
joug ; Sdjamôffnung unb 2tfter liegen giemlidj »weit auSeinanber. 3îad!j
® a u b e n t o n ’S *) Unterfud)ung eines männlichen götuS bitbet bie ©orljaut
außen am ©audje eine Sdjeibc, unb Samenblafen waren bent(id) nadjs
wetSbat.
®ie >£> e i m a 11) ber Samantine fïnb bie tropifdjen ,ßüßenßrid)e nebß
ben an i()nen münbenben glüßen beS atlantifd)en JDgeanS, fowoljl auf
ber afrifanifdjen als auf ber amerifanifchen S eite. EangS ber letjtern fïnb
fie «ont 19° f. ® reite bis gum 25° n. ©reite befannt; längs ber afrifanù
fdjen fennt man fte »cm Senegal an bt'S gu bem g aire unb jïe foUen felbjl
nod) weiter fübwartë gefunben werben. S ie fommen in giemlid)er fDîenge
»or unb foUen an 20 g u p Sänge erreidjen.
<f>inßd)tlid) ißrer © e n ü jju n g gibt unê St. ». ■ fjum b o lb t umßänblid)e
Stuffdjlüffe. „® a ö gleifd)", fagt e r, „ iß » o rtre p d ; unb gleicht fef;r bem
S djinfen. ®ie ©ttamoS unb bie SDtomafoS fïnb am meißen barnadj (üftern,
unb biefe gwet ©öfter fïnb e$ audj, welche fid) uorjügltd) mit ber ÎOîanatis
gtfdjerei abgeben. ®le ^PtraooS »erabfdjeuen eS; jïe uerbargen fïd) gu ©as
r ic a n a , um eS nidjt gu berühren. S ie behaupten, baß man n ad) feinem
©enupe fterbe unb baß eê gieber Ijeruorbrtnge, welche Erfahrung bie S p as
nier nicht gemacht tjaben. ®aS gleifd) wirb eingefalgen unb an ber S o n n e
gehöret, bas gange g alfr auf bewahrt, unb ba bie ©eißlidßeit biefeS S âugs
«hier unter bie gtfdie gâl)lt, fo ift eS wôhrenb ber gaßengeit fehr begehrt.
®er SJÎanati hat ein fel)r gäf)eS Seben. ©r w irb , nachbem er harpunirt ift,
gebunben; aber man tobtet i(;n nicht eher, als bis man il;n in bie *piroge
gebracht. S tep gefhieht, gumal wenn bas ®hlec groß ift, oft mitten im
S trom e, tnbem man bie ^iro g e gu gwei $rittt()eil ihres ©ehaltS mit SSBafs
fer füllt, fie alSbann bem Ufpere unterfchiebt unb bÄS Sßaffer mittelft einer
Schale »on C re s c e n tia C u je te wieber auSfdjöpft. ®er g ang btefer ®f)'erê
ift gut 3 eit, wo bie großen Ueberfdjwemmungcn gu ©nbe gelten, am letd)s
teßen; ber ïDîanati geht bann auS ben großen glüffen in bie umfiegenben
Seeen unb S ümpfe, unb wenn bie SBaffer nun fdjnelt fallen, fo befinbet er,
fïd) wie abgefdjnitten in einem engeren SKaume. 3 ^ 3 c,t ber g efu iten s^errs
fdjaft in ben SOîtffionen am untern ö tin o fo oerfammelten fïd) bie gefuiten 3
3) B u f f. XIII. p. 429 lab. 58 Bg. &
alljährlich in ©abruta, unterhalb ber Ktünbung beS Slpure, um mit ben
gnbiern il)ver ÜJiiffionen am gieße beb ©ergeS, weither je£t ©l Sapus
d)ino t)«pt, eine große fföanatisgagb anguftellen. ®aS g e tt beS SEßiereä
ift unter bem Kamen M a n te c a de M a n a ti befannt unb wirb gur Unterhals
tung bet dtivdjcnlampen benugt. 9Jian gebraucht eS aud) gut gubereitung
»on Spetfen. ©S f)at nid)t ben wibrigen ©erudj beS SfraneS bet SSSalts
ßfdje ober anberer blafenben Setaceen. ®ie £ a u t ber Seefüt)e wirb in Kies
men gefdjnitten unb gleiß) ben S treifen ber Dd)fen()äute gu »ortrefflidjen
S trid e n g eb rau st, ift aber im SBaffer ber gäulniß unterworfen, g n ben
fpanifdjen .Kolonien werben sPeitfd)en barauS »erfertigt; aud) ftnb bie ©Sorte
L a tig o unb M a n a ti gleichbebeutenb. ®iefe ^eitfdjen ftnb ein graufameS
.Strafwerfgeug ber unglüdlichen S flao en unb felbjt aud) ber gnbianer in ben
SDÜffionen. SQtit ben 3J!anatifnod)cn (ben gelfenbetnen) treibt man »tele
©harlatanerie" 4). 2Bie in Slmetifa, fo ift aud) in Slfrifa ber Sfianati ein
©egeußanb bet g ag b unb ähnlicher ©enü^ung.
g ß rer S e b e n S w e if e nach gehören bie fKanati gu ben ^ftangenfrejfenr,
bie »on Sangen unb anbern SBafferpflangen ftd) näßren. S ie halten ftc%
an ben .Stiften auf unb gehen wett in ben glüffen hinauf. gl)rer Ka()rungSs
weife wegen trifft man fte gewöhnlich naße ben Ufern, bodj gel)en ße
nid)t, wie behauptet würbe, an bas Sanb. Stuf ber hol)en S ee werben fie
nid)t gefunben. ®aS 2Bcibd)en bringt nach einigen Slngaben ein, nach ans
bem gwei gunge gut SBelt, bie eS eine Beitlang unter ben gloffen tragen
folf. ©on ©harafter iß ber fKanati friebfertig unb fott leid)t gegüljmt wers
ben fönnen.
©on biefer ©attung fd)eint man fegt beredjtigt gu fepn, 3 Stvten gu uns
terfd)eiben. ®ie 4 Sitten, welche © u f f o n 5) unterfdjeiben wollte, beruhen
auf irrigen SDSerfmalen. S d jr e b e r naljm nur eine eingige Slrt an, mit ber
er aud) nod) bie R h y tin a »ereinigte, wtewol)[ er am ©nbe feiner ©efhreis
bttng auf beten ©erfd)tebenl)ett aufmerffam machte, ©rß S itu i e r wieß an
ben S djäbeln nad), baß ber fenegat’fdje unb braßlifdje Samantin gwei »ers
4) Siefem Äuocftcn fïnb in ber aftern 3*it befonbere «gjeflFräfte in ben Äranf&eilen bet
^)ürun>cge unb, bei ^(imorrbagien jugefeferieben »erben ; mau jebed) für fcldje SWanatifnocben
aud) bie geffenbeine ber 3Satliïfc^e abgegeben. 5) Suppl. VI. p.. 396.