
X
der Uiohtigkcit
konnuiig au biingeii, wenn iuicli einzelne seiner Scliillcr die Ueberiengmig
Rn<lolplii-9 Lclireii gewonnen li.itlcn iiii«l Alle, .lie nicl.t mit vorgefussten Meinungen sich nn <lie Be.irtheilung
derselben miicliten, sie hiitte» gewinnei! können'I. Die ISrinncrnngen an die unsichtbaren Präparate
von Beireia in Ilclmslildt erschwerten die allgemeinere schnellere Ausbreitling des imkroscopischc-u
5 Vnle
Studiums.
P u r k i n j e vermählte sich mit Uu.loiphi-s iiitester Tochter Julie. Er lernte aber bei Rudolphi und
durch Rudolph! die Wunder des Mikroscops kennen, und diese Krkennlnisa blieb seine Leiterin iu seiner
ferneren «issenachaftÜrhon Thätigkeit. Aus seiner mikroscopisrhen Schule ging zunächst Geo
hervor, der alsbald als Professor Ordinarius der Physiologie nach Bern berufen wurde.
In derselben Zeit entwickelte schon Knrl Ernst v. B a e r in Königsberg s
Tliätigkeit.
Johannes Müller. Rudolphi's Nachfolger in Berlin, entfaltete eine ausgezeichnete mikroscopische
Wirksamkeit. Das Mikroscop hatte inzwischen nnrtallende Verbesserungen erfahren, und die wissenschaftlichen
Werke von Job. Müller beruhen grösstenlheiis auf seinen ausgezeichneten mikroscopischen
Forschungen. Vou seineu berühmt gewordenen SehÜlcrn Schwann, l l e n l e , Virehow, wurde die nene
Lehre nach verschiedenen IlimmeUgegendoB getragen, und zahlreiche neue Stätten fiii- die Fortbildung der
mikroscopischen Wissenschaft entstanden bald in Deutschland, Frankreich, England.
Ein Professor der Physiologie kam alsdann auf den Gedanken, seine mikroscopischen Vorträge als die
„höhere Anatomie'- anzukündigen und ein Anderer, die mikroscopischen Untersuchungen durch den Beisatz
„die feineren" zu bezeichnen. Diese Aensscrnngen fielen auf einen fruchtbaren Boden, und wurden
schnell von anderen Anatomen aufgenommen. Daraus entstanden die Bezeichnungen „höhere Anatomie"
und „feinere Anatomie" im Gegensalze znr bisherigen einfachen Bezeichnung „Anatomie." Diese letztere
wurde dadurch auf eine tiefere Stufe als niedere «nd gröbere berabgedrÜckt und wir haben faktisch dadurch
„eine höhere und feinere Anatomie" d. h. die mikroscopische Anatomie, und eine tiefere, die „gröbere" erhalten.
Diese Benennungen werden aber nur vorübergehende sein, wem auch das temporäre Vorherrechen
der mikroscopischen Anatomie in der Geschichte ..userer Wissenschaft nicht ausgelöscht werden kann.
Ans dem, was ich bisher ans einander gesetzt habe, ist es leicht ersichtlich, dass ich kein sogenannter
laudator temporis acti bin, aber daraus geht nicht hervor, dass die mikroscopische Anatomie die
höhere und feinere, die makroscopische die,niedere und die gröbere ist. Die
ren Formen wiederholen sich im Wesentlichen und ein \
e höhei e mikroscopische
: kleineren und die grösse-
Bsentlicher Unterschied abgesehen von der Grosse
lässt sich (in Betren der Feinheit) nicht feststellen. Ich finde die Nervenzelleo ebenso plump wie den Klephanten.
Nur besteht der Unterschied darin, dass ein viel höherer Grad feinerer Bearbeitung der Gegenstände
dazu gehört, bevor man beim Elephanten zu den Nervenzellen gelangt, die bei der Beschränkung
der Arbeit auf diese jetzt sehr schnell und leicht aufzulinden sind. Entzieht man unse.'er Wissenschaft
die ganze mikroscopische Anatomie seit M a l p i g h i bis auf die allerneueste Zeit, so wird ihr manch
glänzender Stern und mancher Quell reiner Erkenntniss fehlen, aber unverändert wie vor Malpighi
wird unsere Wissenschaft in ihrer Entwicklung sonst vorschreiten. Entzieht man dieser die inakioscopisch
anatomische Grnndlage, so zerläilt unser ganzes wissenschaftliches medlcinisches Gebäude in
Trümmer und begräbt in seinem Schutte alle mikroscopischen Herrlichkeiten. In einem noch viel höheren
dlM io Rsdolphi's AcuKruDS ubir C. lleinticb S
wo er >;ob über ilie AnritlWn »on Scbote in I
korperclmi nocli oicit gtluigl, »b.ol er >i« ip.Hr
u Sytun. iir CiioolttiQii ü leisir Ectwlcklun; <li
•iologi» I!. B.nd J. Ablboiluoit. B»rlin
lobulU «ur in d« di.oi>lig»a Zeit xu
t Syst«» fl.r CirrüUtion" .oll.t.ndis
XI
Cella nerrea primitiva multipoUrU.
Elephas Africimus,