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II. I n n e r e e i c h e n .
dann die Boraxsäure ans dem• Rückstände auf, und brennt, angezün-
det, mit grüner Flammet Durch Verdunsten desselben wird diese
Säure erhalten.
P h o s p h o r s a u r e F o s s i l i e n behandle man wie die boraxsau-
ren mit Salpetersäure, und Talle aus der neutralen Flüssigkeit die
Phosphorsäure durch salpetersaures Quocksilberoxydul. Der Nieder-
sclilag ist im Glaskölbchen mit Helm ausziigüihen. Geht reines Quecksilber
über, so war die Säure rein im Fossile und bleibt im Kölb-
eben zurück. Ein weifser Sublimat deutet auf Salzsäure. Die Darstellung
der Bestaudtheile aus der Salpetersäure und der darin unauflöslichen
Rückstände -erfolgt wie bei den kohlensauren Fossilien.
Die s al'z s a u r e 11 F o s s i l i e n können-, in Wasser oder Salpetersäure
gelöst, wie die pltoiphorsaureu, f ossilieu behandelt werden.
(S. saipetersaures Blei- und schwefelsaures Silberoxyd.)
Die Salze mit metallischer Basis werden theils nach Vorstehendem
auf die Natur ih'rer Säure, theils, nach der weiter unten vorkom-
raendcn Anleitung, -atif jene ihrer Basis geprüft.
Behandlung der Inflammabilieh in analytischer Hinsicht.
Die von einem Urstoffe charakterisirten Inflammabilien konuen auf
'verschiedenen Wegen erforscht werden..
So wird der S c h w e f e l durch Sublimation oder duroh Schütteln
mit Salpetersalzsäure auf seine Reinheit geprüft. Diese Säure ist hierauf
durch Reagentien auf Gehalt an Schwefelsäure und Metalle zu untersuchen.
— Die G r a p h i t a r t o n durch Verpuffen mit Salpeter, wobei
der -Kohlenstoff in Kohlensäure verwandelt w ird , und das Metalloxyd
zurückbleibt. (Diese Operation kann im Tiegel, oder unter
einer, mit Sauerstoffgas gefüllten, Glasglocke vorgenommeb werden.
(Im leztern Falle läßt man ein gutes Brennglas auf das Fossil wirken).)
Die Arten dor. S t e i n k o h l e , durch Digestion mit Schwefclätlier
oder Ter.pentliinül vom Erdharze befreit, unterliegen derselben Behandlung
wie der Graphit. ^ Die flüssigen Körper aus der Ordnung der
E r d h a r z e werden durch Destillation. , mit Wasser auf Gehalt an
ätherischen Oelen, welche übergehn , und auf jenen an Erdharz1 und
Kohle, die Zurückbleiben, geprüft. Die Trennung des E r d h a r z e s
von Kohle und ändern Stoffen- erfolgt durch Digestion in Schwefeläther,
Terpemhin- oder fetten Oelen. Sch wer lösliche Erdharze, wie
B e r n s t e in , werdeu im Destillations-Apparate geröstet und dann mit
dem Auflösungsmiltel übergossen, Dem H o n ig s t e in e wird durch
Kochen mit kohlensaurem Kali die Säure entzogen. Aus der neutralen
Flüssigkeit scheidet essigsaures Blei, essigsaurer Baryt oder essigsau-
•res Kupfer die Honigsteinsäure.
Prüfun" der Fossilien aus der Klassb der Metalle au f die -Natur
des sie charakterisirenden Metalls.
In Nachstehendem sind die Auflösungsmittel eines jeden Metalls, sowie
die Reagentien angeführt, durch welche dessen Gegenwart in der Auflö-
-sung angezeigt wird. Selten sind diese Metalle rein, sondern meist mit
ändern Umoffert verbunden, auch oft in Gangarten enthalten, von
welchen sie sich nicht mechanisch trennen lassen. Es ist daher erforderlich
, sowohl die-, bei der Auflösung entstandenen, Niederschläge, als
die Flüssigkeiten, nach Abscheidung des Metalls, durch andere Reagon-
tien zu .prüfen. (Das Nähere.über diese Verbindungen s.’ in der tabellarischen
Oebersicht und Charakteristik., der Mineralkörper yon L eonh
a r d , M erz und K o p p , in der' Rubrik: bekannte Mischung. Nur
dann ist von ihnen hier die Rede, wenn sie auch zu dem angeführten
Reagens Anziehung besizzen). Verbindungen, welche sich nicht in deu’
Säuren lösen, werden, wenn sie keine flüchtigen Bestaudtheile enthal-
ten , auf trocknem Wege mit Kalten, und darauf mit der angegebenen
Säure behandelt, etc.
P l a t in . Auflösung'smittel: Salpetersalzsäure. Reagens: salzsaures
Ammoniak. Resultate: Platin und.Iridium im Niederschlage. (5 Tlieilo
, Salzsäure, ebeusoviel Wasser und 1 Theil salpetersaures Kali lösen aus
dem Gediegen - Platin das Palladium alleiii auf). '
G o ld . Aflm.: Salpetersalzsäure. Reagentien : schwefelsaures Eisenoxydul
, salpetersaures Quecksilberoxydul,. salzsaures Zinn, Zinn. Resu
ltate: regulinisches Gold , Goldpurpur.
Q u e o k s i lb e - r . AJlnt.: Salpetersäure. Reag:: Kupfer. Resultat:
metallisches Quecksilber. Die Arten, des geschwefelten Quecksilbers.
Aflm . : Salpetersalzsäure. Reag.: wie oben; (s. reag.'Metalle: Eisen). \
S ilb e r ." Aßni.: Salpetersäure. Reag.: salzsaures Natron ^Resultate:
salzsaures Silber, auch salzs. Blei (sic werden mit kochendem Wasser
mehreremal behandelt; das salzsaure Silber bleibt im Rückstände,
während das salzsaure Blei sich-löst; ebenso Silberhornerz). Die Arten
des geschwefelten Silbers worden mit Aezkali-Lauge behandelt, und der
Rückstand mit Salpetersalzsäure digerirt. Resultate: salzs. Silber (auch
Blei) , Schwefel im Bodensazze , die übrigen Bestaudtheile in der kali-
schen und sauren Auflösung.
K u p f e r . Aflm..: Salpetersäure. Reag.: reines und kohlens. Ammoniak
im Uebermafse (aus der neutralen ammoniakalisohen Lösung scheidet
Zink das Kupfer). Ferner: B le i, Eisen; (S. 110).
E i s e n. A flm .: Salpetersäure, Königswasser in der Wärme. Reag.:
Bernsteinsaures Natrum oder Ammoniak (vor deren Anwendung ist die
Flüssigkeit von Thonerde, Blei und Kupfer zu befreien). -
M a u g a n. A flm.: Salzsäure ''(mit Zucker /vereint fü f die Oxyde).
Reu*.: sauerkleesaures Kali (vor dessen Anwendung ist dio Auflösung
von Eisen uud Kupfer (durch Gallussäure) und von Baryt zu befreien).
Resultate: im Niederschlage sauerkleesaures Mangan, vielleicht auch
Kalk; ist auszuglühen. 1 / '
B l e i . Aflm.: Salpetersäure. (Die Auflösung wird durch kohjensaures
Kali gefällt und der Niederschlag in Aezkali-Lauge gekocht). R ea g .:
Zink (aus der kalischen Auflösung das Blei fällend)! R o t h - und G e lb -
B l e i e r z . Aflm.: Salzsäure (die Auflösung ist durch Abdampfen zü
- konzenuiren). Resultate: salzsaures Blei' im Niederschlage(Chrt
und Molybdänsäiue in der Auflösung).,-
Z in k . Aflm. t Salpetersäure. (Die Auflösung ist durch kpltUns,,
Natron zu fällen). Reag.: reines Ammoniak (wodurch das Zinko:
> .aus dem Niederschlage aufgelöst wird.) Die blaue Farbe der Äufläs
deutet auf Kupfer , Zink scheidet es ab. Durch Verdunsten desj
moniaks wird das Zinkoxyd erhalten.'
Z“i n n. Z i n n k i e s e. Aflm. : • Öalpetersalzsänre (durch ab Wechsel
des Ausglühen und Digestion)^'- 'Reag. : Zink (Kupfer ist vor des
Anwendung durch Zinn aus. der Auflösung zu scheiden); salzs, Gol
oxyd. — Z in n s t e i n e . Aflm.: rem es Kali (im glühenden Flu«,
Reag, -. Zink (in die wässerige Lösung der geglüheton Masse gesez
' K o b a l t . AJlm. : Salpetersäure (mit deren Uebermafse die Aul
sung zu kochen, i s t , um den Arsenik in Säure umzuwandeln). Re
reines Kali (wodurch Kobalt und Eisen1 gefällt werden), weitet
nes Ammoniak (löst das Kobalt aus dem Niederschlage).
N i c k e l . Aflmi :' Salpetersäure' (womit die Auflösung zu koch
ist). Saipetersaures Bleioxydul fälltA aus der neutralen Auflösung
Arseniksäure; Eisen das Kupfer (zumal bei vorschlagender Säure)
kohlensaures Kali die übrigen Oxyde.' Die leztern werdeu hie«
mit der Auflösung des Jiberoxydmsalzsauren Kalks behandelt, und
derselben wieder getrennt.. Reines Ammoniak nimmt nun daraus
Nickeloxyd auf, uud läfst das Superoxyd des Kobalts zurück.',^(S. am
saures schwefelsaures Ammoniak).
W i sm u th . Aflm.: Salpetersäure. Reag, : reines Wasser, saliy
■res Natron.
A r s e n ik . Aflm.: Salpetersalzsäure. R e a g .: Schwefelwasserstc
Kalkwasser, salpetersaures Silber, Kupfer-Ammoniak. (D ie Arseniks
werden mit Kohle vermischt der Sublimation unterworfen , und Si
limat sowohl als'Rückstand, jedes für sich in Salpetersäure gelc
durch Reagentien geprüft).
S p i e s g i a n z , Salpetersäure verwandelt das Spiesglanz in ein
fses Oxyd, ohne etwas davon aufzulösen. Salzsäure löst dieses Osj
auf, und Zink oder Eisen fällen aus der Auflösung metallisches Spi
glanz.— Spies glanzerze. Aflm.: SaIpetersalzsäure. Reag. : Wasser.
T e l l u r . Aflm. : Salpetersalzsäure. Reag. ; Wasser, kohlensaures i
im Übermaße. Die kalische Flüssigkeit ist mit Salzsäure zu sättig
(S. suhwefelsaures Kupferoxyd.)
M o ly b d ä n . M o 1 y b dä n sä u r e. Aflm.: konzentrirte Schwefe
säure (die Auflösung entfärbt sich in der Wärme). Geschwefeltes
- lybdan (ist bis zur Verflüchtigung, des Schwefels zu rösten): A]
reine Kalien. Reag. : salzsaures Zinnoxyd, salpetersaurer Kalk.
U r a n . Aflm.: Salpetersäure. R e a g .: kohlensaures Kali (der koch
den Auflösung im Übermafse zugesezt, löst es das Uranoxyd
durch Zusaz von Essigsäure, aus der Auflösung nieder fällt);
sauerkleesaures Kali. i"
S c h e e l , W o l f r a m . Aflm.: ■ kolilengesänörtes Kali ( 2 Thcile
Salpeter (£ Th.) (gegen, 1 Th. Fossil) im glühenden Flusse. B«
salzsaurer Kalk (fällt aus der, durch Säure neutralisirten, Auflösung
geschmolzenen Masse 'in Wasser wolframsauren-Kalk. Salpeter^
trennt den Kalk und reines Ammoniak löst die Wolframsäure,
salzs. Zinnoxyd.)
T it a n . Aflm.1: Salzsäure. R ea g .: Zinn, Zink, Sanevkleesäure (
deren Neutralsalze). Die titanhaltigen Fossilien bedürfen eines
Schlusses durch, kohlensaure Kalien im Glühfeuer. Das, nach dem:
' weichen der Massse in Wasser, zurück bleibende Oxyd wird in £
säure gelöst etc. wie oben angegeben worden.
C h r om . Aflm.: kohlensaure und reine Kalien (in der, Glüheliij
Säuren. R ea g .: salpetersaures Quecksilber - Silber- und-Bleioxy
saJpeiers. Baryt. '. - _
T a n t a l. Aflm.: kohlensaures Kali im glühenden Flusse (die Aul
sung ist mit Salzsäure zu behandelt ; uud. der weifse Niede'rschla“
Sauerkleesäure aufzulösen). R ea g .: Gallussäure.
Z e r e r iu m . Aflm.: Salpetersalzsäure. Reag.: sauerkleesaures R
Alle, durch diese P rü fu n g e n erhaltenen, festen Substanzen könne
mittelst des Lötliiohrs, oder durch erneuerte Auflösung in ihrem
¿enthumlichen Menstruum, und durch Prüfungen mit Reagentien
Metalle durch Gallussäure, blausaures Eisenkali, kohlensaures
Schwefel-Ammoniak etc.) einer Gegen-Probe unterworfen werden.
B. D e f i n i t i v e A n a ly s e d e r F o s 's i l i e n .
Während durch vorläufige chemische Prüfung die Natur der hauptiW
liebsten Bestaudtheile in Mineralkörpern erkannt w ird , vereinigt die defi'
tive ‘Analyse mit diesem )?wocke zugleich die Abscheidung aller Bestandes
.in ' dev/ größten Reinheit und deren Bestimmung nach Maß und G ■
Sie hieWabhandeln zu w o llen , hiefse die Grenzen einer Propädeutik u»1
schreiteil. Nur die Gesichtspunkte sollen ängedeutet werden, ! von wel
ausgehend eine solche Prüfung unternommen werden muß:
1) Wo möglichzerlege man die Fossilien auf verschiedenen VV<
Dadurch werden -die Resultate, die der eine Weg gewährt, zu Prüfst
für jene, welche /der andere dai;bietet. Unterschiede von 4 1 ®
Cent, sind zu Ubersehen; gröfsere aber nicht. , ’ . - ®
2) Waren schon' ältere Analysdn über das zerlegte Fossil vorhan *
und zeigen sich, bei aller beobachteten Genauigkeit, Abweiohi
den Haupt-Resultaten beider Zerlegungen
schiedenheit gesucht werden:
I IZWXSI
kann die Ursache dieser
a) In der Unreinigkeit des angeyvendeten Fossil*.
b) In der Verwechslung des Minerals .mit einem ändern.
c) Iiv dem Zustande der Substanz. Ob dieselbe durch Verwh^rl11
in ihrer Zusammensezzung verändert der Analyse unterlag*
3 ) 'Südlich würde die Wissenschaff gewinnen, wenn künftig die R*{
täte dei
silien '
Zerlegung eines Fossils den Bestand theilen beibrechender
•■glichen werden könnten.
III. K e n n z e i c h e n a u s d e m V o r k o m m
f„ Ke n n z e i c h e n aus dem Vorko.m
i c h e n a u s d e m
und g e o g r a p h i s c h e n i p i r ;
m e n .
D i e K e n n *
g e o g n o s t i s c l i e n
M e r k m a l e werden
Werhek unter dem Namen der
i c ,h c n begriffen.
Es befassen sich die g e o g n o s t i s c h e n M e r k m a l e mit dem Bei-
nmenbrechen, in so weit eine gewisse Gleichförmigkeit und Stetigkeit da-
bwaltet, mit den verschiedenartigen Lagerstätten, welche die Fossilien
•bergen; während die g e o g r a p h i s c h e n K e n n ze i c h e n . ihre kli-
the Verbreitung, ihre Fundorte in diesen oder in jenen Gegenden ’ oder
iidern, untersuchen.
Man hat diesen Kriterien vielfältig Hire Stelle unter der Reihe der weichen
Merkmale streitig zu machen, oder sie mindestens auf einen höchst
-geordneten Standpunkt zurückzudrängen gesucht, indem man sie nur
Hülfskennzeichen gelten lassen wollte. Sie sollten keine eigentlichen
:kmale seyn , da sie nicht sowohl von Wahrnehmungen an den Fossilien
, als vielmehr von dem Verhalten derselben gegen andere Erzeugnisse.
Art herrührten. Man hat ihnen Mangel an Sicherheit und Umfassen-
sowie ein stetes Schwanken durch eine zu grofse Allgemeinheit vorge-
m. Ohne das mannichfache Wahre dieser Einwürfe zu mifskennen,
den Werth der Merkmale aus dem Vorkommen über die Gebühr erholt
wollen, sind wir der Meinung, dafs ihre Beobachtung allerdings
icht verdient, nur ist unser Wissen bei weitem noch nicht genug vor- /
¡kritten , um aus jenen Kennzeichen jezt schon allen Vortheil zu gewindelt'sie
uns sonder Zweifel in der Folgezeit darbieten werden. Denn
rscht iti der Verbreitung der verschiedenartigen Erzeugnisse der unor-
ischen Welt keineswegs eine blofse Zufälligkeit. Das Entstehen der
scheint • gar oft das Entstehen der Ändern zu bedingen. Ein
Gescz 'durchschreitet das scheinbar verwirrte Chaos, nur sind
iit seinen Normen nicht vertraut. Ebenso ist das Ö r t 1 i -
d e s V o r k o m m e n s nichts weniger als gleicligülngeachtet
wir die Gesezze der klimatischen Vertheilung, dieses in-
ßand wundersamer Kräfte, nicht nachzuweisen und nicht zu erklären
warum- manche Fossilien als ein besonderes Eigenthum gewisser
mden zu betrachten sind und in ändern wenig oder gar nicht erschei-
VVoher der grofse Reichthum an edlen Metallen rührt, den P e r u ,
fk o und B r a s i l i e n aufzuweisen haben? Wie es kommt, dafs die
ichsn Gegenden einen Überflufs an Eisen und Kupfer liefern, jenes zu-
im minder oxydirten, dieses im gediegenen Zustande ? Warum ini
den das Blei, gleich dem Quecksilber und dem Zinn so wenig, da-
¡egen diese in den Aeqüinoktial - Gegenden ungemein häufi»- gefunden
Iden? Aus welchem Grunde O s t i n d i e n das eigentliche Vaterland der
'steine, dieser Blüthen der unorganischen W e lt, geworden ist? Es bleibt
> eine höchst merkwürdige Erscheinung, wenn w ir , tief im N ö r -
den Spinell völlig verlassen Vorkommen. sehen.
„W ie kam es, dafj die Natur, welche sich in 'der Hervorbringung
jenes Körpers unter der lothrechten Sonne erschöpft zu haben
schien, doch noch einen Spröfsling desselben Stammes , aber von
weit unedlerer Ar t, im Norden schuf, mitten unter Massen, dio
übrigens gar nichts nahe Verwandtes zu enthalten scheinen?“
(Hausmann’s Skandinavische Reise.)
Bei den Gebirgs - Gesteinen walten im allgemeinen Gesezze
o b , die verschieden von , denen sind , welche wir über di«
Verbreitung der einfachen Fossilien anzudeuten bemühet waren.
Jene Massen scheinen gleichsam unabhängig von klimatischen
Einflüssen, von der geographischen Breite und 'von '
ihrer Höhe über der Meeresfläche, denn alle Formationen sind
allen Weltgegenden eigen Und in allen gleichgestaltet, sei es dafs
Luftdruck und Luftwärme nur von geringer Wirkung auf die Zu-
sammenhäufung dieser Massen war, oder' dafs die Bildung der Planetenrinde
in einen Zeitraum fällt, wo eine jede Region noch
keine eigene, dur-ch den Sonnenstand bestimmte, Temperatur hatte.
Läfst sich nun aber auch kein allgemeiner Zusammenhang zw isch en
der Natur dfcs- Gesteines und der örtlichen Lage in Hinsicht der Breite
un d Höhe auffinden : so kann man den lokalen Einflufg de r Höhe w e nigstens
nicht in einem einzelnen Theile der Erdoberfläche verkennen,
« teilt mau genaue .Beobachtungen über ein kleines Gebirgsstiick a n , so
•Wird man gewahr, dafs nicht nur dns-Streichen und Fallen der Gebirgsarten
einem gewissen Typus folgt, iiJÜldUrch ein partikuläres System von Anziehungskräften
(sei es durch magnetische oder elektrische Polarität) bestimmt
worden is t ; sondern dafs auch ein Lokalgesez in der Höhe
statt findet, z u w elch er sich die ältern oder neuern Formationen lijjer
• d ie Meeresfläche erheben. Nicht minder auffall,~id ist die Ueberein-?
Stimmung, w e lch e w ir in den fernsten Gegenden in der S c h i c h - '
t u n g und L a g e r u n g oder in dem Ä lter der Formationen beobachten-.
Ueberall, im Bau der Weltkörper, w ie in der Konstruktion der Gebirge,
ip der Schichtung der Formationen, w ie in der blätterigen Textur einzelner
Fossilien ; überall h a t die gestaltende Natur sich durch einfache
-u n d allgemeine Gesezze beschränkt. Und so vereinigen sich zuweilen
geognostische Phänomene. um eine Gegend zu charakterisicen, z. B. in
der Äcquacorial - Region : unbeschreiblich grofse Frequenz und Man-
n ich fa ltig k eit der Porphyr - Formation ; stetes Vorkommen der Hornb
len d e , Mangel des Quarzes und Seltenheit des Glimmers in diesen
Porphyren j mächtige Schwefellager, nicht etwa im Gypse oder im
Kalksteine, sondern im Urgebirge, fern v on V u lkanen u . s. w - (Huat-
b oldt’s Ideen z u einer Geographie der Pflanzen.)
Alle diese Phänomene bieten uns viel Auffallendes dar, gelingt es uns
auch zur Zeit noch nicht, ihre Gesezze zu entziffern.
Wie bemerkenswerth ist das E i g e n t h U m 1 i c h e d e s
C h a r a k t e r s d e r F o s s i l i e n a u s v e r s c h i e -
d e n e n G e g e n d e n ? Da, E r z g c b i r g e S a ch s e ns und der
H a r z , so nahe beisammen, bieten die auffallendsten Abweichungen in ihren
Produkten dar, selbst in den Verhältnissen derer, welche beiden Gebirge»
eigen sind. Wer wird, bei nur einigermafsen geübtem Blicke, die U n g a r
i s c h e n Mineralien,■ mit denen der S c h w e i z , oder mit den N o r d i s
c h e n Fossilien verwechseln ?
.Das kolossale Gepräge des N o r d e n s , welches dort der ganzen
Natur aufgedrückt is t , stellt sich im Kleinen und Einzelnen auch
in den unorganischen Bildungen auf das auffallendste dar. Und
der Ernst, welcher die ganze nordische Natur beherrscht, spricht
sich schon aus deu dortlündischen Krystallen aus. Bei ihnen lacht
dem Auge nicht die wasserhelle Klarheit der Bergkrystalle südlicher
Alpen, nicht das Feuer der Farben orientalischer Saphire und
Schmaragde entgegen ; dunkle, nicht lebhafte, am häufigsten schwarze,
braune und grüne Farben sind beinahe das allgemeine Gewand der
Fossilien des Nordens. Und zerlegen gleich' einige unter ihnen
den Lichtstrahl, so versagen sie ihm in den mchrsten Fällen dennoch
den Durchgang.
’Wie seltsam spricht sich die Reinheit, die Farbenhöhe der P e r u a n i s
c h e n Schmaragde im Vergleich zu denen aus, welche das S a l z b u r g e r
P in z g a u liefert Ta— Welche Unterschiede zwischen dem N o r w e g i s c h e n
Zirkon zwischen dem Spinell von A k e r und denselben Edelsteinen, dio aus
Z e y l o n zu uns kommen? Alles 'deutet darauf h in , dafs die Schöpfung
der heißen Zone mit der größten, Pracht geschmückt ist. Lebhaftigkeit und
Mannichfaltigkeit der Farben, höchste Grade des Glanzes und größte Klarheit
sind dort den Naturkörpern eigentliümlich, während die Schöpfung der
vom Aequator entfernten Breiten in ein weit unansehnlicheres Gewand gekleidet
erscheint.
Wie überraschend ist dagegen Fon einer ändern Seite das Wi e d e r . »
f i n d e n g e w i s s e r b ' e s o n . d e r s o h a r a k t e r i -
s i r t e r F o r m a t i o n e n a u f s e h r - e n t f e r n t
e n P u n k t e n ? So zeichnet sich ein Ganggebilde im S ä c h s i s
c h e n E r z g e b i r g e durch Flufsspath, Schwerspath, etwas Kalkspatli,
bräune Blende und Bleiglanz aus, in welchem der Strahlkies ganz eigentlich
zu Hause ist. Es erscheint in D e r b y s h i r e von neuem.
Hie^ier gehört auch die Bemerkung des gründlichen Gebirgsfor-
schers ^Leopold von B u c h (Reise dnreh Norwegen u. s. w.) „daß
die Gesteine von A r e n d a l mit den V e s u v i s c h e n Fossilien
eine höchst interessante Analogie zeigen. 1 Hier und dort erscheinen
neue und unbekannte Mineraiie von primitiven Ge bi ri
umschlossen, und die bekannten in bisher wenig gesehenen Formen.
Au beiden Orten sind sie so gehäuft auf einander, in solcher
Menge') wie man selten anstehende Lager findet. Und hätte
man alles, was A v e n d a l s Gegend so vorzüglich schön liefert,
von der ersten Lagerstätte entfernt, am Abhange eines vulkanischen
Kegels aufgehäuft, wie der V e s u v es ist, man würde über diese
erste Lagerstätte verlegen seyn, wie /na n es jezt'noch ist bei dem
Anblicke so vieler Drusen von Nephelin, Mejonit, Idokras , Hornblende
und Feldspath, auch körnigen Kalkstein an. deu Seiien des
V e s u v s zu finden. Die,erste Lagerstätte dieser Massen mag daher
keine andere seyn, als ein Lager im Glimmerschiefer, oder im
Gneifse, dem von A r e n d a 1 ähnlich, und in diesem Falle müßte
auf S a r d i n i e n- oder K o r s ik a ge-
sten hin steigen an den Küsten. I ta -
: hervor.“
westlich im Mee'
sucht werden , derm nach W
l iens die primitiven Gestcii
Weil • sieht man die
g e n d v n i n m a n c h e u K
f c u g s w' e i s - e b e g ü n s t i g e t ,
durch 'Größe und Reinheit der Krystalle und
den lieblichsten' der bunten Farben,
einzelner Merkmale kenntlich gemacht
e g e w i s s e r < G e -
n z e i c h e n v o Orden
Eisenglanz von E lb a
tal durch das Anlaufen mit
oder durch- gewisse Eigenheiten
— die Kalkspatli - Krystalle des
H a r z e s zeichnen sich ‘durch die vollkommene sechsseitige Säulenform aus,
während im E r z g e -b i r g e vorzüglich zugespizte Säulen-Krystalle und flache
dreiseitige Doppel - Pyramiden und in D e r b y s h i r e scharfe sechsseitige
Doppel-Pyramiden Vorkommen, — die D a u p h in e e r Bergkrystalle sind
in der Regel dadurch kenntlioh, daß eine dec Zuspia
F f
ngsflächen sich auf