
kraftvollen -Vegetation geschmückt und deren Tiefe o ft so ansehnlich
is t , dafs man den Vesuv und den P u y -d e -D om e hinfemstollen könnte,
ohne dafs ihre Gipfel über den nächsten Gebirgs - Saum hinwegragten*
— Von den Klüften von G h o t h a und K n t s k o hat die eiue über 1500
und die andere über 1500 f i i i s perpendikuläre Tiefe*.
c . , 11 i c h t u n g.
aa) G e r a d e T h ä l e r , welche stets eine und dieselbe Richtung in gerader
Linie verfolgen.
bb) G e k r ü m m t e T l i ä l e r , die mehr oder weniger beträchtliche
Wendungen zeigen, welche zuweilen durch vorspringende, ein.- und auswärts
gehende, Winkel eine eigene Art von Regelmäfsigkeit in ihren.
Krümmungeu bemerken lassen.
So sieht nun in den P y r e n ä e n Thäler, deren Biegungen einander
so vollkommen entsprechen dafs , w e n n die sie trennende Kraft
auf eine entgegengesezte Art wirkte , ihre Hügel' sich so mit einander
vereinigt haben w ü r d e n , dafs keine Spur einer Trennung z u be -
cc) G feg e n th ä 1 e r , welche auf der entgegenstehenden Seite in Thä-
ler eingetricben sind, wo wiedor andere Thäler senkrecht abschiefsen.
Sie sind nach Verhältnifs der lezteren gröfser oder kleiner und haben
die Figur eines halben Mondes. *
dd) Kr e i s t h ä l e r , lange, tlieils mit dem Weltstrome, tlieils gegen
denselben kreisförmig gekrümmte Wendung von Thälern, in welchen
ein Bach flieist.
ee) K r e u » t h ä l a r , wenn zwei Thäler von beiden Seiten, einander
gegenüber, in ein drittes treten.
d . S t r e i c h e n .
Dieses wechselt: ■
aa) in Hinsicht seiner Verschiedenheit nach der Zahl und
bb) in Hinsicht seiner Richtung der Gebirgsjoche.
Die Thäler des Fichtel - Gebirges streichen nach allen Weltgegenden
und fast in allen Stunden. D ie Hauptthüler des Erz-Gebirges hingegen
streichen fast alle in St. 1 0 , 1 1 , 12 und gehen nur in einzelnen Th eilen
aus diesen flachen in stehende Stunden über , da sein Abhang gegen
Nordost ist; __
B* S c h l u c h t e n .
Vertiefungen des Gebirges, wie. die Thäler, nur kleiner als diese,
schroffer ansteigend, tiefer einschneidend und abschüssiger.
Die Schlachten steigen aus den Thälern an, laufen an dep Gebirgsjo-
chen hinauf und thcilen sie in einzelne Berge ab. Oft scheiden sie selbst
nur die Kuppen eines 'einzelnen Berges. Sie laufen nicht mit dem Gebirgsrücken,
wohl aber mit der gebogenen Fläche der Berge parallel.
Sehr selten findet man in den Scjilu.htcn ein fiiefsendes Wasser,
meist enthalten sie nur Tagewasser.
C. W a n n e n .
Beträchtlich weite Vertiefungen*, die sich Uber mehrere Berge und Thäler
wegziehen. Sie werden häufig durch das Offnen der Thäler gebildet.
D . K e s s e l .
G e b i r g s k e s s e l . Sie finden sich zwischen mehreren Gebivgen
und Umgebungen ' m it bergigem Lande. Tn ihnen trifft man die
Flufsbette, deren man gröfsere für die Hauptflüsse, kleinere für die
Nebenflüsse hat, diese stehen jedoch stets mit jenen im Zusam-
■ m e n h a n g e .
Im vormaligen Zustande dürften diese Gebirgskessel Seen gewesen
seyn.
B ö h m e n , O b e r s c h w a b e n und die R h e i n l a n d s haben
mehrere Beispiele der Art aufzuweisen.
Aufser den trockenen Gebirgskesseln trifft man auch vie le , welche noch
mit Wasser angefüllt1 sind. Häufig sieht man sie auf den hohen Gebirgsrücken
der Granit-Gebirge. Das in denselben befindliche Wasser durchbricht
nicht selten seinen Damm und richtet grofse Verheerungen an.
Beide Arten der Gebirgskessel bieten Beweise für die vormalige
grofse Wasser-Bedeckung dar.
G e s c h l o s s e n e K e s s e l . Rundlich geschlossene Thäler. Man
trifft sie seltner und nur im hügeliclien Lande, namentlich im Flöz-
Gebirge. Sie sind meist mit Wasser angefüllt, welches einen periodischen
Ab- und Zuflufs hat, so dafs es zu Zeiten ganz ablauft und
der Boden des Kessels alsdann vollkommen trocken erscheint, nach
kürzerer oder längerer Frist aber füllt sich der Kessel wieder mit
Wasser an.
D e r Z i r k n i z z e r See, der J a r s e r o auf’der Insel C h e r s o n u. s. w.
E . E r d f ä 1 1 e.
Gröfsere oder kleinere Einstürze oder Vertiefungen, welche an ihren!
tiefsteu Punkten enge sind -und sich regelmäfsig nach oben zu .erweitern!
Am Läufigsten finden sie sich im hügelielien Landen seltner im Gebirge UJ
dann nur. am Fufse desselben und im Flöz-Gebirge (so im Kalksteiue unjl
Gypse).
Ihren Ursprung dürften sie den K a lk s c h l o t t e n verdanken.
(Unterirdische Höhlungen und Weitungen, die durch Auflösun.
und Attsspühlung des im Gypse befindlichen Steinsalzes entsteh^
und tief ujedergelien.)
In der Regel-sind sie mit Wasser angefüllt.
Beispiele liefern die S c h w e i z . T h ü r i n g e n u . ä. D.
F . H ö h l e n .
Mehr oder weniger beträchtliche Spaltungen, welche, ohne ausgefüllt J
seyn, die Gesteinmassen durchschneideu. Einige bestehen aus Zwischenräume^
dia , im Momente der ’Krystallisirung ' «wischen den Fels - Gebilden blieben,
die meisten aber scheinen ihre Entsteh ßng dem Zurückweichen, , oder der
Senkung des Bodens zu verdanken. Es gibt sehr beträchtliche Höhlen, in.
dessen hat man die Ausdehnung der meisten bei weitem übertrieben.
Die Tiefe der Höhle v on E l d o n in D e r b y s h i r e hat sichj
nicht mit einer 1600 Toisen langen Bleischnur ausmessen lassen.
Manche Höhlen bieten merkwürdige Natur - Erscheinungen daJ
Einige sind darum interessant, weil aus ihnen iin Sommer fiskald
Winde wehen.
Die Höhle im Berge E x o. unfern T u r i n.
Bei ändern überziehen sich die Wände im Monate August mit
E is , das im Dezember schmilzt.
Die G r o t t e N o t r e - D a m e d e B a lm e i n der Gegend v«
G r en ob le .
Noch andere bewahren Stalaktiten, oder, kalzinirte und yersttij
nerte Knochen in . ungeheurer Menge. Diese sind für ¿den Geologe*
besonders wichtig, denn in ihnen findet man ganze Generation«
vormals lebender Wesen begraben.
D ie B a u m a n n s h ö h l e bei B l a n k e n b u r g } die G e ile «
r e u t e r H ö h l e im B a i r e u t h i s c h e h u . s. w .
Die Ursachen, welche die Höhlen hervorbrachten, hatten sonder Zwcift
einen Wirkungskreis, der bei weitem gröfser is t, als jener unserer .Beobad
tunken und verschiedene Phänomene, wie namentlich die Erdbeben, sch«
neu das Daseyn von Höhlungen anzudeuten, die um vieles beträchtlich«
sin d , als jene, welche wir kennen.
Es gibt Höhlen , welche tiefe Brunnen und Sammlungen vo
Wasser einscliliefsen; leztere sind oft so ausgedehnt, dafs sie schoJ
; den Naifien' unterirdischer Seen verdienten. Einige Höhlen v«j
schlucken ziemlich beträchtliche fliefsende Wasser; aus ändern ent
springen Bäche pnd Flüsse.
Aehnlicbe Erscheinungen bieten die zahllosen Höhlen der Julia«:
s e h e n A l p e n i n K r a in yund K r o a t i e n dar. Das periodisch
Verschwinden des Z i r k n i z z e r Sees gefrört hierher.
Einen besonders pittoresken Anblick gewähren die Höhlen im ft
salte, wo nicht selten Tausende von liasaltsäulen ein majestätische
Gewölbe tragen.
Die prächtigste unter allen bekannten Basalt - H öh len , ist unstreu
die F i n g a l s - G r o t t e a u f S t a f f a .
G. K r a t e r .
Die Feuerschlünde der Vulkane; sehr grofse Vertiefungen, oft,von visj
len Klaftern im Durchmesser. Sie finden sich auf dem Gipfel, selten au ia
Abhängen der Feuerberge. Ihre Form ist,, die eines Trichters oder umgekelir
ten Kegels. Aus dem Krater werden Schlacken und Asche ausgeworfen, au"
dient er zum Ausströmen der flüssigen Lava.
Je mehr ein Berg durch seinen Krater ausgeworfen hat, desW
gröfser ist auch sein Aschenkegel im Verhältnisse zur perpendii*
lären Höhe des ganzen Vulkans.
So mifst der V e s u v 606 Toison und die Höhe des mit Asche bf.
deckten Kegels beträgt 20 0 T. D er P i k von T e n ' e r i f f a hat ein*
Totalhöhe von 4.904 -T. und der Aschenkegel'mifst 84 T. Ein BewC.
dafs der leztere mehr durch die Se iten , als durch den Gipfel ausje
w o r fen hat.
Der Krater ist keine unermefsliolie Höhlung unter dem Berge, • sond<«j
eine Sammlung von Höhlen übereinander, durch Wände und (Gewölbe M
Lava geschieden. Seine Tiefe ist das Mafs, um die wahrscheinliche End^
nung gröfser Lavaströme zu bestimmen. Aber nicht immer sieht man p |j
Tiefe.im gleichen Nivdau, gar oft steigt der Boden stufenweise herauf
erhebt sich zu Zeiten selbst über den Rand, sö dafs er die Spizze des "“j
ges bildet.
Während der Lava - Ausbrüche erleidet die Tiefe des Kraters kein? “1
derung, allein nach der Eruption vergröfsert sich der Schlund oft überm»
fsig. Seine Wände fallen senkrecht in die Tiefe hinab. Die lockere Ab55*’
aus welcher sie zusammen gesezt waren, reifst sich unaufhörlich von ■-$
sie nicht unterstüzzenden Seiten lofs und stürzt dem Abgründe zu.
Manche Feuerberge¿ sq. namentlich der Pik' von T e n e r i f f a
und' der K o t o p a x i haben auf ihrem Gipfel einen Grath, oder
eine kreisförmige Mauer, welche den Krater umzieht.
Die Gröfse des Kraters hängt nicht einzig von der Höhe und
' der Masse eines Berges ab , dessen hauptsächliches Luftloch er bildet.
Diese Öeffnung steht sogar selten, in geradem Verhältnisse
mit der Intensität des vulkanischen Feuers, oder mit der Tliätigkeit
des Vulkans, j
A u f dem V e s u v ," der nur ein Hügel ist in Vergleich mit dom
P i k auf Teneriffa, ist der Durchmesser des Kraters fünfmal gröfser.
D e r G e d a n k e , dafs d ie s e h r h o h e n V u lk a n e w e n ig e r M a te r ien
d u r c h ih r e n G ip fe l a u sw e r fe n a ls d u r c h S e i t e n -Ö f f n u n g e n . , k ö n n t e
z u d em Glauben- f ü h r e n , da fs, j e 'n ie d r ig e r d ie V u lk a n e s in d , de sto
b e d e u t e n d e r , b e i g le ic h e r Stä rk e u n d T l iä t i g k e i t , ih r e Krate r s e y n
xnüfsten.
So gibt es ungeheure Vulkane in .den Anden , die nur sehr kleine
Oeffnungen haben und' es liefsc sich das geologische Gescz aufscellen,
dafs die kolossalsten Berge an ihrer Spizze nur Krater v on kleinem
Umfange hab en , wen n nicht die Kordilleren z. B. der K o t o p a x i
und der R u k u p i c h ’in c h a , deren Krater, nach U l'm b o ld i’í Melsu
n g e n , 4 — 70.0 Toisen im Durchmesser haben. Beweise v om -G c -
genthefle darböten.
Was die Tiefe der Krater betrifft, so verändert sich diese bei
einem Vulkane, dessen Thätigkeit vorzugsweise gegen die Spizze gerichtet
ist wie bei dem Vesuv , vor und nach jedem Ausbruche.
Feuerborge, welche seit Tausenden von Jahren nur durch- ihre Seiten
ausgeworfeu haben, verkünden dieses durch die innere Beschaffenheit
ihrer Trichter. •
Zu den Vulkanen der leztern Art gehört der P i k a u f T e n e r
i f f a . Es ist b ek an n t, dafs v iele Feuerberge in den Zwischenräumen
v on einer Eruption zur ändern ausgefüllt und erloschen scheinen;
dafs aber alsdan
unebenen, klinge
.der vulkanische Schlund Schichten von äufserst
len und glänzenden Schlacken aufzuweisen har. Es.
erscheinen daselbst kleine Hügel, Aufblähungen , , w e lch e Folg«
elastischen Dämpfe s in d ; Kegel v o n zerkleine
A sch e , unter denen'man. Dampflöcher, verbc
diese Phänomenei sind dem Krater des P
n ich t'in dem Zustande, w elch er durcl
' herbeigeführt Wird. Durch die Dauer dfer Zei
kung den Diinsre rissen sich die Wandungen tö:
Becken mit grofsen Blöcken steinartiger L aven. :
2. Seegrund.
Schlacken r
■erborgen wahrnimmt. Alle
s fremd. Sein Grund—biieb
das -Endo eines Ausbruches
und durch die W ir -
und überdeckten das
Für1' den Seegrund ist seine meärige Lage, beeeiehnend, sowie die grofsen
nbWläten , welche er bildet. Beide Kriterien unterscheiden ihn zur Ge-
. YOm festen Lande. Er übertrifft' dasselbe um das Gedoppelte an Raum,
I mit salzigem Wasser bedeckt und durch eine zahllose Menge organischer
schöpfe'belebt. Ihm sind die gröfsten Vertiefungen eigen, welche mic
niger bedeutenden Erhöhungen wechseln.
A. V e r t i e f u n g e n ,
a. D i e M e e r e ,
aa) G r o f s e s s ü d ö s t l i c h e s B e c k e n , w e l ch
e s de n B e d e u t e n ds te n T h e i l d e r , m ix W a s s e r b e d e c k t
e n , H a lb k u g e l d e r E r d e e i n n im m t .
I) S ü d l i c 'h e r O z e a n ( s ü d l i c h e s E i sm e e r ) . Seine Grenze
läfst sich durch eine Linie bestimmen, die vom K ip H o rn bis
' z ü r n V o r g e b i r g e d e r g u t e n H o f f n u n g , v o n da nach
D i em e -n s la n d , und d u r c h den Süden v o n N e u - S e e l a n d z u rück
nach dem K a p H.o r n g e h t.
II) 0 s t l i c l i e r O z e a n ( s t i l l e s M e e r ).
l ) Der g r o f s e A r c h i p e l , der The il, welcher zwischen
N e u - S e e l a n d im Süden, den M a rk e s a s - I ns e l n im
O s t e n , der Insel Fo r iñ o s a , im'Norden und der Meerenge
von M a l ana im Westen begriffen ist,
2 . Der ö s t l i ' c h e O z e a n d e s N o r d e n s , zwischen A s i e n
und N o r d -A m e r ik a . Die Mittelseen von J a p a n und
K am t s c h a t k a und B e .h r i n g s - M e e r machen Theile
2 ) Der A t l a n t i s c h e O z e a n , von der vorhergehenden
Grenze an, bis zu dfcn nächsten Spizzen von B r a s i l i e n
und G u in e a . Als Zweige gehören hierher: das m i t t e l l
ä n d i s c h e M e e r und seine Meerbusen; der M e x i k a n
i s c h e B u s e n it, s. w . , die B a f f i n s - und H u d s o n s -
b a y , oder das M e e r d e r E s k im o s ,
' 3 ) U ßr Ä t h i o p i s c h e O z e a n , zwischen B r a s i l i e n
und A f r i k a , bis zu der L in ie , welche vom Kap H o rn
zum V o r g e b i r g e d e r g u t o n H o f f n u n g geht,
b . D i e B a s s i n s .
Man unterscheidet:
aa) M e e r b u s e n , G o l f e , wenn sie tief landeinwärts gehen;
bb) B u c h t e n , R lted e n , wenn der Einschnitt, welchen sie machen,
flacher is t, und
cc) M e e r e n g e n , S t r a f s e n , K a n ä l e , die 'sich zwischen zwei
Ländern durchdrängen.
B* E r h Ö l i u n g e n .
a. F l a c h e r S e e g r u n d .
Er steht zwischen dem festen Lande und dem Seegrunde mitten inne
und macht gleichsam den Übergang des einen zum anderen. Für den Seegrund
ist er das, was die Ebenen für das Hochland sind. Seine Tiefe
mifst selten mehr denn einige Töisen und ist mit Sand bedeckt. Der flache^
Seegrund bildet die sogenannten Untiefen. — Hierher gehören :
aa) Die D ü n e n , unbedeutende Erhöhungen, oft nur von 30 —
50 Fufs, aus dem, von Meereswogen aufgeführten, oder durch Flüsse
angeschwemmten, Sande zusammengesezt. Sie. konstituiren an manchen
Stellen des Meeresufers, Wülste, welche zum Theile aus mehreren
Reihen bestehen und vor den Küsten hin ges treckt liegen,
bb) Die B ä n k e . Erhabenheiten des Meeresbodens, so beträchtlich,
dafs durch sie Untiefen und seichte. Stellen konstruirt werden
(S a n d b ä n k e ),.
b. K l i p p i g e r S e e g r u n d .
Bildet ganze „Züge von Erhöhungen und Vertiefungen und die, über die
Wasserfläche hervorragenden, Inseln und Klippen sind als die Gipfel der
höchsten Punkte zu betrachten. Es findet hier auch ein Zusammenhang
■ und eine gewisse Gruppirung statt, ungeachtet diese submarinischen Gebirge
bei weitem nicht so regelmäfsig sind , als die des festen Landes. Ebenso
scheint das ganze Verhältnifs ihrer Oberflächen - Ausdehnung sehr verschieden
zu seyn.
c. R i f f e .
Reihen von Korallen und anderen Felsen, welche an den Küsten sich
hinziehen. Ihre Zahl ist ungemein beträchtlich. Die Korallenriffe sind das
Werk von Zoophyten. Sie deuten das Alter der Erdoberfläche an.
Auch die Küsten des Meeres und der Seen dürfen nicht unbeachtet bleiben.
Sie sind die äufsersten Ränder der Berg-Systeme. Es gibt schroffe
Küsten mit jähem Abfalle, und niedrige Küsten, die sich mit einem seichten
Abhänge neigen.
davon aus.
3 ) Der ö s t l i c h e O z e a n d>
grofsen A r c h ip e l s an bis
¡ S ü d e n s , v o n den Inseln des
tach S ii d - A m e r i k a ,
i , d a s e i n e A r t v o n
d e n g r o f s e n K o n t i n e n -
bb) W e s t 1 i c h e s B e c k e
M e e r e n g e z w i s c h e n d en be
t e n b i ld e t .
I) I n d i s c h e r O z e a n , mit seinen verschiedenen Meerbusen.
Die oben bezeichnten Grenzen deuten an, was für diese Abtheilung
noch übrig bleibG Der A r i b i s c l i e , P e r s i s c h ö und
der B e n g a l i s c h e Meerbusen gehören unter ändern hierher.
II) W e s t l i c h e r O z e a n .
• l ) N ö r d l i c h e r Ozean.' Seine Süd-Grenze wird durch
den P a s - d e - C a l a i s , Gr 0 1 s b r i t t a n i e n , die F e r -
r ö e r - I n s e . l n und I s .la n d gebildet. Die nördlichen Mittelseen
E u r o p a ’ s , sowie .das n ö r d l i c h e E i sm e e r sind
Zweige desselben.
V. Haupt- und Unter-Abtheilungen des
Landes;
1. Hochland.
A. G e b i r g e .
a. G e b i r jg s h ö h e n.
Bergstriche, welche nach der Erstreckung des Gebirges hintereinander
und in stets zunehmender Höhe liegen. Sie bestehen aus .
aa) B e r g e n und <( Man verg.le.ic. h e S„ . 142, 143 “• 146^ . f>
bb) S c h lu c h t e n ) B ‘ v )
b. T h ä l e r . Siehe S. 145*
B. N i e d e r e G e g e n d e n .
a. B e r g i g e s L a n d .
Dem bergigen Lande ist kein so bestimmter Charakter als den Gebirgen
eigen. Es ist aus merklichen Unebenheiten zusammengesezt, die eine geringe
Höhe haben, 100 Toisen nicht übersteigen und mehr oder weniger mit