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zeigen, -wo die -Verflachung derselben dem Abfalle des Gebirges
konform ist. ,
(Eine bildliche Darstellung der wichtigsten Verhältnisse der Lage»
rung enthalten Fig. 6 , 7 u . 8 auf der III. Tafel und Fig. 1 u . 2
auf der IV. TafeU i
4. Ve r b r e i tu n g u n d Ar t der P o r t s e z z u n e j . 0 & des e in en L a g e r u n g s -Ga n z e n 'g e g e n ein
anderes Ae l te r e ode r Jünge re .
A. A l l g e m e i n e V e r b r e i t u n g .
Dia allgemeine Verbreitung eines, den ganzen Erdkörper umschliefsen-
den, Lagerung? - Ganzen ist aus dfen Umständen ersichtlich, dafs eine Ge-
birgsnjasse , welche in einer allgemeinen und gleichförmigen Lagerung ihrer
Schichten zu unterst liegt , das höchste Alter haben mufs in Vergleichung zu
Allem über ihr Vorkommenden und natürlich von ihr Getrennten, und dafs
das abfallende Niveau für die Gebirgsarten, denen es eigen is t, den Beweis
abgibt, dafs sie ein Lagerungs - Ganzes ausmachen.
Wenn di^e am tiefsten liegenden Schichten eine beständige, gleichförmige
und abfallende Lagerung zeigen, so resultirt daraus die Vollendung des Lagerungs
- Ganzen, da der Zurückzug des Wassers, welcher das abfallende Niveau
bewirkt, einen unwiderlegbaren Beweis dafür darbietet.
Man findet ein solches, gleichförmig und stets abfallend gelager- -
die Erde ein Einziges tes Älteste, ausmacht, und alJes spä-'
ter Abgesezt^ an Frequenz überfrifft. Aus seinem Niveau läfst
sich zugleich, ¡der Hauptabfall aller Gebirge am besten bestimmen.
Diese grpfsen Lagerung? - Ganze sind die Fol gen allgemeiner und
gleichförmig verbreiteter- .Niederschläge. Sie kommen aber auch
unterbrochen vor. Leztere jvnrden durch spätere Zerstörungen bewirkt
, uud sezzen theils Stücke Gebirge und ganze kleine Gebirgszüge
zusammen, theils bilden sie nur kleine Kuppen, oder füllen
Vertiefungen aus.
Beispiele unterbrochen«
der P o r p h y r , der S a
i der B a s a l t ,
B. P £ l
betreffet
gen sind
I l e V e r b ,r e i t u, n g.
Die partiell, verbreiteren Lagerungs -Ganze gehören in der. Regel zur
Suite einer gröfsen‘Haüptformation; Sie sind Folgen vom lokalen Ansteigen
des Gewässers und von Überschwemmungen, welche nur einzelne Gebenden
Voii den grofseh allgemein verbreiteten übergreifenden, La<»erun»
äie nu r dann zu Unterscheiden, wenn zwischen beiden eine durchaus
verschiedene Lagerung sich darthun läfst, denn wegen der Ähnlichkeit
des'äußern Ansehns beider (wenn man nur die Lagerüngs - Verhältnisse und
die 'der Formation nicht beachtet) lassen sie sich leicht verwechseln. '
5. Qu a n t i t a t i v e s 'V e r h ä l t n i s ver schiede- '
■ ■licr f l c h i rgs lagor zu einander; ,
H e r r s c h e n d e — i
v o n zw e ie n
r g e o
Gebii
sein, I das Andere
als h e r r s c h e n d , dieses als
;slagern, welche mit einander abwech-
ein Beträchtliches an Masse übertrifft, so wird jenes
.n t e r g e o r d n e t angesehen.
- Nimmt der M a g n e t - E i s e n s t e i n v iele Quadratmeilen ein und
I ii V .; " ;-2 inan ^ d e e i n etvya zw e i Lachter mächtiges G n e i f s - Lager in ihm,
so w ürde jener herrschend, dieses untergeordnet seyn , ungehclnet
- eigentlich das umgekehrte Verhältnifs statt hat.
sehr verschiedenen oryktognostiu
Es steht das untergeordnete Gestein
sehen V®rbältpissen .zum Herrsphenden.
1) Es treten einzelne oryktognostische Bestandtheile d e r , herrschen-'
den Gebirgsart selbst aus ihr für sich heraus und bilden Lager
in derselben.
Q u a r z - mid F e i d s p a.t h -L a g e r im G n e i f s e ; H o r n b
l e n d e - und F e l d s p a t h - Lager im S y e n i t e .
2^.Das Lagergestein ist dem Herrschenden verwandt und stellt
vollkommene Übergänge in dasselbe dar.
: .... Untergeordneter h o r n a r t i g e r T r a p p und G r ü n s t e i n in
die herrschenden' S c h i e f e r . '
3 ) D.as Lagergestein ist .dem Herrschenden i
kann in diesem Falle entweder:
a) eine Gebirgsart. .seyn, welche an
herrschend'.erscheint;
r nicht verwandt. Es
.ndern >Punkten selbst
-K a l k s i f s e und in dem S c;h i e f e
oder «
b) eine oryktognostische Gattung, welche sich nie'oder
selten äls herrschende Gebirgsart findet;
. t ig e r 'v o i a Z^a-nit, Granat'en u
E i s e'r/s t e 'i h - L a g e r. '' '
zumal ' aber viel«
Die untergeordneten Lager von Petrefakten müssen noch besonders
geführt werden.
uf-
Die untergeordneten Gesteins - Lager sind ferner :-
£) w e s e n t l i c h e , welche in einem Gebirge stets, oder doch in
den meisten Fällen, sich finden, mithin als zur Art desselbj
gehörig, als wesentliche Glieder eines Gebirges,' betrachte
den müssen.
Der A l a u n s c h i e l
i) z u f ä l l i g e G e b i r g s l u
in einem Gebirge erscheinen.
Die meisten E r z - und andere Gcsti
der Mächtigkeit.
on s c h i e f e r - Gebirge,
e r , 'welche nur in seltenen pai
XVI. Haupt - Revolutionen, die der festj
• 'Vir haben die Kriterien 'kennen gelernt, welche die auf. nassem ty(
gebildeten Fossilien bezeichnen. (Seite 1-50.) Wenden w ir diese auf dip Gebi,
vom ältesten Glied« der Primordial - Periode, dem Granite, bis auf das ji
ste Erzengnifs der Flözzeit an, so ergibt sich aus ihrem Mit- und Über
ander-‘Vorkommen , dafs , alle auf nassem Wege gebildete Erzeugnisses
Folglich erscheint unser ganzer Erdkörper als vordem im flüssigen Zusud
und als das Werk einer ungeheuren Menge Wassers.
Die Niederschläge, aus denen sich, die Gebirge formten, waren thJ
mechanisch, theils chemisch und dann meist krystalliniscli. Da wir nur
den ältesten, als die höchsten Punkte hervorragenden Gebirgen das kry
linische Gefüge beobachten, so müssen die Wasser, aus denen sie sich
zeugten, einen ungemein hohen Stand gehabt haben, weit erhaben über
jezzige Höhe der Berge, - denn sonst würde | ihre Bildun», durch das ft.
dauernde Niedergehen, der Bewegungen der Wasseroberfläche, stets, g<
worden seyn. Durch die Einwirkung der Atmosphärilien aber haben
höchsten Punkte, seit der Periode ihrer Entstehung, noch | bedeutend ab-
nommeu, . folglich mufs der Wasserstand weit über sie hina
gereut
haben.- (Siehe Seite 144.)
Erdkörper erlitten hat.
Für das Allmählige dieser Abnahme sprechen die Umstände, dafs dj
gröfste Theil der Gebirgsartisn mit abfallendem Niveau seines Ausgelic
gelagert erscheint, und dafs wir die älteren Gebirgs-Formationen,' unter
neueren gelagert, über diese liervörstofsen sehen. Jene -mehr krystallin
diese mehr mechanisch; die mechanischen Niederschläge aber konnten
ein treten, als die allgemeinen Gewässer so weit gefallen waren, dafs ihre
\wegungen den- Grund des Niedörschlags, die bei
gesezten Berge,
rührten.
Auch die Versteinerungen sprechen für eine sukzessive V^asser - Verän
rung. Die ersten und frühesten Überreste einer organischen - Welt gehören ;
den Seegeschöpfen an; erst unter den spätem finden wir die von Landthier
Die Ursachen der Abnahme des Wassers sind zum“ Theile seine Zer J
ung in der Atmosphäre.. Es h a t, zerlegt durch' grofse analytische Prozes
die Luft bilden hdfen und zur Konstruktion der Thie?- und Pflanzen«
beigetragen. Auch finden wir eine bedeutende Menge' desselben im ’verst.
n erteil Zustande, als Krystallisadons - Wasser. Diese allgemeine Zuructzii
hung des Wassers hat noch je z t' statt, wiewohl in einem verhaitriifsmäfs
geringeren Grade. Qa, wo wir den Stand des Wassers höher i
vordem finden, müssen wir' die Ursache in der veränderten Ricliti
ng pul
tieller Strömungen suchen.
Einer solchen periodischen Wasser - Bedeckung haben die ‘ zw«
/ H a u p t - P o r p h y r - und die T r a 'p p -F o r m a t i o « ihr. Daseyn *
verdanken.
Eine generelle Übersicht der verschiedenartigen Beschaffenheit ' der Ge|
birgsarteu ihrer Folge nach, und m it’Rücksicht auf die verschiedenen W#
ser - Bedeckungen T gibt uns deutlich den , Zustand des. Gewässers ^«erkennt«!
welches von Periode zu Periode die Erdoberfläche bedeckte und1
mannichfaltigen darin aufgelöst enthaltenen Stoffe und ihre Veränderungen!
Die erste Haupt - Periode zeichnet sich durch kieselartige und thonigj
Niederschläge aus. Leztere nehmen b e id en neueren Bildungen Sichtbar
und es treten auch noch Talktheilo bei. Am Schlüsse der Urzeit würde d«|
Thon-Gehalt fast vorlierr.schend und es erschien viel.freier/Kohlenstoff,
quantitativer Rücksicht überwiegt dieser' Zeitraum alle folgenden.
In der zweiten Periode finden wir die kalkartigen Niederschlä°-e pri‘
minirend. In jener erscheinen die Hornblende- und Trapp - Gesteine als B«l
gleiter der Haupt-Gebirgsarten. Sie treten am Schlüsse der Flözzeit.uoej
einmal auf, als Erzeugnisse einer späteren Wasser-Bedeckung, so dafs d«!
im Anfänge kalkhaltige Auflösung zulezt einen trappartigen Chaiakter
In d e r Urzeit nehmen wir zwei Wasser - Bedeckungen wahr. Beide r«cliei-|
nen, hinsichtlich der in ihnen enthaltenen Stoffe, oinander ziemlich glei^l
gewesen zu ‘ seyn, aber die lOzte, unterscheidet sich, was die Niederschläge]
betrifft, sehr von der ersteren. IA dieser sieht man Kiesel .und Thon mehrl
von 'einander gesondert, als in den Erzeugnissen der zweiten. Beide ff^'l
von Serpentin und von den Trapparten begleitet, und diese dürften alle
¡träume durchlaufen.
Die nachstehende Übersicht wird zur besseren Verständlichkeit des Ge-
n dienen und die verschiedene Beschaffenheit der Gebirgsarten ihrer
(»« nach, und mit,Hinsicht auf den' iZustand des Gewässers der verschie-
|en Bedeckungen andeuten.. .
Aus der ältesten Auflösung legten sich, als rein chemische Niederschläge,
mächtigen G r a n i tm a s s e n nieder. ! Auch - gehören ihr | in der Regel
unmittelbar darauf gelagerten Gesteinarten an. Die Gemengtheile des
[nites findet man im G n e i f s e wieder., Er ist jedoch bei weitem nicht
»kristallinisch und reichei; an Thon.
Zu den merkwürdigen. Beobachtungen der neuesten Zeit gehört
die, dafs nachdem die Oszillation vom G r a n i t e bis zum T h o n -
s c h i e f e r bereits vollendet wa r , diese sich noch einmal in ihrer
ganzen Vollständigkeit zu wiederholen vermachte.,
fS o ist aller G r a n i t in Norwegen jünger als der dortländische
U r t h o n s c h i e f e r . Einen älteren G r a n i t hat.- Schweden und
Norwegen/ kaum aufzuweisen.' Die älteste Gebirgsart im Norden ist
G n e i f s , w e lch e r , dem grofseh Gesezze der Entwicklung folgend, sich
i n 'G l im m e r - und T h o n s c h i e f e r verliert. A u f dem T h o 'n -
s c l i i e £ o r ruhen wieder mächtige G r a n i t - G ebirge, w e lch e in
G n e i f s und G l im m e r s c h i e f e r übergehen, und die Hauptmasse'
der Gebirge Skandinaviens ausmächeii-)
Im1 G l im m e r s c h i e f e r wird der. Thongehalt, vermehrt und im
ins c h i e f e r endlich- 'überwiegend. Bei beiden bemerken wir auch
I progressives Zunehmen des Talkes und schon sezzeii -sich grofse Massen
¿eiben <im T » 1 k- und C h l o r i t s c h i e f e r ab.
Jene - Glieder der Schiefer-Formation machen, ihrer Frequenz'
, und. Mächtigkeit nach, die Hauptmasse aller Gebirge, aus. In ihrer
Eigeuthümlichkeit erhalten sie, sich jedoch nur bis in den Anfang,
der Übergangszeit.
Der A l a u n s c h i e f e r und andere mit ihm gleichzeitige Gesteine zeu-
[ von der Reinheit der Thon - Auflösung in der mittleren Hälfte dieser
ode.1' Der G r a p h i t und die K ò h i c a b l e n d e beweisen das Da-
i des Kohlenstoffes gegen das Ende derselben. Hier sieht man auch die
|derschläge bei weitem weniger re in, als im Anfänge. Ferner 'erscheint,
vohl am . meisten von den übrigen Lagern der'Urzeit getrennt und in
am einfachsten, der K a lk . Er beginnt1 mit dem Gneifse und. reicht
[über.den Thonschiefer hinaus, dem Glimmerschiefer aber scheint er vor-
|sweise., eigen zu seyn. , Der S e r.p.ent.in ist von ziemlich reiner Bil-
ne Hauptmasse- zeigt jedoch nicht selten 1 porphyrartige und andere
Bicheidungen in kleinen ' Gang-Trümmern und in Nestern. In der spä-
Urzeit kommen die- talkartigen Bildungen sparsamer Vor und ver-
juinden endlich ganz. Die ' T r a p p - G e s t e i li é , in qualitativer Hin-
lirer ‘Mischungsthèile den früheren Niederschlägen ziemlich analog ¿
in quantitativer bedeutend davon abweichend', charakterisiren sich
ick den" Kohlenstoff, welchen' sie in Menge aufnehmeu und durch das
en und den Talk, die ihrei' Misfchung sich beigesellen.
In der älteren Urzeit tr itt, als Resultat inniger Verbindung der ■ präva-
inden Be'staiidtheile j dèr' H ò'rns t e in - P o r p h y r , dem Gneifse unter-
rdii'ét'J auP." ‘D ie -jü n g é r e h P o r p h y r e , der S y e n i t , ' der z w e i t e
rp en tin und die n e u e r e n U r t r a p p a r t e n folgen, als Erzeugnisse
et zweiten ' Wasser-Bedeckung, nach einem wiederholten Ansteigen der
Iwässer, auf die 'Bilduiig des- Thonschiefers.’ ‘Sie sind weniger rein eheliche
Ausscheidungen, haben aber dennoch 'das Eigene, dafs gewisse reine,
igentlichè- 'Porphyrartige des Geftiges bildende, Tlieile sich absondern.
igert1,"- d‘èn Syenit ausgenommen , keine Zusammensezzung aus krystalli-
jclien Partikeln; Je reiner die Hauptmasse der Porphyre is t, desto unbe-
jútendé'r sind die Quarz- Ausschéidungen , ljè grober sich dieselbe darstellt,
desto ansehnlicher werden die Ausscheidungen des Fcldspathes und der
'tnblende. Die Trapp-Gesteine Jüngeren Alters, aus vorwaltender Horn-
!ade und Feldspath gemengt, haben zuweilen etwas Xrystallinisches und
itunter auch eine porphyrartige Ausscheidung bemerken. Äufserst
irsam findet sich der G y p s in dieser Periode.
In der Übergangszeit sieht man schon häufiger dichte Gebirgsmassen und
der Flöz - Periode, nimmt ihre , Frequenz zu. Jene Zeit stellt die ersten regelten
Bildungen in der G r a u w a c k e dar, welche bei den Flöz-Gebirgen
M öfter, hervortreten und als die einzige Fortsezzung des alten kieselartigen
‘arakters der primitiven Fris^ zu betrachten sind.
Das mächtige Sandstein-Gebilde der Flöz r. Periode , dieses universelle,,
'gemein, verbreitete Erzeugnifs, gibt auf das deutlichste die Trennung des
kannten Zeitraumes in zwei Haupt-Fojmationen zu erkennen. 'Schwanken;
den .Neigung der Schieferbildung, und in der: Konstruktion der Bänke..
Fälligkeit', in .der Lagerbildung, so dafs bald die Bänke, bald die Schich-¿
stärker hervortreten. —-r; Die , Sandstein - Formation bewahrt Kohlenstoff
‘F Bitumen, die - unverkennbaren Überreste einer zerstörten Vegetation-, i
in Menge, aber nirgends gelingt es ihr eine vegetabilische Oszillation hervorzurufen,
und,-eben so wenig, ein reines Massen-Produkt. Im Gar
spricht sich die Gewalt des zertrümmernden Wassers aus, so dafs die beiden
Haupt t Formationen einer mächtigen Bildung für zwei mächtige Hauptschichten
gelten körnten..
Im T h o n s c .h i e .f e r und dm G r a u w a ck e n s c h i e f c r der Übergangszeit
tritt das Tltonige der Urperiode noch einmal in ziemlicher Bedeutung
hervor, später aber, in der Flözzeit, erscheint es bei weitem spärlicher.
Die K a lk a r t e n hingegen, welche schon in dem Übergangs - Gebirge
eine nicht unwichtige Rolle spielten, gewinnen so sehr an Häufigkeit, dafs
sie die ganze Auflösung zusammeugesezt zu haben scheinen. In ihrer Bildung
erkennen wir eine sehr deutliche Kontinuität. Man findet sie in mehreren
Hauptgliedein um die ganze Erde herum verbreitet und so unähnlich auch
das lezte Glied des jüngsten Kalk - Gebildes, der Kalksinter, dem ältesten Uj
kalke ist , so läfst sich dennoch ein Übergang aus jenem \in diesen wahi
nehmen. Die Kalkarten erscheinen hier bei weitem weniger rein, als in der
Primitiv-Periode. Theils verbinden sich Kiesel- und Thonerde inni® m
ihnen, theils findet man sie im Gemische mit Kohlenstoff und Bitumen. S:
sind dicht und deuten,. durch das Regelmäfsige ihrer Schichtung, eine bi
stimmte .Bildungsart an. Meist zeigen sie sich mit Kohlensäure, wenig'
häufig mit Schwefelsäure gesättigt, wiewohl auch der lezteren eine frequeu
und mächtige Verbreitung zukommt. Gleichzeitig mit dem G y p s e ist d,
S t e i n s a l z , welches aus den Gewässern in der früheren Periode dieses Zeitraumes
niedergelegt: wurde.
Die F l ö z t r a p,p - A r te n sind Erzeugnisse eines nochmals angestiegenen,
ruhigen , mit neuen Stoffen geschwängerten. Gewässers. Das Tlion - -und Eisenhaltige
der Hauptmasse, welche die Mandelsteine konstruirt, deuten den
Gehak jener Auflösung an, und die vielen Blasenräume die Menge der i
wickelten Gasarten. Die übrigen Flöztrapp-Gebilde lassen im Ganzen eine
grofse Reinheit , und viel Krystallinisehes bemerken. Der B a s a l t , der
G r ü n s t e in und P o r p h y r s c h i e f e r haben häufige Ausscheidungen
porphyrartigen Gefüge aufzuweisen. Hornblende kommt in der ganzen F
mation vor. Auch der freie Kohlenstoff erscheint wieder.
. Das S t e i n k o h 1 e n - G e b i r g e in dem älteren Hauptabschnitte der FI
zeit zeigt uns deutliche Spuren einer liervortreteriden und wieder vernichteten
Vee etatl?n* Zeugnisse .einer regelmäfsigen Oszillation der vegetativen
( S t e in k o h l e n ^ und der Massen - Produktion ( S c h i e f e r t h o n ) . Jene
mufs nothwendig zu wiederholtenmalen hervorgerufen und durch diese v
der zurückgedrängt worden seyft, denn es kann die Lage der Steinkohlen,
der Eigentümlichkeit zu Folge an Ort und Stelle gebildet, auf keine andei
Weise erklärt werden. Dasselbe findet in der jüngeren Flöz-Periode statt.
Die S t r in k o h i e n - F o rm a t i o n des B a s a l t e s deutet, au mar
chen Orten wenigstens, ein Verhältnifs gegen den Muschelkalk an, nicht
unähnlich dem jenigen, r welches■ zwischen dem bituminösen Mergelscliiefer und
dem Schieferthone obwaltet. Und -was in dem Flöz - Gebirge die Steinkohlen-
und Kalk-Formationen sind, das bilden im aufgeschwemmten Lande ohne
Zweifel die Braunkohlen und das Kreide-Gebirge. Denn nie findet man die
Kreide vom Basalte überdeckt, und die-grofse Menge fossiler Knochen, welche
sie lunschliefst ¿. zeugt .deutlich von der Neuheit ihres Ursprungs.
XVII. Haupt-Perioden der Bildung der
Planetenrinde.
Bei der Festsczzung. grofser Zeiträume.in der Bildung der Erdoberfläche
leiten uns als« Kriterien die; Kennzeichen einer Wasserbedeckung von bedeutender
Hölle und eines allmähligen Sinkens des Wasserstandes, sodann die
Merkmale eines zweiten Ansteigens der .Gewässer und eines abermaligen Abfalls.
'Wir gründen hierauf folgende Perioden: •*
1. P e r io d e der Urgebi rge .
' 1 Sie trägt die Merkmale einer Wasserbedeckune; von bedeutender Höhe und
von langer Dauer des Standes, eines allmähligen Abfalls und einer Absezzuug
ruhiger und regelmäßiger Niederschläge. . Je. älter die gebildeten Massen sind,
um. desto, mehr erkennt, man die Spuren dieser Ruhe. Sie spricht sich durch
eine vorzügliche Gröfse und Reinheit der Ausbildung der Gemengtheile aus.
Nicht immer zeigt die Periode der Urzeit eine Schichtung. D a , wo in der
Reihe der ältesten Gebirge kein Glied fehlt, findet man, bei vollkommener
Gleichförmigkeit der' Lagerung , ?tets ein regelmäfsig abfallendes Niveau des
Ausgehenden. Dieser Periode, gehört die Bildung -der ältesten, der tiefsten
lind der höchsten Gebirgsmassert an. Sie gab der ’ Gebirgsform den ersten
Grundrifs, es theilten, sich. Berge und Thäler ab. Sie schliefst mit einer
R r 2 '