
II. I n n e r e K e n n z e i c h
Substanzen dadurch, dafs sie von dem Sauerstoffe der Atmosphäre unabhängig
ist«
So fahren Mineralkörper im luftleeren Raume, in irrespirabelen
Gasarten, unter Wasser zu leuchten fort, während organische phosphoreszirende
Körper darin erlöschen.
• n i ^ Die Phosphoreszenz unorganischer Körper ist in einem geistigen Flüssigen
begründet, das, den Gesezzen der Leitung folgend, elektrischer Natur
zu seyn scheint.
B e w e i s e : Die Strahlen der Sonne erregen Phosphoreszenz in
Mineralkörperii. . Sonnenlicht vermag sowohl idioelektrischen als
leitenden Körpern Elektrizität mitziitheilen. So den durch Siegellakstangen
isolirten Scheiben der Metalle. Die Wirkung der prismatischen
Strahlen der Sonne auf künstliche Leuclitsceine ist
gleich jener der prismatischen Strahlen des elektrischen Lichtes.
Bologneser Leuchtstein dem . Fokus einer Linse von ZtfSgj, welche
das, durch dunkelblaues Glas einfallende, Sonnenlicht auffängt, aus-
gesezt, erhält darin sogleich starke Phosphoreszenz. Wird das
blaue Glas mit einem geibrothen verwechselt, so ist augenblicklich
alle Phosphoreszenz erloschen. Zwei Bologneser L eu chtste ine von
gleicher phosphorisclier Stärke, der eine in eine Röhre von blauem,
dev andere in eine Röhre von gelblichrothem Glase eingeschlossen ,
zeigen, in dunkelem Zustande dem allgemeinen Auslader bis auf
einen Zoll genähert, nachdem mittelst desselben eine Leidner
Flasche entladen worden , ersterer im blauen Glase Phosphoreszenz,
lezterer im geibrothen keine. Dasselbe Licht der Sonne wirkt
auch chemisch auf dafür empfängliche Körper. In dem blauen ‘
prismatischen Strahle erfolgt Entfärbung des, durch salzsaures Eisenoxyd
gelbgefärbten, Schwefeläthers. Salpetersaures und salzsaures'
Silber werden darin geschwärzt. Eine Mischung aus gleichen Umfängen
des oxydircsaUsnuren- und des Wasserstoffe Gases explodirt
heftig, sowie die Strahlen der Soune sie treffen. In dem rothen
prismatischen Strahle findet keine dieser Zersezzungen statt.
Durch Reiben wird in Mineral körpern Phosphoreszenz entwickelt.
Sie erhalten unter dieser Behandlung auch Elektrizität. So die
Diamanten; die elektrischen Scliörle (welche zugleich auch magnetische
Eigenschaften besizzeu). Als Dessaiones die abgeriebene Kante
eines Diamanten gegen eino Schwefelstange schlug, entstand ein
lebhaftes Licht, das bei wiederholten Schlägen nicht mehr zurück-
kehrte. Unter der Luppe erschien der Diamant mit eiijer dünnen
Schwefelschiclit überzogen, die an einigen Stellen Spuren von Krystallisation
gewahren liefs-,
Strahliges Grau - Spics glanzen zeigt, bei trockner Witterung
im isolirenden Glasmörser zerrieben, Phosphoreszenz; bei feuchter
Witterung phosphoreszirt es wenig, und im Metallmörser gar nicht.
Umgekehrt ist der Fall bei den idioelektrischen Körpern. Glaspulver
im Metallmörser zubereitet <läfit weit stärkere Phosphoreszenz
als im isolirenden Mörser bemerken.
Erhöhete Temperatur erweckt Phosphoreszenz in den Mineral-
körperu; auch durch Temperaturerhöhung wird Elektrizität, selbst
in den Leitern, erregt. So phosphoresziren Metalbpälme bei
trockener Witterung auf der Kupfersclialc, bei feuchter , hingegen
nicht. Idioelektrische Mineralkörper — die glasartigen Steine — halten
mit Macht das phosphorische Flüssige zurück, während die
syniperielektrischen solches nach .kurzer Erwärmung gänzlich verlieren.
Die Phosphoreszenz der ersteren ist ein leuchtend - wogendes
Ausströmen, die der lezteren ein funkenartiges Licht;
Durch Elektrisiren und durch den elektrischen Schlag wird in
Mineralkörperu die Fähigkeit zu phosphoresziren wieder hergesteilt , "
wenn sie aufgehört haben für andere Reizmittel phosphorisch erregbar
zu seyn. Der schwächste elektrische Funke, das schwächste Sonnenlicht,
vermögen in Mineralkörpern stärkere Phosphoreszenz zu bewirken
, als eine beträchtliche Hizzc. So • erhält das Pulver des
späthigen Flusses, wenn es durch Gliihcliizze Phosphoreszenz verloren
h at, sie durch mehrere elektrische Schläge wieder. So der
opalisirende Feldspath schon durch elektrische Strömung, Selbst
unter Wasser werden Mineralkörper durch den elektrischen Schlag
leuchtend. —- Alle Fossilien aus der Klasse der Metalle, welche
Leiter der Elektrizitäten sind, zeigen durch elektrischen Schlag
keine Phosphoreszenz. Mineralkörper mit natürlichen oder künstlichen
spizzen" liervorragungeu phosphoresziren. besser als andere,
denen sie mangeln.. So jene, deren spiegelnde glatte Flächen,
durch Reiben' auf grobem Sande, kleine spizzige Erhabenheiten
erhalten. Sie stehen mit den elektrischen Spizzer
Gesezzen.
Das elektrochemische Verhältnifs, welches in chemische!
zwischen festen und flüssigen Urstoffen, zwischen Säuren um
dem Wasser obwaltet, mufs als die Quell« der Phosphoreszenz j
lien betrachtet werden.
Je nachdem durch die Einwirkungen des Lichtes, des Wärmestoffes,
der Elektrizitäten, der mechanischen Einflüsse dieses Verhältnifs gestört und
ans dem Gleichgewichte gebracht w ird , erscheint Phosphoreszenz in diesen
Körpern.
Die Störung des elektrisch-chemischen Gleichgewichts in den Mineralsubstanzen
erfolgt entweder leichter oder, schwerer, und sie können dahor
Tfeingelheilt werden: " '
1 ) In leicht - phosphoreszirende.
unter gleichen
Verbindungen
und Basen und
i den Fossii
das Licht dt
Autres
i dure
Hierher gehören alle Mineralkörper, in weh
Sonne schon Phosphoreszenz zu erwecken vermag
2 ) In schwer - phosphoreszirende. (Die einer kräftigeren
bedürfen).
So alle Mineralkörper, die ersi durch Temperaturerhöln
jene der Elektrizitäten zu. phosphoresziren im Stande, sind.
Die Phosphoreszenz der Minerälkörper kann vermittelt seyn oder nick
Vermittelt ist sie zu nennen, wenn sie v o q dem Gehalte der Mineral,
körper an chemisch gebundenem Wässer (Krystallwasser), oder an chemi
gebundenen Metalloxyden abhängig ist.
Es .ist ;die Verwandtschaft der konstituirenden .Theile eines Fossils
dem Sauer- und Wasserstoffe, durch welche dieses Wasser im Kreise d«.
selben aufhört Wasser zu seyn. Die Kapazität der Fossilien für; di
Wasser wird durch ihre jedesmalige Natur . bestimmt, und sie ist es,
welcher die stärkere oder Schwächere Phosphoreszenz abhäugt. Je stärke
die Kraft i s t , durch welche die Bestaudtheile dieses Wassers an jene A
Mineralkörpers geknüpft sind, um so gröfsere I äkigkeic wird derselbe besil
zen Phosphoreszenz zeigen i zu. könuen, und umgekehrt. Guofser Gehalt i
Krystallwasser ist daher ein I-lindernifs der Phosphoreszenz,-welches durt
theilweises Verflüchtigen des Wassers gehoben werden kann.
So schwefelsaures Natron in vierfachem Zustande, nämlici
krystallisirt; zur Hälfte seines Krystallwassers beraubt; mit A Kn
stallwasser, endlich stark ausgeglühet, der Einwirkung des Liehe
der Sonne , des Wärmestoffes , etc. i ausgesezt,- liefs verseil
■ Grade der phosphorischen Intensität bemerken. Das,
des Salzes im ersten Zustande war schwach; im zweiten stärker; ij
dritten blendend von langer Dauer; im vierten wieder schwach.
Mineralkörper, in welchen das Krystallwasser, oder die chemi
gebundenen 1 Metalloxyde die - Phosphoreszenz vermitteln, t
Heren , mit der gänzlichenfcEntzichnng derselben, auch die Fällig
zu phosphoresziren. Sie kann ihnen aber, .durch einen gerii
Zusaz von Wasser» wieder ertheilt werden.
So künstlicher Flufsspath, der, durch .Mischen einer Auflöi
des flufssaureu Ammoniums in höchst- entwässertem Weingeiste
einer ändern des salzsauren wasserfreien Kalkes in demselben :
lösungsmittei-, erhalten wird.
So die Mineralkörper aus der Ka lk -, Baryt- und Ströntian- (
nung. Sie zeigen schon nach ein- oder zweimaligem Erhiz«
auf der dunkelhcifseu Unterlage keine Phosphoreszenz mehr,
den kohlensauren, Fossilien dieser Ordnungen trägt das Bestn
der Kohlensäure in erhöheter Temperatur die Gasform anzuneli
viel zu dem schnelleren Entweichen dieses Wassers bei. Haber
Kohlensäure üpd ..Waseer eingebüf t , so zeigen sie keine Phusph
reszenz- mehr. S Sie erhalten solche aber wieder, wenn sie etw
befeuchtet, oder äucji nur angehaucht werden.
Mineralkörper, die chemisch gebundene . Metalloxyde enthalten, pho
phoreäziren leichter und stärker als andere.
So alle krystallisirte gefärbte Mineralkörper. Die Farbe iluj
Leucliteus wird durch die Natur des Metalloxydes modifuii
Mechanisch - beigemengte Metalloxyde verhindern die Phosphor«
zenz, wie diejenigen im Eisenocker, in der Umbra etc.
Nicht vermittelt ist die Phosphoreszenz zu nennen, wenn sie, durch I
Abwesenheit des chemisch gebundenen Wassers, auf das elektrochenii
Verhalten der Urstoffe zu einander und ihrer Verbindungen mit Sauer
beschränkt ist. *
B. D i e P h o s p h o r e s z e n z. C. D e r M a g n e t i s
2) Bei der Phosphoreszenz durch mechanische Erschütterung, als
' Schlag, Stofs , Reiben etc.
Die Phosphoreszenz den Mineralkörper durch Schlag und Stofs ist mit
. j,| Vergleich zu sezzen, welche durch .Kompression der Luft erhalten
Denn Fossilien, welche auf diese Art gut phosphoresziren, lassen,
fij7t dieser Einwirkung ausgesezt, keine Phosphoreszenz bemerken, erhalten
die Fähigkeit dazu nach dem Erkalten wieder. Sie scheint Resultat
restorten Zusammenhanges der krystallinisclien Theile zu seyn. Durch
jbiedene Behandlung lassen sich-auf diese Weise zwei Arten der Plios-
eszenz hervorbringen. Die erste ist vorübergehend und erfordert nur
¡>ren Kraftaufwand zu ihrem Erscheinen. Sie kann den Fossilien durch
des Giühfeuer entzogen werden, und scheint daher abhängig von dem
tailwasser zu seyn. Die zweite, von langer Dauer, hört nur mit-dem
ier selbst auf. Sie zeigt sich in Fossilien, die -wenig oder kein Wasser,
uer chemischen Mischung enthalten. Um sie hervorzubringen bedarf es
o-er Schläge.
Der opalisirende Feldspath liefert zu beiden Arten interessante
Belege. Werden zwei Stücke desselben aneinander geschlagen, so
entstehet öfters, aufser dem blizähnlichen Lichte, noch ein anderes
wogpndes Licht von längerer Dauer da, wo ein Spalt in dem
Krystallgefiige sich bildete. • Dieselbe Erscheinung findet statt,
wenn das ivrystallgefüge dieses Mineralkörpers vermittelst eines Messers
gespalten wird, wobei die beiden Flächen im Augenblicke der
Trennung phosphoresziren.
iDie Phosphoreszenz durch Reiben mit weichen Stoffen erfolgt in den
lkörpern unter denselben Bedingungen, wie die Erscheinungen der
¡¡tuiziiät an i-lioelektrisclieu Körpern und liefert einen weitern Beleg zu
Kdentität beider,
t 3) Bei der Phosphoreszenz durch Temperaturerhöhung.
¡Die Phosphoreszenz durch' Temperaturerhöhung erfolgt entweder schon ,
ET ,1er Temperatur des kochenden Wassers, oder bei jener der diinkelen
B>cliizze metallischer Körper. In dem ersten Fälle verlieren die Mineral-
keinen ihrer Bestand theile und .der- Wärmestoff tritt in ein clektrischisches
Verhältnifs mit dem phosphörischer
lioreszenz äufsert. In dem lezteren w
■i'.iltnifs, in welchem die Bestaudtheile zu
Flüssigen, welches sich als
rd das elektrisch - chemische
einander stehen, verändert.
siili ii diese auch eine Veränder
nid die Hydrate. Sie werden
Ier Phosphoreszenz. Besizzeu
I der Kieselordnung, <
So die Phosphoreszenz der ungefärbten Mineralkörper
Kieselordnung; diejenige der Erze und Metalle,- also der i
tclicn und
symp «elektrischen Mineralköi per.
tiefer liegende.
Alle idioelektrischen Fossilien bedizzen schwache Phospho'resze«1
die syniperielektrischen noch schwächere. 'Jene Fossilien ab«
in welchen idioelektrische mit einer geringen Menge von Mtl*
Oxyden in chemischer Verbindung stehen —■ Isolatoren und L&
zugleich — sind die fälligsten für Phosphoreszenz ■ durch Bestrahl“11
5 . E r k l ä r u n g d e s V o r g a n g e s d e r v e r s c h i e d e n e n ß1
r e g u n g s a r . t e n d e r P h o s p h o r e s z e n z .
1) Bei der Phosphoreszenz durch Bestrahlung (Insolation) .
Durch das Licht der Sonne werden die Mineralkörper in Stand g«f
eine gröfsere Menge des phosphorischen Flüssigen aus den Umgebungen
zunehmen, als sie im nicht gereizten Zustande gebunden zu halten Tl
mögen. Kommen sie in -diesem Zustande ins Dunkele, so entweicht *
Überflufs in schwingend leuchtender .Bewegung bis die- Ausgleichung
sehen den elektrischen Kapazitäten der Fossilien und jenen der Umgebung1
vollendet ist.1 Mineralkörper, welche durch Bestrahlung phosphoreszb*11
büfsen daher nichts von dem ihnen eigenen phosphorischen FJiissi
dern nur das eingesogene Übcrnmfs -desselben ein. Nur durch
stärkerer Potenzen können sie dieser Eigenschaft mehr, oder niiifli
lustig werden.
Der KANTöN’sche Lichtträger liefci
die Einwirkung des Tageslichts,
Lampe, ja schon durch Erwärmen in
Bereitung phosphorcSzirend, kann nui
der Phosphoreszenz ertheilen, wenn et
wasscrstoffgaS entwickelt hat. Die
Leuclttsteiue wird durch das Verhall
man durch Ausglühen des salpetersai
Er saugt nämlich in gelinder Hizzc
erlangt hierdurch die Fälligkeit Wasse:
eher Lichtcntwickelung, aufzunehmen
baren Baryt umzuwandeln; denn r<
unschmelzbar. Dieselbe Erscheinung
kohlensauern Baryts mit Kohlenstaub
Die' künstlichen Leuchtsteine mit gesell\a
stärker in Sauerstoffgas; schwächer in säuern (
derselben ;ist daher ein Resultat der chemischen Wahlverwandtschaft.
6 , S c h 1 u f s.
Vorstehende, auf eine Fülle von Er fall
Ansicht läfst wohl keinen Zweifol gegen die Annahme aufkonunei
die phosphorischen Erscheinungen bei den Mineralkörpern nui denjeni
Elektrizitäten auf einer und derselben Ursache beruhen und den m
mehr erkannt werdenden Gesezzen der KryStallelektrizität unterliegen.
dem nach und nach erfolgenden Entweichen des chemisch gebundenen
irs tritt zugleich Verminderung in den phosphorischen Erscheinungen
Enthält ein- Mineralkörper chemisch gebundene Metalloxyde, so er-
umal die an Kohlensäure gebundenen
ausgeschieden und dadurch zu Hindernissen
endlich die FossiUen kein Wasser, wie die
-liegen sie denselben Gesezzen wie die durch
Temperaturerhöhung Elektrizität erhaltende Mineralkörper. Schmelzfeuer,
Bin es die schmelzbaren Mineralkörper umformt, erzeugt in ‘solchen,
;he die Fähigkeit zu phosphoresziren nicht Ijesizzfn, oder die sie früher
ili Temperaturerhöhung verloren haben, diese Fähigkeit wieder durch
Bhiderung der chemischen Mischung; Schmelzfc-ner wirkt hier gleich dem olek-
BRf/ien Flüssigen. In diesem Zustande, befinden sich alle durch Einwirkung des
irdischen Feuers in glasartigen FLifs übergegangene Mineralkörper.
Mineralkörper, . welche durch Temperaturerhöhung in Massen nicht
uen, zeigen in kleinen Stücken öfters noch Phosphoreszenz, So viele
der Kiesel-Ordnung. Andere, die durch. Erliizzcn in Massen leitclt-
"¡liieren diese Eigenschaft durch Zerkleinerung. So manche ungefärbt»
Bkic aus der K a lk - Ordnung. In beiden Fällen wird mit der Zerkleine-
K die elektrisch - phosphorische Spannung geschwächt. Die Stärke dieser
puung in den Fossilien der Kiesel - Ordnung, und die Schwäche derselben
[jenen mancher kohlensauern Kalkarien führt die verschiedenen Resul-
I herbei.
I 4) Bei der Phosphoreszenz der künstlichen Leuchtsteiue,
I Die ' Phosphoreszenz der künstlichen Leuchtsteine mit geschwefelter
beruhet auf dem Einsaügen von Wasser aus der Atmosphäre,
[chtigkeit vermittelt starkes phosphorisches Leuchten in ihnen, trägt
f dagegen auch zu dem baldigen Verluste desselben bei. ; Das
Pfbirte Wasser wird zerlegt, der Wasserstoff tritt .auf die Seite des Schwe-
i der Sauerstoff auf jene der Base, welche bei ihrer V e r b in d u n g mit dem
jwefdl metallische Natur angenommen und dadurch Sauerstoff verloren
f Das Licht der Sonne scheint diese Zerlegung zu befördern, wenn es
^•jj. en , _!le »icht selbst veranlafst. Im leeren Raume entwickeln die künstlichen
•li EiuwirW B c'Usteine- geschwefeltes Wasserstoffgas und verlieren hierdurch zum Theile
BHliigkeit zu phosphoresziren, durch Aussezzen an die'Sonne erhalten sie
Bader Phosphoreszenz in völliger Intensität.
s m n s.
-t hierzu die Belege. Durch
desjenigen ei. er brennenden
d u I W gl ich nach seiner
Sonnenlicht demselben wieaume
Schwefelwasserzersezi
ende Kraft der
ten des Äz-1 a ryts, welchen
ren Baryts rhält, bestätigt.
viel Sauerst >ffgas e in , und
rstoifgns, uii er .sehr merkliund
dadurch sich in schmelzeiner
Baryt line Wasser ist
zeigt der, d rcli Glühen des
bereitete, Az Baryt.
-efelter Basis pl.r-.pior.uiun
Jasarten. Die Phosphoreszenz
theoretische
Hat izige, Wid<ersprucl dieser Erklärungsweise zu
Stehen scheinende, .Beobachtung: dafs die Blenden unter Wasser zu leuchten
fortfahren, Bekoman veranlafst von weiteren Versuchen abzustehen, und
die Phosphoreszenz geradezu fiir keine elektrische Erscheinung zu halten , 60
wird es ebenso annehmbar, wenn nicht zulässiger, für den jezzigeu Stand unserer
Kenntnisse seyn, die Erscheinungen bei den Blenden fiir einen Beweis gelten zu
lassen, dafs die Elektrizitäten unter Wasser sich als Phosphoreszenz zu äus-
sevn vermögen, und dieses mit um so gröfserer Wahrscheinlichkeit, da nach
Dessaiomes’s Versuchen selbst Wasser durch einen heftigen Stofs in der
Kompressionsmaschine zu leuchten anfäugt.
C. D e r M a g n e t i s m u s .
Gewisse Mineralkörper lassen die Eigenschaft bemerken, andere eisenhaltige
Fossilien*- und das Eisen selbst anziehen zu können. Sie werden
natürliche Magnete genannt, und zwar um-so vollkommenere, je mehr sie,
neben dieser Einwirkung auf das Eisen das Vermögen besizzeu, an einem
Faden im Gleichgewichte hängend, sich mit dem einen Ende nach dem
Norden, und mit dem ändern Ende nach dem Süden der Erde zu wenden,
und in dieser Richtung zu verharren; auch anderem Eisen , unter gewissen
Bedingungen, ähnliche-'Eigenschaften zu ertheilen, so dafs dieses selbst zum
Magnete wird. Ein auf solche Weist erhaltener Magnet w ird , zum Unterschiede
von den natürlichen, ein künstlicher genannt.
Die Anziehung zwischen Magnet and Eisen erfolgt sowohl durch unmittelbare
Berührung als auch in gewisser Entfernung. Sie findet statt nach
dem Verhältnisse der Stärke des Magnets zu demjenigen der Gröfse der Ei-
sentheile und im umgekehrten Verhältnisse des Quadrates der Entfernungen.
Der Raum, in welchem ein Magnet anziehend auf das Eisen wirkt, wird
magnetischer Wirkungskreis (magnetische Atmosphäre) genannt.
Nicht alle TheiJc eines
gröfste Intensität zeigt-sich i
Süden zu stehen, und nimm
lagnets besizzeu gleich,
den beiden End,
-egen die Mitte des Ma
igskraft. Die
■alche iach Nordei nd
md nach
ab, bis die magnetische Anziehungskraft in dem Mittelpunkte — 0 wird.
Sie verhält sich in jedem einzelnen Theile des’ Magnets wie dessen Abstand
vom Mittelpunkte.
Man hat dieses Verhalten des Magnets gegen die Pole der Erde mit
dem Namen der magnetischen Polarität, die beiden Enden desselben mit
demjenigen der Pole belegt, und, das nach Norden zu gekehrte den Südpol
und jenes nach Süden zeigende den Nordpol des Magnets genannt. Die
magnetische Axe ist die gerade Linie, welche von dem einen Pole zum ändern
gezogen werden kann.
In verflossenen Zeiten und zum Theile noch jezt nannte man
diese Enden umgekehrt nach den Weltgegendeu, wohin jedes derselben
gerichtet is t : das nördliche, Nordpol, das südliche, Südpol.
Allein man fängt nun, nach dein Vorgänge der Engländer, an,
sich der angeführten richtigeren Benennungen zu bedienen. Die
Gründe hierzu findet man weiter unten entwickelt.
Die magnetischen Pole lassen in ihrem gegenseitigen Verhalten folgende
Eigenchiimliehkeinen bemerken.
Die ungleichnamigen ziehen einander an* So Süd- und Nordpol zweier
Manuele. Die gleichnamigen stofsen sich wechselseitig ab, So Süd- und
Südpol, Nord- und Nordpol.