
II. I n n e r e K e n n z e i c h n
Dio ungleichnamigen werden deshalb auch die freundschaftlichen, die
gleichnamigen die feindschaftlichen magnetischen Pole genannt.
Jeder Pol eines Magnets- .ist in Beziehung auf dcu ihm. ontgegengesez-
ten different, und die Mitte zwischen beiden Polen der Indifferenzpunkt
dos Magnets.
Jeder der beiden Pole eines Magnets erregt in dem Ende einer ihm
gcnUhortou Eisenmnssc die, der seinigen entgcgengosczie ,' magnotiaolio Polarität,
so daß dieses Ende zu einem ihm befreundeten Pole w ird , während
das entgegengesezte sich feindschaftlich äußert, jedoch nur so lange, ' als
sich die EiscnmaSsc in dem magnetischen Wirkungskreise boli.tvet.
So das zum Südpole weidende Ende einer, von dem Nordpold
ungezogenen , des Ma Stahlnadel, deren andores Ende dadn
.nördliche JPola
4 eine andere Nadel
dritte zu affiziven :
und mit dieser die Fähigkeit erhält, wiedot
iztehen zu können, welche ihrer Seits ein«
Stande ist u. s. f.
Die künstlichen Magnete liaben
ten gemein, und iibertreffen sie da
Masse, leicht in alle Formcu
stärken
dafs
bringen sind.
ttiirlichen gleiche Eigenschaf-
e , wegen ihrer homogeneren
Jo harter das Eisen, um so
d dauernderen Magnetismus ist es aufzunehmen im Stande.
Das" nü/.lichstc magnetische Werkzeug unter den künsthclu
Magneten ist die Magnetnadel. Sie besizt alle Eigeuthiimlichkcitcn
eines natürlichen Magnets, und ist -in der Mineralogie,- in der Bergbaukunde
sowie in der Nautik von vorzüglichem Nuzzen.
1 . E i n t h e i l u n g d e r m a g n e t i s c h e n M i n e r a l k ö r p e r .
Die Mineralleörper werden rücksichtlich des Magnetismus eiugetheilt :
1) In solche, welche sowohl den Süd- als Nordpol einer Magnetnadel
gleich stark beunruhigen, ohne selbst Magnete zu seyu. Sie besizzen
keine magnetische Polarität und ziehen kein Eisen au. (Magnetischpassive
Substanzen•)
So die Grünerde Von Monte - Baldo; dichtet Feldspäth von
Hofswein; Serpentin und Talkerde von Kosemüz; Bol von Stri-
gau ; viele Abänderungen des Pechsteins ; schwarzer Pechstein - Porphyr
von Planiz; Porphyre von Grandöla; Basalt von Fulda
und Stolpen.
2) In solche, welche die Magnetnadel beunruhigen, keine Polarität
besizzen, aber Eisen Anziehen.
So einige Abänderungen des Magnet-Eisensteins aus Schweden.
Die An zieh ungskra fi, w elch e sie auf das Eisen ausüben, ist. ein
Beweis- für ihre Polarität, w e lc h e , jedem Thcilclien zukonimcnd,
durch unrichtige Lago der Pole oder durch Isolirtscyn derselben,
für sich w o h l einzeln > nicht aber durch die ganze Masse des Fossils
z u wirken vermag.
3) In solche, welche magnetische Pole bemerken lassen und auf das
Eisen anziehend wirken* , (Magnetisch - aktive Mineralkörper; wahre
natürliche Magnete.)
So Magnet - Eisenstein; Ürthonschiefer aus der Gegend von
Falkenstein im Voigtlande.
4 ) In solche mit starker Polarität, ohne Anziehungskraft zu dem Eisen.
So der Serpentin und Chloritschiefer vom Magnetberge iu der
Oberpfalz; labradoxisclie Hornblende von Ingermannland; verhärteter
Talk (Topfst ein") von W a llis ; einige Granitfelsen des Harzes.
2 . P r ü f u n g d e r M i n e * r a lk Ö r p e r a u f M a g n e t i s m u s .
a) Magnetischer Apparat.
Der Apparat zur Ausmittelung des Magnetismus' und der Fähigkeit
der Mineralkörpcr. von dem Magnete augezogen werden zu können bestehet:
1) -In einer rautenförmigen, auf einem Metallstifte- schwebenden,
oder an einem starken Spinnenfaden oder einer Kette von Pferdehaar aufgehängten,
gleichgewichtigen magnetisirten Stahlnadel, welche um so
empfindlicher ist, je gröfsere Länge sie besizt. Die Kappe worin der
Stift die Nadel trägt. (der Schwebepunkt) bestehet am vorzüglichsten
aus Achat, oder einem ändern harten polirten Steine.
2) Tn einer kleineren Magnetnadel, gleich jenen in den T aschen - Kompassen.
Für Mineralkörper von geringer magnetischer Kraft.
3) In einem polirteu Stahlstabe von vorzüglicher magnetischer Stärke.
Aufser dem gewöhnlichen Gebrauche dient derselbe um aus pulverigen
Mineralkörpern die magnetischen und Eisentlieile aaszuziehen.
4 ) In dem von L amfadius erfundenen Magnetometer.
Dieser Magnetometer besizt folgende Einrichtung. Eine 24 Zoll
lange Thermometerröhre von möglichst gleichem Durchmesser
wird 8 Zoll von ihrem linken Ende, mittelst eines geölten Seidenfadens
, aufgehängt, so dafs die andere Seite eine Länge von 16
Z oll erhält. . An dem Ende dieser lezteren ist ein metallener geradeaus
stehender Stift als Zeiger angebracht , d<4- sich an dem
Stücke eines Gradbogens herauf und herunter bewegt. An diesem
Zeiger, zu Ende der Glasröhre, hängt an seidenen Schnüren eine
sehr kleine Wagscliale aus Glas . (ein kleines UluglUsclion). J
kürzere Seite der Glasröhre trägt ein lakirces, hängendes ß led
wicht von der Schwere, dafs der Zeiger des im Gleichet wyj
stehenden gläsernen Wagbalkcus gerade auf dén Nullpunkt i
Gradbogen zeigt. Damit, dor Apparat niolit hin, und her schwank]
spielt der längere .Theil dieses Wagbalkens zwischen zwei yJ
tikal stehenden Glasröhren. Durch a limali Hg gesteigertes A-nlleo,!
von zehntheiligem Gewichte werden dio einzelnen Grade au d«
Gradbogen bestimmt und sogleich bezeichnet. Wählt man I
einen Gran zur Einheit, so entsteht hierdurch zwischen
Grade auf dem Gradbogou ein Spielraum von l£ Zollen fiir
Zeiger, welcher, in 100 Theilo abgothcilt, 'die Bestimmung
Grans zuläfst. Um mit diesem
sehen Kraft in ejuem Fossile :
desselben = 100° der Skale, =
legt, und ein Magnet, der ei
C. D e r M a g n e t i s m u s .
Apparate die Stärke der magw
n erforschen, wird ein StUckcU
= 1 Grane, auf die Wagscliale
i Pfund Eisen zu -tragen im SuJ
is t, unter dieselbe auf ein Gestell, das mittelst einer Schm
höher oder niedriger gestellt werden kann, gebracht. So wird i
Magnet dem Grunde der Wagscliale genähert, anfänglich, iic
Eintritte des Mineralkörpers in die Wirkungs - Sphäre des Magm
wird der Zeiger'der Wage etwas nach oben zu. .bewegt, wuri
bei fortgosezter Annäherung des Magnets, die Wagscliale auf <lt
selben niederspringt. Durch die hierauf folgende .Beobachtung i
Standes des ^Zcigers am Gradbogen wird die Stärke der Fäliigl
im Fossile, von dem Magnete angezogen werden zu können , I
stimmt. Gcsezt der Zeiger stünde auf 150, so ist die Zahl 50 j
Ausdruck für diese Stärke, zugleich anzeigend, dafs das. Fossil i
einer Kraft, gleich der Hälfte seines- Gewichtes, au dc.n Magnet üb
gesprungen sei. Dieser Magnetometer besizt’ grofse Empfänglich!
und liefert konstante Resultate.
Magnetische Polarität wird bei Mineralkörpern iu grofsen und kleine
Stücken mittelst den beiden Magnetnadeln und, wo diese wegen Schwill
des Fossils noch zu stark wirken, dadurch aufgefunden, dafs man 1 Stücke!
davon auf eine dünne, im Wasser schwimmende, Korkscheibe (Korkscli
clicn) legt, und den magnetischen Stab demselben nach uitd nach nähert,
der Mineralkörpcr selbst Magnet, so mufs sich eine Stelle an demselben vj
finden, welche von dem Südpole und eine andere, ^welche von dem Nordp
des magnetischen Stabes oder 'der Magnetnadel angezogen wird, deren eine
der Nordpol und die andere als, der Südpol des Mineralkörpers zu betracht
ist. Zuweilen besizt ein solches Fossil mehr als zwei magnetische Po]
\yelche auf ähnliche Weise aufgefunden werden; jedoch gehört diefs zu il
Seltenheiten. Besizt ein Fossil keine magnetische Polarität, aber die Fällig!
Vom Magnete angezogen _ werden zu können, so erfolgt, unter dieser Beliai
lung, Anziehung des schwimmenden Fossils von den Polen des Mag»
in allen Punkten.
Um vor Täuschungen zu sichern diene die Beobachtung, «
ein nnmagnetisclier Eisenstnb — schon ein Schlüssel — wenn <1
selbe in vertikaler■ Richtung einer Magnetnadel genähert wird,
dieser Lage jedesmal magnetische Polarität zeige. Das untere £o
stufst den nach Norden gekehrten Pol (den Südpol) der Magnetnw
ab, und ziehet den nach Süden stehenden an. \ f i r d der Stab um;
kehrt, so treten bei dem oberen, nun zum unteren geworden«
Ende die nämlichen Erscheinungen ein. In horizontaler Ricluai:
des Stabes zeigt sich derselbe indifferent. Es folgt hieraus, dafs £
Mineralkörper in allen Lagen an zwei verschiedenen Punkten Pol«
tat bemerken lassen müsse, wenn er unter die natürlichen Mag«
gerechnet werden soll.
Ob ein Mineralkörper Eisen anzuziehen im Stande sei wird dauert
gefunden, dafs man denselben feiner Eisenfeile nähert, oder ihn darin »
taucht. Die bartförmig daran hängen bleibenden und aufrecht stehe«*1
Eisentlieilchen sind Beweise, daß der Mineralkörper Eisen anzuzi*W
vermag. Die Stärke dieser Fähigkeit sowohl, als jene, des Angezogen«-5
dens vom Magnete wird durch L a m f a d iu s ’^ Magnetometer ausgemittelt,
b) . Forsichtsmafsregelnt
Da die Elektrizität, sowohl der organischen als unorganischen Köij#
von Einfluß huf die. Magnetnadel ist', so bleibt es unabläfslicbe Beding«1?
bei der Prüfung eines Mineralkörpcrs auf Magnetismus, alles- das zu cnil»
n en, was ein Hindernifs seiner Wirkung abzugeben vermag. Daliin gehört-
1) Entfernung aller elektrisirten Körper. • Denn eine geriebene Sieg“
lackstange, eine geriebene Glasröhre wirken anziehend auf die beiden M
der Magnetnadel.
2 ) Vermeidung der .elektrischen Erregung in dem zu prüfenden jVl|llf
ralkörpcr selbst. Da diese leicht, schon durch die Wärme und E in wirk11?
der ihn fassenden Hand, erfolgen kann, so mufs das Fossil z\vi$‘
einer isolirenden Zange gehalten werden.
3) Bei allen Prüfungen der'Mineralkörper auf Magnetismus mufs f<r
ner die- Größe derselben mit jener des .Prüfungsmittels im Verhältnisse W
lien. Denn ein etwas ..zu starker Magnet vermag selbst Mhieralkörp*111
die früher keine Polarität besaßen, solche xnitzutheilen, oder ist er v°
Kclicr Stärke, aber nicht horizontal schwebend, deren Magnetismus aufzu-
L„, darum ist es erforderlich für Stück« von geringerem Umfange dio
jjncre Magnetnadel anzuweuden.
Große
3. T h e o r i e n ü b e r d e n M a g n e t ism u s .
Der Magnetismus biotet zwei Punkte d;
wirkend betrachtet werden kann. Einir
•r liegend, als Eigenschaft der Minernlk
des Erdkörpers selbst. Es gehet hieraus hervor
, von welchen
1 und zwar der
per ; sodann im
daß eine
■uctisipus
der von
ruct von u
nothwendig in jene des Erdkörpers selbst eingreife und
uns bewohnte Planet sich gegen die Magnetnadel wie ein
igeheurer Größe verhalte.
Die
die gleichn;
¡gleichnamigen Pole einos Magnets ziehen einander a n ,
Stoßen oinander ab. Auf gleiche Weise verlial-
h die Pole der Magnetnadel gegen jene der Erde, indem
ihr Südpol von dem Nordpole und, ihr Nordpol von dem Südpole
der Erdmassc angezogeu. wird.
Es folgen hier die Theorien, welchen diese Thntsacho zur Grundlage
H a l l et w a r der erste, Welcher sich den Erdkörper gegen die Mitte
holrl dachte; in welcher Höhlung ein odor mehrere kugelförmige Magnete
ßhaltcn seien, denen er vier magnetische Pole beilegte.
E u l e r sezte einen, mit zwei Polen versehenen, großen Magnet in
Mittelpunkt der Erde, von welchem die Erscheinungen des Maguetis-
abgeleitet werden müßten.
C a r t e s iu s ( D e s c a r t e s ) betrachtete die , Wirkungen
on einepn zusammenhängenden Flüssigen lierrührcnd
not im wirbelnden Kreise herumdrehe, wobei es
in und zu dem ändern Pole wieder hinaus trete.
Ae p in u s glaubte die Ursache des Magnetismus in
I
des Magnetismus
das sich um den
n dem einen Polo
einem getrennten
Bssigen begründet, das in dem einen Pole des Magnets verdünnt und iij
Ki ändern entgegengesezten verdichtet werde. Als Quelle desselben be-
Kimte er einen großen Magnet im Innern der Erde. Er wurde durch
las Verhalten des elektrischen Schörls , den er als einen elektrischen Magnet
Kali, auf diese Idee geleitet. Die Deklination *) der Magnetnadel, glaubte
■ werde veranlaßt entweder durch die Form des magnetischen Erdkerns, oder
■cli die ungleiche Vertlieilung des magnetischen Flüssigen in demselben,
Bches dann; durch die der Erdoberfläche näheren Niederlagen von Eisenden
noch weiter an verschiedenen Orten der Erde modifizirt, die Veräudeen
in diesen Deklinationen und in denjenigen der magnetischen Inkli-
nen liervorbringe.
Prevost nahm zwei magnetische Flüssigkeiten an, die fähig sind mit
¿¡amlct in Verbindung treten zu können. "Er zeigt vden einen Pol der
Flüssigkeit, den ändern der zweiten als Siz an, und findet in
Annahme die Erklärung für die magnetischen Erscheinungen in den
Mhlanziehungen, welche diese Pole gegen einander oder gegen das Eisen
^iioeu. '
■ Coulomb folgte Pr e v o s t . in seinen Ansichten und erwies durch ent-
fciilende Versuche, .dafs die Atome einer jeden der beiden Flüssigkeiten
gegenseitig, im umgekehrten Verhältnisse des Quadrats der Entfernung,
pfsen und jene des entgegengesezten Fluidums nach demselben Gesezze
leben. Er betrachtet jedes Atom eines Magnets als einen kleinen Ma«-
dessen Nordpol am Südpole Res vorhergehenden oder folgenden Atoms
, und umgekehrt.
C o c lomb wünschte,.daß Forscher die bearbeitet werdenden Niederlagen
der Magnet - Eisensteine näher untersuchen, und ihre Lagerung
m der Rücksicht beobachten möchten, um Aufschlüsse zu erhalten*:
ob die magnetischen Pole der Hauptmassen nach der Richtung der
Pole der Erde gelagert seien, und ob die Pole der einzelnen Massen
auf einander in umgekehrter Ordnung folgen, so daß der Nordpol der
einen an den Südpol der ändern sich anschlösse, oder nicht.
j ^antok hält die täglichen Veränderungen in dem Stande der Magnet-
|*1 für eine Wirkung der stufenweise wachsenden Wärme, welche die
- während ihres täglichen Erscheinens auf der Erde verbreitet. Er glaubt,
I Magnetnadel werde durch die, ihren Magnetismus von Osten her schwände,
Wärme gezwungen des Morgens nach Westen abzuweichen, und
gekehrt des Abends, - bei Untergang der Sonne, nach Osten.
Würde dieses Verhalten der Magnetnadel gegen die Wärme auf den Erd-
^ nter D e k l i n a t i o n der Magnetnadel w ird dag Abweichcn-derselben an g ewis-'
[ ®rtea • der Erde von ihrer ursprünglichen Richtung, nach Osten oder nach
I , *n ’ v e rs|anden. I n k l i n a t i o n derselben ist das Neigen des einen Pole« v o r dem
| J“dern gegen die. Erde selbst.
körper selbst als Magnet Ubergetrngcn
Weise durch die Soiiuenwärmo aliorirt,
derselbe
ineralogio
als
Theorie des
4. Nt A n s i c h t e n ü b e r
i müsse auch dieser,
u jenen Abweickungci
d e n M a g n e t i s i
welchen 1
.uf gleiche
Die neusten Ansichten über den Magnetismus,
• voranging, sind folgende:
Die Erde ist als eine kolossale, galvanisch- und magnetisch - cleLiri-
sehe Batterie anzusehen, die, im Inneren des E rd k ö rp c r s in
größt
Wirksamkeit, ihre magnetischen Äußerungen
hauptsächlich
offenbart.
Dio Stüzzen für diese Meii
enthalten :
nachstehenden Thatsachen
1 ) R it t e r bewieß durch Versuche, dafs eine Reihe abwechselnd auf
einander geschichteter, heterogener Metalle, durch das entvegengesezte Vorhalten
ihrer Endpolc, eine dem Magnete ähnliche Masse damellten.
2) Eine Anzahl Magnete, auf zweckmäßige Weise verbunden,
elektrische Äußerungen-; so dafs der magnetische Pol des einen
der Verbindung die positive, der am ändern Ende die negative Elektrizität
ausströmte.
3) Magnete, nach Art der V o/fa’schen Säule verbunden, zeigten in ihrem
Verhalten Übereinstimmung mit den Wirkungen dieser Säule.
Die magnetische Polarität des Erdkörpers wird nicht allein in den Polen
angetroffen, sondern von den Polen in abnehmender Stärke bis zu dem magnetischen
Äquator, iu welchem die bcidi
Erde sich zu nedtralisiren scheineugaben
Endes
¡gnctischen Ausströmungen der
Nimmt man für die nördliche Halbkugel der Erde dei
wozu Europa und Nordamerika gehört, und
holland einen Theil ausmaclit, fiir die siidl
die erstcre als von der Polarität, welche die
genannt wird , und die Jeztcre als von der
Theil,
Neudem
sich .
un d '
jenen, wovon
die Halbkugel, so Ist
nöidlich - magnetische
südlich - magnetischen
durchdrungen aiizusehen, welche strahlenfi
uetischen Mittelpunkte der Erde nach beiden Riclitunge
reitend, in ihrer größten Stärke in den beiden Polen
da, zu beiden Seiten des Erdkörpers bis zum magnetischen
Äquator, abnehmend angetroffeii werden. Jeder Punkt der nördlichen
Halbkugel wird daher in dem untern Ende eines, vertikal
auf ihm stehenden, Stabs von weichem Eisen die, der nördlichen
Polarität der Erde entgegengesezte, südliche erwecken, während
das obere Ende des Stabs nördliche Polarität erkennen Jäfst. Der
umgekehrte Fall findet statt, wenn der Versuch auf der südlichen
Halbkugel der Erde angestelit wird; übrigens auf beiden um so
stärker, je näher dieses bei dem jedesmaligen Pole geschieht. Denn
das, südliche Polarität besizzende, Nordende einer Magnetnadel
wird unten von dem, auf der nördlichen Halbkugel stehenden,
Stabe abgestofsen und oben angezogen, während das, nördliche
Polarität enthaltende, Südcndc derselben unten angezogeu und oben
abgestofsen wird. Auf der südlichen Halbkugel der Erde z 11 p *
Eisenstab ein. diesem völlig entgegengesezte* Verhalten.
Erhält hingegen der Eisenslab eine solche Lage, dafs
xontal und parallel mit einer richtig wirkenden Magnetiiad
folger
lieh in der Richtung des magnetischen Meridians liegt.
mit der Magnetnadel gleiche Erscheinungen zeigen. Das nach Süd
gerichtete Ende des Stabs besizt dann Nordpölarität und das nacliNord
stehende Südpolarität. Wird der Eisenstab so gedreht, dafs er mit der,
im magnetischen Meridiane schwebenden, Magnetnadel einen rechten
Winkel bildet, folglich wenn et im magnetischen Äquator i s t ,
so lassen seine Enden keine Polarität mehr bemerken, sondern sie
verhalten sich wie jedes andere neutrale Eisen, indem beide sowohl
den Süd- als Nordpol der Magnetnadel an ziehen..
Jeder Punkt der Erde, vom Äquator nach den Polen z u , ist daher als
das Ende einer m e h r oder, weniger starken magnetischen Axe anzusehen,
deren anderes Ende in dem diametral entgegengesezten Punkte der Erde
angetroffen w ird , und da eine" horizontale Eisensiange au ch außerhalb des
magnetischen Meridians Polarität, jedoch in schwächerem Grade, bemerken
'h ä lt dadurch die Annahme von H a l l e t und I I akstek : dafs die
magnetische Haupt - Pole b esizze, um so größere Walirscheinläfst,
So
Erde vi,
lichkeit.
H a l l ey und H ans ten haben durch miilisameUntersuchungen dargethan,
dafs die Erde einen NoTdpol iu Sibérien, einen Südpol in Amerika, einen
Nordpol in Amerika und einen Südpol in Neuholland bemerken lasse,
welche alle, in gewissen Abständen von der Erdaxe, sich in einer
Kreislinie mit größerer oder geringerer Geschwindigkeit bewegen.
So erfordert der Nordpol in Sibérien 864 Jahre, der Nordpol in
Amerika 1728 Jahre, der Südpol in Amerika 1296 Jahre, und der
'Südpol .in Neuholland ungefähr 4320 Jahre zu seinem Umlaufe.
Die magnetischen Nordpole bewegen sich von Westen nach
■Osten, die Südpole von Osten nach Westen, demnach in entge-
gengesezter Richtung. Der Pol von Nordamerika und jener von
Neuhoiland gehören zu einer und derselben Axe, welche Ren beträchtlichsten
Einfluß auf die Magnetnadel hat. Die Pole von Sibérien
und Südamerika gehören einer ändern schwächeren Axe an.