
04 Vorbereitender Theil der Oryktognosie.
I. A e u f s e r ' e K e n n z e 1 c
A. Kennzeichen der Mineralien.
D
1. K ö r n i g e a b j d e r t e S t ü c k e .
2. S c h a a l i g e a b g < i q n d e r t e S- 1 ü c li e.
V e r h a l t e n g e g e n d a s L i c h t
Von ziemlich gleichen Dimensionen. Sie finden sich ungemein häufig.
Man theilt sie ein :
A . N a ch d e r g enaueren B e stim m u n g ih r e r Form.
s) Rundkörnigei
1) Spliäroidische , rund, Fast vollkommen;
Riuidkörnig dichter Kalkstein (Rogenstein) ; dichter Kalksinter (Erbsenstein).
2 ) linsenförmige, plattgedriickt;
Körniger Thon - Eisenstein.
3) länglich rundkörnige , sattelförmig ;
Quarz (nur sehr selten),
b) ecligkörnige;
1) gemein eckig körnige;
Bleiglanz.
2) langkörnige ;
f a s e r ig e r Roth - Eisenstein.
23. N a ch ih r e r G rö jse .
a) Feinkörnige, von einer Linie bis zum kleinsten Durchmesser;
Dolomit; hochrotlier Z in n o b e rB le ig la n z .
Gelit ins Unabgesonderte und ins Dichte über;
b) kleinkörnige, von i Zoll bis zu einer L i n i e _ -
Körniger Kalkstein; w e ifs e r Speiskobalt; schwarze Blende.
c). grobkörnige, von •£ bis A Z o ll;
Bleiglanz; gemeiner T a lk ; w eifse r Speiskobalt.
(1) grofskörnige, von einem halben Zolle und darüber;
Faseriger und strahliger Z e o lith , Bleiglanz.
Bei Gebirgsarten, die abgesondert Vorkommen, gehen alle Verhältnisse
sehr ins Grofse- über und das Körnige heilst dort massig.
Basalt; Wacke; ForLpyr.
Von einer fast gleichen Ausdehnung in die Länge und Breite, aber einer
verliältnifsmäfsig geringem Dicke. Sie sind, verschieden:
A . N a ch d e r R ic h tu n g .
a) Geradschaalig;
1) durchaus geradschaalig;
Schaaliger Baryt; schaaliger Zeolith. -
2) festungsartig gebogen;
Amethyst i weifse r Speiskobalt.
b) krummschaalig ;
1) konzentrischschaalig; die schaalig abgesonderten Stücke sind um einen
Mittelpunkt versammelt;
Basalt; gemeiner Kalzedon.
2) nierenförmigscliaalig;
Gediegen - Arsenik; faseriger Roth-' und Braun - Eisenstein.
3) konisch schaalig;
Verhärteter M e r g e l; Kalksinter.
4 ) unbestimmt krummschaalig, ohne bestimmte Richtung.
Eisenglanz.
B . N a ch d e r S tä rk e .
a) Sehr diinnschaalig, die Stärke der Schaalen .beträgt weniger als 1 L in ie ;
Eisen glanz, Quecksilber-Lebererz (sogenanntes Korallenerz).
Nimmt die Stärke noch mehr ab; so dafs sie unbemerkbar wird , so
findet ein Übergang in die blätterige Textur statt.
b) diinnschaalig , von A Zoll bis 1 Linie;
Gediegen - Arsenik ; schaaliger Baryt.
c) diekscliaalig, von Zoll Dicke der Schaalen;
Schaaliger Baryt; Amethyst.
d) sehr dickschaalig, die Dicke der Schaalen mifst Zoll und darüber;
Basalt; Bleiglanz.
Bei Gebirgsarten tritt das Plattenförmige an die Stelle des Schaaligen.
5. S t ä n g l i c h e a b g e s o n d e r t e S t ü c k e .
Von einer, im Verliältnifs zur Länge, -geringen und nach den übrigen
Dimensionen ziemlich gleichen und gleichbleibenden Ausdehnung. Sie finden
sich am seltensten und theilen sich;
A . N a ch d e r S tä rk e .
a) Sehr dünnstänglich, von 1 Linie und darunter;
Gemeiner Schörl. ‘ 1 ' *"
Übergeht ins Faserige.
b) dün ns tan glich, zwischen A Zoll und 1 Linie;
Rutil; stänglicher Arragon.
c) Dickslänglich, die Dicke der Stängel mifst von A — fi* Z o ll;
Späthiger Kalkstein; stänglicher Thon - Eisenstein.
d) sehr dicks tauglich, über -J Zoll ;
, Amethyst; Fräsern.
B . N a ch d e r R ich tu n g .
a) Gerads tan glich ;
Ame thy st; dichter Kalkstein; Schörl. •
b) krummst an glich ;
Stänglicher Thon - Eisenstein; Quarz.
C. N a ch d e r g enaueren B e s tim m u n g ih r e r Porm.
a) Vollkommen stän glich, bei bedeutender Länge und beträchtlicher Dich
Schörlarriger B e r y ll; späthiger Kalkstein; stänglicher Tlion-Eisenstein. b) unvollkommen slänglich, wenig lang und stellenweise von ungleiche
Dicke ;
Amethyst.
Es findet ein Übergang ins Körnige statt.
c) keilförmig stänglich, von einer im Verhältnisse zur Länge nach eine
Ende 2u abnehmenden Breite und Dicke;
Späthiger Kalkstein; Fräsern.
d) Strahlenförmig stänglich, wo ein BreitgedrUcktseyn der stänglichen Siii
ke statt findet;
Eisenglanz.
Übergeht ins Schaalige»
D . N a ch ih r e r L a g e .
a) Gleichlaufend stänglich; ,
Stänglicher Arragon. b) auseinanderlaufend stänglich ;
Qu a rz ; Schörl.
c) durcheinanderlaufend stänglich.
Gemeiner Arsenikkies.
Aus den stänglichen abgesonderten Stücken, werden bei den Gebiis
arten die säulenförmigen Absonderungen. .
Manche der stänglichen und säulenförmigen Absonderungen gowinc
zuweilen eine gewisse Regelmäfsigkeit des Ansehens, aber stets felilt ilit
das Bestimmte der Krystallisationen, ihre Absonderungsflächen sind nie gl
und glänzend, sondern meist rauh und gestreift, die sie begrenzenden Fläch
stufsen nie unter bestimmten Winkeln zusammen, auch bilden sie nur
mehreren ein' Ganzes.
B. D i e B e s c h a f f e n h e i t d e r A b s o n d e r u n g s r
Ob e r f l ä c h e .
Die Oberfläche der Absonderungen ist:
a) uneben;
Basalt; Thon - Eisenstein.
b) g la tt;
Späthiger Kalkstein ; schaaliger Baryt.
p t erdiger Bruch eigen sind. "(tVacke, Basalt, Pechkohle, Bleiglanz,
iner Galmei, dichter Malachit.') ,
An. den Kanten durchscheinende Fossilien; nur die dünnsten Kanten
■ Splitter .derselben lassen, gegen das Licht gehalten, einige Strahlen
oijfli. '(Gemeiner dichter Kalkstein, Halbopal, splitteriger Hornstein, Qb-
Hin , Kupfergrün , Titanit.)
Durchscheinende Fossilien, welche zwar an allen Punkten von Licht-
len durchdrungen werden, aber doch nicht in solchem Grade, dafs
Don durch dieselben Gegenstände zu erkennen vermag. (Quarz, Feuerstein,
Blende, blätteriger,. Zeolith, körniger Kalkstein, derber, späthiger 1H
^^Hlalbdurchsichtige Fossilien, durch die dünnen Stellen oder Stücke der-
lelbeu lassen sich Gegenstände, jedoch nur undeutlich und wie durch einen
N^iAur, erkennen. Das Halbdurchsichtige ist der. seltenste Grad und wird
gsten bei den Gliedern der Kieselordnung angetroffen. , ( Kalzedon,
O p a l, späthiger Flufs , Chabasie , Apatit.)
Durchsichtige Fossilien, wenn alle Lichtstrahlen einen ' freien Durch-
findeii, so dafs man die dahinter gehaltenen Gegenstände, ohne Rück-
icht auf die körperliche Ausdehnung der Stücke vollkommen deutlich sehen
(Späthiger Kalkstein, späthiger G y p s , Bergkrystall, Glimmer,
Jjfceriges Steinsalz.) Dieser Grad ist in der Regel nur den erdigen
lien and den Salzen, zumal den krystallisirten Substanzen aus beiden
1) in
2) i*
3 ) /<
Blende; $leiglanz.
e i f t , - und z w a r :
die Länge;
Gemeiner Schörl.
* ? ■ « ; ■
Amethyst.
Amethyst.
Die Absoiiderungs - Oberfläche ist nur bei solchen Fossilien zu erkennt
welche beim Zerschlagen leicht nach den Absonderungen springen.
C. D e r G l a n z d e r A b s o n d e r u n g s - F l ä c h e n .
Er erhält seine Bestimmung, nach den bei dem äufseren und beim Brut
glanze angegebenen Regeln.,
Verschiedene Mineralien zeigen mehrere Arten von abgesonderten St:
ken zugleich und dies auf eine zweifache Weise:
a) Sie umscliliefsen einander; so bestehen die rundkörnigen abg'esoiuleri
Stücke des Erbsensteines aus konzentrisch - krummschaaligen; die diiij
stänglichen Absonderungen des Schörls werden von grofskörriigen u|
schlossen.
b) Sie durchkreuzen einander', beim faserigen Braun- und Roth-Eisenstn
erscheinen die körnigen abgesonderten Stiidken von schaaligen durchki'e|U
8. D a s V e r h a l t e n g e g e n da
L i c h t .
A. D i« D u r c h s i c h t i g k e i t .
Die Durchsichtigkeit ist- das verschiedene Verhalten der Mínelalk'>^f,
hinsichtlich des Durchlassens der auf sie fallenden Lichtstrahlen. Eine t
:haft, welche tlieils in der Beschaffenheit der Theile eines Fossils, theils
;r Anordnung dieser Theile untereinander begründet is t und nach welcher
¡chiederiheit einige Substanzen alle auf sie fallende Lichtstrahlen zurück-
[fen, während andere einem gröfserch oder geringeren Theile derselben
Durchgang gestatten. Die Durchsichtigkeit ist ein Beweis der vorhan-
gewesenen innigsten chemischen Auflösung der, Körper. . Ohne diese
ptc keine, öder «ur eine scheinbare Krystallisation statt, also auch ohne
■keine Ausbildung. Der höhere Grad der Durchsichtigkeit bestimmt daher
höhere Vollkommenheit. Man hat für die Durchsichtigkeit, welche
I manche Mineralkörper ein sehr bezeichnendes Merkmal is t, fünf ver-
ilene Grade fixirt: y
Undurchsichtige Fossilien, welche den Lichtstrahlen, selbst in den
i Stücken, keinen Durchgang gestatten,
hl unter den Substanzen, welchen schwarze
Sie finden sich seht
Farben, metallischei
häufig,
Glanz
fSbeJJl | ■ Da
Die Verschiedenheit, welche manche durchsichtige Mineralien
vor anderen dadurch zeigen, dafs sie die, durch1 sie betrachteten
Gegenstände dem Auge doppelt darstellen, wird weiter unten bei
dem Abschnitte von der Strahlenbrechung .erklärt werden. Manche
Schriftsteller führen aufser dem . Durchsichtigen auch noch das
Wasserhelle auf, begehen aber dadurch den feh le r , dafs- sie das
Durchsichtige nur als eine Modifikation des Halbdurchsichtigen
gelten lassen wollen.
■Bei einem jeden dieser fünf Grade finden wieder mehrere Abstufungen
■ vermöge deren einer in den anderen übergeht, doch ist dies zumal
■em Durchscheinenden und bei dem an den Kanten Durchscheinenden der
B bei welchen fast alle Abstufungenbemerkbar sind.
finden sich aber auch ■ ungemein häufig bei einem Mineral mehrere
der Durchsichtigkeit zugleich. Dieser Modifikation liegt eine gedop-
■ Ursache zum Grunde, sie beruhet nämlich , entweder auf der Struktur
hHussils, oder sie hängt von der Auflösung a b , aus welcher, sich das-
'«Hbildete, wobei zugleich noch andere Umstände, die Dunkelheit der Farbe,
fhe'Natur der Oberfläche, zufällig vorhandene Klüfte, Risse u. s. w.
H .
aus der Striiktur entspringende Ungleichförmigkeit der Durchsicht
W l ist im Ganzen bedeutsamer als d ie , welche auf anderen Ursachen
indem jene nicht nur für manche Art charakteristisch is t, sondern
W ' t , in d em je
* « UCk auf Kenc
v h i e d e n > i n
H ^ ie n e rs c h e in )
bf*, bei
Kenntnifs der Struktur leiten kann. Sie ist nach der Richtung
lcher män das Mineral gegen das Licht) hält. Manche
nen bei gerade auffallendem. Lichte undurchsichtig, geben
dem unter einem bestimmten Winkel darauf fallenden Lichte, einen
B n auf der Oberfläche von sich. Eine Erscheinung, welche von der
^Bhscheinenheit dev Kanten sekundärer Massentheile lierrührt. ( Feldspath,
H 0£> späthiger Kalkstein).. Auch findet diese Erscheint! g theilweise
H> Wenn gewisse [Stellen des Fossils sich durchsichtiger zeigen als der
e Theil desselben, indem sie den Lichtstrahlen einen stärkeren Eingang
Jene durchsichtigen Stellen geben-, wenn man sie dem Lichte
Btte ii.
Ilg en stt
^¡g en ste llt, einen hellen Schein von 6ich.' (Saphir; er z e ig t, zumal kon-
^KSeschliffen, au f seinem Querschnitte einen sternförmigen Schein nach den
■ ^au'Ptharmonien seiner dreiseitig prismatischen i Massentheile).
Bei Ungleichförmigkeit der Durchsichtigkeit, welche von der Sol
lierrührt, aus welchen das Mineral sich erzeugte, hat man die Vollkom
lieit dieser Auflösung, die Reinheit des Niederschlag:
(Manche sechsseitig pyramidale Quarzkrystalle liabpn
Kern, welchen eine, wahrscheinlich später gebildete
umscliliefs.t; die milchweifsen Quei
s u. s. w. zu beachten.
einen durchscheinenden
halbdurchsichtige Hülle
■eifen mancher Kreuzstein-Krystalle z,
gen geringere Grade derr Durchsichtigkeit als die übrigen Theile der Saul,
die sechsseitigen Säulen des späthigen Kalksteines sind häufig in der M it
halbdurchsichtig und durchsichtig während sie
scheinend zeigen).
t den Enden :• durchals
Manche Krystalle erscheinen^ an den freien Enden durchsich ti
a
ichseuen, ein Umstand, Welcher dahe _ _
der Auflösung aufser den innig gelösten Theilclien
sringem Grade oder nur mechanisch aufgelöst vor-
'¡elclxe, zu Folge du« Gesezzes der. Schwere,; oder
diune der Fläche, auf welcher man die Krystalle
klären ist, dafs'-
auch andere in
lianden waren ,
raft der Äi
aufgewachsen findet
t sich präzipitirten.
B. D i e S t r a h l e n b r e c h u n g .
Wenn ein Lichtstrahl auf durchsichtige Mineralkörper in schräger
Richtung fällt, so weicht er, nach Mafsgabe der verschiedenen Dichtigkeit
Str
Wege
: ab, und erleidet eine
ung genannt und dav
•alilenbreeh
nd eine doppelte unterschieden. Während
ig, die Gegenstände nur im einfachen Bilde
enschaft besizzen , bemerkt werden ,
regelmäfsig - kryderselben,
mehr oder weniger
güug: — Diese Abweichung w
der Mineralogie eine einfache
bei der einfachen Strahlcnbrechi
durch Mineralkörper welche diese Ei
liefern die mit doppelter Strahlenbrechung versehenen Fossilien zwei Bilder von
einem einzelnen Gegenstände, wenn derselbe in gewisser Richtung durch
sie gesehen wird. So sind es die gegenüberstehenden Seitenflächen der
meisten hierher gehörenden Fossilien, durch welche diese Erscheinung erfolgt.
Einige machen hiervon eine Ausnahme; sie verdoppeln in jeder ändern
Richtung, nur nicht durcli zwei gegenüberstehende Seitenflächen ^ die
Die einfache Strahlenbrechung findet sich bei den völlig regelmäfsig
krystallisirten durchsichtigen Mineralkörpern, bei dem vollkommenen Würfel
und bei dem regelmäfsigen Oktaeder, vor.
1 M alus fand, aufser’diesen beiden Krystallformen, alle -übrige
regelmäfsige Gestalten der durchsichtigen Mineralien mit doppelter
Strahlenbrechung begabt.
Die. doppelte Strahlenbrechung zeigt 6icli nur bei
stallisirten durchsichtigen Fossilien.
So bei denjenigen, deren Krystallform nach Bernhardt auf die
Grundform des Rhomboeders zurückgebracht werden kann. Als :
Schmaragd; Euklas; Korund; Quarz; späthiger Kalkstein; Eisenvitriol.
’— So bei den Fossilien, deren Grundform, als jene eines
Oktaeders mit quadratischer Basis, anzusehen ist. Beispiele : Zirkon;
prismatischer Zeolith (Nadelstein); . Honi"Stein; Idokras
(Vesuvian); _ Bittersalz. Idokras und Bittersalz zeigen keine Verdoppelung
der Gegenstände, wenn leztere durch zwei korrespon-
dirflnde Seitenflächen dieser Fossilien gesehen werden; in ändern
Richtungen aber zeigen sie dieselbe. Von Mineralkörpern, für welche das
unregelmäfsige Oktaeder mit rautenförmiger Grundfläche, als Grundform
anzunehmen ist, zeigen folgende eine doppelte Brechung des
Lichtes, als: Topas; Chrysolith; Baryt aus Derbyshire; exzentrischer
Kalkstein (Arragon) ; Schwefel ; W e ifs - Bleierz. —■ Unter
Fossilien deren Grundform auf ein unregelmäfsiges Oktaeder mit
rhomboidaler Grundfläche zurückgebracht weiden könnte, bemerkt
man mit doppelter Strahlenbrechung folgende begabt : gemeiner
Feldspath; späthiger G y p s ; Borax. Auch beim Gypse zeigen die
einander gegeuüberstehenden FJächen die Gegenstände nur einfach ,
wenn solche durch sie gesehen werden. Die Mineralkörper,
zu deren Grundform das Oktaeder mit dreifacher rhomboidalischer
Basis angenommen werden kann, zeigen die Erscheinung der
doppelten Strahlenbrechung: der A x in it; der Kupfervitriol.
Die doppelte Strahlenbrechung findet sich bei den Mineralkörpern von
verschiedener Stärke vor. Sie ist stärker oder schwächer, je nachdem der
brechende Winkel, welchen die beiden t Flächen wodurch die Gegenstände
gesehen werden bilden, mehr oder weniger geöffnet ist. So verdoppelt
der Zirkon sehr stark die Gegenstände; der Schmaragd. w eit schwächer.
Eine andere Ursache, stärkerer oder schwächerer Brechung, ist von der La»e
der brechenden .Ebenen der Krystalle abhängig. Der Einflufs derselben ist
öfters so ‘grofs, dafs zwischen zwei gleichen Winkeln von verschiedener.
Lage ein merklich ungleicher Abstand der Bilder eines und desselben Gegenstandes
erhalten w iid , und dafs es weiter einen Punkt g ib t, in welchem
die beiden Bilder zusammenfliefsen.'
Die unter dem Namen Aquamarin bekannte Art des edlen Bery
lls liefert hierzu ein Beispiel: H aut liefs an einem Stücke
desselben zwei künstliche Flächen anschleifen, deren eine senkrecht
O