
vormalig» "Kontinuität 'nur aus den gegenüber stellenden Gebirgswänden siel»
rathen läfsü.
Bei aller dieser Übereinstimmung in den Formen, bei der bewunderns»
werthen Gleicbheit der Umrisse im .E in z e ln e u n im m t die Grüppirung der-
ieiben zu einem Ganzen dennoch nicht selten wieder einen sehr verschiedenen
Charakter an. '
XXVI. Diagnostik aus der Vegetation.
Wo/das todte Gesfeiii'zu Tage au^ëht u'nd dadurch in die lebende'Na-
fribV, da siiclit diese 'seine" nackte Fläche mit lebendiger Bekleidung düfeh
Vegetation zu Bedecken. Pflanzen, ‘ auf der niedrigsten Stüfe der Orga-• .
nisation stehend , vermögen katim atif dein vöW aller Dahimërdè entblößten
FèLsen keil anzusiedeln.' Es sind; die Flechten, welche allmählig., im Dahin-
sterben der-älteren dem neuen Anwuchs« Nahrung verschaffend, eine dünno
Decke bilden. Mit dev Staubflechte:, beginnt das vegetabilische .-lieben des
Gebirges. ¡Schon etwas vorgerückt erscheÜit''die' Vegetälioh’ 1 des Gesteins in
in Laubmöösen ^élèhe jezt in den Resten der- 'Licheiien'' Winzel' 'fassen
können. Moose und Flechten sind vorzügliche Mittel in den Händen der
Nàtùr ■ ' iim' unfruchtbaren Felsen Erde zu yeisclikffeh ‘und sie für. die Pflege
ollendetcrer Gewächse vorzubexeiten.^ 'Die Mopsdecke gewährt dem von
Winden herbeigeführten Samen Schuz, sowohl vor den nachtheiligen Ein-
■irkun^en der Kälte als der Hizze. Erleichtern günstige Umstände die Eil-
duiî» der Pflanzeuerde durch Tausende, von’.Generationen^splclijer Kryptogamen,
n tritt erst ein vollkommeneres Pflanzenleben stufenweise in Gräsern,
utern , Sträucliern und Bäumen hervor. Die Vegetation selbst befördert
,hre Vervollkommnung ;, in 1 ihrer Auflösung reicht sie durch: die Pflanzenerde
den Stoff zur Schöpfung neuer Gewächse.
Mächtig wirkt zwar des Klimas Einfluß auf das Gedeihen der Pflanzenwelt.
Wenn hoher "Sonnenstand bei feuchter Luft'1 eine in Mannichfaltigkeit
der Formen, Schönheit, Wachsthum und Fülle reiche und üppige Flora
pflegt, wenn in den Tropenländern die vollendetsten Pflanztfn-Orgauisationen,'
die Palmen, grünen, so hält die Kälte' deisPolargegenden das. regere Pflanzenleben
zurück und ¡nur dürftige Flechten/ Moose, Farrenkräuter oder einför-
Nadelhölzev bedecken die öden Gebirgsrücken. Aber auch das Gebirgs-
Gestein selbst hat Einflufs auf die Vegetation. Die Art des Gesteins , die Form
des Gebirgs, seine Eigenheiten' in der Lagerung, seine grofsere oder gerin-
Fälii»keit zu verwittern, seine stärkere oder schwächere Anziehungskraft
zum Wasser bedingen die Verschiedenheiten in der Vegetation, die sich unter
den Gebirgsarten im Allgemeinen wahrnehmen lassen.
Von dem ewig en Eise sehr hoher Be rg e in milden Klimaten, v on
dieser Grenze der Vegetation bis herunter z u ihren fruchtbaren Thii-
lern. haben bestimmte Pflanzen - Arten ihre gewisse Regionen, in deren
G ren zen sie nur i fortkommen und gedeihen. So behauptet in den P y r
en ä en die Eiche die tiefste , die Bu ch e die mittlere, die Tanne und
endlich die Kiefer die höheren'" Lagen. Nach Ramond’s Beobachtungen
über dieses Gebirge ist die äußerste Grenze für Bäume 1200 bis
1300 Toisen Höhe. In ' der -Zone der Bäume fin d e t sich ein Strauch
der fast allen höheren Gebirgen Europas éigenthümlich ist- Es ist die
'"herrlich blühende Schneerose (R h o d o d e n d r o 11 ) • Dieser Strauch fängt
an sich auf den Pyrenäen in"' einer Höhe v on 800 Toisen z u zeigen
N,und. e r endigt b e i einer Höh».(von 1300 Toisen, Zwischen diesen
Grenzen is t er sehr h ä u f ig a b e r er v e rlä fst. sie nicht. — Ueber die
Baumgrenze hinauf trifft man blbfs' Sträucher ä n , zumal den Wachholder
, und noch höher nur Kräuter mit perennirenden Wurzeln.
In nördlichen Klimaten, w ie a u f den,No rweg ischen Gebirgen , er-
1 scheinen nach den Fichten 'die Birken; noch höher verschwinden"
a u ch ,d ie se , und. es zeigen sich- nun Gebüsche v on Gebirgsweidén
und Zwergbirken , sow ie Beerenkräuter. Endlich, finden auch diese
das Aeufserste ih re r Region b loß Moose und Flechten säumen die
Grenze des ewigen Schnees. — ‘Nicht1 der Boden , . 1 sondern ' allein
die Temperatur bestimmt diese G ren zen d e r Pflanz.
Von Wichtigkeit ‘
forschung des Klimas.
: auch-- die Vercheilung der Pflanze
L." von
Resultate ii
Buch erhielt für -4 5 | ° bis 4 6 £ ° ®r“ te folgende
i Mittel und nach Befreiung von Zufälligkeiten;
Schnee - Grenze . . • •
R h o d 'ö d e n d r o n , obere Grenz
Tannen-Grenze (PinwJ A b i t
Buchen-Grenze. . . . . .
KirscÜbaüm - Grenze , . . .
Nujsbaum - Grknze .
Fufs. : Toisen.
’ 8520 oder 142Ò
6840 — ’ 1140
6420 — 1070
4 815^’-— 802
416 4 ■—* 694
, 3564 — ;1 59 4
pf^einbau-Grenze . ♦ ‘ . . . • . •■ ■ • 2432 405
Region, der unterirdischen Pflanzen.
" — ' ' ¿er Palmen uhd 'Pisärig - Gewächse von der Meeresfläche bis
■ zu einer Höhe von 1000 Meter oder 51 4 Toisen
iler baumartigen i ,i , s, g
von 400, Hs 160 0 Meter oder , 205 bis 821 To'uen
— 700 — 290 0 •—
Humroldt beobachtete zwischen ,dem 10. Grade nördlicher bis
zum 10. Grade, südlicher Breite nachstehende Pflanzen-Regionen vom
Fufse des Andes - GeBirges in Südamerika bis,zu■ seinen Höhen.
Farrenkräuter
der C in c h o n a
dar W ach spalme
' von ‘^uihdiü "
der V P in tV r a
‘ g .r e ‘hla d ^ A -i
' s i s :‘ 'Und Hör ’
E s c'a II o n ia '
der Alptn-Kräuder
Griiser ’ '
dèr' Fl'èèlilen 'und'
Vmbilikarien
t i l 1800 — 2800 —
359 — 1487 —
923- — 1436
— 28,00 — 3300 — I — Í436 — 1692
1 — 33'ÖO -
—¿ '4100 -
-4 1 0 0
.4 6 0 0 ’
1692 «-U 2103 -»
2ÌÒ3 — ’2359 -
— 46*00 - 1-,490ö ■— ''2359i:— 2512- -
■ (B ii ¿hi Schnee-'Grenze). ■ °
' Die Sclliiee- Grenze ist iinter derh Aeqrtatof üriä1, urttei" " 3 tiörd.
i • «* ,\ lieber und isüdlicher Breite in einer':Höhe von. 4800. Meter odet-
2 4 6 4 Toisen. j
Grenze der Bäume in 3 5 0 0 Meter oder . 1 795 Toisen Höhe.
Nicht bips in. Hinsicht der Menge, und Mapniclifiltigkeit der V(,
’ gétatîoh"’ dèr Gebirge son de rn auch1 iii Ansehung der" Bestandtheil.
derselben, aber a u f mehrerlei .Gebirgs-Gesteinenlgewaehsenen,,Pflanzen.
Arten hat man wesentliche Verschiedenheiten beobachtet. Die Gr»
' ■üit-'rhanzen' sin dl* n a ch ' SÀbssunE’s d) j. Untersuchungen' wenigç
nahrhaft für Thiere als die Pflanzen von Katkj-cGebirgdiu Die" nämlj
ohen Pflanzen des Jura , als Kalk-Gebirge, verhalten Sich in/dieser Bi
.. zielning{ganz anders als dig vom Granit-,Gebirge, im Chamoum- Thali
Eine w eitere chemische Untersuchung ergab bestimmte Unterschuß
in den Besiandtheilen dei; Pflanzen selbst;, ^ q y /o h l, , al« des^Hum:
beiden Gebirgsarten; Granit-Pflanzen' und - Humus enthielten
' Kieselerde, Kalk-Pflanzen u n d - Hurdus' meh i'Ka lk!1 J - 1
"Urgébîrge isitid im" Allgemeînéri die ärmsten ln der Vegetation , reich«
die' Flözze. — Das Granit'- 'Gebir£d,J ‘ z um a l in hordliclien ’ Gegenden, is
mnis.c unbebaut, oder sparsam mit Nadelholz, seltner mit Laübliolz bs
pflanzt. Die ‘ Tliäler dieses Gebirges bieten ' iridefs ’ bft' gute'" Wiesen und
fruchtbares Land dar. Durch gröfsere Fälligkeit zum-Verwitterj^, etyvas giin
stiger für die Vegetation ist der Gneifs und der :Ghnup)(jrs,c.b1içfeij » sie c-rzif
hen vorzüglich Nadelholz. So wird auch der Urthonscliiefer bei seine
leichter eingehenden Verwitterung weit fähiger Pflahzeii-Bekleidung anzuneh
jnen als* die* Porphyr-Gebirge, —1 'Unjer den Flöz - Gebirgen zeigt sich de
Sandstein der Vegetation ziemlich güpstig zumal für Laubwälder. Auch du
Flözkalk - Gebirge sind für Pflanzen oft, sehr gedeihlich ^ ¡und fruchtbar durd
Wein- und Ackerbau. Wènn dasselbe micht von den Gyps - Gebirgen gil«
so erscheinen1 ihre Thäler um so ergiebiger,-' Auf deri Steinköhlen - Gebirga
mangelt es niçbt an Vegetation. Der Basalt wird 'da', w o er verwitterd
ganz vorzüglich für eine ’g’rofse’Fruchtbarkeit "‘gesbhièkt wozu-sein Anzii
N hunés-Vermögen zum atmosphärischer! VVasser- noch mehr beitragt. Seli:
schieden zeigt sich die Vegetation im aufgeschweijimten Lande; pflanzenl«
verbreiten sich die Afrikanischen Sandwflsten, indefs . die nördlich - Deutsck
Moorländer mit Heiden bedeckt sind. Unter den vulkanischen Gebivd
macht §ich manche Lava dadurch bemerklich, dafs sie mittelst der Vcrwii
- ter un» und Zersezzung in einen für Pflanzen - Gedeihen trefflichen, iipp1
bewachsenen Boden übergeht. (S. oben ..S, 1 74.) • • - • 7
Je verschiedenartiger die Gebirgslager, je abwechselnder ihre Form un
Struktur, je mannichfacher ihre Umrisse, je häufiger die ■Thalbildung, w
desto lebhafter die Vegetation. Befruchteter mit Pflanzen sind die Gebirge, vyeld
verwittern, Feuchtigkeit anziehen und zurückhalten, pflanzenleerer die
welche don Einwirkungen der Atmosphäre und des Wassers trozzan. Reicli«*
die Tliäler, pflanzenärmer —■ aber .kräftiger in der Vegetation— die Ilölwn
Manche Vegetabilien lieben vorzugsweis® e i n e .Gebirg^art und si° v'ret’
den mit Berücksichtigung anderer hierbei in , Betracht zu ziehender U™
stände, charakteristisch für die' Gebirgsart.' Am auffallendsten" ist dieses h
Steinsalz-Gebirgen und überhaupt beim ; Salzboden. Kali - Pflanzen, “l,ri
ihren Bau ausgezeichnet, beleben die Mongolischen und 'Tatarischen S*b
steppen. Auf Silzboden wachsen Pflanzen , die sonst nur das Gestade de
Meeres erzeugt, wie Salicornia lierbacea, Chenopodium maritimum, Arenen
marina etc. Die Vegetation gibt oft dem Verständigen den ersten Fing«!
zeig za Auffindung einer Salzquelle in den Thälern oder einer, Nieder^
von Steinsalz im Gebirge.
; beig<
Folgende Skizze enthält Ï Pflanzen, welche auf der , ihnen immer
sezten, Gebirgsart öder auf dem angezeigtèn Boden vorzugsweise gern
«iren. (Dieser Versuch gründet sich auf Beobachtungen, die im
Deutschland« gemacht wurden. )
iiittlei'J
raniosuin.j Simplex; Triglochin 'pälüstre; Valeriana
K r y p t o g a m e n . Aspidium spinulosum; Equisetum limosum, palustre-t
Pilularia glöbulifera., '
• Hyynum aduncum, cuspidatum, elodest stramineum.
M o o r l a n d ( T o r f b o d e n ) .
P l iä n o g am e n . Andromeda poiifoüa; Arurido Calamagrosiis; BetuU'
natta-;'Carix'dioica f pJeudo-cyperhs/' Cineräriu palustris
; Comarum palustre; Cyperus fuscus; Drosera
longifolia, roiundifolia; Empetrum nigrum;
Epildbium palustre ; Erica. Tetrulix; Eriophorum alpin
inn , angu'stifolhim, latifolvhni y . vügindtÜiii-; 'Gentiana
Pneumonanthe; Juncus'- fitifarmis; Lcdum palustre;
Myrica Gale ,; J a l i x rosmarinifolia ; Scheuch-
zeria palustris; Schoenus albus; Scirpus caespitosus,
ovatus ; Vaccinvum OxycoccÖs, uliginosum.
K r j p t o g i r a .n . JfpUifM' S fe J fttb r f,, Bl.chü.itt id r ia l, t Lycor o.
dium inutidaluni; Osmunda regalis,
picranum Jlexuosum, glau.cum, ScTiradert, scopa-
. r ium ;, Hypnum eommutatwii y cordifolium, fllici-
num\ nutanS y Paludella , pseudp -tiiquetrum, punc-
tat um y rutabulfiniy Sforpioides , , s lei lat um ; Jun^er-
mannin \bicuspidata, , Sphagni y tpmentella; Mar-
chqntia polymorpha; } Meesia uliginosa; Polytri-
: chuiii . juniperinum , yuccaefoliuni.;.,. Sphagnum acuti-
: ¡folium y obtusif.olium; Splachnum ampullaceum.
",,, .5 i n d l a n d: .
P l i ä n o g a m e n . Aira canescens, praecox; Alyssum calycinum, cam-
pestre, incanum; Antirrhinum "arvense; Areharia
rubra ; Artefnisia vänbpestYis ; ■ Astragalus arenarius ;:
. i Broinws testo'rum ; ’ Carex arenaria. ,l\irta; Ceras(ium
■ semidßcandruiii ; .Cpr,rigiola . littoralis ", Draba vernäh
Elymus ■ arenarius f Festuca bromoides , Myurus ,
; ovina; Gnaphalium aren'arium, arvense, dioienm,
,! Viontanum; Herniaria glabra , hirsuta ; Jasione mon-f
tana; Lapsanä 1 pusilla ;• Nardus stricta; Plantago
arenaria; ' Polycnemuni aiVtnse; Potentilla verna ;
Scleränthus annuus , perennis; ¡.Spartium scoparium;
Statice Armeria ; .Verbascum Tljßpsus.
K r y p t o g am e n , p.icranum, j cerviculatun^, purpureum, rigidulum;
z • Grimmia controversa", Hypnutn albicans; Fotytri-[
chum aloides, nanum, piliferum ", Trichostomum
cfinescens„
G r a n it-G eb ir g e , jj
K r y p to g am en. Gyninostomum Hediüigia ( auch anf Thonscliiefer) ,
trichodes ; Tetraphis oliata ; Timmia austriaca,
Gyrophora- pustiilata ; Eecanùva dendritica , falsaria ;
Lee idea fimbriata, lapicida, murinà ’, ochromela ;
Verrucaria àcrùtella; Urccolaria fimbriata.
Thon s c h ie f e r -G e b ir g e .
,Rr y P !"0 g,am e ^ Grimmia cribrosa (auch auf Basalt.),* Gypinostó-
munì Hedwigia (aticli aùf Granit)"; LepYària Flcir-
keana Lecitina cupularis, Dicksonii, papillosa,
viridi - rufa ; Verrucaria epipolaed'. '
S a n d s te in -G e b ir ge.
K Ry p,? °>g ® ® n». Grimmia str ia ta ; Gympostpmum tenue.
Lepraria caesia ; Lecanora arenarla craspedia, pri-
vigna ; Lecidea Jlavofusca; Verrucaria fuse ella,
' jiriduià; g p 1
Kalk-Gebirg.e» » - ;i " j
P l iä n o g am e n . Adonis aestivalis ; Anemone sylvesris •; Antirrhinum
Elatine , ’ sputiìi'm';'' Asclépias Viticetoxicum ; Atropa
' ■ ' 1 M i 'i Bupleurum falcatunt, rotundifoliuni;
_ Caucalis ’ d'ahèóiilhs ,' 'grandìflèra, f laìifolia / Dàphne
11 tyVlezereumi Eitplörbia ,exigua fr Euphrasi/t lutea;. Geii-'
i 'ui ; u. in i i- j.tiànà0 ciliatp,; cytifiißtq ; ^Geyaninn^ qolumbinuin, dis-
.\'v\ ¡)<>S\ Ct:llm: , Redysarum. Onobrychis; Hippophae rham-
noides ; Latliyrhs tube jósàs i ' Lilium ~bhlbifeVum
,A : MthoSpermuni purpureó - càeruléuni,- Medicago, fa ir
o ¡ cata ; '¡Sapib.ucus rq f emosa j . Sestili t annuum.: Sorbus
i"iu r i ‘ ■ Steller^ Passerina ; Taxus baccata.
Kr y p t o g a r n e n . ¿G rim mia pus silla ^ Neckera ‘'crispa; Hypnum, ,pyri-
'Leprariä' cobaltigiheä ; ' i> Lecidea erythrócarpia , im-
morsa, p u r p u r asceti^, i rupestris , .viridi - flavescehs ;
H PircSraP,¡íÍ calcaria ; Verrucaria plumbea, Schraderi ;
Urceolaría calcaría'';'’ Lecanora circinata, ' crasFa ,•
” 'd'ècipiens -,‘ fulgònSy1- galactina , sympttgua , ■ testaceay:
ìt variabilis , versicolor ; Collana j marginale, qigruni.
. ; . 1 tunaefornu.
® .y, p 4 ■6 ‘ r 6 e'
K r y p t o g a m e n . Gymñostohium curviròstrum. ' ‘
< ' Lecanora Smithii ; ■ Utceolaria gypsacea.
; v. äalzibb'aW.*: i
P h ä n o g am e n . Apium graveplens Arenaria ¡ marina : Artemisia salina
; Aster Tripolium ; Chenopodium maritimum ;
Cochledria pfficinalis ; Eryngium maritimum ; Glaux
märitittia!; Plantago; tnnaritimà ; Poa d i s tà n s S a l i -
■ cornia herbácea ; Salsola Kali ; Samólas Valerandi ;
j -s s i| ¡Triglflffiin nia.ritimum.
K r y p t o ,g am en . Ulva intestinalis,
B a s a lt -G e ¿ ir g e .
K í y p t o g a m é t í . Asplnniurii Huta Muraria,' Trichomanes.
Grtmniia cribrosa, (Auch auf Thonscliiefer). '
" Lecidea umbrinà. -
‘ T h o n b o d e n .
P hän,o g'ame n. Anih^rllis v'älherariat; ; Arctium Lappa; Bromus giganteas
; Chenopodium ppíyspermum ; Dactylis glo-
morata; Lactuca Scariola; .Lebn'urus Cardiaca; . Potentilla
Anserina, argentea; Serratala arvensis ;
Stächys arvensis, palustris ; Tussilago Farfara.
K ryp ro 'g a m e n . Dicrdnum varium ; Grimmia , lanceolata , • nigrita ,
¡'. ’ Starkeana; Gymnostpmum ovatura ; Phasca.
Collana limosum; Lecidea sanguineo-atra.
L ehmb oden.
P h ä n o g am e n . Agrimonia Eupatoriai Anagallis coerulea , phoenicea ;
Bromus arvensis, secalinus ; Carduus cri'spus ; Ciclio-
‘ rium Ih tfbui ; Cniius1 lanceolatus Getanium iötuii-■’
> • ■ il . d ifólinrn ; Inula dysenterica ; ■ Lolbum perenne',' Leon-
, 3 todon Taraxacum ; Lycopsis arvensis; Lotus, corni-
culatus ; Matricaria Chamomilla ; Nigella arvensis ,-
, ' i Plantago län'ceblata, maiör, media; Polygonum Gon-
.1 ; volmchisi; Potentilla-. reptans ; ; Prunella vulgaris;
' Rumex .crispas ; Thlaspi campestre; Valeriana.
,olitoria.
K r y p to g am e n . Equisetum arvense.
Riccia glauca.
-; 1 Baeoniycès roseus ; Endocurpum squamulosum; Le-
i ¡ s" . ¿idea limosa, - parado-xa; Verrucaria epigea; Urceo-
j • loria a¡rgillosa._ ;
5 ^umpfbod.en., •
P h ä n o g am e n . , jtflnus glutinosa i Bidons tripartitd ; Calla palustris ;
Cardamine pratensis; Carex cespitosa, panic'utata,
'• “pulicaris , vulpina; GnieuS' palustris-; Euphorbia palustris;
Galium palustre, uliginosum ; Juncos acu
tiflorus , e ff usus, glaucus', obtusiflorus , squamosus ,
subverliciltátus 'pú'Lathyrus palustris; 1 Lisimachia
' thyrsiflora ; Lythrum 'Salicaria;' Menyquthes trifo-
liata ; Pärfiassia. pälustris; Péniculdris palustris;
Peplis Portilla Plielilandriuni. aquaticum,; - Polygo--,
, <) ;i nfini ; B^stjorla ; Primula farinosa.; Rftnunculus -Lingua
, sceleratus^?-Scirpus palustris ; Scutellaria gale-
riculata; Sium lat fo lium , nodifloCum; Sparganiuin -
XXVH. Geognostische Klassifikation und
Systemkunde.-
Die Klassifikation der Gebirgs - Gesteine ist nur nach einem; Prinzip mit
Erfolg ausführbar', d. i. nach den Verhältnissen der Lagerung. Alle oryk-
tognostischen Rücksichten müssen dabei verbannt und ganz eigenthümliche zum
Grunde gelegt Werden. Sie sind zu entlehnen von der Natur und Entstehung
der Gebirge und als Hauptgrund der Eintheilung ist das Alter der Gesteine
zu betrachten. , Darum stellt man die Gebirgsarten in der Orddung auf, in
welcher wir annehmen müssen, dafs ihre. Bildung vor sich gegangen sei und
nach den gegenseitigen Beziehungen, worin man sie in .der- Struktur desjenigen
Tlieiles. des festin Erdkörpere fand, der eine nähere Erforschung zu*
gelassen hat.
Fast;ein jeder der Abschnitte des vorbereitenden Thailes Rer Geognosie
bietet die Beweise dar-dafs die Gebirgsmassen nichts weniger
als ohne Ordnung durcheinander geworfene. Kolosse sind, sondern
dafs. bei ihnen eine regelmäfsige Uebereinander - Lagerung statt
findet. Das Schichtungs-Verliältnifs , dio Aufeinander - Folge1 der
Lager oder Schichten, ist nicht ■ isolirt, auf einzelne Punkte be-;,
schränkt, sondern an sehr yielen Orten dasselbe,, so dafs mau, bei
sorgfältiger Beobachtung,, das Jüngere leicht von dem Aelteren zu
unterscheiden vermag. In den entferntesten Gegenden wiederholen
sich diese Abwechslungen der Lagerstätten -und daraus geht der Saz
hervor, dafs das öchichtiipgs - Verhäitnif», das relative Alter der
Gebirgsarten,, als ein Naturgesez gelten mufs, ja daf« es verdient
zum höchsten Prinzip der Gebirgslehre erhoben zn werden.
Der Geognost theilt übrigens 'die, nach dem Zeitmafse von Jahrhunderten
oder Jahrtausenden unbestimmbare, Dauer der rastlos schaffenden
Naturthätigkeit auf dem von uns bewohnten Planeten, blbfs
nach den vorhandenen Summen und Reihefolgen'ihrer, bis' auf die '.
Gegenwart, wenn 'auch mitunter nur in Ruinen , noch erhaltenen
und vor Augen liegenden Werkstücke ein.
' > Für den Zeitraum des-Entstehens, der Bildung eines Gesteines, gewin-;
rien wir die Beweise thejis aus der Beschaffenheit der von ihm verschieden
en , unter oder, über demselben liegenden Gebirgsarten und au? der Weise
der Lagerung; tlieils -erkennen wir solchen aus den Modifikationen der Struktur
im Kleinen, zumal bei sichtbaren Gemengen, aus der materiellen Beschaffenheit
der einzelnen, zu einem Ganzen verbundenen, Theile.