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dc« Stiriibeina hei eine Dicke von 0,5 Ctm., im hinteren Theil von 0,3 Ctm., im vorderen Theil des Scheitelbeina
von 0,13 Ctm., im hinteren Theil des Schoitclbeina von 0,7 Ctm., im Hinterhauptsbein von 0,4 Ctm.
bis 0,7 Ctm. Der Längsschnitt des Stirnbeins hat nn seinem unteren Ende eine Dicke von 0,4 Ctm., wei.
ter aufwärts von 0,3 Ctm., der Längsschnitt des Scheitelbeins vorne 0,5 Ctm. und hinten 0,7 Ctm., der des
Hinterhauptsbeins grösstentheils auch 0,7 C(m., aber an seiner dicksten Stelle 0,9 Ctm. Die Basis nähert
sich am mehrsten der verlängerten Leyerform (lyriformis elongata). Es sind ein Paar ganz kleine Andeutungen
von foramina parietalia vorhanden und zwischen ihnen befindet sich eine schwache Abilachung als
Andeutung einer impressio parietalis, An dieser Stelle ist die übrigens vollständig erhaltene und grösstentheils
als sutura limbosa auftretende eutura sagittalis nur eine sutura spuria. Die Sutura coronalis und
lambdoldea sind vollständig erhalten. Die Sutura coronalis springt spitzwinklich in den vorderen Theil der
sutura sagittalis hinein. Die Lambda-Nath geht mit der oberen Hälfte ihres Randes fast quer nach aussen
und biegt sich dann unter einem ubgerondeten \yinkel io ibre untere Hälfte um; sie erscheint dem.
noch als eine lambda quadrata. — Die Oberkieferzähnc sind vorhanden bis auf den dritten Backzahn der
rechten Seite. Stark vorragend erscheinen die processus styloidei der Schläfenbeine, besonders stark der
der linken Seite. Diese starke Vorragung rührt \on der thcilweisen Verknöcherung des ligamentum >tylohyoideum
her. Das foramen incisivum ist klein; die Sutura intermaxillaris palatina ist verschwunden, die
Satura palatina longitudinalis und die Sutura palatina transversa sind als Näthe noch vollständig vorhanden; die
Sutura palatina longitudinalis zynischen den Gaumenfortsätzen der Oberkiefer ist nur noch schwach angedeutet
und zwar grösstentheils durch kleine GelassÖffnungen. Die Clionnae narium sind langgestreckt, fast viereckig,
aber ungleich; die Choana dextra ist weiter als die sinistra, stark entwickelt sind die hamuli pterygoidei.
No. 487, Schädel eines Äustralnegers.
Der Zwischenraum zwischen der spina nasalis anterior und dem Alveolarrand des Oberkiefers beträgt
1,8 Ctm., die Höhe der Apertura pyriformis 2,8 Ctm., ihre grösste Breite 2,3 Ctm., die Lange der Nasenbeine
in ihrer Mitte 2,7 Ctm., ihre Breite an der Wurzel 1,1 Ctm., an ihren unteren Enden 2,1 Ctm. Die
Sutura nasalis ist theilweise verwachsen, die Nasenbeine sind an der Wurzel und am Rücken stark depriroirt.
Die Entfernung des Alveolarrandes in der Milte des Unterkiefers bis zum unteren Rande des Kinns
beträgt 2,8 Ctm., die Entfernung der nur kleinen foramina mentalia von einander 4,9 Ctm. Die incisurac
semilanares der Unterkieferäste sind ungleich, die der linken Seite ist weniger tief, aber lang gestreckt, die
der rechten Seite tiefer aber kürzer. Von den Zähnen des Unterkiefers, welche ziemlich stark abgeschliffen
sind, fehlen nur die Weisheitszähne. Es ist rechts und links eine incisura supraorhitalis .orhanden und links
ausserdem ein foramen supraorbitale. Rechts und liulis findet sich ein foramen zygomaticum, die foramina
infraorbitalia sind von gewöhnlicher Weite. Der äussere grade Durchmesser beträgt 34,1 Ctm., der äussere
quere Durchmesser 1,1,4 Ctm., der innere senkrechte Durchmesser 13,9 Cim., der innere grade Darchmeoser
16,8 Ctm., der innere quere Durchmesser 12,9 Ctm. Die Basis cranii ist etwas ungleich, nähert sich an der
rechten Seite mehr der Leyerform, während sie an der linken Seite mehr eiförmig erscheint. Ausserordentlich
tief ist die fossa sigmoidea dextra der pars mastoidea de« Schläfenbeins. Die processus clinoidei
anteriores und posteriores sind durch eine lange Brücke unter einander vcrwachsen. Die Crista
gaili und das foramen coecum sind schwach angedeutet. Die laminae cribrosae des Siebbeines sind zwar
schmal, haben aber viele fornminnla olfactoria. Das foramen incisivum ist klein; von der suturn intermaxillaris
palatina ist ein schwaclur Rest übrig geblieben. Die Sutura palatina longitudinalis ist an den
Oberkieferbeinen vollstäadig
aber langgestreckt, ihre äu
cn Gaumenbeinen tlieiln eise erhalte
I Wände gehen obeu mit abgerui
Die Choana
:n Winkeln »nder über.
^ckig,
Die
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Fossae pterygo-palatinae sind nicht tief, aber die hamuli pterygoidei stark ausgebildet. Die Foramina
mastoidea sind schwach. Es sind zwei ganz kleine Foramina parietalia vorhanden. Die sutura sagitialis,
coronalis und lambdoidca sind vollständig erhalten, eine impressio sagittalis ist schwach angedeutet,
Zwischen den beiden Foramina parietalia erscheint die sutura sagittalis fast nur als eine sutara spuria.
Der seitliche Schnittrand vorne am Stirnbein beträgt 1,1 Ctm., weiter nach hinten 0,3 Ctm., am
Sciieltelbein und Schläfenbein 0,4 Ctm., um Ilinterhnnptsbein oben 0,0 uud unten 0,9 Ctm. Die Dicke
des oberen Längsschnitts am Stirnbein vorne ist 1,2 C(m., weiter aufwärts 0,«i Ctm., am Scheitelbein
0,7—0,9 Ctm., am Hinterhauptsbein 0,7 Cim. Die Stirnliöhlen siud gross, nn der rechten Seite 3,2 Ctm.
hoch, ihre Breite beträgt 1,9 Ctm.: sov»ohl die vordere als die hintere Wand .«lud ausserordentlich dünn,
etwa 0,1 Ctm. dick.
No, 487 s, des Kuseums, Schädel eines eingeborenen Austialnegers,
Von der protuberantla occipitalis externa erstreckt sich die stark wulstige linea scmicircularis superior
bis zur Lambdanaih hin. Sie hat in ihrer Mitte von oben nach unten gemessen eine Höhe von 1,8 Ctm.
Es ist nur ein ziemlich grosses Foramen parietale der linken Seite vorhanden, neben diesem ist di« Pfeilnaht
tbeilwelBe verwuchsen. Der äussere gerade Durchmesser des Schüdeldnches beträgt 33,6 Cim., der
äussere quere Durchmesser 14-3 Cim., der innere grade Durchmesser 10,8 Ctm., der innere quere Durchmesser
12,3 Ctm., der innere scnkrechte Durchmesser 12,4 Ctm. Die Stirnhöhle rechterseits hat eine Höhe
von 1,7 Ctm., eine Breite von vorne nach hiuten von 1,2 Cim., eine Breite von innen nach aussen von
1,9 Ctm., die Dicke ihrer vorderen Wand beträgt 0,3 Ctm., die der hinteren Wand fast 0,2 Ctm. Die
Dicke des queren Schnittrandes im Stirnbeine zunächst dem äusseren Ende dei- Stiruhohle betragt 1,3 Cim..
in der Mitte 0,6 Ctm., hinten 0,4 Ctm., Im Scheltelbc
1,1 Ctm., Im Hinterhauptsheine vorn 0,8 Ctm. und hi
am Stirnbein oberhalb des oberen Endes der Stirnhöl
dickt sich das Stirnbein bis zur Kranzuath hin und err.
beträgt die Dicko des Schnitlrandcs vorne 1.4 Ctm., der
ten bis 0,9 Ctm., verdickt sich dann wieder bis zu 1,1 C
vorne 0,5 Ctm,. in der Mitte 0,6 Cim. und hinten
n 0,9 Cim. Die Dicke des Längsschnitts beträgt
1,1 Ctm., etwas höher 0,8 Cim., von hier auR vereicht
eine Dicke ^on 1,6 Cim.. am Scheitelbein
Srhnittrand \crdünnt sich von hier aus nuch hlnllinterhauptsbeinc
beträgt die Dicke des
n Stirnbein sind die Zclka der Diploe stnik
Schnittrandes oben nnd unten l Ctm. Nur am Zellen staik entwickelt,
sind sie ganz gcscliw unden, so dass die äusse
und die innere Tafel der compacten Snbsta
Die Basis des Schädels erscheint als eine gic
imässig entwickelte ovata elongatii. Die Läi
beinc in der Mitte beträgt 2 Cim., »cltwärts
I Ctm., die grösste Breite der Nasenbeine
betragt 1,2 Ctm., unten 1,6 Ctm. Die Sutura nasalis ist i
nit .\usnahme Ihres oberen Eudes
Nasenrücken ist deprimirl. Die Länge der Apertura pyriformis beträgt 3,1 Ctm., ihre grösste Breite 2,7 Ctm.,
die Entfernung der spina nasalis anterior vom Alveolarrande, der hier nur wenig defekt ist, beträgt 2,4 Ctm.
Rechts nnd links befindet sich eine grosse incisura supraorbitalls, links und rechts neben dem grösseren
foramen infraorbitale noch eiu kleines foramiuuium Infraorbitale aceessorium; rechts und links ist ein kleines
foramen zygomaticum vorhanden. Die Choanae narium erscheinen etwas verkürzt, fast viereckig, doch
gehen ihre Seitenrändcr abgerundet In die oberen nnd unteren Ränder über. Die processus condyloldel
des Hinterhauptsbeines sind abgeflacht, der der rechten Seite zeigt nur eine unbedeutende Convexilät, der
der linken Seite Ist aber ganz abgeflacht; dieser erscheint zugleich glatt an der Oberfläche, elfenbeinartig
erhärtet. Das foramen magnum osais occipitis hat eine Breite von 3,2 Ctm. bei einer Länge von nur 3 Ctm.
Das foramen incisivum ist gross. Die Sutura intermaxillaris palatina ixt verschviunden, die Sutura palatina
longitudinalis zwischen den Gaumenfurtsätzen der Oberkiefer vollständig erhalten, zwischen den Gaumen