
Von den Chitonellus- oder Cryptoplax-Arten, waren 3 falsch bestimmt, Nr. 119 ist Cr. oculata,
1*20 Cr. japónica (erst unlängst von Pilsbry oberflächlich beschrieben) und 122 Gr. larvaeformis
(Burrow) juv.
Da ich einmal beim Berichtigen bin, möchte ich hier erwähnen, daß in einer kürzlich erschienenen
Arbeit von Curt von Wissel (Pacifische Chitonen in : Zool. Jahrb. Syst., v. 20, 1904) mehrere Arten
falsch bestimmt sind, wie ich an demselben Material feststellen konnte. Es ist zu setzen
I. longicymba (Q. & G.)
| Plaxiphora schauinslandi n. sp.
I Acanthochites thileniusi n. sp.
s ta t t Ischnochiton fructicosus Gould
s ta tt Chaetopleura hahni Rochebr.
s ta tt Plaxiphora glauca Quoy & Gaimard
.statt Plaxiphora terminalis
s ta tt Acanthochites spiculosus var. astriger
s ta tt Acanthochites bisulcatus Pilsbry
s ta tt Chiton squamosus (L.)
Plaxiphora suteri Pilsbry
Loboplax rubiginosa (Hutton)
Ac. zelandicus (Q. & G.) -
Ch. pellisserpentis Q. & G.
Ch. sinclairi Gray.
Durch das liebenswürdige Entgegenkommen des Herrn Prof. Joubin bin ich in die Lage versetzt,
die Mehrzahl der im Pariser Museum befindlichen Originale von Arten untersuchen zu können,
die von Rochebrune meist sehr ungenügend beschrieben worden sind, auch einige Arten von Blain-
ville etc. Es h a t sich dabei herausgestellt, daß dieselben zum großen Teil unter ändern Namen von
ändern Autoren beschrieben worden sind. Von diesen gebe ich hier eine Zusammenstellung, während
ich die übrigen Arten nachher näher beschreiben werde. In einigen Fällen stimmen die angeblichen
Originale nicht zu den Beschreibungen, so daß offenbar Verwechslungen vorgekommen sind, so ist
„Lepidopleurus campbelli“ ein dunkelbrauner Onithochiton undulatus.
Chaetopleura dacrydigera Rochebr.
Chaetopleura thouarsiana Rochebr.
Acanthopleura vaillanti Rochebr.
Acanthopleura balansae Rochebr.
Acanthopleura rawakiana Rochebr.
Acanthopleura quatrefagei1) Rochebr.
Acanthopleura afra Rochebr.
Onithochiton pruinosum Rochebr.
Onithochiton rhygophilum2) Rochebr.
Onithochiton margaritiferum Rochebr.
Tonicia ptygmata Rochebr.
Tonicia gaudichaudi Rochebr.
Lepidopleurus fodiatus3) Rochebr-
Lepidopleurus ectypus Rochebr.
Lepidopleurus bo tta e Rochebr.
Gymnoplax urvillei Rochebr.
Gyranoplax anaglyptus4) Rochebr.
ist Chaetopleura lurida (Sow.)
,, Mopalia ciliata (wosnessenskii Midd.)
,, Acanthopleura spinigera (Sow.)
,, Acanthopleura spinigera (Sow.)
,, Acanthopleura spinigera (Sow.)
,, Acanthopleura (Liolophura) gaimardi (Blv.)
,, Acanthopleura borbonica (Desh.)
„ Stenoplax producta (Rv.)
„ Callochiton doriae (Capellini)
,, Calloplax janeirensis (Gray)
,, Lucilina suezensis (Rv.)
,, Ischnochiton punctulatissimus (Sow.)
„ Ischnochiton (Radsiella) tigrinus (Krauß)
„ Chiton discolor Souverbie
„ Chiton affinis Issel
„ Ischnochiton decussatus (Rv.)
„ Ischnochiton dispar (Sow.)
1) .Fundort angeblich. Dakar — wahrscheinlich falsch.
2) Heimat angeblich Norwegen — vermutlich Mittelmeer.
3) Die Herkunft von Neuholland mag zweifelhaft sein, bis sie weitere Bestätig!
4) Das Vorkommen beim Cap der guten Hoffnung dürfte kaum zutreffen.
Chiton coronatus Locard
Cryptoplax montanoi Rochebr.
Cryptoplax torresianus Rochebr.
ist Placophoropsis atlantica (Verrill & Smith)
„ Cryptoplax oculata (Q. & G.)
„ Cryptoplax stria ta (Lam.)
II. Beschreibung neuer Arten nebst Beiträgen zur näheren Kenntnis schon
beschriebener Arten.
Infolge der bisherigen mangelhaften Durcharbeitung der Chitonen-Sammlung des hiesigen
Museums, sowie einiger anderer Sammlungen ist es kaum verwunderlich, daß sich unter der recht
beträchtlichen Artenzahl, die ich untersuchen konnte, auch einige noch unbeschriebene Arten
befinden, desgleichen solehe, die von Pilsbry nicht genügend beschrieben worden sind, zum Teil aus
Mangel an Material. Diese Arten will ich auf den folgenden Seiten beschreiben.
Die europäischen Chitonen habe.ich schon früher untersucht (vgl. Zeitsch. wiss. Zool., Bd. 72
p.280—289). Ich will hier zu dem, was ich über die Lepidopleurus-Arten angegeben habe, nur weniges
hinzufügen.
Lepidopleurus arcticus G. 0 . Sars (Moll. Reg. Arct. Norveg., p. 1 1 2 1. 7 f. 7) liegt m ir in Original-
Exemplaren, die ich aus Christiania erhalten habe, vor. Ich finde die Skulptur der Schale, die Form
der Randschüppchen und die Radula vollständig übereinstimmend mit Lep. asellus (Ch.), die Einfarbigkeit
stimmt überein mit Exemplaren aus der Nordsee, dem großen Belt, von England etc. und
die Form des hintersten Schalenstückes v ariiert in bezug auf die Länge im Verhältnis zur Breite bei
verschiedenen Tieren. Die Randschüppchen von Lep. asellus habe ich (1. c. f. 56) abgebildet; zur
Ergänzung stelle ich hier (Taf. I, Fig. 1) eine der Kalknadeln dar, die an der Oberseite zerstreut sind,
sie sind ziemlich klein, kürzer als die Schüppchen, und zuweilen mit einem eigentümlichen Chitinfaden
am distalen Ende versehen, den ich auch bei dem untersuchten L. arcticus finde. Demnach
kann ich diese Art nicht von der genannten älteren trennen.
Die Schüppchen des Gürtels von Lepidopleurus alveolus (Loven) sind sehr schmal und ziemlich
klein; die der Oberseite (Taf. I, Fig. 2) sind etwa 100 ^ lang und 30 [t breit, mit wenigen schwachen
Leisten versehen, die Nadeln der Oberseite und des Randes sind etwas länger, ziemlich kräftig, distal
abgerundet (Taf. I, Fig. 3), die Schüppchen der Unterseite lang, schmal und distal zugespitzt (Taf. I,
Fig. 4).
Lepidopleurus scabridus (Jeffreys) (Taf. I, Fig. 5—10).
1880 Chiton scabridus, Jeffreys in: Ann. nat. Hist., ser. 5 v. 6 p. 33.
1894 Lepidopleurus scabridus, Sykes in: P. malac. Soc. London, v. 1 p. 35 t. 3 f. 4, 7.
Pilsbry kannte nur die Beschreibung von Jeffreys und meinte, daß die Art wohl eine Hanleya
sein würde; bald nachher h a t sie Sykes untersucht und sie richtig zu Lepidopleurus gestellt, er h a t
das Tier im ganzen und 3 Schalenstücke in • der Ansicht von innen abgebildet, ohne es weiter zu
beschreiben. Zur Ergänzung habe ich ein mittleres Schalenstück in der Ansicht von oben und von
vorn (ohne Skulptur) dargestellt (Fig. 5, 7), woraus hervorgeht, daß die Schale gleichmäßig und ziemlich
flach gewölbt ist und daß der vordere Rand des Tegmentum eigentümlich eingeschnitten ist;
ähnlich am hintersten Stück (Fig. 6), dessen Apex etwa in der Mitte liegt, während der hintere Abfall
schwach konkav ist. Die Skulptur besteht auf den Endstücken und den Lateralfeldern aus kleinen,
Zoologie». H e it 56. §