
TLockere und poröse Massen von unbestimmter Fovm, zuweilen kru-
steuförmig. auf .ändern .Fossilien sizzend. • Auf. der- Oberfläche mit
stcrn - , sonnen- oder blumehförmigen Zeichnungen, welche durch die
Masse sich ■ersticken. Die Stern - Zeichnungen erhöht, vertieft,
durch eine. ■—'¿Zirkel - , eckige oder -gezähnte — Linie umschlossen ,
von keiner Linie umgeben, rund, oval , eckig, grofs, klein, ungleich,
dicht stehend oder nicht , 1 jebogenen ■ - konvexen, vor-
t wenigen oder mit kenlenförmi-
( Kpmetiten) , krumm - , . gerade - ,
tieften -— Strahlen, mit vielen t mi
gen Strahlen, ■ gle 'ch -, ungleich-
lang-, kurzstrahlig.
' Nicht besonders selten. Im Kalksteine, in der Kreide. 1 Querfurt.
Das Bergische (Bensberg). Basel. Champagne ( Mezieres). Goth-
land, lilastricht.
9. K e r a t o p h y t e n . ( Gorgonien , Horiikorallen.") Als 'nez förmiger
Ueberzug. Strauchartig mit einer, auf ändern Fossilien sizzenden,
flachen Wurzel und sich kusbreitenden Aesten uud Zweigen. Fächerförmig.
Im Bruche konzentrisch strahlig.
Versreinevt und als Abdrücke.
Sehr selten. Im bituminösen Mergelschiefer. Schmerbach im Go-
tliaischen: Im Zechsteine. Gera. Könitz. Im Höhlenkalksteine.
Lichens tt)in. Im Sandsteine. Pirna.' In der Kreide. Blastricht.
Plauischer Grund bei Dresden, fVielitzka, Bochnia. 1
10. A l z y o n i e n . Poröse Massen, mit einer, oft runzligen, Kruste. Von
sehr verschiedener Gestalt. Wurzel-, stamm-, ast-, finget—, liand-, ball-,
keulen-, spindel-, trichter-, becher-, kegel-, ¡iiiwamm-, feigen-, apfel- u. s.
w . förmig, wie ein männliches Schaamglied ( Priapölith). Gemeiniglich
auf der Oberfläche knotig, lauh., warzige mit einzelnen Vertiefungen,
zuweilen auch mit sternförmigen'Oeffnungen von unregelmäfsigerem
und gröberem Baue als ‘d ie , ihnen manchmal ähnlichen , ändern Ko-
ralliolitlien. Zuweilen hohl oder streifig.
Wicht sehr selten. Im Kalksteine , in der Kreide. Stargard. Basel.
Pfeffingen. Randenberg. Solothurn. Dörnach. Melleranlt
in der Normandie. Mas t rieht t
A n h a n g
W ü rm e r n .
S e p i e n - S c h n a b e l . Die .fossilen Schnäbel, welche sich im
Muschélkalke und in der Kreide auf dem Heimberge und bei Blastricht
finden, dürften von Sepia - Arten , Welche von den gegenwärtigen
verschieden sind , herrühren.
II. V e r s t e i n e r u n g e n a u s d e m
P f l a n z e n r e i c h e . , (P h y to lith e n .)
1. V e r s t e in e r t e H o l z a r t e n . ([Lithoxylen , SündfluthlColi.).
Als ganze Bäume (Dendrolithcn) , als Stammholz (Stelechiten), Ast-
lio lz , WurzelÜtoiz (Rhizolithen) , als Binde.
Von sehr, verschiedenen Farben. Oft noch mit den Knorren, Jahrringen
u. s. w . Zit weilen als ganzer Baum aufrecht im Gebirge- ste-,
hend und so die Schichten von der Sohle bis zum Dache senkrecht
durchziehend (am Kiffhäuser, bei Chemnitz). Manchmal in'völligen Bäumen
von sehr bedeutender Gröfse an beiden Seiten eines Hügels hervorragend
( Trivihkera in der Ostindjschen Provinz Karnatik).
Ganz versteinert (H o lzo p a l, Holzstein). Brennbar, von Bitumen
durchdrungen' ( bituminöses Holz, Braunkohle). Mit durchsezzenden
Steinarten. Metallisirt (durch Schwefelkies , Pírren- Eisenstein). Dicht, ■
ohne konzentrische Lagen, aber von parallelen, mit Kalzedon oder
Quarz ausgefiillten Röhren durchzogen , so dafs das Fossil auf der
1 Quer-Bruchfläche Zirkelfiguren erhält (Staarenholz) . Die Wurzeln oft
hohl.
Selten im Originale mit Gewißheit zu bestimmen. Zuweilen jedoch,
wie bei dem durch Rasen - Eisenstein metallisirteu Birkenholze von-Koii-
zosero im Oloneczischen, oder bei dem fossilen Palmenliolze aus Aegypten
, das in seiner ganzen innern Struktur oft erhalten ist. — Das
Staarenholz scheint von Palme.i herzurühren, da das frische Holz derselben
ebenfalls keine konzentrische Lagen, sondern eine dichte,, aber
von sehr starken Gefäßen begleitete Textur zeigt.
Unvernein bäufi»-', oft als seien ganze Wälder in den grofsen Katastrophen
der Erde verschüttet worden und nicht selten in sehr beträchtlichen
Teufen; in der Schwarz-, und Braunkohle weit verbreitete Ge-
birgs - Formationen hervorbringend. — In der Grauwacke.^ Harz. Im
ältern und neueren Sandsteine. Tambacher Forst am Thüringer Walde.
Kiffhäuser Berg bei SangerliauSen. Blankenburg. Sondershausen. Lauchstädt.
Pirna. Chemnitz (Staarenholz), Karlsbad. Landshut in Schlesien.
In den Steinkohlen-Formationen. Thüringen (Anhalt, Manebach)
u. s. w. Im neueren FJözkalke. Oeningen.. In der Kreide. Es-r
sex (Harwich Clefts). Im neuesten FJözkalke und Gypse. Paris. In
der Nagelfluh.: v Baiern (Hagélflug)/ Im aufgeschwemmten Gebirge.
Bur<r Töhna'. Im Torfe' ü. s. w
Kobur<r. Bamberg. Bayreuth. Zioickau. Joachimsthal. Elinbogen.
Verona. Die westlichen Ghants • von Hindostán. Die Sandwiisten von
Arabien t S yrien , Lybien', Aegypten ,. Südamerika (Llanos).'
Bei dem Dorfe Trivihkera in Kärnatik'ah dem Ufer'der Arriaroupum
oder Villen o ra, 15 Meilen von Pondicliery, finden sich in Hügeln,
theils zu Ta g e , tlieils vergraben, ganze versteinerte Baume von ungeheurer
Große. Sie haben 20 — oO, ja bis 60 Fufs Lange und an der
W ur z el manchmal 7 , - 8 F u fs im Durchmesser- Zum Theile ragen sie
aus dem Boden heraus. Die Lage eines dieser Baume ist s o , daß seine
beiden Enden auf d en ' gegenüber sich befindenden Seiten eines Hügels
hervorstehen. Man zählt hier gegen 30 solcher Bäume, die übrigens
den dort wachsenden Tamarinden gleichen sollen. (W arran.)
2. B l ä t t e r - u nd K r ä i i t e r -V e r s t e in e r u n g e n . ( Bibliolithen, \
Phytotypolithen , Kalamiten , Lithophyllén , Zereiten.)
So finden sich Hippuris- Arten, Grasarten (PHalar is, Riedgras), Wasser
Pflanzen, giganteske Rohr - Gewächsei und Schilfarten, Binsen, Baumblätter
, Fichten-Zweige mit den Nadeln, Mimosen, Palmen (fsj
palmen) , Favrenkräuter —? oft . kolossal und baumartig, .— LykopJ
ähnliche Gewächse, Etjuisetum , Moose, SeepAauzen'', Tangarten j.«
in manchem Torfe-, auch als Spurensteine im Flözkalke -bei
Flechten.
Als Abdrücke, weit seltener als Versteinerungen. Die ersteren
sehr schön und deutlich, die Blätter ganz unversehrt darstellend.
Seltner inländischen, meist ganz südlichen Pflanzen nahe kommet
Die fossilen Resto der lezteren können zwar den südlichen Urspi
rer Originale
nicht srläu.gnen ,
stimmen aber . gröfstemlit
nicht gan
den noch in det Lropenl
ländern wachsenden
tiberein ünd ungeachtet größer Aehnlichkeit unterscheiden sie sich d,
wesentlich von ihnen. Oft scheinen diese Petrefakten in dels auch von »
unbekannten, blos der Vorweli angehörigen, Arten hevzuriihren.
. Häufig ähneln die in .nördlichen Gegenden einbrechenden PflanJ
Abdrucke Arten der Gattungen Scitaminea, Mälpighia, Cdsuarina, J
ea Catechu, -Carica Papaya, 'Cycas, Zatnia u. s. w. Ja inter ßewoli
■der-Länder’zwischen den Wendekreisen, am Senegal, auf Malagas)
Zeylon', Domingo, in Brasilien, Peru, Guinea ü . s. w.
| .............. ‘ ind- • d. a, w- o dVi..e se( Phyjoly
Aber auch von noch jezt vegetirendei
Vorkommen , wachsenden Pflanzen finden
-verkenubare Blätter - Abdrücke von Erler
Kiefern, Platanus, Nufsbaum, Lorbeer u.bei Rom).
sich Versteinerung«
n , Weiden, Pappeln, Ei(
.
«. w. (Oeningen, Ponte i
wachse und Schilfarten zi
», in natürlicher Stellung
Die fossilen Pflanzenstängel , Rohrg«
sich häufig senkrecht stehend im Gestein
'einer Scliichte in die andere raeend.'
Die tropischen Pflanzen - Reste scheinen im Allgemeinen den älu
die einheimischen den jüngeren Formationen--eigentümlich zu seyn.
Sehr häufig.’ Tu der Grauwacke. Harz -(Klausthal). Im Grauwad
schiefer. Harz. Im Uebergangs - Kalksteine. Iberg. Im älteren 6
-steine und in seiner.Steiukohlen-Formation (besonders im SchieferiM
Plauischer Grund. Haynigen im Erzgebirge. Schlesien (Landshut, '
den bürg). Thüringer Wald. Blanebach. Edinburg. Im bitumiij
Mergelschiefer. Kupfersuhl. Hessen (Riegelsdörf). In den Steinkc
•des- älteren Flözkalkes. Häring in Tyrol. Im neueren Flöz.kii
Jiannstadt. Oeningen. Verona. Im neueren Sandsteine. Pirna. Got]
Blankenburg, Im neuesten Flözkalke und Gypse. Paris. ¿Hots in i
Proven9e. In der Flöztrapp-Formation. Im Klingsteine, in den Sk
kohlen, im Thon - Eisensteine. Schlesien. England>. Im aufgeschwea
-teil Gebirge. Burg Tonna. Im Tyaveytino. Rom (Ponte molle). Td
Im gebrannten Thone. Kohlberg bei Planiz• Böhmen (Delau, Hosckn
Duttweiler. Im Porzellanjaspise. Duttweilcr. Böhmen (Hoschwiz). I
-terode bei Kassel.
Dresden. Bleissen. Zwickau. JMannsfeld. Querfurt. Eislehen, i
dershausen. Ilmenau. Ilcfeld', Die Sevennen. Chaumont. Die En
vchen und Schottischen Steinkohlen*- Gruben. Northumberland. Kum
land. Yorkfhire ■ (Whitby). Nord - J'Vales. Derbyfhire. Gloucei
Grönland. Neu -Holland.
Auch bei den Phytolithen bestätigt sich die Erfahrung, dafs n
Gattungen und Arten nur vorzüglich' gewissen Formationen zukoi
So enthält der bituminöse Mergelsoliiefer fast ausschließlich Lykppodii
ähnliche Vegetabilien, nicht Rie Farrenkräuter der Steinkohlen -1
mation.
Manche M o o s-Acha te (v o n Island, Ekathrinburg u . a.Y dito
allerdings- ' ’ " ’
Scho
i der' That Ve
Bom nafil_ii.e die Bemerkung, , dafs die Pflanzt
Europa fossil findet^ selten
drücke, w e l c l i e . . . ____ . . . ____—................................
sehen, meist v on Amerikanischen und Asiatischen Krüiti«
ten. Auch JussiEir d. ä. entdeckte bereits in den Kohlen * von
Chaumond bei Lyon v iele Abdrücke von Fairrenkräutern, die jezi
in denAieiden Indien zu Hause sind. , Noch neuerlich suchte
MEXBACii z u erweisen dafs die kolossalen Pflanzen - Petrefaktci
Brittischen Kohlen werke nur a u f St. Helena und in -SiiA- Indien
Originale haben.
Es ist anzunehmen. dafs die fossilen tropischen Pflanzen ir
nördlichern "Gegenden Ua gewachsen sind, w o man sie jezt verste
fin d et,, und daß sie nich t durch 'Strömungen und Fiuthen des
-res -an den Ort ihrer ' gegenwärtigen •'Lagerung gebracht w«
Hätten sie nicht a u f dieser langen Re(se verderben müssen * Kl
sie .überhaupt das_Wasser von ihren- Wi
i ablös
die versteinerten
3 . A b d r ü c k e v o n B l Utk
Sehr selten. Im Oe nt
_______ a d er nördlichen Gegenden!«, wo man I
Pflanzen - Beste antrifft, mußte also von dem g«
erschieden seyn.
en. (Antholithen.')" ‘
■ Kalkschiefer (von einer Ranunculus - Art)
Die metallisieren Frankenberger Kornähren oder Srerngrauptn
hören vielleicht hierher Und siammen' wohl von einer P h a l a n x
•4. V e r s t e i n e r u n g e n v o n 'F t ü c h t e n u n d S am en . (Karf-
then, Spermblithen.)
Von Fruchtkapseln, Fichtenzapfen, Nüssen, Palmnüssen (von
Areka - Palme), Haselnüssen, Pistazien, Farrenkraut - Fruktifikatioutn.
In der Grauwacke. liarz. Im Übergangs- Kalksteine. Iberg. Im Sn
steine. Altsattel in Böhmen. Im neueren Flpzkälke’. Oeiiingen. In Sie
kohlen', -Braunköhlen, im bituminösen Holze, in der Umbra.■ Das A1
nische (Liblar). O st- Preufsen (Samlai)d). England (VVhitby)..
Bei dem im bituminösen Holze vorkommenden Bernsteine l"1
sich-zuweilen Samenkapseln, die denen des in Ostindien1 heinu>-:
A 1 o e x y 1 u m a g a l.l o c li u m LounsiRO ähnlich sind.
A n h a n g . ' G y r o g o n i t e n . Sphäroidiscli, Mit zwei Polen,
• welche sich Fünf gleiche, .• von der Rechten zur Linken sich *1
kende, spiral- tyid wulstförmige Windungen endigen. Der e
der» Pole ist überdies von einem Fünf blätterigen An*az?e unig«
Innen hohl.
Von der Gröfse eines Stecknadelkopfs.
Oft unvollständig, oder nur als Abdrücke im Gesteine.
In der neuesten Flözkalk- und Gyps - Formation. Paris. Orleans
Aurillac in Auvergne. Du Mans.
L amahck hält dieses Petrefakt für eine Konchylie und ga,‘ (
den Namen. Gyrpgonit ( 6 y ' ” ‘
den neueren - von L e -
angesteilten jùntèrsiu
een dürfte
M i n e r a l i e n - S a. m m e 1 n.
Z w e c k.
)em-Eifer, -womit -man, zumal in neuerer
isse des unorganischen Reiches aus allen
istellen und das Gesammelte dem forschende]
Untersuchen darzubieten, verdanken wir
Zeit-, bemüht gewesen, die Erregenden
und Länder
Beobachter zu
zum grofsen
usam»
n Beschauen
th e ile den
| i
lud
und alles Andere Nebensache -ist, mithin
Bei allen übrigen Dingen sind Abbildung!
kommnes Hülfsmittel zur Diagnostik.
Die Mineralien, mit deren Eigenschaften man sich bekannt
man oft- und täglich sehen und sorgsam untereinander vei
wird dem- Gedächtnisse der Charakter derselbi
in jeder der einzelnen Nuanzirungen, eingeprägt.
Die Anlegung einer Sammlung ist folglich für den Mineralog
eine unerl.äfsiiche -Bedingung. Es bereitet sich «gleich jeder eifrig
Sammler einen Gen u ß , der mit der Lebendigkeit seines Eifers i:
desten Verhältnisse steht. D i e F r e u d e n d e s N a t u r - f o r s
gera
eGehe
r Lohn.
In früheren Jahren gebrach es den Sammlungen fast ganz an
wissenschaftlichem Charakter.- In den öffentlichen Kabinetten vermißte
man bei weitem die nothweudige Vollständigkeit. Mit
.jedem Schritte, sähe man sich, gehemmt, überall gewahrte man
Lücken. Und zudem fehlte die ‘ systematische Anordnung mehl-
oder weniger. Fand man auch die Gattungen zusamniengeiegtso
hatte dennoch* keine weitere Abtheilnng derselben in ihre Arten
und Abänderungen statt. Sodann waren fast alle Kabinette j
Zeitfrist mit kleinlichen Spielereien und nuzlosen" Doppelst
überladen. Am meisten vernachlässigt aber sähe man die Gebirgs-
arten - Sammlungen; sehr, häufig wurden sie ganz vermißt und da,
P] wo solche vorhanden, boten . sich meist nur ungeordnete llauf-
. werke von Gebirgs-Gesteinen dar, deren einzelne Exemplare weder
von einem gefälligen Formate, noch belehrend waren.
Ebenso wenig ntizlich zeigten sich in jener Periode die Privat-
.Sammlungen. Nur mit sehr sparsamen Ausnahmen fand man in •
ihnen nichts als eine, meist vom blofsen Zufalle geleitete, Zusani-
menhäufung von. Minera'lkörpcrn, mehr dazu geeignet die unwis--
aenscliaftliche Neugierde der Besizzer zu befriedigen., oder ihrer
Eitelkeit und Prunklicbe Raum zu geben, als von irgend einem
szientifisclien Zwecke zu zeugen.
Die spätere Zeit bewirkte indessen eine günstige Veränderung.
Man iahe bei der Bildung der Sammlungen das Wohltkätige eines
methodischen Geistes vor walten, man fing an das Niizliche mit
dem Schönen za Verbinden, Jezt reihten sich mehr oder weniger
vollständige Suiten von Gebirgsarieri an die oryktognostisclien Kabinette
und,für-die Versteinerungs-Kund^ begann man gleichfalls
nach einem mehr wissenschaftlichen Gesichtspunkte zu sammeln.
Die Anlage ein les, dem mineralogischen Zeitgeiste ugemesseneii, Kabi- \
* vtrlangt gewisse Regeln :
1) Man strebe die GeSammtheit der Fossilien, mit denen uns die W is -
baft bekannt gemacht h at, in möglichster Vollständigkeit zu erhalten.
2) Man wähle die einzelnen Stücke in einem zweckmäfsigen und gefäl-
Pormate.
3) Mar bilde Reihenfolgen der mannichfaclien Arten und Variefäten
itlicher Gattungen und dehne 'solche bei den einfachen Mineralien, zu-
, 4 ) Man suche
■orte der gesammelter
5 ) [Man verbannt
‘witterurig, Abnuzzen
der Farbensuiten
geschehen, kann.
d Fund•
iviing, \ welchen die wissenschaftliche Mineralogie gewonnen hat. Man'
jijgte zu der Oberzeugu; daß -das Studium jenes Zweiges der Naturgejclrte
nur insofern folgenreich seyn könne, als man die Gegenstände selbst
! Augen habe. . Denn bei der endjosen' Menge von Abänderungen-, welche
Mineralreich umfaßt, bei der Vielzahl von Modifikationen, die es auf-
/eiseii hat, , bei den Gemengen, die ihm so häufig angehören, vermögen
.bstichel ,uiid Pinsel und oft selbst die Beschreibung nur wenig zu leisten,
gelungensten Abbildungen ersezzen bei weitem niclit die Natur. Sie
1. nicht dazu geeignet die Summen aller äußeren Merkmale so aufzufassen,
; das entworfene Bild vollkommene Deutlichkeit besizt, um Von allen
eien genau unterschieden werden zu können. Ja nicht selten ist auch
Sprache zu arm, - mm die zarten Unterscheidungen verständlich aus^u-
üken. Darum ist Autopsie unentbehrlich. Sie allein gewährt klare Bilder
Begriff«:.
In der Mineralogie iist die Anwendung der Abbildungen nur bei
solchen Gegenständen gestattet, wo es auf die Umrisse ankommt,
m a l hinsichtlich der Krystallisations - Verschiedenheiten
■und der Verhältnisse des Vorkommens, so weit aus, als i
eine genaue Kenntnifs aller Geburtsstätten
i Gegenstände zu erlangen.
e zwecklose Doppelstücke, sowie alle durch Ve.
. w. unkenntlich gewordene Exemplare.
6) Plan trage Sorge fü r eine sachdienliche Aufstellung.
<7) Man, beachte die Reinlichkeit und das gute Erhaltenseyn.
Nach der Verschiedenheit der Sammlungen selbst erleiden diese Regeln
manche Modifikationen, wie der Verfolg ergeben wird.
L Verschiedenartiges der Mineralien-
Sammlungen.
der
schei
g e
blos bei Petrefakten,
i ein äußerst unvollmachen
will,
gleichen. So
seiner Allgemeinheit
Auf die Abtheilung der systematischen Mineralogie (vergleiche S. 3
Einleitung) gründet sich die Verschiedenheit der Sammlungen unorgani-
Erzeugnisse. ‘ Man fixirt sonach: o r y k t o g n o s t i s c h e
g n 6 s t i s Ö h e , p e t- r e f a k t o 1 ö g i s c h • unt
g r a p h i s. c h - m i n S f a 1 o g i s c h e S a m m 1 u n
» deren jede wieder, ihre Unter-Abtheilungen enthält.
Auch S a m m l u n g c j , f ü r d i e r li . , i, .
M i n e r a l o g i e würden nUzlich seyn.
derselben is t , der vielen Präparate w eg en , :
rigkeieen verknüpft.
in die Einrichti
i großen Schw
Die , S a m m * u n e e n f (1 r d i e L i t h u r g i k gehören
n ich t hierher, sondern in das Gebiet der technischen Mineralogie,
woselbst d.knh auch die Regeln über deren zw e ckm ä ß ig Anlage ab-
■gehandeJt werden müssen.
1. Ory k t o g n o s t i s c h e Sammlungen.
Dahit
M e
rechnet inan:
li o d i s c h
u z c i c h e j
den m o t h
S a m m 1 u i
- S i i 1 i
eben Fossilien, welche
Gattungen, Arten und Va:
sowie Deutlichkeit uud
ifah
e n o r . y k t o g n
n g e n ist -der Zweck das Studium
ns das System kennen lernt. Vollständigkeit dei
etäten, Schönheit und Zweckmäßigkeit der Stücke,
uszeichnung aller Exemplare, innerer Reichthnm
an edlen Metallen, namentlich aus den Gold- und Silber - Ordnungen, end-
'lieh Harmonie und Auswahl, machen deiK.VVerth solcher Kabinette aus.
Anfänger, zumal diejenigen, welche, beim Fossilien - Sammlen kei-
ne bedeutende Summen aufzuwenden vermögen , sollen durch dieses
Hinderniß sich nicht abschrecken lassen. Bleiben sie auch für eine
Zeitlang vom Ideale mehr oder w en iger entfernt
gleich zum Besizze v on seltneren Dingen gelangen ,
behren , was mehr dem mineralogischen Lu xus angehört, so beer
sieb ihr wissenschaftlicher Eifer mit dem Gemeinntizzigen und Notlivi
digen.. ,
Von einer methodischen' Sammlung sind alle geographische Suiten,
wie die blos geognostisch merkwürdigen Stücke sorgsam auszuscheiden.
Als Anhan
S a m m 1 i
n sehr zw.
beigefügt i
Sammlung der Art darf nur die eigentlichen Edelsteine umfas-
h. diejenigen Mineral - Prod uk te , w e lch e durch das Frachte
r Farben , durch die Lebhaftigkeit ihres Glanzes , durch eien
v olle ihii
nen hohl
des Schni
Grad von Härte, sow ie durch das Prinzip der Erhaltung
i und der Politur sich charakterisiren.
Die K e n n z e i c h e n - S" a m m 1 u n g e n »ollen zum Studium
der, im vorbereitenden Theile der Oryktoguosie abgehaiidelten, äufsem
Merkmale und dazu dienen, um d ie , bei den Beschreibungen der Fossilien
üblichen, Kunstaüsdrüiike kennen zu lernen. Darum ist es nothwendig daß
alje Stücke so ausgezeichnet gewählt werden, als solches nur im^ier niög-
lich. Ebenso muß man alle Lücken vermeiden, weil sonst die Vollständigkeit
der Uebersiciit unterbrochen wird.
Es gebührte diesen, Sammlungen eigentlich eine Stelle v o r den method
isch en , da sie das zu lehren bestimmt sin d , w a s dort in Anwendung
kommt. Indessen sind die Kennzeichen - Suiten nur selten Sache
des Privatmannes, der sich überdies auch vermittelst des Vergleichen*
der in; dem methodischen Kabinette aufbewahrten Stücke helfen kann.
Brt öffentlichen Sammlungen aber, zumal bei solchen, die zum Unterrichte
bestimmt Sind, ist e ine vollständige Aufstellung der Kennzei-
chen - Repräsentanten- in w o h l gewählten und deutlichen Exemplaren
unumgängliches Bedürfniß.