
gesammelt worden sind, berichten und 20 neue Arien und 8 neue
Varielälen beschreiben und zum grössten Theile ahbilden konnte.
In der Österr. Bol. Zeit. 1893 veröffentlichte ich ausführliches über
Metzgeriopsis (') nebst Abbildungen dieses mei’kwürdigen Lebermooses.
Im Jahre 1894 publicirte Stephani in der Öslerr. Bot. Zeilsch. (’)
eine hochinteressante neue Gattung, die ich unter den von Warburg
gesammelten Materialien entdeckt hatte, welche er ScÄ(7/hena nannte.
Unter der Masse neuer Arten von Lebermoosen aus den verschiedensten
Himmelsstrichen, die sich im Laufe der Jahre in dem Herbar
Stephani’s angehäuft hat und deren Diagnosen er seit 1893 in einei’
noch nicht abgeschlossenen Artikelserie unter dem T ite l: »Hepaticarum
species novae (*) veröffenllicht, finden sich auch eine grössere Anzahl
solcher aus dem Indischen Archipel, die von Stahl, Karsten, Paterson
u. a. gesammelt worden sind. Bei dieser Gelegenheit will ich nicht
unerwähnt lassen, dass sich auch in anderen Schriflen des unermüdlichen
Leipziger Hepaticologen (*) gelegentlich Hinweise auf
einzelne Hepaticae unseres Gebietes eingestreul finden.
Meine Revision der Gattungen Bryopteris, Thysananthus elc. des
Berliner Herbars (Hedwigia 1894) (‘) hat einige nicht unwichtige
Berichtigungen und kritische Daten bezüglich einer Anzahl von
Pflanzen aus dem Malayischen Florengebiete zu Tage gefördert.
Die von mir in Java entdeckte neue Gattung Wiesnerella habe ich
in der Öslerr. Bot. Zeitsch. 1896 (*) beschrieben und abgebildet.
In den vorstehenden Zeilen, welche dem Zwecke dienen sollen, in
groben Umrissen ein Bild zu entwerfen von dem allmählichen Wachsen
unseres Wissens über die Hepaticae des Indischen Archipels, treten
besonders die Daten, durch welche neue Lehermoosarlen bekannt
gemacht wurden, in den Vordergrund. Dieses hat seinen Grund
nicht etwa darin, dass ich der Beschreibung neuer Formen einen
höheren wissenschaftlichen Werth heimessen würde als kritischen
Untersuchungen, welche alte Irrthümer aufklären oder sonst in
( ‘) N '. 1 2 3 . (■) r. 148. (ff N”. 14 6 . (ff N». 1 3 3 - 1 5 0 . (ff N«. 12 3 . {”) N“. 12 4 .
einer Weise unsere Kennlnis.s föi'dern, sondern ledigliidi darin, dass
sich eine Arbeitsleistung in erslerer Richtung leicht durch Zahlen
veranschaulichen lässt, während sich eine Summe kritischer Arbeit
nur in ganz unbestimmten Ausdrücken darstellen lässt.
STATISTISCHES.
In das hier zu behandelnde Florengebiet liabc icii die Halbinsel
Malacca und die beiden Inseln Penang und Singapore mit aufgcnüinmen,
da dieselben entschieden pflanzeugeographisch nicht von dem Gebiete
des westlichen Sunda-Archipels zu trennen sind. Obwohl die
genannten Localitäten eine Anzahl eigenartiger Lebermoosformen
autweisen, so ist doch im höchsten Maasse wahrscheinlich, dass sic
dieselben mit der Nordoslküste von Sumatra, deren Lcheiinoosllora
noch völlig unbekannt ist, gemeinsam haben.
Den westlichen, Holländischen Antheil von Neu-Gumea hätte ich
sehr gerne mit in das Gebiet einbezogen, da dessen Lcliermoosllora
gewiss viel übereinstimmendes mit der der östliclien Moluccen aiil-
wcist ( ‘); aber fast alle bisherigen Fundorlsangahen sind so allgemein
gehalten, dass darnach unmöglich zu entscheiden ist, welchem Theile
der riesigen Insel die betreffenden Pflanzen entslaminen. Soweit
wir übrigens die Lebermoosflora von Neu-Guinea gegenwärtig kennen,
ist dieselbe von der des Indischen Archipels mehr verschieden, als
die der Philippinen; sie weist mit dieser nur 23 gemeinsame Arien
auf, während die Philippinen 26 Arien mit dem Indischen Archipel
gemeinsam haben (^).
(ff Der In d iic h c Archipe l w ird b ck am illic li d u rc h die L o rah ek -S lra s s e und die Makassar-
S lr j s s e in zwei F lo ren g eh ie lc g e schieden. De r wesUich von d ie sen W a s s e rs lra s s e ii gelegene
Thoil re p r ä s e iilir l da s Malaisclie Flore iigebie l, d e r öslliche g e h ö rt dem Gchicle d e r
Pacinscheii In se ln an, we che s sich von Celebes und L onibok ö stlich bis nach Nen-Se e land
e r s tr e c k t und N en-G.iinc a m it um fa s s t. (Nacli Dm h e del CasliUe u n d Drude).
( ’ ) Den F o r ts c h r itt u n s e re r K ennlniss d e r L ebe rmoosdora des Gebietes iiiOgen folgende
Z iß e rn d o c nm e n lirc n . E s w a ran an s dem Gebiete b e k a n n t:
Im J a h r e 1 7 8 1 ........................................................................................................................................ ^ Arten .
. » ■
. 1 8 3 0 ...............................................................................................................................................................■
. . 1 8 5 6 2 6 7 .
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