
Von der Gesammiheit -der Gestalt der Lothe liSugt die Gestalt des Ge*
birgcs ab.
d. A b f ä l l e .
Die beiden Neiguijgen der Gebirgsmassen gegen den HorizJnit, oder
gegen die Theile, welche von dem-Haupt-Gebirgsrücken sich Aach herunter
ziehen und, Von diesem an, den ganzen Raum bis hinunter zum Fufse' ein-
nehmen. Sie werden von den Abhängen der einzelnen Berge gebildet und
erhalten ihre ‘Benennung durch die YV-eltgegcncUn, denen site znliegen, oder
sie werden nach der geographischen Länder-Abtheilung .benannt, da der
Haupt- Gebirgsrücken sehr oft die politische Grenz - Linie- nusmacht. Zugleich
■»dienen die beiden einander entgegengesezten -Abfälle eines Gebirges zur Be-
■ S tim m u n g der Breite desselben.
Es ist bemerkenswerth, dals di.e in eisten beträchtlichen Gebirge
nach der einen Seite hin sehr ste il, nach der - ändern sein* sanft
abfallen.
: _ Die A l p e n sind; nach Italien hin w e it abschüssiger, -als nach IIcl-
Vet¡eli z u ; der Abfall der 1*y~r e nU e n iSt bei-\VeiteÄ jäh e fA u f der
Südseite., als nach der nördlichen Richtung-hin.
-e. F u-f-s.
Derjenige Tlieil, v w o die Abfälle sich in die Ebene verlaufen. -Der
Fufs begrenzt den ganzen Umfang des" Gebirges, um welches er sich herumzieht
und stöfst allenthalben an die Abliäuge an. Meist -ist er von geringer
Höhe und besteht aus h-üglichem -Lande.
Bei zwei unmittelbar aiieinaiidorstofsenden Gébirgen, wo eine
gegenseitige Berührung der Abfälle statt lind et, verschwindet der
1‘uXs.
•£ E n d e n . ■ '
I
Sie erhalten ihre Bestimmung nach dem Haupt - Gebirgsrücken und nach
der Länge des Gebirges, denn sie sind als die Endpunkte des erstereu zu
betrachten.
■g. A tm « ,
Die Stücke des Gebirges, welche von der Hauptmasse desselben unter
verschiedenen Winkeln sich losziehen, landeinwärts mehr oder weniger weit
sich ausdehnen, getrennt werden und mit der Gruppe des Gebirges nur in
einer höheren Stelle der Erstreckung und in einer gröLcren Breite zusammenhängend
fortziehen.
Als eigenes Gebirge lassen sich die Arme nicht betrachten, denn
von" dem Punkte ihrer Trennung vom Haupt - Gebirge an Xiudet
zugleich eine Abnahme an Höhe statt.
li. J3 u s e ir.
Einbiegungen welche mau an den Abhängen zumal aber am Fufse
mancher Gebirge findet.
i . M u l d e n .
Beträchtliche Vertiefungen oder Aushöhlungen an den Abfällen,
lt. P l a t t - e n .
Abgeplattete Partliien an den -Abfällen. Zuweilen ist ihnen eine ziemliche
Erstreckung eigen.
B. D i m e n s i o -n -e n.
a. Hö h « .
Höhe 'des Berges oder des Gebirges ist die Vertikal-'Linie Von der
Spizze desselben bis zur erweiterten Oberfläche des Meeres unter -demselben
Parallel-Zirkel., oder, geognostiscli genommen, von der Sohle des Fufses
bis zum erhabensten Punkte des Gipfels.
Man bewirkt die nähere Bestimmung dieser Linie durch unmittelbare
.geometrische Ausmessung, ©der durch. Nivelliren, oder vermittelst
des Barometers.
Nach der Höhe theilt man die Gebirge in :
1) H o h e G e b i r g e , übet Ì0 0 0 Toisen ;
Die K o r d i l l e r e n , die F y r e n ä t e n , die S c h w e i z e r tihd
T y r o ì e r Alpen. _
2) G e b i r g e m i-ftl?e r a r H ö lP e , zwischen?“50X) und 1000 Toisen;
Der H a f z . - d a s ’E r z - G e b i r g e , das ’R i e s e n -G e b i r g u .
3 ) N i e d r i g e G e b i r g e , unter 500 und über K)0 Toisen;
-Die R h ö n , das V ö g e'l s - ’Gebirge, 'der T a u n u s , der H a -
b i<-h t s w a 1 d.
® er höchste bekannte Be rg , der C h i mb. o r a s . s o , erhebt sich
119,302 Pariser Fufs Uber die Mecresfläche. Diese Höhe betrügt nicht
einmal 1 des gröfsteh ütafahgs der Erde und keine 1 ihrer A x e. ■«ooo ; "JSÖÖ
Durch »die Einwh-knngen ¿der Atmosphärilien ufid 'der Gewiiss
erleidet die Höhe der Gebirge eine , stete Abnahme. Diese Erscli •
nung hatte läuchn in'ifriiLei-en Zeiten schon statt, . darum lafs,
'Bich nicht bezweifeln, dafs 'die -Erhabenheit -derselben vormals vvej
-beträchtlieher war-, -als gegenwärtig. fr
•b. L f in g e . . ,
Die Erstreckung de« Hauptjoches -bezeichnet die Länge des;. Gebiioh
Mail hat:
1) L Iaup t -G e b i r g e , über 3 0 Meilen.
Die P y r e-n ä en , der Böhm er W ald, die -A 1 p e n-, das hj.j
-3 e n -G eb ir g e.
2 ) M'i 11 e l - G e b ir g e , von 10 bis 3 0 Meilen.
Das F ich t e l-G eb i r ge , die V o g e s en , der H arz, der Wj
s te r'W a 13, das E'rz. G eb i rge.'
3 ) K l e i n e G e b i r g e , nicht über 10 Meilen.
Der SpQs.sart, das -B öhmisch e Mi 11 e l-.G eb irg e , J
Rhön -'Geb i r g e.
■4) G e n z k l e i n e G e b i r g e , von unbedeutender Erstreckung I
Der H a b ic h ts w a l ‘d,' der ltifFhäu,se'r~'in' Th’ttting eJ
•et B r e i t e .
Sie wird durch die Abfälle von selbst bestimmt. Nach diesem Dimes,
'sions-Verhältnisse gibt es
-i) -b r e i t e , und
■2) s ch m a 1 e G e b i r g e.
Aus dem Relativen der Länge zur Breite ’entspringende 'Verhältnisse,
Die Gruudflächckform ist unterschieden j •entweder mehr läng als breit
oder es findet ein ungefähr gleiches Verhalten der Dimensionen statt, dabei;
i ) K e t - t e n -G e b i r g e ., beträchtliche Länge in Hinsicht der Breite,
-Das E r z>G ebi rg-e , der B ö lirner- Wa-1 d, das F,-i ch te 1 - G»|
-hir.ge., das R ie sen -G o b irg e -
Die Ketten - Gebirge ziehen -entweder in gerader oder in krummer Liuj
fort.
Die Berge bilden bei-weitern 'häufiger Gruppen, als Ketten; selba
die scheinbarsten Ketten sind oft 'nur. Reihen von Gruppen., uni
der Abhang einet Plattform 'oder erhabenen Ebene stellt sich nicht
-selten>, von einer Seite angesehen, als Kette dar.
42) M a s s e n -G e b i r g e , Länge und Breite in ziemlich gleichen
Verhältnisse.
Der H a r z , die Al.pen, der P ik de T e y d e auf TanJ
.•< x -ifie . ■
C. E i n z ‘fe 1 n li fe i t.
-Die -Bestimmung der Einzelnheit eines Gebirges wird durch' Nachsteller
»des motivirt;
a) das- Gebirge müfs eine Gruppe bilden und in seinem Ganzen ei«
-unregelmäfsige pyramidale Form zeigen:
<b) in seiner Mitte mufs es die gröfste Verbreitung und die gräte
Holte haben und nach allen Seiten abfallen-;
c) seine Länge mufs die Breite -übertreffen;
• d) es kann zerschnitten, aber nie durcliiehnitten seyn -;
Bei Gebirgen.., welche aneinanderstefsen.,'' ist stets 'die Einzelnheit der-
selben unverkennbar, denn narch derri. Vereinigungspunkte zu nehmen sic n|
Höhe a b , werden schmäler und laufen von einander nach verschieden«!
'Richtungen ab und verschiedenen -Weltgegenden zu.
Die Theilung .zweier aneinanderstofsender Gebirge ist stets durch «S
grofses Hauptthal bewirkt _y 1 -
Die Gebirge - eines Hoohlandes reihen sich meist in Zügen -an einander.
^ 'D. G e s t ä 1 *t.
'■r. A 1 p eto - G e b i r g ö-
Hohe, aus einzelnen (Massen zttsammeugesezte, Gebirge Von weiter Et'
Streckung. Die Form der-Berge, welche das Alpen - Gebirge bilden, ist di«
eines Kegels und eine unbestimmte Zahl solcher kegelförmig -gestalteter Bttffi
finden sich 'aiiein einzelnes, auf gleiche Weise zwammengeseztes, oft sch*»!
ansehnliches Stück - Gebirge , wie an einen gröfsea -Hauptkegel angereil>d|
Diese, aus Kegeln bestehenden, Stück-- Gebirge (jS c'h ö c k e ) -konstituiren v'it’
der mehrere Reihen von Gebirggjochen, welche dem höchsten Hauptjoche iu';
laufen. Charakter -der ’Alpen ist ferner Ihre 'Zusammensezzung ans einer 11
bestimmten Anzahl kleinerer Gebifge, in denen die einzelnen Kegel frei $te‘
lien, so dafs-, hat man -nur die absolute Gröfse der AJpenjoche im Auge usä
vergleidit damit -nicht die geringere Höhe der die gemeinen Gebirge bildenden,
man wohl einen Schock in jenem, an die Stelle eines Berges m lezter«1
treten- lassen kann, von dem man dann gleichfalls sagen dürfte^ er sei« au5
einer Anzahl*'einzelner frei -stehender Berge zusammei^gesezt.
Die Alpen - Gebirge sind die höchsten, längsten und- erstrecktesten
Haupt-Gebirge. Sie gehören im Einzelnen den Massen - Gebirgen, im
Zusammenhänge des .Gänzen aber den gröfsten Ketten - Gebirgen an.
Die A lp en in .11 c 1 v,e t i e iv> Tyr ol u. s. w.
b. G em e in e G e b irg e .
• Einfache .aneinanderstofsende Reihen von meist.sphärisch gestalteten Ber-
Sie bestellten aus Gebirgsjoclien , welche ihre Zusammensezzung durch
J Aneinanderreihung einzelner frei stehender Kuppen 'erhalten, die gegen
I mittleres hohes Hauptjoch, den Gebirgsrücken, lnnanlaufen.
I Hierher gehören .die meisten Gebirge mittlerer Höhe und mittlerer Er-
teckung, auch einige Haupt- und hohe Gebirge. '. Sie zerfallen in :
ää) g r o f s e g em e i'iie G eb i:r g e ;1 Hohe Ketten - Gebirge, den
gröfseren Haupt- _ und Mittel - Gebirgen angehörig, mit langen,
weit erstreckten Abfällen,
bb) m i t t l e r e g em e in e G e b i r g e . Ketten- , • seltner Massen -
Gebirge, von mittlerer Ilöhe und Länge und den kleineren Mittel
- Gebirgen, zugehörig."
ec), k l e i n e u n d g an z k l e i n e g em e in e G e b i r g e . Niedrige
Massen-, seltner Ketten - Gebirge. Mittel - Gebirge- von. geringer
Erstreckung und kleine Gebirge.
c. K e ge 1 -G o-bi r ge.
I Sie sind dem bergigen Lande nahe verwandt und erheben sich nur ein-
man findet sie jedoch stets unter sieh zu bestimmten Gruppen verbnni.
Ihrer Zusammeiuezznng nach bestehen sie aus wenig zusammengeh-äufteu
Tgeu , die eine nicht beträchtliche Breite und eine geringe Verkettung liabeivj '■
durch'sie ein besonderes, sehr bezeichnendes, gezacktes Anselxn gewinnen.
I findet bei denselben keine regelmäfsige Erstreckung statt und ihre Längen-
jdelinüng Jicfse sich fiiglicher als eine Verbreitung betrachten, denn sie
Xen nicht in Gebirgsjochen einem allgemeinen Hauptjoche zu , ungeachtet
1 höclisceii Punkte gewöhnlich'in der Mitte liege«. Die Trapp- und Por-
V - Formationen stellen die Kegel - Gebirge im häufigsten dar. •
, Das. V o g e ls -G e b ir g e , das Rhön-G„ei»irge, das Bühmi^
seh e M itt e l-G eb ir g e .
Die Kegel-Gebirge sind ferner entweder:
.G a n z e G e b i r g e , Massen - ^ seltner Ketten - Gebirge, niedrig,
weniger häufig von mittlerer Hohe und von. kleiner oder ganz g e - '
ringer Verbreitung ; oder S t ü c k - G e b i r g e , ohne Masse , nur
noch gegen einander gruppirt und dem 1 bergigen Lande sich nähernd;
niedrig und klein.
Z u s a m m e n ~ li a n g- o d e r T r e n n u n g . ,
a. Z u s am m e n h a u g.
aa. A n e i n a n d e r s t o f s e n d e G e b i r g e.
Gebirge, welche entweder mit der Gesammtheit ihrer Masse an eia an-
jres Gebirge sich reihen, oder deren Fufs wenigstens mit dem eines anderen
■birgcs verbunden ist. .E in Hauptthal, das zwei Gebirge von einander
,nnt, macht hierin keinen Unterschied.
Durch das' Aneinanderscliliefsen mehrerer Gebirge.auf die erwähnte Weise
jtstehen G e b i r g s z ug e. 1
Einen solchen Gebirgszug stellt. d a sF ic h t e l-G eb ir g e dar, welches
mit dem’E r z -G e b ir g e , mit dem R i es en - G ebi rge und
mit dem S ch 1 esi s ch - M:i h r is c h en Gebirge, und durch dieses
mit den Karpathen zusammenhüngt-
bb. I s öl ix t e G e b i r g e .
Gebirge, welche nach allen Seiten dem hügelichen Lande oder d.er Ebene
»llsn.'
b. H a u p t -T r e n n u n g e n .
Diese werden bewivkt:
\ *a. durch E b e n e n ;
Eine Ebene trennt das Ta u r isk i s e h e Gebirge von den K a rpath
en .
| bb,. durch Thäler;
Ein Hauptthal scheidet die T y r o le r Alpen von den Alpen Hel-
v e t i e n s , und den S. c h-.w är v. w a 1 d von den V o g e sen ,
cc. durch b e r g i g e s üiid h i ig e l i c h e .s Land;
So wird der S pe ssa r t vom Taunus geschieden.
M. durch W o nd » u g eil (tusge.ieicllnete V.rlndcmngcn in der Richtiing)'
Eine 'VVendung trennt diifKarpä tlien von dem S ch le s is c h e n
Gebirge, das F i c h t e f - G eb ir g e vom E r z -G e b iig e Sachte
Auf Jen Z u s a m m e n h a n g d e r T h ä l e r - i s t noch eine Unterscheid
| ng der Gebirge begründet, nämlicli:
aa. z u s a m m e n h ä n g e n d e G e b i r g e , «ui* 'sparsam von .Thälern
getrennt ;
bb. s t ü o k l i c h e G e b i r g e , sehr häufig und in geringer Entfernung
▼Oa Thälern durchzogen.
IV. Besondere und allgemeine Vertiefungen
der Erdoberfläche.
1. Ve r t i e fu n g e n des fes ten L a n d e s und
der Geb i rg e im Be sondern.
A. T h ä l e r .
Meist rinnehförmige Vertiefungen, welche das Volumen eines* Gebirges
trennen und so eine gmppeuartige Abtheilung desselben bewirken, aber nie
den Gebirgsrücken zerschneiden. Ein sanftes und langes Ileribziehen liegt
ini Charakter der Thäler. Meist sind sie nach dem Fufse des Gebirges hin
ablaufend. Iu größeren Gebirgen tritt auch häufig der Fall e in , dafs eine
wannenförmige Vertiefung unter der Thalsohle zu finden is t, alsdann bildet
sich ein See , weil liier der Aifliäufungspunkt der Gewässer ist. In den
Thälern entspringen die Quellen und Sammeln sich zu Flüssen und Strömen,
welche mit den Gebi,rgsreihen parallel fliefsen. A b d a c h u n g d e s T h a i e s
nennt man die schräge Absenkung zwischen zwei gleichen Gebirgen, bis
zur Tiefe-eines Flusses.
a. T h e i 1 e.
aa) D i e b e id e n E n d e n , wovon das eine in ein anderes Thal, oder,
was jedoch seltner is t, in. die Ebene sich, verlauft, das entgegenge-
sezte Ende aber s^ch,. nllmählig mit ansteigender Sohle au dem Gebirgsrücken
hinaufzieht und in diesen endlich verfiieist. Häufig sind
auch die Thäler durch einen vorspringenden Winkel der sie umgebenden
Bergkette fast versperrt.' Man unterscheidet zwischen E in g
a n g und A u s g a n g des Tfiales.
Schmale Eingänge in Thäler nennt man P ä s s e oder D e f i l e e n .
Vormals, da jedes Thal von einer besondern unabhängigen Völkerschaft
bewohnt wurde, liiefsen solche Fasse T h i i r e n d e r
N a t i o n e n .
.7 Dergleichen waren die P f o r t e n d e s K a u k a s u s , die K a s p
i s c h e n , P f o r t e n , der P a f s v o m I s S u s u. s. w . Zwischen
- S c h w e d e n und N o r w e g e n , in der Nähe von S k i a e r d a l ,
' giM e« eine solche P fo rte, die durch verschiedene Felsenmassen gebildet
w ir d , welche fast genau in längliche Parallelogramme zerschnitten
sind und mit senkrechten Mauern begrenzte Wege einschlies-
s^n. Die ungeheuersten P fo rten , w e lch e man kennt, linden sich in
den A h d e n ; , hier haben manche eine Tiefe v on 7 ^ 8 0 0 Toisen.
bb) D i e S o h l e , der untere Theil der rinnenförmigen Vertiefung,
, welche ein Thal zusammeiisezt und die durch das Anfinanderscofsen
zweier Bergfüfse gebildet wird. Die Thaliohle enthält meist das
Flufsbette des in ihr rinntehden Wassers.
Jf. D im e n s io n e n . • %
aa) G r ö f s e.
Ha u p 11 h ä l e r , die vom hohen Gebirgsrücken, oder vom Mitte]joche
bis zum Fufse des Gebirges herablaufeu. Sie enthalten gewöhnlich
das Hauptgewässer.
Im E r z -G eb ir g e das M u ld e th a l und das W e ifs tr iz th a l.
N e b e n t h ä l e r , die kleinen, dem Hauptthale zulaufenden, Thäler,
welche entweder vom hohen Gebirgsrückenoder von einem Seiten-
. joche in ein anderes Thal, oder in den Fufs des Gebirges sich ziehen.
Ihr Gefälle ist steiler als das der Hauptthäler und nimmt a b , je
, mehr sie sich diesem nähern. - Man theilt. sic e in :
■' Vf) ,iach ihrer Erstreckung ' in g r ö f s e r e und k l e i n e r e und
ß ) nach ihrer Lagej in in n e r e und äf!u f s e r e T h ä l e r .
. bb) W e i t e .
Das Thal ö f f n e t s i c h , wenn es mehr Weite als gewöhnlich an-
Niedrige Thäler erweitern sich in dem Mafse,' als sie sich von
den Bergen . zweiten Ranges entfernen, bei welchen sie anfangen
■ und verlieren sich nach und nach in der Ebene. Ilire aus- und
einwärts gehenden Winkel entsprechen einander regelmäfsio- j aber
sie sind sehr' stumpf. Häufiger wechseln die Hauptfornien' des
Thaies auch mit dem,Gefälle der Flüsse, welche sie. beherbergen;
je stärker jenes, um so schroffer die Gehänge, um so enger die
Sohle, im Verhältnisse zur Wassermas.se des Flusses.
Das Thal s c h l i e f s t s i c h , d. li. es verengt s ich , oft in so hohem
Grade, dafs die Gebirgsrücken fast aneinander stöfsen.
cc)'. T i e f e .
Sie wird durph die Höhe der, die Thäler begrenzenden, Bergjoche
bestimmt. Man hat:
s e i c h t e und t i e f e T h ä l e r .
Zu den tiefsten ThHlern gehören die der A l p e n und der P y r e n
ä e n und namentlich die der K o r d i 11 e r e n. Leztere sind, nach
HuMBOi,pT's Zeugnisse, Klüfte, deren Grund und Rand mit einer