
II. I n n e r e K e n n z e i c h e 11.
sekundärer- Bildung.; Stalaktiten, .Überhaupt alle durch Agregation entstandene
Arten. Sie 'erfordern einen starken Schlag.
Die S c h w e fe ls ä u r e n Kalkgattungen steigen im Allgemeinen keine Phos-
phoressenz durch Stofs und Reiben. Ausnahme hiervon macht der Anhydrit.
Die ßnfssauren Gattungen der Kalk - Ordnung werden durch Schlag
phosplioreszirend, und gewähren, im Porzellanmörsor zerstofsen, die nämlichen
, bei dem opalisirenden Feldspalhe erwähnten, Erscheinungen.
Unter den mit Phosporsäure verbundenen Kalkgattungen zeigt der.
Phosphorit durch Stofs und Reiben ein grünes Leuchten. Kalzination itt
öfters ein Mittel d ie , durch mechanische Einwirkung nicht pliosphoreszj-
renden, hierher gehörenden Mineralkörper fü r diese Erscheinung empfänglicher
zu machen-
B aryt-Ordnung Durch Stofs oder Schlag phosplioreszireu: PVitheril; .
schwefelsaurer Baryt.
Strontia)i - Ordnung. Kohlensaurer Strontiani^ phosphoreszirt dur<h
Schlag.
Sähe. Die fossilen Shlze werden durch mechanische Erschütterung nickt
phosphoreszirend.
Metalle. Einige Blenden phosphoresziren, wenn sie mit der Feder
gerieben werden: Geschwefeltes S.pi.esglanz, wenn dasselbe im isölirendL
Mörser gerieben wird.
3) f h o s p h o r . u u f e l e k t r o c h e m i s c h e m W e S e.
a) Durch Temperaturerhöhung.
« ) D er Mineralkörjier an «n d fiir sich.
Diamant-Ordnung. Die Bedingungen, unter welchen Diamanten duJch
Bestrahlung phosphoresziren, sind gleich denjenigen, unter welchen |ie
P h o s p h o r e s z e n z derselben durclr Temperaturerhöhung statt findet. So zeijen
rohe, reine Diamanten.’diese Erscheinung nicht, wenn sie in regelmäfsfcer
Gestalt und ohne BrucliJlächcn einer höheren Temperatur ausgese.zt werden.
Bcsizzen sie hingegen frische Bruchflächen, oder werden sie zerkleinert jn<l
alsdann erhizt, so zeigen sie Phosphoreszenz. Die Ursache hiervon lsd in
der L a g e r n suchen, in welcher, das • krystallinische Gefüge dem Einfljsse
des Wävmestoffes dargeboten wird. Auch für geschliffene Diamanten, welfehe'
durch Temperaturerhöhung nicht phosphoresziren, gilt diese Annahme, (sind
I sie nach der Richtung natürlicher Krystallisation geschliffen, so erhalten! sie
| nur dann Phosphoreszenz, wenn durch Zerstückelung dieser krystalliniche
? Zusammenhang gestört wird. Die Grade der Temperapur, in welcher j)ia -
| manten phosphoresziren, weichen sehr von einander ab. So zeigen einigej ■—
|zuma l,d ie durch Bestrahlung phosphoreszirenden— -schon bei 8 0 ° R. Phosiho-
reszenz, -während bei ändern diese Erscheinung erst in einer Temperitur
von l3 0 ° — 200° R. erfolgt. Die Gröfse der Diamanten ist hier ron
Einflufs ; so leucliten gröfsere früher ah kleinere.
| Das Reiben 'der Diamanten', während sie erhizt werden, mit dem
I pinorer mit W olle, trä«t zur Erweckung der Phosphoreszenz bei.
I • Kiesel-Ordnung. Hierher gehörige Mineralkörper mit natürlich - Spie-
j geladen Flächen phosphoresziren später durch Temperaturerhöhung, alsj an-
9 dere, deren Oberfläche rauh oder mit Unebenheiten versehen ist. So pjiQS-
I phoresziren Schmaragd, Bergkrystatl, durch Reiben rauh gemacht, schneller
{ und besser. Viele erfordern eine höhere Temperatur, um Phosphoreszenz zu
| zeigen, als'Äiejenige is t, welche man an dety als Unterlage dienenden, Ku-
| pferschale ,,bemerkt, nachdem solche zu glühen aufgehört hat. So g'tlber
I Topas, Hyazinth, gemeiner Feldspath aus Kärntlien: sie' phosphoresziren
erst in der Glükehizze. Andere widerstehen in ganzen Stücken jeder Hjzze;
j sie leuchten-hingegen in gröblichem Pulver schon auf der heifsen Unteilage.
So die Spinelle, Saphire, edler Opal, Schmaragd, Chrysoberyll (der Stärk
rothgefärbte und der lichtegelbe Chrysoberyll leuchten weder in ganzen Stücken
noch in Pulverform); opalisirender Feldspath in Krystallen. Unter den
hierher gehörigen Mineralkörpern zeichnen sich folgende, in Pulver auf
die heifse Kupferscliale gebracht, durch die Lebhaftigkeit und Intensität
ihres pliosphorischen Leuchtens, aus: T opas, edler Granat, Ametl)yst, \
Jaspis , Bergkrystall-, Schmaragd-y Hyazinth , Lasurstein, Feldspath (in, den
Farben des prismatischen Lichtes).'. Viele sogenannte Edelsteine verlieren
durch Temperaturerhöhung ihr Farbenspiel , zumail die Europäischen. ]
Die Grade der Temperatur, in welchen die Mincralkörper der Riesel-"
Oidriun»- phosphoresziren, fallen zwischen 200° und 300° R. Die Farbe
des Leuchtens ist hier sehr oft weifs, oft gelb, zuweilen grün, selten roth.
" Diese Färben sind häufig an einem und demselben Fossile zugleich anzütref-
> fen. Wird Feldspath bei einer nach und nach zunehmenden Temperatur auf
der Kupferschale’ erhizt, so ist die Reihe der Farbenveränderungen des
phosphorischen Leuchtens folgende: mattweifs , gelblich, grünlich, bläulich,
zulezt glänzend-goldgelb.
Thon-Ordnung. Einige wenige Fossilien auf der ,Thon - Ordnung erhalten
durch Temperaturerhöhung Phosphoreszenz. So der Alaunschiefer,
iVezschiefer , schieferiger Chlorit, Basalt (schwach). Im Allgemeinen bei
3 00° R. Die Farbe des .Leuchtens ist hier liaufig g elb , weifs , selten grtln.
Talk- Ordnung. Durch Temperaturerliömmg phosphoresziren s reine
Talkerde, Meerschaum, gemeiner T a lk , Serphntm, Nephrit, Tremolit. Die
meisten erfordern hierzu eine Temperatur von 300° R. Farbe des Leuch-
tens : weifs, gelb, in Übergängen.
Kalk-Ordnung. Alle, durch Metalloxyde gefärbte, Kalkgattungen erhalten,
durch Temperaturerhöhung stärkere Phosphoreszenz als die reinen
oxyd freien. Die Intensität des Leuchtens «.teilt mit der Färbung dieser Fossilien
durch Mctalloxyde in gleichem Verhältuisse.'
So -leuchtet" spätliiger Kalkstein aus Island mir dann sehr stark,
* wenn er Metalloxyde chemisch - gebunden enthält. Krystallisirter
spätliiger Kalkstein, obgleich iiii reinen Zustande auch phosplioreszirend,
z e i» t\in farbigen Stücken dennoch weit stärkere Phosphoreszenz.
Ebenso verhält sich der weifse und der piolblaue Arragon-
Alle durchsichtige Krystalle der kohlensauren, Kalkgattungen — ausgenommen
diejenigen, welchen Überflufs an Krystallwasser eigen ist leuchten
in ganzen Stücken auf der dunkelheifsen Unterlage. In Pulver zeigen
sie diese Erscheinung nur dann, wenn sie Metalloxyde enthalten. 1
Die Varietäten • derselben , welche in der Hizze dekrepitiren, phosphores-
ziren nur schwach oder gar nicht durch’s Erliizzen. — Dichte kohiensaure
Kalkgattungen zeigen starke, die minder dichten geringere Phosphoreszenz.
Beide" erfordern keinen hohen Temperaturgrad um diese Erscheinung zu
äufsern. Sie hören auf zu leuchten in einer mittleren Temperatur von 200°
R. Starkes Gliihfeuer benimmt ihnen alle Phosphoreszenz; manche verlieren
solche sclioii durch Erliizzen auf der Kupferschalc. ' So K reide, manche
Aggregate, als: Karlsbader Erbsenstein. —- Ein kleiner Zusaz von Wasser,
die feuchte Einwirkung der Atmosphäre stellen ihre Leuchtkraft wieder her.
— Spiegelnde glatt« Oberflächen phosphoresziren nicht so gut als rauhe.
So diejenigen an gröfaqren Stücken des spätliigen Kalksteins aus Island. —
Die Farbe des phosplioiischen Lichtes ist blau -r- zumal an Mineralkörp.ern aus
dieser Ordnung, deren Phosphoreszenz durch Temperaturerhöhung schwieriger
zu erwecken i s t— gewöhnlich heller oder dunkel er gelb, seltener grün, weiß.
■Die schwefelsaure Kalkgattung hat mehrere durch Temperaturerhöhung
gut pliosphoreszirende Arten aufzuzeigen. So: dichter Gyps (Alabaster),
Anhydrit. Sowohl in Masse als zerkleinert. Starke Hizze zerstört die Phosphoreszenz
derselben. — Farbe des Leuchtens: weifs, gelb.
Die ßufssauren Kalkarten leuchten gut durch Erliizzen. Schon die
Siedhizze des Wassers ist hinreichend , diese Erscheinung in manchen hervorzubringen.
. Sie phosphoresziren nicht mehr in einer zwischen 50°. und 70°
Reaum. fallenden Temperatur. Sowohl in ganzen Stücken als in Pulver phos-
phoresziren sie in \ille n Farben des prismatischen Lichtes. Wird spätliiger
Flufs auf,die heifse Kupferschale, gebracht, so entweichen zuerst die mehr
brechbaren, daun die minder brechbaren Lichtstrahlen; der" umgekehrte Fall
tritt e in , wenn derselbe stufenweise erhizt wird; die Farbe des .phosphorischen
Leuchtens ist hier zuerst mattweifs, dann gelblich, grün, bläulich, zu*
lezt violett. In den gefärbten Flufsspatlien Wferden durch starke Hizze die
färbenden flufssauren Metalloxyde zersezt. 'So rötliet sich grüner Fluß,\
wenn auf diese Weise das, iu demselben enthaltene, flufssaure Eisen eine Zer-
sezzung erleidet.
Unter den phosphorsauren Kalkgaitungen besizzen Phosphoreszenz durch
Temperaturerhöhung: Phosphorit, Apatit aus Estremadura bei 80° ,R.; Apatit
aus dem Erzgebirge (die reinen Krystalle des leztern erfordern ein®
anhaltende Erhizzung auf der Kupferschale, grünliche phosphoresziren hingegen
gleich sowie sie erwärmt werden).
Baryt-Ordnung. Die Arten derselben erforderh, um zu phpsphores-,
zireu, einen höheren Wärmegrad als diejenigen der Kalk - Ordnung. Grob1’
Massen loucliten besser als kleinere; grobkörniges "Pulver leuchtet ljesser *1*
feineres. Glühfeuer zerstört die Leuchtkraft derselben; einjge zeigen ans-1
geglüliet Fälligkeit durch Bestralilung zu phosphoresziren. So der. PVithertii
Das phospliorisclie Leuchten der Barytarten während des Erhizzens, ist sehr
häufig von goldgelber Farbe.
Strontian-Ordnung. Es phosphoresziren hier : kohlensaurer Strontiani1i
blätteriger schwefelsaurer Strontianit.
Salzei Viele Salze sind phosplioreszirend. Solche mit bedeutende'
Gehalte an Krystallwasser leuchten erst, nachdem der gröfsere Theil desselben
in der Wärme verflüchtiget worden ist. Statt des wogenden Leuchtens bemerkt
man bei vielen »ur sprühende Funken. Die Farbe" des Lichtes
meistens weifs.'
B, D i e P h o s p h o r e s z e n z .
Inflammabilien. Beispiele: Bernstein, Steinkohle, Graphit, grünlich.
JVIetalle. \ Reine und gediegene Metalle, ihre Eize .und Oxyde,
■alten-in der Phosphoreszenz durch Temperaturerhöhung das Mittel zwischen
crbrennlichen und unverbrennlichen Mineralkörpern. _ Der- Schwefel in den
rzen hat grofsen An theil an dieser Erscheinung (wenn er nicht die einzige
Sisache derselben ist). Bei einigen Metallen ist die Phosphoreszenz Folge
Jon Oxydation. So beim Gediegen-IVismuthe, das in den einzelnen Farben
¡'prismatischen -Lichtes phosphoreszirt.
ß ) PhQsphorcszcnz durch Temperaturerhöhung mit reaglrenden Stoffon.
Diamant - Ordnung. Diamanten, welche keine Empfänglichkeit für Phos-
W-cszenz besizzen, sollen, durch Glühen mit Borax auf der Kohle, die
¡o-keit erhalten, durch‘'Bestrahlung und durch audere Reize Phosphores-
; zeigen zu können.
. Der Verlust derselben ■
wischen Kohle
" grofse Empfjtnj
Jahren noch Empfänglichkeit, für Phosphore
durch Ausglühen der Massen- wieder helgestellt.
Strontian - Ordnung. Schwefelsaurer Strontianit liefen
auf/ähnliche Weise ausgeglühet, Lichtträger, welche sehr
lichkeit für Phosphoreszenz durch Bestrahlung besi _
., Salze. Ob die, durch Glühen mit Kohle oder Kohlenstoff enthaltenden
Körpern, in Schwefelkalien umgewandelt werdenden, Schwefelsäuren natürlicheil
Mittelsalze Phosphoreszenz zu zeigen im Stande sind, ist noch unentschieden.
Durch Glühen der Kalieti und Erden mit Kolenstaub und Eisenfeile,
in gewissen Verhältnissen, eingeschlossen in eisernen oder thöuernen Röhren
Kiesel - Ordnung.
^lkörper mit I(ali en
Aus deF- Thon-
| Art bekannt.
Kalk - Ordnung.
liiher, den Kanton’s-
Die , durch Schmelzen der hierher gehörenden Mine-
stehenden, Gläser sind empfänglich für Phosphoreszenz.,
und Talkordnung ist bis jezt noch keine Verbindung
Die . kohlensauren 'Kalkarten bilden, mit’ Schwefel gehen
Leuchtstein (Phosphor von K a n t o r ) . Er ist von
,anderer Empfänglichkeit. Schon die Wärme der Hand ist hinreichend
i, wenn er in einem Glase,eingeschlossen äst, zum Leuchten zu reizen,
die Wärme des Ofens; das Licht einer Argand’schen Lampe.
Bereitungsart. Drei Tlicile Austirschalenkalk, mit einem _ Theile
Schwcfclblumen vermischt, -■ werden in einen Schmelztiegel einge-
stnmpft, mit Kohlenpulver bedeckt, und so eine Stunde lang der
Rothgliüiehizze ausgesezt. Das erhaltene Pulver wird in Gläsern
mit eingeriebenen Stöpseln, oder in versiegelten oder zugeschmolzenen
Glasröhren aufbewahret.
Die schwefelsauren Kalkarten, in gröblichem Pulver mit. Eiweifs zu
men Tafeln geformt, liefern, nachdem sie getrocknA und schichtweise
¡sehen Kohlen in einem gut ziehenden Windofen mäfsig geglüliet worden,.
Maiic.bhav’sclien Lichtträger (M a r o o r a f ’s Phosphor)./ Er ist nicht so
npfindlich als der von K a n t o n ;
Die pliosphorsauren "Gattungen der Kaikordnung werden, mit kohlcn-
Iqffhaltigen Körpern geglüliet, in, Phosphorkalk umgeändert.
Baryt-Ordnung. Das gröbliche Pulver des S c h w e fe lsä u r e n ,Baryts, mit
weifs und wenigem Mehle, auf gleiche Weise wie obeu bei dem schwefel-
iren Kalke angegeben wurde behandelt, liefert ausgeglühet den sogenannten.
'olo^neser oder Bononischen Leuchtstein (Bologneser Phosphor).
Obgleich der schwefelsaure Baryt von-, dem Monte paterno - bei
Bologna sich vorzüglich zu diesem Zwecke eignen so ll, so ist
derselbe zur Bereitung dieser Leuclitsteine nicht unumgänglich erforderlich.
Der gewöhnliche schwefelsaure Baryt reicht zu diesem
Zwecke h in , und liefert, richtig behandelt, auch gute Lichtträger.
Erkaltet den Strahlen der Söhne ausgesezt, äufscru diese Lichtträger nach
rzer Zeit .phospliorisclie Erscheinungen, welche'öfters über eine Stunde im
mkeln anlialten. ,
In hermetisch - verschlossenen Gläsern aufbewahret,, zeigen sie nach
der Atmosphäre und im Wasser
: Kalium, Natronium, Barytium,
künstlichen Leuchtstcinc zu den
die, iinter Lichtentwickelung in
sich1 ■oxydircndtii, Grundlagen derselben als
Kaldiu.ni etc. .erhalten, .den Übergang dei
Lufczündern (Pyrophoren) bildend.
Ordnungen sind theils keine plioswerden
Bei den Mineralkörpern der übi
phoresziren den Vetbinduhgdn der Art möglich, theils noch" nicht aufgefunden,
b) Phosphoreszenz durch den elektrischen Schlag.
Diamant - Ordnung. Alle Diamanten, welche durch Bestrahlung und
durch Temperaturerhöhung phosphoresziren, erhalten auch durch elektrischen
Schlag Phosphoreszenz. • Del*' elektrische Schlag verursacht Streifen auf den
- Flächen derselben, wefshalb geschliffene Exemplare ohne Nachtheil demselben
nicht ausgesezt werden können.
Kiesel-Ordnung. MineralköTper aus der Kiesel-Ordnung, welche fähig
sind durch Temperaturerhöhung Phosphoreszenz zu zeigen, werden auch durch
Einwirkung des elektrischen Schlages leucheend. So die von demselben getroffenen
Stellen am Granate, SchmaragdeSaphire , Achate, elektrischen
Scllölle, Jaspisse, Amethyste, Karniole, Bergkrystalle, Quarze, jedoch
nur schwach.
Thon- und Talk - Ordnung. Wenige Empfänglichkeit für diese Art Phosphoreszenz
liegt in ihrem Charakter.
Kalk - Ordnung. Sowie die hierher gehörenden Gattungen vorzügliche
Empfänglichkeit für Phosphoreszenz durch Bestralilung zeigen , eben so empfänglich'sind
sie für das, durch elektrische Entladung zu bewirkende, phos-
phorisclie Leuchten, öfters übertrifft lezteres die entere an " Intensität und
Daueii. So dasjenige am Kalksinter, spätliigen "- Kalksteine aus Island
Stinkiteine, an einigen Petrefdkten, cm dichten Gypse, spätliigen Flusse. Die
Farbcjdes sich hierbei entwickelnden Lichtes ist derjenigen gleich, welch»das
durch Bestralilung in1 diesen Mineralkörpern aufgeregte, Leuchten zeigt.
Baryt - Ordnung. Beispiel: schwefelsaurer Baryt. Licht von gelber
Farbe.
Strontian-Ordnung. Es ist wahrscheinlich, dafs Strontian-Arten durch
elektrischen Schlag Phosphoreszenz zeigen werden; allein noch sprechen dafür
keine Erfahrungen. ' V f , ‘ '• ;' \ '
Inflammabilien werden durch elektrische'Schlage nicht leuchtend.
. Klasse der Metalle.' Nur einige Oxyde zeigen schwache Phosphoreszenz
und unter diesen das Bleioxyd die stärkste.
U e b e r 's i c li t ui e h r e r r d u r c h T e m p e r a b u r- e r li ö
M i n e r a l k ö r p er.
i u n g p h o s p / o r e s z i r e n d e r
Mineralkörper.
Dau er der
P h o sph o re szen z.
Farb e derselben an
gröfseren , a u f glühender
Unterlage e rh iz ten ,
Stücken.
D|auef der
Phosph ore szen z.
Farbe derselben an , in
Pu lve rform a u f die sehr
h eifse Unterlage gestreuten,
Mineralkörpern. 1 ■
D /iam a n t . . - . . . . . .sehr lange. *)
Hyaz i nt h • . • . • . . . kurz . hellweifs kurz mattweifs
T o p a s , weifser orientalischer , kurz mattweifs
—■ gelber aus Sachsen . . . nicht sehr lange hellgelb grünlich
— M H aus Balm.» » . lange glänzendweifs lange glänzendweifs
C h r y s o l i t h . .............................. - kurz gelblich
G r a n a t, edler . . . . . kurz gliiliendroth kurz scliwachroth
gemeiner . - ■........................ kurz mattroth nicht seh r. lange ebenso
S p i n e l l ................................................ (schwacher Schein)
nicht sehr lange mattweifs '
S c h m a r a g d ....................................'• nicht sehr lange gelblich kurz matt
B e r y l l . . . . . . . . . (ein. Schimmer) kurz gelblich
*) Es w ird unter dem Ausdrucke' s e h r l a n g e eine Zeit Von flin f Und mehreren' Mihuten, Unter T a n g e diejenige zwischen einer iiad fü n f Minuten , unter n i e f i t s e h r l a n g -
diejenige v on 2 0 bis 6Q Sekunden, unter k u r z die Zeit zwisch en einer und 2 0 Sekunden verstanden.