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Verbreitung erfreuen, d. i. Artemia salina Leach und die Cyp-
ridina (oblonga? Grube). Es gelang mir sowohl von der einen
als von der ändern dieser Entomostraken noch ziemlich unverletzte
Thierkörper herauszufinden, meistentheils jedoch nur
Bruchstücke, die sich leicht deuten Hessen, nachdem einmal
die Vergleichungspunkte gefunden waren.
Wenn manweiss, dass die Artemia sowohl in künstlichen
als in natürlichen Salinen zuweilen in solcher Menge vorkömmt,
dass mehr Thierkörper als Wassertropfen vorhanden sind,
wenn man erfährt, dass dieselbe, obgleich ein kleines fast
mikroskopisches Thierchen, im Innern Afrikas durch seine ungeheuere
Menge sogar als Nahrungsmittel benützt werden kann,
so ergab sich wohl von selbst, dass ihr Auftreten und ihre
Zersetzung in dem seichten Salzsee von Larnaka eine grosse
Menge schleimiger Substanzen liefern konnte.*)
*) Ueber die Verbreitung der A r t e m i a danke ich meinem Freunde Prof.
L. S c hm a r d a folgende Notizen:
A r t e m i a s a l i n a L e a c h le b t:
1. im Salzwasser (Soolenwasser) zu Lymington in England, heisst
dort B m n e w o r m und wird gegessen. Kucket. Trans. Lin. Soc. XI. 1815.
p. 205.
2. in den Salinen des südlichen Frankreichs. P a y e n Ann. sc. nat.
2 S. T. X. 1838. p. 315. Compt. rend. 1836. III. p. 541. F r op. Not. 1836.
B. L. p. 256 u. 1839. B. XI. 1—3. J o l i , Ann. sc. nat. 2 S. 1840.
3. Wahrscheinlich unter gleichen Verhältnissen in der Krim und in
Sibirien. E a t h k e , Fauna v. Krim. F ro p . Not. B. II. p. 68—71. (Solljedoch
nach E d w a r d s einer anderen Species angehören.)
4. In den Natronseen Aegyptens. L. S c h m a r d a zurNaturgesch. Aegyptens,
Denkschr. d. k. Acad. d. Wiss. Bd. VII.
5. In den natürlichen Salinen von Adana bei Tarsus. K o t s c h y in
den Samml. des kais. Natur. Kab. in Wien.
Die rothe gleichzeitige Färbung des Wasser rührt nicht von diesem
Thiere, sondern von Infusorien her.
A r t e m i a O u d n e y i lebt:
1. in den Salz- und Natronseen von Fezzan (Wurmsee, Bahr el Dud)
unter dem Namen Fezzanwurm und wird mit Datteln, zu einem Brei geknetet,
gegessen.
Das Gleiche kann auch von Cypridina gesagt werden
die jedoch eigentlich ein Meeresthier ist, und sich in diesem
Salzsee nur nebenbei findet.
Es wäre jedoch jedenfalls sehr wunderbar zu nennen
wenn nicht auch der Piluvrtnus, dessen zahllose Eier den See
bevölkern zur Bildung der Schleimmasse und dadurch zur Erzeugung
des Schaumes beitrüge. Dass dies wirklich der Fall
ist, beweisen die nicht undeutlichen Beste junger, eben dem
Eie entschlüpfter Thiere, die sich in eben dieser Schleimmasse
hie und da finden.
Indem ich die übrigen mehr zufälligen Beimischungen,
darunter zahlreiches Pollen Pinorum, Haare und Schilfern von
Pflanzen, Pilzsporen, Schuppen von Schmetterlingsflügeln, viele
Käfer (Blechrus maurus?) und Mücken- (Culex)- reste u. s. w.
ubergehe, zeigt es sich, dass den obigen drei thierischen Organismen
und dem einen pflanzlichen hauptsächlich das Material
für die Schaumbildung entstammt.
Es wäre nur noch die Frage zu beantworten, ob der
Meeresschauöi von Paphos denselben oder doch einen ähnlichen
Ursprung hat. Nach der Erzählung des Herrn Con-
suls Smi t h zeichnet sich der Meeresschaum von Paphos durch
seine besondere Fülle aus. Während den Monaten Januar und
Februar, zur Zeit der Winterstürme, sammeln sich jährlich vorzüglich
an dem Hügel, worauf einst der Tempel der Schaum-
gebornen stand, halb mannshohe, dichte weisse Schaummassen,
die nicht selten vom Winde landeinwärts getragen werden.
er Schaum erscheint hier besonders nach anhaltenden Stürmen
, verliert sich und kommt wieder zum Vorscheine.
• d ®emer^ enswert^ is t> dass die geognostischen Verhältnisse
m Paphos ganz ähnlich wie am Salzsee bei Larnaka sind, nämlich
rauhe, von Sandstein gebildete Ufer mit sehr seichtem Meeres-
A r t e m i a G u i l d i n g i i lebt:
1. in Westindien. G u i l d i n g u. T h om p s o n Zool. research, fos. 7.
p. 104 pl. 1 Fig. 11, 12.
A r t e m i a — ?
Australien bei Paramaka.