
H i
II. I il n e r e K e n n z e i c h e n. C h e m i s c h e K e n n z e i c h e n .
Die Ver 1$ P
ß ) M i n u s - a l e
Übrigen M e
imlongen der
ch- D e r W a i e r s t o f f , die
ta l | e , jene der E und K » 1 i e n.
offe mit Sauerstoff sind. \
- f l e k t r i s c h ; -wenn sie’ sich an dem n e g a t
i V e n = = dem Zjnk-IJole der Süule sammeln. So die Säuren
und die » U u r e v c r t r c t e n d e n !
2) N e g a t i v - e l r k t r i s ch ; wenn si
t i v e n oder K u p f e r - P o l e zieln
• sich nach dem
n. Wie die k a l i
i l l i s r i i a
Folge run gen .
AU« Urstoffe und ihre Oxyde bilden eine elektrische Reihe,
. die an der einen Seite von dem e l e k t r o - p o s i t i v s t e n
Sauerstoffe > und an der anderen Seite von dem e 1 e k t r o -
n e g a t i v s t e n Ammonium begrenzt wird *)•
. . Die, zwischen dem Sauerstoffe und "dem Ammonium innfe stehen*
den , Urstoffe und Oxyde neigen vfeh , je nachdem die Stufe,
worauf sie stehen, bald dem Sauerstoffe bald dem Ammonium
genlihert ist, entweder a u f die p o s i t i v - oder auf
die n e g a t i v - e l e k t r i s c h e Seite-, und zwar bestimmt
der Abstand der Körper von dem einen oder ändern dieser
beiden Punkte • in der Reihe die Stücke ihres elektrischen
Verhaltens gegen andere ihnen entgegengesezte Körper.
Daher treten die, in der jyfitte der elektrischen Reihe befindlichen,
Oxyde bald als B a s e bald als S 'lu r e a u f > je nachdem sie sich mit
einem über oder unter ihnen stehenden zweiten Oxyde verbinden.
II» D ie V e re inigung de r Urstoffe $u unorganischen Körpe rn e rfo lg t
itets n a ch festen V e rh ä ltn is s e n , d i e ,- n a c h d e r N a tu r eines je d e n , sovyolü
kilnstlichen als n a tü rlich en chemischen V e rb in d u n g en s ich gle ich bleiben«
Das Ziel, welches jede chemische Verbindung z a erreichen strebt, ist
Ausgleichung der e 1 e k t r o - c h em is c'h e n Gegensäzze in den sich
vereinigenden Körpern, bis auf einen gewissen Punkt. Hierzu ist erforderlich,
dafs dem bestimmten Mafse der einen Kraft ein e n tsp re chendes
Mals der ändern Kraft entgegenwirke.; mithin dafs .ein genaues
Verh'.iltnifs zwischen beiden Krä ften herrsche. Daher wird ein
p l.u s - ,e .l.e k tr is oh e r ' Urstoff oder ein Oxyd (Säure) um
weniger . von einem m in u s - e l e k t r i s c h e n Urstoffe oder
Oxyde (Base), zur Ausgleichung des, zwischen beiden herrschenden
elektrischen Gegensazzcs, bedürfen, je näher diese lezteren dem n e -
. g a-ti v .-e 1 e k t r i-s c he-n Ende in der Reihe stehen, und \umgekehrt
wird ein m i n u s - e l e k t r . i f e h e r Urstoff oder ein Oxyd um so weniger
von einem p l u s - e l e k t r i s c h e n Urstoffe oder Oxyde zu
dieser Ausgleichung der Gegensäzze zwischen beiden, d. h. zu seiner
Neutralisation , erfordern , jemehr diese Körper dem p o s i t i v - e I v
t r i s c h e n Ende der Reihe genähert sind. ,
Die Lehre von den bestimmten Verhältnissen, in welchen s'J
die Urstoffe und Oxyde chemisch verbinden, ist in dem elektrisch.
Gegensäzze zwischen Sauerstoff und Wasserstoff begründet, jv
- Aufstellung einer e 1 e k t r-i f ch - c li 'e m i s c li e n Reiliefolge der y*
. Stoffe und ihrer Oxyde kann zur Zeit nur als eine Annäherung ^
trachtet w erd en , die e r s t , duroh weite re Untersuchungen und geniQl
cheiuisclie Zergliederung wen ig bekannter chemischer Verbindung»
rektifizirt w erden mufs.
Die natürlichen und künstlichen , .chetjiischen Verbindungen J(.
brennbaren Urstoffe liefern interessante Belege zu diesem Gf.
sezxe. Entweder bestehen sie nur aus einfachen Verhältnis^,,
oder es haben sich mehrere Verhältnisse des. säurefähigen
elektrischen) Urstoffs mit; einem Verhältnisse der basefdh
(m in u s - elektrischen) Grundlage, nach der piogressivcn Ku:i.|
= 2 , 3 , 4 eto., vereinigt, so dafs 4 , 3 , 2 Vielfache
. 1 sind.
So die Verbindungen von Schwefel tjnd Metallen. 100 TheiJ
Eisen nehmen' im Magnetkiese 58,73 Tlieilo Schwefel -auf;-
meinen Schwefelkiese 117,46 Theile. Diese 117,46 Tlieile.
ten zweimal die niedrigste Menge = 58,73 (=■ i ) an Schwefel ¡J
sich, durch welche 100 Theile Eisen in den Zustand des JMjJ
netkieses versezt , werden.
IV. Wçrdcn chemische yerbindungen von ggggS und ba.afttigaa Urs.ofl.n durch Zutritt Je, Sauerstoff,. o .p dirt, „ ich , bei Jcr Mch,
§1 dieser Verbindungen die Menge der entstandenen Säure genau h in , die zugleich erhaltene oxydirte Base zu sättigen, So bestehen:
. Eisenvitriol oder
icliwefelsaiiyes Eisenoxydul:
Magnetkies oder
Schwefeleisen im Minimo :
Oxydirt als :
oder Schwefel blei :
Oxydirt als :
Eiseiipxydtil 129,500
Schwefelsäure 147,500
277,000
• •« Bleivitriol oder
schwefelsaures Bleioxyd :
welche
enthalten :
100,00 Eisen.
59,00 Schwefel.
169,00
*) Seite 93 in der U e b e
Schwefelige Säure aus :
So die Oxydarions - Stufeu des Schwefels j es bestehen :
Schwefelsäure ¡
100 Schwefel.
100 Sauerstoff ■
Kohlenstoff - Oxyd - Gas •
100 Schwefel.
l5 0 Sauerstoff • - 100 X 1£.
Jene des Kohlenstoffes ; es bestehen*
Kohlenstoffsäure aus :
100,000 Kohlenstoff.
.125,818 Sauerstoff =
100,000 Kohlenstoff.
251,636 Sauerstoff =■» 125,818 X 2.
.
Wio bei den Metallen *
Die Oxydations-Stufen des Ammoniums, durch welche sich
E e r z e l iu s ’s Theorie vor ändern auszeichnet. B e r z e l iu s nennt die
Grundlage des fluchtigen Laugensalzes Ammonium.' Sie ist gleich
jenen der Kalieh" und Erden von metallischer Natur, und verbindet
sich mit dem Sauerstoffe iu neun Verhältnissen, welche ebenso
viele eigentümliche Körper darstellen....................................................
351,636
Theilen Sauerstoff.
X 1 = 11,0346 den Wasserstoff.
X 4 = 44 ,1 3 8 4 das Ammonium - Oxydul.
¿X 8' =?= 8 8,2768 das Ammoniak.
X 12 = 132,4152 den Stickstoff.
X 24 — 264,8304 das Stickstoff - Oxydul,
X 36 =” 397,2456 das Stickstoff - Oxyd.
X 48 = 592,6608 die salpetrige Säure.
X 60 = 662,0760 die Salpetersäure.
X 72 *= 794,4912 das Wasser.
Die 4 ersten Oxyde wurden durch Versuche gefundon unJ*
¿Liesen die weiteren berechnet.
Kalium - Oxyde. Platina - Oxyde*
Kalium- ( 83,022
Oxydul. I Sauerstoff 8,489
V 91,511
83,022
16,9711 > - 8 ,4 8 9 X 2.
100,00t)
Kalium-
Oxyd.
(Kali). .
Die verschiedenen Zustände des Bleis
Platina- j
Oxydul. ^
Patina 100,000
Sauerstoff 8,287 =
108,287
100,000 ' - - ' \
16,380 = 8,287 X 2.1 OxfAI
116,380
t seinen Verbindungen mit Sauerstoff ; es bestehen :
Gelbes Bleioxyd. (Bleioxydul ?) Rothes Bleioxyd. Braunes Bleioxyd.
100,00 Blei.
7*70 Sauerstoff =
107,70
Spiesglanz • Suboxyd.
100*00 Blei.
11,11 Sauerstoff = 7,7 X I * -
111,11
Die Spiesglanz - Oxyde ; es bestel
100,0 Blei.
15,6 Sauerstoff •
115,6
■ 7,7 X 2.
Spiesglanz - Oxydul.
100,0(1 Spiesglanz.
4,65 Sauerstoff «
100,00 Spiesglanz.
18,60 Sauerstoff • - 4,65 X 4*
Weifses Spiesglanz - Oxyd.
100,0 Spiesglanz.
27,9 Sauerstoff 4 ,6 5 X 6.
Gelbes Spiesglanz - Oxyd.
100,00 Spiesglanz.
37,20 Sauerstoff •
127,9 137,20
2 59,4 Blei. ,
40,0 Schwefel.
2.99,4 ' ) V
zwei und mehrere oxydirte Urstoffe in chemische Verbind;
Bleioxyd (gelbes)
Sch wefelsä uro
279
100
259,05 Blei.
-ft),0p Schyvefel.
299,0$
welche
enthalten
so ist die Masse des Sauerstoffs
ich festen Verhältn:
M oxytlirren Orltoffo die. Eiuheit, au. welcher , dir Gehalt an Sauerstoff in den alürler onydirten ! Otstoffen, nach' d’er Progression.«
h 5 etc., zusammengesezt erscheint. Wie in den Salzen:
I * ? » * ■ * * • “ f Sauerstoff dpi- «äura in den Neitrel.alee» ist elti Vi.Uches vpa dem SanerstofTe'der darin vorlonsme'nden Basei
) In den neutralen salzsauren, phosphorsauren, kohlensauren und arseniki
den krystallisirten Verbindungen tltjfl
Salzsaures Bleioxyd Salzt
Das gleiche Gesez herrscht
trisch - heterogener Metalle.
Z. B. in den krystallisirten Amalgamen; in den Legirungtn 4
Metalle mit Metallen. D ie , beinahe in allen Verhältnissen
gen de, Vereinigung der Metalle unter, einander durch SchmelzftiJ
ist analog der Lösung der Salze in. Wasser. Beide können
vielfachen Verhältnissen vor sich gehen. Krystallisirt ein Salz
nimmt dabei Wasser chemisch auf, so geschieht diefs immer 1
einem festen Verhältnisse. Das Nämliche erfolgt bei den JtrysuHl
sirteu Metall-Lagerungen, zumal' bei den Quecksilber-Amalgan
bei welchen das Überflüssige Quecksilber von (den Amalgam-ü
stallen abgegossen werden kann.
III. Ist ein , Urstoff fiir mehrere Stufen der Oxydation empfänglidB
dann sind die Gehalte der höheren Stufen an Sauerstoff stets Vielfache
dem Gelialte der niedrigsten Stufe_ ( 7 = l ) an Sauerstoffe und zwar 1
der Progressions - Reihe : 1 , 1-J, 2 , 4 , 6 etc.
1 Salzen enthält die Säure zweimal so viel Sauerstoff als die Base. So bestehen
lures S ilb e ro x y d au
ire 100,00 — 58,90 = 2.
feieioxyd 409,06 — 29,24 == 1.
509,06
Phosphorsaures Bleioxyd aus :
lliiisphovsäure 20,809 — 11,32 = 2
Bleioxyd / 79,191 — 5,66 * i
100,000
Salzsaures Natron aus ;
i f
Salzsäure 100;00 — 58,90 = ü ' 1 Salzsäure 100,000 — 58,90 — 2. "'‘V ¡p
'S -
Silberoxyd 4?5,35 — 29,4.3 =■ 1. I Natron 114,778 — 29,45 = 1. 1 2
) => 525,35 J 2, 214,778 ‘ l l
1 Phosphorsaurer Baryt aus :
-cn - , ,
.'Kohlensaures Bleioxyd aus :
Phosphorsäure ,27,8’ —: I 5 ,l3 ‘ . = 2.
Baryt 72,2 — 7,56 = ' 1.
100,0
' Kalk aus :
Kohleiisäm
Bleioxyd
1 6 .5 — 1 1 ,9 8 = 2(
8 3 .5 — 5:S7 = 1.
100,0
Kohlensaurer Baryt aus : "
Kohlensäure 43,6 — 3 l ,6 6 == 2.
Kalk 5 6 ,4 — 15,79 = 1.
100,0
Arseniksaures Bleioxyd.
" s \ CO
11
J i
Kohlensäure 22,1 — 16,05 ’== 2.
Baryt 77,9 ,-f- 8,15 = 1.
100,0
Arsenigsaures Bleioxyd. (Ausnahme.)
Arseniksäure 100,0 — ;— —
Bleioxyd • 237,5 ■— — —
33,96 =
16,98 =
337,5
b) In den Schwefelsäuren Neutralsalzen enthält die Säure dreimal
als die Base. W ie: !
Schwefelsaurer Baryt.
m - (Arsenige Säure 100,000 — —
Bleioxyd 118,977- — —
25,52 «
. 8,50 = 1.
218,977
viel Sauerstoff als die Base. In den schwefeligsau Neutralsalzen zweimal
Schwefelsaures Eisenoxyde
Schwefelsäure
Baryt
100 — — — 60,00 ■
190 — — — 19,95 ■
290
Schwefelsäure« Kali. 1 (Schwefelsäure 100,0 —■ r— — 60 *= 3.
Eisenoxyd 65,5 — — — 20 = 1.
165,5
Schwefelsaures' Bleioxyd.
60,00 = 3. n 1 Schwefelsäure 100 — — — 60,00 = 3.
19,78 = 1. 1 . aus ; I Bleioxyd | | 279 — — ^ 9 19,96 — 1. , 1 - * 216,385 J H V v 379 J *
I Schwefelsäure 100,000 — —
1 Kali 116,385 — —
Schwefeligsanver Baryt.
Schwefeliger Säu'
Baryt" ' .
Wasser . .
28,84 — —
69,74 — -
•1,42 —' ^
14,42 = i
7,3o « 1
1,2 5
e) In den neutralen sauerkleesauren Salzen enthält die Säure dreimal so viel Sauerstoff als die Base.
Sauerkleesaures Bleioxyd. Sauerkleesaurer Kalk (wasserfrei). Nach Vooee und Wo ixAST ö i» .
Sauerkleesäure 100,00 — 66,53 = 3.)
Bleioxyd 310,00 — 22,17 = l . j
410,00
nach Berzelius:. í ¡
j i * {
d) Tn den neutralen salpetrigsauren Salzen enthält die Säure viermal
so viel Sauerstoff als die an sie gebundene Base. . . . . . ■f
l
Sauerkleesäure 100,00 —r* —■ -r-
Kalk . . . 77,77 —
177’,77
Salpetrigsaures Bleioxyd.
65,70 = 3.
21,90 =» 1.
Salpet
Bleioxyd (gelbes) 7 0 ,3 7 5 J*
Wasser . . -5,700 ■
5.03 ■
5.03 .=
i g
: 1 . / imcúBerzelius.)
= 1.) ¡I
«) U dea a e o tM l.il welostems.uren S.laea eathält die Siure (edeeoial da« Fiiaff.el.e de. S.uet.toffs de« B..e, Sot
Weinsteinsauies Kali.
. 4 ,6 5 X 1
Weinsteinsaures Bleioxyd.
«
1 Weinsteinsäure 100,00 *— r — — 59,88 == 5. I
I Bleioxyd 167,41, tt> — l- - ft 77 . — 11,97 = 1. 1
j 267,41 )
0 Ia deo aeutMl.a uitimoauaren Salzen be.izt d i. SSote «echimal so viel S.uerstoff als die Base. (ISi’a Beispiel der als Siota aafeietendao Baaa.) Dia
aeutralea Verbiadimgea der antimoaigea. Säure aeigeo das Verliiltoifs des Sauerstoffes dieser Säure ru jenem der Base = . 4 j 1. AB:
Y 2 " '■ -