
Raspailia folium n. sp.
(Taf. 3, Fig. 7 und Taf. 8, Fig. 47 a—c.)
Diese Art, von der mir zwei Exemplare vorliegen, ist ganz Phacellia-ä,hnlich: das grössere
Exemplar besteht aus einem kurzen rundlichen Stamme, der sich zu einem trichterförmig eingerollten
Blatte von 8 cm Durchmesser verbreitert, das kleinere aus einem konkav-konvexen, im ganzen rundlichen
Blatte und einem ähnlichen Stamme (Fig. 7, Taf. 3). Beide sind trocken aschgrau, aussen und
innen stachlig, das Skelett netzförmig angeordnet, am Rande zackig.
Die Skelettelemente sind folgende:
1. Dünne Style (Fig. 47a) von 0,3 mm Länge und 6—9 ja Durchmesser, die im Innern
des hornigen Gerüstes stecken.
2. Stärkere Trachystyle (Fig. 47b), deren stumpfes Ende meistens gekrümmt, während
das zugespitzte stachlig ist. Die Länge schwankt zwischen 0,27 und 0,5 mm bei einem Durchmesser
von 15— 25 ja.
3. Grosse glatte Style (Fig. 47c) von 2 mm Länge und 30—36 ja Dicke, die nach aussen
hervorragen.
Die beschriebenen Exemplare hat Döderlein von Enoshima mitgebracht.
Raspailia (?) villosa n. sp.
(Taf. 4, Fig. 10 und Taf. 8, Fig. 48.)
Nach vielem Überlegen stelle ich eine Form der Hilgendorf sehen Sammlung hierher, da
mir dieselbe der Raspailia hirsuta am nächsten zu kommen scheint. Wie diese ist sie mit zahlreichen,
unregelmässig geformten Papillen besetzt, die von einem ziemlich lockeren Bau und von ähnlichen
Stylen gestützt sind, welche eine unregelraässig gefiederte Anordnung zeigen. Spongin ist kaum vorhanden.
Das eine vorliegende Exemplar ist von klumpiger Form, an einer mit Corallinen überwachsenen
Schale angeheftet (Taf. 4, Fig. 10); in konserviertem Zustande von der gewöhnlichen
blassbräunlichen Färbung.
Yon Skelettteilen habe ich nur zwei Formen gefunden; sehr selten sind in den Präparaten
geknickte Amphioxe, welche kaum vom Schwamme selbst erzeugt oder doch Abnormitäten sein
dürften. Die beiden Arten von Stylen sind sehr häufig in der Nähe des stumpfen Endes mehr oder
weniger stark gebogen oder geknickt, wie es bei den Stylen der Axinelliden die Regel ist.
1. Grössere glatte Style (Taf. 7, Fig. 48a), die etwa 0,27—0,38 mm lang und 10—15 ja
dick werden; sie sind bald länger und dünner, bald kürzer und dicker und zwischen den Trachystylen
eingestreut.
2. Kleinere Trachystyle (Fig. 48b), deren Rauhigkeit wenig stark ausgeprägt und auf
den spitzen Teil beschränkt ist. Hin und wieder ist das stumpfe Ende ein wenig angeschwollen, wie
das eine der abgebildeten Exemplare erkennen lässt; diese Spicula sind gewöhnlich 0,16—0,17 mm
lang und 7—10 ja dick, seltener sind solche Exemplare wie das eine abgebildete, die bedeutend stärker
(14 ja dick) und weniger gebogen sind.
Das beschriebene Exemplar hat Hilgendorf bei Hakodate gesammelt.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel 1.
Fig. 1. Erylus placenta. Nat. Gr.
Fig. 2. Geodia (?) cylindrica. Nat. Gr.
Fig. 3. Geodia reniformis. Nat. Gr.
Fig. 4. Geodia hilgendorfi. Nat. Gr.
Fig. 5. Stelletta validissima.
Fig. 6. Stelletta orientalis. Nat. Gr.
Fig. 7. Sphinctrella döderleini.
Fig. 8. Stelletta maxima. Yerkleinert.
Fig. 9. Stelletta pisum, zwei Exemplare.
Fig. 10. Stelletta inconspicua.
Fig. 11. Suberites subereus (Johnst.) von Enoshima.
Fig. 12. Dieselbe Art, Exemplar von Hakodate.
Fig. 13. Suberites japónicas mit Balaniden.
Fig. 14. Dieselbe Art.
Fig. 15. Stylocordyla longissima (Sars).
Fig. 16. Poh/mastia afßnis.
Fig. 17. Polymasäa simplicissima. Vergr.
Fig. 18. Tcthya deformis.
Fig. 19. Rhimxinella clavata.
Fig. 20. Amorphilla compressa.
Fig. 21. Amorphilla penicillata.
Fig. 22. Leucophloeus perforatus, unbedeutend vergr.