
2. Geoenos t i s che Sammlungen.
Man theilt sie ab i
A. M e t h o d i s e
B. F - o c m a t i o i
Die m e t h o d i i o g .
1 u n g e n Laben für die Gebirgskunde denselben'Zweck, der mit., den
methodischen oryktognostischen Sammlungen für diesen Zweig des mineralogischen
Wissens verbunden ist , nämlich die Kenntnifs der einfachen und zusammen
gesezten Gcbirgs - Gesteine nach ihren wesentlichen und zufälligen Ge-
men»theilen und nach der Gesammtheit ihrer so merkwürdigen Verhältnisse.
Dahin genoren vorzüglich: Konvenienz-, - Farbe und Proportion der Gemengtheile,
Uebergange, Erzführung1, untergeordnete und fremdartige Lager
u. s. w.
Das Relative des Werthcs einer solchen , Sammlung ist auf die Vollständigkeit
des Ganzen und aller seiner Theile, sowie auf die Zweckmäßigkeit
und das Belehrende der einzelnen Exemplare begründet.
Ebenso wichtig sind die F o r m a t i o n s - S a m m l u n g
e n (z .B . des P o rp liy r - G e b i l d e s , des T r a p p -G e b il-d e s u .s. w .)i
Man gelangt durch die Aufstellung solcher Suiten zu gar manchen wichtigen
Einzelnheiten , welche, wollte man sie durch das Ganze der Sammlung verfolgen,
ein zu kleinliches Detail herbei führen würden, besonders da sie nicht
bei allen Formationen von gleichem Interesse 'sich bewähren.
A ls A n h a i den
y k t o | n o s t i s c h e n und
; h e i ■
i 1 u n g e n dienen fer-
r u n g d e r B i 1 -
, Sprudelsteine u . clg l);
b . B i l d i
i c k e i We
nen, die, einfachen Substanzen, welche sie beherbergen lind die Umstände d«!
Vorkommens.
Von der heimathlichen Gegend sollte jeder Säünmlcr e i's !
. ''besonderen ’Pflicht machen , 1 alle Produkte in der größten Vollstündi
k e it zusaminenzustellen. Selbst das minder Wichtige darf nicht Ober,(
hen werden soll unser 'Ueberblipk 'umfassend, u n se re Kenntnifs
'Ganzen ohne Lücken seyn.
Die g ’e 'o g r a p h i s c h e ki "und t o p 'o g ' r a p h i ’s 'c h t
■ S a m m l u n g e n lassen «ine Zweckgcm'.ifse Sonderung zu in :
A. g e o'.g n ',o xs t i s c h ' « ‘und
B. o r y 'k t o g n q's t i s c h e S u i ' t e 'b .
Der Grund'dieser Abtheilung wird im Verfolge, Lei den Kegeln für
•Aufstelluiig der Sammlungen, entwickelt werden.
San
. fange übrigens mit der Anlegung 'einer oryktognostiscli
nlung a n , sowie beim Studium die Oryktognosie der Gf
•gnosie vorausgehen mufs , das Einfache vor dem Gemengten , a!
auch hier. Kenntnifs der einzelnen Gemengtheile ‘ist nothwendi
ehe, man sich mit ‘ihren ,-mannichfachen Verbindungen zu Gebu«
'arten beschäftiget.
v e n , Porzellanjaspis u. s . w .).
2. Das B i l d u n g * - A l t e r , in gar v ielen Fällen aus
der Art des Zusammenhanges «rkennbar. Hiernach sind
die Fossilien;:
a. g l e i c h z e i t i g e n t s t a n d e n e ( die Gemenge
, z . B. das Gemenge aus Schw e fe lk ies, Bleiglanz
•und B len de , welches bei Freiberg sich findet; das Ge»
, menge aus Bleiglanz, Kupfer - und Schwefelkies, Quarz,
späthigem Flusse und schaaligem Baryte von Freuden»
stein bei Freiberg u-' s. w .) ;
b. u n g 1 e i c. h z e i t i g e n t s 't a n d e n e (Brekzien
u. s. w . , z. B. Quarz-Fragmente in einer sehr
hornsteinartigen Hauptmasse , — die leztere mufs notli-
wen dig noch w e ich gewesen s e y n , da jene , bereias
ausgebildeten, Bruchstücke hineinkamen; Quarz mit
> Eindrücken v on späthigem F lu sse , — es ist unverkennbar
, dafs der Flufsspath schon vo r der Erhärtung' des^
Quarzes seine Würfelform gehabt haben müsse u . s. w .).
D e r g e o g n o s t i s c h e n S a m m l u n g in s o n d
e r h e it Fugt m an s e h r n i iz l ic h R e ih e fo lg e n v o n S tü ck en z u r E r k
l ä r u n g d e r N a t u r u n d B e s c h a f f e n -
■ ■ h e i t d e r G a n g « b e i.
Dahin g ehö r en: -
Exemplare zur Erläuterung der Gang - Profile; Fragmente von
Gangmassen mit in der Mitte liegenden Bruchstücken (.Trümmersteinen
); Exemplare zu r Erklärung des gegenseitigen Verhaltens der
Gänge; Stücke um das Verhalten de r G3nge gegen 'ihr Neben - Gestein
z u erläutern ü . s. w .
3. S ammlu n g en für die Pe t r e f ak t en k u n d e .
Sie gestatten eine doppelte Abtlieilüng , nämlich:
A. S a m m l u n g e n f ü r d i e F b r m e n ' - K ' e n t i t -
s n i f s und
B. S a m m l u n g e n f ü/ r d i e g e ’O g n o V t i s ' c V e
B e z i e h u n g .
4. Ge o g r a p h i s c h -min e r a lo g i s c h e Sammlungen.
Die Benennung drückt den Zweck aus, der mit der Aufstellung' solcher
Sammlungen beabsichtigt wird. Genaue Kenntnifs unorganischer Erzeugnisse
ganzer Länder und einzelner Gegenden in der Mannichfaltigkeit ihrer Vorkommnisse.
-Viele Sammlungen, zumal aus der älteren Zeit> enthalten hei
einzelnen Gattungen zahlreiche ' geographische und topographische
Suiten des In - und Auslandes eingeschaltet, Diese müssen aber alle,
' besonders wenn es Doppelstücke sind, von der methodischen Sammlung
abgeschieden und in der geographischen aufgestclJt werden.
Auf diese Weise gewinnt man das Mittel durch einen allgemeinen Ue-
berblick sich von dem Mineral - Reichthume der verschiedenen Gegenden und
Länder anschaulich zu unterrichten. Man lernt die Natur der Gebirge kenü.
Hüifsmittel zum "Sammeln.
Zum Besizze ’eines " Fossilien - Kabinettes >gelangt :man ‘durch S e lb :
'S &m nvel n , ' durch K a u f , 'oder T a u s c h .
1. Sei bs t -Sammel n .
Der dauernde A u f e n t h a l t in '"einer G e b i t g s -G e g e n d ,
‘oft an einem Punkte einen Schaz der schönsten 'und mannichfachsten Foh
lien bewahrt, — wie z. B . der Harz, das 'Erzgebirge "Sachsens u.
'-J— bietet zum eigenen Sammeln-, wenigstens was die 'heimischen Erzeuj
betrifft, 'ohne -Zweifel die besten Mittel. 'Man hat zum steten 'Beobacht!
zur sorgfältigen Auswahl Gelegenheit. Kein Gegenstand vermag 'dem An
'des Forschers sich zu 'entziehen , ‘überall 'kann 'man 'vorzüglich bezeichn
-'Stücke und Suiten interessanter Merkmale erhalten, ■ die Ar teil des Vorko
-mens werden in der Aufstellung 'erschöpft. -Zudem verlangt diese Art
Sammelns in der'Regel nur unbedeutende Ausgaben, 'wenigstens im Verl«
'nisse zu allen‘übrigen und gewährt, den ‘inannicliFachen '•Reiz abgcreclio
'der damit verbunden is t, noch den wesentlichen 'Vortheil-, 'dafs man c:
'vollkommene Gewißheit der Geburtsstätten und -Fundorte 'erlangt.
Zum Selbstsammelu sind ferner R e i s e n sehr förderlich. .Zwar stellen si
!hier schon manche Hindernisse entgegen; man versäumt 'den ¡.günstigen 1
genblick, wo das Gesuchte gerade in Menge 'sich vorfand; man befährt ei
'Grube zu einer Zeit, wo "sie keine wichtigen Anbrüche-liefert; -die Haid
, —— diese gar'oft an reicher Ausbeute sq 'ergiebigen Fundorte ‘trifft m
'mit Gebirgs - Gesteinen 'überschüttet, so'dafs’man zu den'vergrabenen 'Schi
”zen nicht "zu gelangen "Vermag u. s .'w . -¡Aber "äenpöch sind auch mit df
-Sammeln auf Reisen Genüsse ganz eigener A'rt Verknüpft. Man fühlt a
•an jedem Orte geborgen , wo -man «jUr sein« 'Liebhaberei 'zu befriedigen «
le°-enheit findet und nach der Wiederkehr .gewähren •die -erbeuteten Fossil»
'die angenehmsten Erinnerungen. -
’Bevor man eine Roise unternimmt, "bei welcher man die Absicht h>
-Mineralien zu "sammeln, ist es «ine unerläßliche Bedingung, dafs man sx
tn it der zu besuchenden 'Gegend im Allgemeinen bekannt mache (mit ihre
geognostischen •'Soyn, -mit den/herrschenden Ge bivgsarten , -mit den unter:
-ordneten ’und zufälligen Lagern , "welche 'diese zu 'umsclilieTsen geno
sind -u. s. w .) und sodann, dafs m#n sich die Vorkommnisse eines jeden»
xclneu Ortes, zumal didjenigen, welche ihm eigenth'umlich sind, gctl
’merke. Die Beobachtang der ersten Regel wird , das .Interesse ¡abgerech«
Welclies solcli’ «in vorläufiger Ueberblick der Gebirgs-Verhältnisse darbW
■noch den besondern Vortheil geVvährcn , dafs man «ich dadurch zur A“®
'dung mancher neuern Entdeckungen veranläfst findet.
Die Kenntnifs -der Lagerstätten leitet ;gnr -oft, durch die AnaM
'gien der Merkmale aus dem Vorkommen, zu «rgicbigeu and
genreichen Nachforschungen.
neiitlich Huch die 1 Gebirgsarten und die meisten 'Petrofakten. ‘Solche
ioc sind, der geringen-Preise halber, kein Gegenstand des Handels^ wie
¡ibrigea Mineral-Subitanzen. 'Es bedarf darum-nicht-selten eines geäop-
uii Eifers, der Aiifbiitungaller Mittel, um zum Besizze ¡jener, <an und
sich’nicht werthvollen, ‘aber um'der '-Vollständigkeit'des Ganzen willen
:hst wichtigen, Körper'Zu-/gelangen. Darum versäume man nie eine Gele-
Jicic, -sich 'solche ¿Produkte -auf 'Reisen an {Ort 'und -Stelle '-zu sammeln,
den Gebirgsarten , bei den Versteinerungen erreicht -mau'dann -zugleich
genaue Kenntniß ‘der Verhältnisse -des Vorkommens ‘und dadurch wird
Wertli der -Stücke um Vieles erhöhet, .ja bei -den meisten erst 'recht ¡beulst.
v0 m 'Ijei "Reisen '"nicht • zu 'iftinöthigen Ausgaben verleitet z u w e r -
• d en , ziehe man -so v ie l als möglich genaue Erkundigungen über-Boten
- und Tragerlohn . über -Transportkosten "u. 's. w . 1 e in .'
Bndlich packe man'die ^gesammelten Fossilien‘mit aller Sorgfalt.
Dip ‘Unerfahrenheit im 'Einpacken hat gar häufig eine Zerstörung
der seltensten -und sch'önsteu -Mineralien, besonders -zarter Kry-
•stalle zur -Folge-gehabt, ’darum mögen einige'Regeln, für-den in
-dieser Kunst-nicht ‘Bewanderten , hier eine-Stelle-finden.
' in) Aus den gesammelten -Gegenständen sondere man zuerst die
derben, massigen, nicht besonders gestalteten Fossilien und scheide
iederiu 'nach --den 'V erhältnissen ihrer 'G r öß e , -Hür und
Schw
¡2. F o s s i l i e n -Ka u f . ,
spezielle örtliche Orientivung betrif
an nichts Wichtiges übersieht
den Stand, «eine Zeit möglichst.
Was die zweite Regel, di
so hindert diese, dafs
sezt sodann -den Reisenden i
-lieh -anzuwenden.
-Ein sehr Wesentliches Hüifsmittel z u solchen allgemeinen KM
-liehen Orientir ungen liefert das H a n d b u c h e i n e r - t Op®
p h i s c h e n M i n e r a l o g i e , v o n K: C. L eoniiah» nn‘l
■fleifsige Studium de r, über manche GegenUen Und Länder vorli-
n.en , Topographien. <S. Literatur.)
fast nur durch Selbstsnmmeln sich za
einfachen Fossilien
Es gibt Mineralien, die
-schaffen vermag. Dahin gehören viele
Wer durcli Selbst-- Sammlen -seine Mineralien - Liebhaberei nicht zu
¡eiligen vermag, dem 'bleibt kein -anderes Mittel übrig als -der An*
v o n F o s s i l i « n . 'Hierbei sind, vorzüglich von-dem Anfänger, gar
iclte Vorsichtsregeln zu beachten, -denn bei keinem merkantilischen Zweige
ubt man sich mehr Betrügereien, als gerade bei -dem 'Mineralien-Han«
ßesizt der Käufer keine Kenntnifs der Gegenstände und der Preise '(und
t von -dem Neulinge nicht zu 'erwarten), so. wagt -er unrichtige Sachen
bekommen, er wird in der Bezahlung übeiVoiLheilt und mit -der Angabe
lündorte hintergangen. Damm kaufe man, zumal-so lange man «einet
>e noch ungewifs i>t, nicht bei einem jeden herumziehenden Händler.
Was die Preise betrifft, so -kann man sich -darüber durch die Kataloge
bestehenden mineralogischen Handels - Institut« zwar -unterricliten, allein
teten, hinsichtlich -des Relativen d«s Werthes, «0011 gar thauclie Schwie-
iicn ein. -Sehr •oft wird der Preis -durch Eigenheiten -bedingt, die ■der
ngrt nicht zu würdigen ventnag.
Bei V e r s t e in « r u n g e n ist der Werth tim so mehr relativ, da -sie
* , wie gesagt-, fast keinen Gegenstand des Handels ausmnchtyen.
In Betreff der Ed e l s t e in e mag man sich, was-den Preis betrifft,
-etständigen Juwelieren befragen.
rUeher die Auswahl der Stücke nach dem "besondern Zwecke einer
• jeden der verschiedenen Sammlungen : S. den Abschnitt: Art « n ä
Neue Entdeckungen und - Vorkommnisse älterer Zeit haben das
-gemein, dafs bei beiden die Seltenheit bezahlt werden mufs und
riger sind -meist weit schwieriger zzuu eerrhhaalltteenn,, aallss eerrsstteerree.. Man
versäume darum -nie -eine'sich darbietende Gelegenheit, um zum
Besizze solcher Fossilien zu gelangen, die gar nicht mehr einbrechen.
Bei den neuen Entdeckungen, wenn es nicht ganz ephemere
-Erscheinungen sind, hat man eher zu erwarten, dafs solche häufi-
.ger , nach -und -nach weniger gesucht und dadurch wohlfi
werden.
idlich -unterlasse -man nie die Mineralien-Handlungen zu
Sammlung -durch den Ankauf derjenigen Fossilien
•Auf -Reisen
■besuchen und t(
vermehren, welche an dem'Orte, -oder in der Gegend heimathlicli sind un
•die man >nicht 'selbst zu sammeln vermochte. Solche Ankäufe bringen f f
«manche .Vortheile., zumal billige Preise <und Richtigkeit der Geburtsstätten.
Ein " Ver zeicliniß der .Bedeutendsten Mineralien - Händler unseri
"Zeit-findet -sich 'im Taschenbuclic -für die gesammte Mineralogie III.
'Jahrgang S . 395 f f . , ¡zu w elch em die folgenden Jahrgänge Nachträge
.¡’D ie g r o ß e n , harten und schweren Exemplare, Welche .die -un-
’terste Lage in der Kiste cinnehmen müssen, umwickle man sod/tpn
■mit zweifachem Papiere. Man w ählt dazu am besten -Drück - Papier
und umgibt'mit demselben die Ste ine -so , daß sie -nach allen-Richtungen
zweifach gedeckt sind.
• c) Die zarten lin d leichten Stücke werden-m it einem möglichst
w e ich en Pa'pier, alsdann mit Werg u n d -n u n nochmals mit einem
-“stärkeren Papiere umwickelt.
•d j'K ryitalle v o n ‘fester :K onsistenz können w i e ■ bei c vorgesclirie-
vben ■ zitm'Versenden -Vorbereitet -werden. 'Weiche Fossilien und zerbrechliche
‘regelmäßige 'Gestalten , ¡-sowie manche der zärteren
besondern Und gemeinen Formen-.verlangen eigene Vorsicht- Am sichersten
werden s ie , zumal an den "Stellen, die vorzüglich z u schonen
sind , zuerst 'mit Baumwolle überlegt und nun tnit -weichem Papiere .
•mit Werg und-nochmals «nt Papier umgeben.
e ) Bei Krystallen deren Zartheit kein Umwickeln zuläß t, ohn e
•daß eine 'V.erlezzUng der -Exemplare befürchtet werden müßte tz. B.
manche Kalkspätlie, -W e iß -B le ie r z e , Gypse , Skapolithe u . s. w .),
w en de t -man das Aufleimen -'in -eine -Schachtel a n , und '-Wählt dazu
•einen schicklichen 'Punkt des -mit der Stuffe verwachsenen Gebirgs-
' Gesteins oder dgl. 'Auch kann man sie in eine Schachtel .zwischen
•Baumwolle legen und • nöthigeiifalls -mit -Bindfaden ' befestigen.
f ) Nachdem Alles so gehörig vorbereitet worden,-sclirpite man z u r
Verpackung -selbst- "Den ‘Boden der Kiste überlegt man mit einer
-Schicht H e u , H e x e l, Papier- oder Holzspäne, M oos -oder dgl.
•Nun werden die F o ssilien , dicht und fest-neben einander und-so eng
geschlossen-hinein gepreßt,-’d aß h e i der stärksten Bewegung der Kiste
■keine'Verrückung, keine -Reibung möglich ist. 'Die e twa noch bleibenden
'Lücken w e r d e n "mit kleinen ¿umwickelten Mineralien, oder
•mit Papierspänen ausgefüllt. 'Da e s no tliwend ig , daß die Exemplare
-nicht -unmittelbar -über -einander 'liegen; s o 'folgt --auf -diese erste
Stein -L a g e ‘e ine abermalige -Schicht H e u ,-o d e r Hexel u . 's. w .
Sind die härteren Stiicke.-alle verpackt, -alsdann klommen ¡die weichen,
u n d d e n ‘Be schlu ß‘machen die ganz zarten und .leicht-zerbrechlichen.
'Diinrie, •'scliieferige "und -angesohliffcne Stücke lege man -nicht nVcli
•ihren horizontalen "Flächen, sondern -schiebe -'sie Wiit der -scharfen
Kante', zwisch en den Lagen -an *den 'Rändern senkrecht hinein.
Sämmtjichc Lagen von H e x e l, Moos u. dgl. müssen fest zusammen'-
gedrückt ‘werden! ^Besonders nothwendig -ist dieses bei der oberen
-Schicht, auf w e lch e der 'Deckel-kommt,--damit a lle r -freie Haum ve r mieden
werde.
'Exemplare 'ohne Angaih« "3es Geburtsortes ¡haben gar keinen Werth , ei
«ei -dann , -dafs -sie 'besonders --charakteristisch -wären und so für die Kennzeichen
-Sammlung -benuzt -werden -’könnten.
-'Man -kauft übrigens -die' Fossilien «entweder in einzelnen Stücken, odei
-in schon geordneten, grö'fsem oder Jtleinern 'Sammlungen, die mehr odei
■weniger -vollständig sind. Beide Arten haben -ihre Vorzüge. Der einzeln«
«Ankaiif führt -zum -¡allmähligen Besizze der Mineralkörper und man gelangi
-dadurch nach und .nach leicht -zur anschaulichen Kenntnifs des Erworbenen.
‘Formen und Namen der Einzelnen‘prägen sich mit .geringerer ^Schwierigkeit
•dem Gedächtnisse ein. Dagegen erhält man -auf diese Weise keinen «Überblick
ü es systematischen Ganzen, -wie solches bei einer Sammlung, auch nur von
«relativer Vollständigkeit'der Fall -ist. - -Überdies ist in der Regel der Anknu
■einer .ganzen Sammlung verhältniTsniäfsig -mit einem geringem Kostenaufwand,
verknüpft, als wenn man -'bemühet is t, sich die Fossilien einzeln zu ver
schaffen, denn im erstem Falle sind -die -Preise stets -billiger, als im lez-
tern, -und lebt man nicht zufällig -an einem O rte, w o eine Niederlage von
verkäuflichen Mineralien -ist, so hat man gar häufig bedeutende Auslagen
um die vielfachen Transporte zu bestreiten. -Zudem erhält man nicht immer
das Gewünschte, wodurch -kostspielige ¡Hin-, und -Her-Sendungen veranlaßt
werden. Sind ferner beim einzelnen Ankaufe die Exemplare -nicht dem
neuesten Zustande der ‘Wissenschaft -gemäfs ¿bestimmt, -so stellen* sich -dem
Anfängfer .ganz -eigene Schwierigkeiten 'entgegen aind selbst bei gemeinen
‘Stücken ist die ¡Untersuchung -nicht -selten -Zeit raubend und führt dennoch
gar -oft nur zu -einem schwankenden »Resultate. Darum sind wir der Meinung,
dafs Anfänger -am vortheillia'ftesten ‘durch den Ankauf eines, wenn
auch ¡nicht umfassenden -aber doch -geordneten, Ganzen den Grund zu ihVer
künftigen -Sariimlui egen. Nur darf -man zu dem Ende kein Kabinet aus
der älteren -Zeit wählen, weil :
i solchen die Bcstim
•'unrichtig, -die Exemplare -durch tn
chlässiges Aufbewalu
clilecht geha
-und unkenntlich geworden sind , ;
nd zudem fast alle S
Pecli
■riode von -Doppelstücken wimmeli
15 die -für das Studii
t der gen n g-
'Sten -Nuzzen leisten. Man wähle
jezzigen
Geiste «der "Szienz geordnete und m
•eine, Vfich dem jezzigen methodischen
-einem lb? clireibcnden Kataloge versehene
"Sammlung, wie solche in ¡mehreren ‘mineralogisch-merkantilischen Instituten
Deutschlands -um mäfsige Preise ¡zu haben sind.
Hat -man -nun, -durch •eifriges und anhaltendes Studium, sich mit
‘dem Inhalte der-Sammlung gehörig vertraut gemacht, sodann mag
sie als -eine -Grundlage -des weiterscbreicenden Forschens und gelegentlicher
Vervollkommnung dienen. Man verzeichne sich die Lücken
und beginne, wie 'Zeit >und Mittel es gestatten , die'Ausfüllung
derselben. ’Diese Ergänzung -des Kabinettes -ist mit -einem unendlichen
Genüsse verknöpft. -Jeder Sammler wird mit uns sich nicht
■ungern -die Gefühle -zuruckrufcn, die ihm , nach langem" Sehn
en , der Empfang -einiger »noch ■ neuen Stuffen brachte. Mit inniger
¡schuldl'oser »Freude .gewahrt -man dieses tägliche Vermehren,
•dieses "Stete Atihähern zu -einem höhem Grade der Vollkommenheit.
Jeder Zuwachs, jede Ankündigung -einer neuen ‘Sendung erweckt
'die angenehmsten Empfindungen. Selbst die Unruhe, die Besorgnifs
•bei verzögerter Ankunft, d i e ‘Ungeduld, womit die Kiste geöffnet
•und -ausgepäckt w ird , haben".ihr -Siffses. Von -dem Augenblicke
■an , -WO »ans fiie erhaltene Liste mit dem Inhalte der Sendung bekannt
«nwclite, ¡bis zum Momente -des Besizzes ist unsere Einbildung
-auf das Lebendigste beschäftigt. Man sucht von jedem Stücke sich *
im voraus -ein -Bild zu gestalten. Freilich ist dieses Bild gar häufig
lieblicher und befriedigender als die Wirklichkeit selbst, nicht selten
aber sieht niän ¡sich auch in seiner Erwartung übertro’ffen und
■dann 'ist die Überraschung gedoppelt gro'fs und -reizend. ^ — S o
V e r d a n k t d e r N a t u r f o r s c h e r -de m Samm 1 a n g s g e i s te
•die e r g ö z l i ' c h s ten G e fü h le u n d in S tu n d e n ,- w o
tr iib -e W o lk e n d i e - S e e l« -um d ü s t e r n , g ew ä h
N e i g u n g d i e r e i n s t e A u f h e i t e r u n g u n d Z e r s n
' i . i . t l i . i . . S t r * : ! . » , - . , ! , ! , . g a r o f t A .'
il e n s S o r g e n -u n d M illi s e e l i g k e it^ n v e r g e s s e n i-eh r t.
-J e ne
K i k 2