
durchzogen, die auf den seitlichen Teilen gröber, auf dem Mittelteil feiner sind. Das hinterste Stück
(Fig. 81, 82) h a t einen endständigen Apex, von dem etwas vor dem Hinterrande jederseits ein flacher
Wulst schräg nach vorn verläuft, die Zickzackfurchen sind fein, die Apophysen abgestutzt, der
Hinterrand vom Articulamentum glatt.
Der Körperrand ist schmal, kaum über 1 mm breit, mit zahlreichen kleinen Borstengruppen,
deren Basalteile an den trockenen Tieren nur erhalten sind, sie sind meist zu dreien beisammen, von
rundlichem Querschnitt, am Ende dürften sie ziemlich große Spicula getragen haben. Die kleinen
Kalkstacheln, die in großer Menge den Rand bekleiden, sind an der Oberseite braun, am Ende meist
abgerundet, an der Unterseite ungefärbt, distal zugespitzt.
Die Radula (Fig. 83) ist ähnlich wie bei ändern Arten der Gattung, die Mittelplatte ziemlich
schmal und lang, vorn konkav und etwas breiter als in der Mitte, mit etwas vorgebogener Schneide,
Zwischenplatte mit kleiner Schneide, seitlich in der Mitte konvex, davor und dahinter ausgebuchtet,
Hakenplatte groß, mit dreizackiger Schneide, Seitenplatte klein, äußerste Randplatte länger als breit.
Die mir vorhegenden Exemplare der Dresdener zoologischen Sammlung sind ziemlich gleich
groß, das größere etwa 19 mm lang und 11 mm breit, das vorderste Stück 6,5, das hinterste 6 mm
breit. Sie sind von einer Lobos-Insel, doch ist nicht festzustellen, von welcher.
Piaxiphora fernandezi n. sp. (Taf. III, Fig. 1—8).
Von Ju an Fernandez h a t Plate einige Exemplare einer Piaxiphora-Axt mitgebracht, die er in
seiner Bearbeitung nicht erwähnt, sie sind meist mit Fremdkörpern bedeckt oder zerbrochen, nur an
einem kann man Farbe und Skulptur gut erkennen. Danach kann es nicht zweifelhaft sein, daß die
Art von PI. setigera (King) völlig verschieden ist, meine Zeichnungen (Fig. 1—4) zeigen die bedeutenden
Unterschiede aufs klarste. Vom gegenüberliegenden Festlande (Valparaiso) h a t Broderip
eine Art als Chiton fremhleii beschrieben (Proc. zool. Soc. London, v. 2 p. 28), diese wird aber von
Reeve und Pilsbry nur als Varietät von Piaxiphora setigera angesehen. Mr. Edgar Smith h a t die große
Güte gehabt, mir das im British Museum vorhandene Exemplar von Plax. frenibleii (richtiger:
fremhlyi) zur Untersuchung herzusenden; er h a t mir dabei die Meinung ausgedrückt, daß diese Art
von den beiden ändern verschieden ist, und ich kann mich nur seiner Meinung anschließend
Die mir vorliegende Plate’sche Art, welche demnach noch nicht bekannt ist, h a t eine flache,
gewölbte (Fig. 2), ziemlich schmale Schale, deren Farbe dunkel rotbraun is t mit einigen weißen
Längsstreifen, die seitlichen Teile der Lateralfelder sind merklich heller; der innere Schalencallus ist
schön blau. Der vorderste Schalenteil h a t außer dem aufgewulsteten Hinterrande 8 ziemlich
starke Radialrippen. Die Mittelstücke (Fig. 1) zeigen eine starke, etwas knotige Rippe en tsprechend
dem seitlichen Einschnitt und, von ihr durch eine tiefe Furche getrennt, den s tark aufgewulsteten
Hinterrand, der Apex is t deutlich eckig vorgezogen, während der Vorderrand jederseits
von dem geraden Mittelteil eine deutliche Bucht aufweist. Die Apophysen sind groß, durch eine
breite und tiefe B ucht von einander getrennt. Vor den R adialrippen is t eine deutliche Furchenskulptur
sichtbar, die Furchen sind längsgerichtet, die zunächst der Mitte gelegenen sind kurz, doch auch die
meisten-übrigen erreichen nicht den Vorderrand. -Das Tegmentum des hintersten Stückes (Fig. 3)
ist mehr als doppelt so bre it wie lang, mit endständigem Apex und geradem Vorderrande, der von den
großen, abgestutzten Apophysen überragt wird; einige Längsfurchen sind auch hier vorhanden. An
der Innenseite (Fig. 4) ist der Hinterrand bis zur Mitte der Schale und der Apophysen stark aufge-
wulstet, in der Mitte konvex vorgezogen.
Piaxiphora setigera ist dagegen breiter, glatter, mit wenig vortretenden Radialrippen und ohne
Furchenskulptur, die Mittelstücke haben einen wenig vortretenden Apex und einen kleinen rundlichen
Vorsprung vorn in der Mitte, die Apophysen sind viel breiter und kürzer, so daß die Bucht bedeutend
flacher is t (Fig. 9). Das hinterste Stück (Fig. 10, 11) h a t auch einen vordem Vorsprung, der Apex
is t vom Hinterrande eine Strecke weit entfernt, das Tegmentum daher beträchtlich weniger verkürzt.
Piaxiphora freniblyi is t im mittleren Teil gelblich, mehr oder weniger schwarz überlaufen,
besonders in der Mitte und zwischen dieser und dem Seitenrande, während in der Nähe des letzteren
mehr oder weniger große hellgrüne Flecke sichtbar sind, das vorderste Stück ist schwärzlich mit grünen
Flecken, der ziemlich breite Rand braun und schwarz marmoriert. Das erste Stück h a t 8 ziemlich
schwache Rippen, über welche ziemlich dichte, dem Rande parallele Furchen verlaufen; die hinterste
Rippe ist von dem nicht aufgewulsteten Hinterrande ziemlich weit entfernt. Auch auf den Mittelstücken
sind die den Einschnitten entsprechenden Rippen schwach, die Seitenteile werden- von ein
wenig zickzackförmig verlaufenden, doch im ganzen längsgerichteten Parallelfurchen durchsetzt,
vom Hinterrande bis über die Rippe hinweg, die Mitte ist glatt. Die Apophysen sind ziemlich klein,
kürzer als bei P . fernandezi und schmaler als bei P . setigera, die Bucht zwischen ihnen daher flach und
breit; der Apex tr i t t deutlich vor, der Vorderrand ist schwach gebogen (Fig. 12). Das hinterste Stück
(Fig. 13, 14) ist mehr als doppelt so breit wie lang, der Vorderrand bedeutend mehr gebogen als der
Hinterrand, doch ohne abgesetzten Vorsprung in der Mitte, die Apophysen abgestutzt, stark divergierend,
durch eine ziemlich breite Bucht getrennt. Der Apex liegt fast terminal, ist aber deutlich
über den Hinterrand erhoben. Die Innenseite is t blaugrün. Die Randborsten sind in zahlreichen
kleinen Gruppen angeordnet. Länge 48, Breite 30 mm, das 5. Schalenstück ist 20 mm breit.
Der ziemlich schmale Körperrand von Piaxiphora fernandezi ist oben und unten braun, mit
weißen Flecken. Die großem Borstenbündel entsprechen den Einschnitten zwischen den Schalenstücken,
außerdem finden sich kleinere Bündel und über dem Rande einzelne Borsten mit einer ca.
300 |x langen, etwas gebogenen Nadel am Ende (Fig. 6). Die Spicula, die die Oberseite nicht sehr
dicht bekleiden, sind im Querschnitt rundlich, etwa 25—35 p dick und bis etwa 100 p lang, distal kurz
zugespitzt (Fig. 5), während die der Unterseite im ganzen ähnliche Größe und Form haben, doch
unter dem Rande merklich größer werden (Fig. 7). Die Randstacheln sind noch größer, bis fast
300 p lang.
Die Radnla (Fig. 8) ist ähnlich wie bei der vorigen Art, die Mittelplatte vorn deutlich eingeschnitten,
in der Mitte breiter als am Hinterende, die Zwischenplatte mit stärker ausgebildeter
Schneide, Hakenplatte mit 3 ziemlich gleich großen Zähnen.
Die Exemplare sind an der Südküste von Ju an Fernandez zwischen den Schalen eines Verrnetus
gefunden. Ihre Größe beträgt etwa 18 mm in der Länge und 10 mm in der Breite; das erste Schalenstück
ist 7, die mittelsten 9, das hinterste 6 mm breit.
Piaxiphora indica n. sp. (Taf. III, Fig. 15—19).
Da bisher erst eine Piaxiphora aus dem Indischen Ozean bekannt ist, nämlich P. parva Nier-
strasz von Mozambique, is t es von Interesse, daß sich im Hamburger Museum eine solche befindet,
die nach der Etik ette bei Ceylon gefunden worden ist, leider nur ein einziges, kleines, vielleicht junges
Exemplar. Mit der genannten A rt läßt diese sich nach der Beschreibung und A bbildung von Nierstrasz
nicht identifizieren, auch sonst dürfte sie mit keiner bisher bekannten Art zusammenfallen.