
¡¡»lieh die 4 ) F l^ r s b e t t e i Beiten der kleinen reissenden
Gebirgsbäche',
5) E r d f S lU ,
6 ) B e r g f ä i l V ,
7 ) S e e h f e r ,
8 ) die s t e i l e » J
giisseu,
9 ) solche Punlc
s i n d ,
10) s t e i n i g e ' i
findet.
g s c h l u c h t e n , besonders üaeh großen:Regeft-
w o W o lk e n b r ü c h e n i e d er g e g a n g e »
a id e r keine bessere Entbtófsungefì
2) Künstliche Entblöfsüngen.
Unter diese Rubrik gehören als für den Geognosten
wichtige Ge-
-1) alle S t e in b r ü c h e ,
2) alle übrig« T a g e b a u e , als : B r a u n k
S t e c h e r e i e n , S a n d - und T h o n g r t
s t e in -G r ä b e r e i e n - ,
3) alle Arten von B è r g w er k s - G eb ä ud
gen, Flössen und ändern Lagerstätten,
4) C h a u s s e e g r ä b o n ,
5 ) , G r u n d g r a b u n g e n.
dChausseen- und Mauern darf man
teil gebrauchen
h l e n -G t u
u b e ir , Ra
unter Tage auf Gän-
! Anhaltungspunk-
. Stellen sich auffindeu
lassen,
dienen, um
Gegend,
ir dann t
wenn keine bessern und festem
Si»entlieh sollen, sie hlos als Wegweiser-oder Mittel
auf°die Gesteine 'aufmerksam zu werden, die in der
,nn aucli schon bedeutend entfernt, Vorkommen'. ‘In
Radien . Gi__nden sind sie von Wichtigkeit.
b. O b j e k t e u n d A r t d e v B e o b a c h t u n g
1) Im Allgemeinen.
Die allgemeinen Regeln bei jedei nd :
b.
guostischen Beobachtung
man darf weder bei der Bestimmung der Schichtung, noch der des
Gesteins und der Gebirgs - Struktur ins Kleinliche gehen , d. h . :
aa. au f1 jedem - Punkte, den m a n m i t einem Blicke überschauen
kann, darf'man.nur eine mittlere Schichtung« - ABnahme machen
und nicht jede kleine Varietät berücksichtigen,
bb. Bei Bestimmung der Struktur des Gebirgs-Gesteins mufs
mau zwar die Varietäten desselben beachten, um etwa vor«
kommende Übergänge deutlich darstellen zu können, aber z. B.
nicht jede Schicht Glimmerschiefer, wenn sie einmal t
Körner Feldspath einschliefst, für Gneiß 'ausgeben. -
darf man die Anomalien übersehenv
cc. Besonders behutsam mufs man bei Bestimmung der Gebirgs -
Stiuktur sejrn, damit man .sie weder übersieht, noch auf Punkten
zu sehen wähnt, w o sie nicht vorhanden ist.
Die Lagerung und Zusammensezzung der Formation darf me aus
den Augen ges«zt werden. Beide kann man aber nicht eher bestimmen,
bis man die zu untersuchende Gegend durchaus kennt und
von jeder Gobivgsart eine hinreichende Anzahl von Schichtung«-
Bestimmungen gesammelt hati
2) A u f jedem einzelnen Punkte.
E Paar
■ Nirgends
.Dabei hat man zu sehen :
Zu
Hier hat man zu beobachten*
a. d i e S t r u k t u r d e s G e st
aa. ob sie homogen oder gemengt ist ,
bb. ob sie schiefrig oder massig geformt ist-,
cc. ob sie körnig (mechanisch oder krystallinisch) oder porphyrartig
oder m^ndelsteinartig gemengt ist ,
dd. ob sie fremdartige Bestaudtheiie enthält,
ee. ob sie Anomalien in der Mengung und Textur zeigt.
b, D i e S t r u k t u r d e s G e b i r g s u n d d e r F o rm a t io r
untersuchen: ^
aa. ob die Gebirgsart gar nicht, oder blofs massig abgesondert
is t,
bb. ob sie kugliche oder säulenförmige, oder plattenförmige Absonderungen
ze igt,
oder die eine Absondeo.
cc. ob sie blofs einfach abgesondert i
rung die andere einschliefst. -
dd. ob die Formation einfach, oder zusammengesezt erscheint.
Im leztern Falle: wie und woraus sie zusammengesezt ist.
D ie S c h i c h t u n g . Diese ist ursprünglich verschieden, je ,Uc|
dem sio im Ur.gebirge oder Flöz-Gebirge angetroffen . wird. Beid
■siml verschiedene, 'von verschiedenen Ursachen abliängeivde , P]
nomene:
•aa. S c h i c h t u n g der “U r g e b i r g e. Bei diese* hat mau
sehen :
1) ob wirklich wahre Schichtung an einer Gebirgsmasse
finden ist; \
2) wie mächtig die Schichten, sind-;
-3 ) ob die Schichtung einen vollkommenen Parallelismus |
der schieferigen Textur des Gesteins zeigt, oder ob 1
verworren rund unregelmäßig is t ;
4 ) auf, den Winkel, -den die -Schicht mit dem Horizc,
macht und nach welcher Himmelsgegend
5 ) wie sich die Schichten
die. Bergkette und die
i Hinsicht ihres Fallens gi
alie liegenden Thaler verhalten
-G) ob sich die Neigung de* Schichten in einem Berge gl
bleibt, oder ob und wie sie sich ändert;
7 ) ob die Schichten nicht hier und da wellenförmig gi
gen und in den Punkten" der höchsten Biegung g
■ eilen sind.
hb. S c h i c h t u n g d e r F l ö z-G e b i r g e. In Flöz-Gebirgen
■ man bestimmen:
l ) die Mächtigkeit der Schichten;
-3). ob sie horizontal • oder gegen den Horizont geneigt
-iTiid im-leztern-Falle, 9b dies konstante' oder blofso lol
... .• i-, ,i1äm irAe’s 1 • *!-
Verschiedenheit is t;
*3) ob die Schichten noch ihre ursprüngliche Lage habi
oder ob sie durch Erhebungen, Einsenkungen und B
stürze eine sekundäre Lage erhalten haben ;
4 ) ob die stark geneigten Schichten nicht blofs die 1
Ausfüllungslagen gewisser wannenförmiger V*rtiefui
sind,
'd. D i e b e s o n d e r n L a g e r s tä t te n :
aa. L a g e r , F l ö z z e und l i e g e n d e S t ö c k e . An ihnei
-man zu bestimmen:
J.) im Allgemeinen alles dasjenige, was man an jeder
' dein Schicht beobachten mufs.
•2) Die Zusammensezzung aus mehreren Fossilien od<
- Gebirgsart, woraus sie bestehen.
3) Ihre Ausstreichungslinie auf der Oberfläche des Gebic
4 ) Ihre allgemeine und spezielle Streicbungslinie,
-5) Die Veränderungen in der Mächtigkeit derselben.
-6) Ihre Endpunkte oder wenigstens, wie weit man si<
'folgen kann.
7 ) Die Beschaffenheit des Nebengesteins im Hangendei
Liegenden.
'bb. G ä n g e u n d s t e h e n d e S tü c k e . Hierbei unter»
man :
1) Ihre Dimensionen in Länge und Breite.
-2) Ihr Streichen und Fallen.
'3)' Unter welchem Winkel sio die Gebirgsschichten d
schneiden.
4) Ihre Ausfüllungsmasse.
5 ) Ihre Wirkung aufs Nebengestein und umgekehrt.
6) Ihr Verhalten gegen einandor, wenn sich mehrere
zen , schaaren oder durchfallen.
7) Ob sie das Nebengestein im Hangenden gegen d|
Liegenden verrückt haben oder nicht.
8 ). Ob sie aus einer Gebirgsart in di« ^andere .fort»
und ob sie .sich dabei verändern.
4 -«c. S t o c k w e r k-e und ‘P u z z 0 n w e r k e. Bei ihnen hat
zu fixiren :
1 ) Ihre Dimensionen'und Lage im Gebirge.
2) Ihre Auafüllungstpasae.
3) Ihren Zusammenhang mit den Zerspaltungen der G#
massen und unter sich.
XXX- Das Bereisen der Gebirge.
B e o b a / c h t u n g s - O b j e k t e n a c h d e r V . e r -
^ h i e d e n h j ^ i t d e r E r d o b e r f l ä c h e u n d
d e r G e b i r g s a r t e n .
N a c h d e r V e r s c h i e d e n h e i t d e r
E r d o b.e,*r- f 1 ä e h e.
a. B o i.d em B e r e i s e n d e r G e b ir g e .
aa. Im Alpen- und hohen Ketten-Gebirge.
1) Der B : a u d e s G e b i ‘i* .g c s im Ganzen* ist das erste,
was eine Beachtung verdient. Dabei ist zu sdien : -auf die Erstrek-
kung des GeBirges in Länge und Breite; auf den Zusammenhang der
Gebirgsarme unter sich; auf die Theilung der Gebirgszüge durch, Län«
genthälcr ; auf die 'Verflächüng der einzelnen Ziigi- nach beiden Seiten;
auf die Punkte, wo die Gebirgszüge dpveh Quevthäler durchschnitten
werden und aiif die Gebirgspässe, die Thiilpässe oder Scheitelpässe sind.
2) '’H' ö- h e n - B e s t i m m u n g e n? Wo keine trigonometrische
Vermessungen vorhanden sind, kann man nur mit dem Barometer
die Gebirgshöhen bestimmen. Man fixirt:
a. die höchsten Püpkte im ganzen Gebirge;
b. die höchsten Punkte jedes einzelnen Gebirgszugs;
c. d u r c h die'Beobachtung mehrerer Höhen auf einem und demselben
Zuge, die allgemeine Höhe desselben im Durchschnitte gegen
die der daneben liegenden Züge;
d-, die -Höhe eines Punktes gegen' den ändern, wenn dies nöthig
> is t, um -ein geognostisches Verhältnifs zwischen beiden Punkten
ausz.umitteln;
e. die Hohe, in welche die Bououf,Asche untere Schneegrenze Fällt
und.diese hängt zusammen:
3) mit. der' B e s t i m m u n g d e r g a n z e n S c h n e e -
e b e n e eines Gebirges und ihrer verschiedenen Krümmungen.
4) Hat man die Verhältnisse der Vegetation zu .beob.achte.a und zwar:
,a. in welcher. Höhe Bäume, Sträucher und andere Pflanzen aufhören
Blumen zu tragen ;
b. wo die Alpenpflanzen anfangen;
c. wo die Nadelhölzer anfangen, als Knieholz, und die Birken, als
Zwergbirken •(Betula nana) zu erscheinen ;
d. wo die Vegetation ganz, auf hört oder höchstens noch Laub«
. und Lebermoose gedeihen.
5 ) Genaue B e q, b A c h t u n g d e s W ä c ,h s e n s u n d
d e r A b u a h m e d e r G l e t s c h e r , vorzüglich
durch die M o r a n e n ( d , hv die durch die Gletscher an deren Rand
angehäuften Steinhaufen).' ■
t . i t a n , i « I , S • Y i . l . g s * -r > '• ». ““a
F o r m a t i o n e n , aus denen jeder einzelne Gebirgszug zu-
sammen»esezt ist. Man. hat . dabei zu bestimmen :
a. die herrschende* Gebirgsart jedes Zuges-;
b. solche -untergeordnete Lager, welcho sie/ charakterisiren 4nd
die überall erscheinen;
c das Verhältnifs der Fortnationeja gegen einander in deu verschiedenen
Zügen,;
d. ob sich eine'Gebirgsart mehrmals im Gebirge wiederholt, oder
nur einmal erscheint;
e. welches die charakteristischen Formationen Tür das ganze Gebirge
sind; ,
f. ob eine Formation -unter besondern abnormen Verhältnissen er-
. scheint;
g. ob im Gebirge zwischen zwei Gebirgs-Formatkmen ein ganzes sonst
gewöhnliches Mittelglied fehlt, oder ob ein- anderes an seine Stelle
getreten ist. \ -i
7) Verdienen, in Alpen die sogenannten^ Hörner und Kämme noch eino
b e s o n d e r e ' Aufmerksamkeit, nicht allein wegen der äufsern Gestalt ,
sondern auch we«en der eigenthümlichen Gebirgsarten, woraus sio
zun; Theile bestehen, und wegen den zerstörenden Wirkungen der At-
mosphärilicn, die mau an ihnen am deutlichsten sehen kann.
bb. Im mittleren und niedrigen Gebirge.
1) W e n n s i e a l s Ke 11 en - G e b i r g e e r s c h e in e n ;
Dann hat man zu untersuchen :
a. Richtung der Gebirgskette und ihre Erstreckung in Länge und
Breite;
b. wie und wo sie an andere Gebirge anschlieiscn;
c. den Lauf des hollen Gebirgsrückens;
d. den Lauf der Gobirgsjoclio und ihre Verbindung mit dem hohen
Gebirgsrücken';
e. die VorilUch 1111 g des ganzen Gebirges und der Hauptjoche.
(In Rücksicht der Höhenbestimmungen gilt dasselbe, was bei den
Alpen schon bemerkt w o rd en ist.)
f. Öb auf dem Abfalle des Gebirges wieder besondere Gebirgshöhcn
(G e b i r g s b u e k e l ) oder wannenförmige Vertiefungen (G e -
b i r g s w a n n o n ) odor kleine Ebenen (G e b i r g s p l a t e a u s )
Vorkommen , und wenn dies der Fall is t, ihre Lage, Höhe und
Tiefe, Verflachung zu beiden Seiten; ferner mit welchen Formationen
■ die Gebirgswannen ausgePiillt sind, welche Gebirgsarten
die Gebirgsbuckel formiren, ' oder unter welchen eigenen Modifikationen
die übrigens allgemeinen Formationen auf diesen erscheinet*.
Endlich ist-: 1
g . in jedem Ketten-Gebirge wieder dasselbe zu bestimmen, was oben
unter Nro. 6. erinnert worden ist.
(Wegen der Gebirgsplateaus sehe man w eiter unten bei den Regeln
zum Bereisen der Ebenen);
2 ) W e n n s i e a l s M as s e 11 - G e b i r g e e r s c h e in e n .
Dies betrifft hauptsächlich die Flöztrapp - Gebirge. Hier hat mau zu
bestimmen.:
a. die Begrenzung des Gebirges; ■
b. seine äußere Form im Ganzen und Einzelnen ;
c. den grnppeuförmigen Zusammenhang der einzelnen Gebirgspar-
tliieen unter sich;'
d. die höchsten, das ganze Gebirge beherrschenden Punkte ;
e. den- Zusammenhang mit benachbarten Gebirgen oder Ebenen ;
. f, ob das Gebirge blofs aus einer, oder aus zwei und mehreren
Formationen zusammengesezt ist und im leztern Falle die Auf-
iaoeruugsfiäche dieser auf ihr Grundgebirge und die äußern
Oberflächen-’Unterschiede zwischen beiden.
b. B e i d em B e r e i s e n d e s b e r g i g e n u n d h ü g e l i c h e n
L a n d e s.
1) Untersuche man, ob ein Berg einroln stehe,' oder gruppen - und ,rei.
lienförmig mit ändern Z u sam m e n h ä n g e .
2) Bestimme man die Form und Größen - Verhältnisse der wichtigeren
Berge und Hügel.
3) Erforsche man den Zusammenhang der Hügelreihen nicht blos äußerlich
, sondern aucli durch die Identität der Gebirgsarten.
4) Sehe man auf die Unterbrechungen zwischen den Bergen und Hügeln
durch aufgeschwemmtes Land.
5 ) Suche man zu ergründen, wodurch und von welcher Seite her die |
' ehemaligen Bergreihen zerstört wurden, von denen jezt die zerstreu- ,
ten Berge die einzigen Ueberreste sind.
6) Habe man Acht auf die Erdfälle an» Fuße der "Berge, auf die Bedek-
kuug der Gesteinsarten durch aufgeschwemmtes Land und darauf,, ob
die niedrigen Gegenden zwischen den Bergen und Hügeln mit jüngeru
Flözschichten ausgefüllt sind.
c. B e i d em B e r e i s e n d e r E b e n e n , S a n d w ü s t e n u n d
G e b i r g s e b e n e n ( G e b i r g s p l a t e a u s ) ,
1) D i e N i e d e r u n g e n d o s f e s t e n L a n d e s . Hierher geboren :
a. Moor - Gegenden und Sümpfe;
, b. fruchtbare Ebene» (¿ ie uofeemeilgtcin T to » - and S.ndlende);
c. sandige Ebenen, die in größerer Ausbreitung Sandwüsten heißen;
d. die flachen Meeresküsten;
«. kleine ebene Unterbrechungen zwischen den Gebirgen.
Bei diesen allen hat man' zu bestimmen:
aa. Gröfse, Grenzen, Neigung der Ebenen, Höhe über dem
Meere Verhältnifs gegen die begrenzenden Gebirge, bergigen
Gegenden und Meeresküsten.
(Man besteige deshalb fleifsig aie nächsten Barge.) ,
bb. Die Mächtigkeit und Natur der Dammerde;
cc. die Unterlage der Danimerde;
dd. die Größe und Beschaffenheit der oben vorkommenden
Sandschollen'; ob sich Flugsand und Triebsand findet;
«e. in den Sandwüsten die Quellen und Brunnen; die Punkte
' der Vegetation (Inseln der Wüste);
ff. ob die Ebenen mit großen Gestein - Blöcken und Geschieben
bedeckt sind;
B b b