so lang.
Lepidopleurus assimilis n.* sp. (Taf. I, Fig 30—39).
Äußerlich ist diese Art aus dem Japanischen Meere dem Lepidopleurus hakodatensis recht
ähnlich, die Mittelfelder zeigen auch hier Längsreihen von Wärzchen, doch sind diese hier nicht in der